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I. Die pflanzengeographischen Anlagen und Gruppen

Full text: Führer zu einem Rundgang durch die Freiland-Anlagen des Königl. Botanischen Gartens / Peters, Karl (Public Domain)

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verwandte Pachysandra terminalis, die schöne Agquilegia 
glandulosa und viele andere, 
An noch mehr offenen Stellen finden sich zwischen 
kümmerlichem Graswuchs von Luzula .pilosa, Koeleria 
cristata, Ophiopogon spicatus und OÖ. japonicus, Artemisia 
japonica, die bekannte großblütige Herbstanemone (Anemone 
japonica), die höchst ornamentale Maclaya cordata, das 
mannshohe Polygonum cuspidatum u. a. 
Wir gelangen weiter in die Zone der Cryptomeria und 
Eiben. In geschützten Taleinschnitten und den Mulden der 
montanen Region bildet der Nadelwald häufig große Bestände 
für sich: Cryptomeria japonica, Chamaecyparis obtusa und 
Ch. pisifera, Thujopsis dolabrata, welche auch mit Ausnahme 
der Cryptomeria, bei uns außerordentlich gut gedeihen. 
Hier tritt uns auch die Formation des unteren Laub- 
waldes entgegen. In diesen herrscht außerordentlicher 
Reichtum und größter Wechsel im Gegensatz zu unseren 
monotonen, aus wenigen Arten bestehenden Wäldern. 
Hervorragendste Bestandteile sind: Eichen, Castanea 
japonica, Ahorne in außerordentlicher Vielgestaltigkeit, Acer 
capillipes, A. palmatum, A. cissifolium, A. crataegifolium u. a. 
Aesculus turbinata, Koelreuteria paniculata (Sapindacee), der 
stachlige Kalopanax ricinifolius (Araliacee) mit tropischer 
Blattfülle, die prächtigen Magnolien, Magnolia obovata, 
M. stellata, M. hypoleuca, Juglans Sieboldiana, Rhus Succe- 
danea, aus deren Früchten Wachs bereitet wird, Sophora 
japonica, die großblättrige Paulownia tomentosa (imperialis), 
einer der schönsten Laubbäume, Catalpa ovata (Bignoniacee) 
u. a, dazwischen Gebüsche von Evonymus alata (Kork- 
strauch), Staphylea bumalda, Cornus officinalis, Cornus kousa, 
Rhodotypus kerrioides, Kerria japonica, immergrüne [lex 
crenata, Corylopsis spicata, Hamamelis japonica, Ribes 
alpinum, während an lichten Stellen oder am Rande das 
Gebüsch sich zusammensetzt aus: Prunus jJaponica, Spiraea 
Thunbergii, Diervilla, Viburnum, Deutzia, welche alle zu 
den hervorragendsten Blütensträuchern gehören. Sodann 
fällt auf der große Reichtum an: Schlingpflanzen: Hydrangea 
petiolaris (Saxifrag.), Akebia quinata (Lardizabalacee), Coc- 
culus Thunbergii (Menispermacee), Berchemia racemosa 
(Rhamnacea), Actinidia arguta (Dilleniac.), Vitis Coignetiae 
mit schönen braunbehaarten Blättern, die bekannte blau- 
traubige Wistaria polystachya (chinensis). Zwischen dem Ge- 
büsch auch Taxus cuspidata, Cephalotaxus drupacea, Torreya 
nucifera und die eigenartige japanische Schirmtanne Sciado- 
pitys verticillata. 
Unter den zahlreichen Stauden, welche teils im lichten 
Walde, teils im Gebüsch stehen, bemerkt man von schönen 
Formen: Campanula punctata. Adenophora verticillata,
	        
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