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Unser Weg führt, der regionalen Gliederung der Flora
Japans entsprechend, zunächst durch die südliche Zone. Für
die Darstellung dieser höchst interessanten Flora ist ein
ausgedehnter Komplex in Anspruch genommen worden. Die
Flora Japans zeichnet sich aus durch eine große Mannig-
faltigkeit an Holzgewächsen und die verwandtschaftlichen
Beziehungen zur Flora des atlantischen Nordamerika, sowie
zur Flora des Himalaya und auch zu derjenigen Europas.
Viele japanische Gewächse fallen auf durch die Pracht
ihrer Blüten oder die Schönheit ihrer Blätter. Hunderte
derselben wurden bei uns eingeführt, um unsere Gärten und
Öffentlichen Anlagen zu schmücken. So gehören unstreitig
zu den beliebtesten Frühjahrsblühern die schönen Magnolien,
welche ihre großen, duftenden, weiß oder rot gefärbten
Blüten vor dem Ausbruch des Laubes entfalten. In den
tiefer gelegenen Teilen dieser japanischen Abteilung haben
die zahlreichen Cupressineen, die den unteren Regionen der
japanischen Gebirge eigen sind, ihren Platz gefunden, dann
kommt die reiche Laubwald- und Strauchflora der montanen
und subalpinen Region Japans, endlich die letzten subalpinen
Coniferen, die auch recht mannigfaltig sind.
nser Weg führt zunächst durch die Formation der
südlichen Zone. Im südlichen Japan herrschen immergrüne
Wälder, namentlich gebildet von lorbeerblättrigen Eichen,
Camellien, Kampferbaum, Ilex, Evonymus, Litsea-Arten u. a.
An diese schließt sich aber auch die Fächerpalme Trachycarpus
excelsa an. (Plan S. J.).
Mar findet eine Gruppe dieser immergrünen Gewächse
am Abhang gegen den kleinen Teich hin.
Neben dieser Formation der immergrünen Wälder treten
wellenförmige Hügellandschaften auf, mit immergrünen Sträu-
chern (Aucuba, Photinia, Rhododendron indicum [Azalea]),
sowie mit laubabwerfenden (Deutzia, Rosa, Callicarpa, Rubus),
ferner mit Pteridium aquilinum (Adlerfarn) und anderen
Trockenheit vertragenden Farnen.
Diese Gebüschformationen gehen allmählich in die
Formation des Kiefernwaldes über.
Der Kiefernwald wird gebildet von Pinus densiflora und
P. Thunbergii. In Lichtungen desselben kommen eine Anzahl
Kräuter und Sträucher vor, von denen folgende genannt seien:
Lonicera confusa, L. flexuosa, L. japonica, Ribes fasciculatum,
Rubus phoenicolasius mit rotborstigen Trieben, der Feuer-
strauch (Cydonia japonica), der dornige Citronenbaum (Citrus
trifoliata), Berberis japonica, Ligustrum ibota, Hydrangea
involucrata. Im Schatten dieser Gebüsche von Stauden-
gewächsen sind: Actaea japonica, Geum strictum, Astilbe
Thunbergi, Hosta ovata, Ophiopogon jaburan mit den gras-
ähnlichen weißgestreiften Blättern, die immergrüne mit Buxus