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I. Die pflanzengeographischen Anlagen und Gruppen

Full text: Führer zu einem Rundgang durch die Freiland-Anlagen des Königl. Botanischen Gartens / Peters, Karl (Public Domain)

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Unser Weg führt, der regionalen Gliederung der Flora 
Japans entsprechend, zunächst durch die südliche Zone. Für 
die Darstellung dieser höchst interessanten Flora ist ein 
ausgedehnter Komplex in Anspruch genommen worden. Die 
Flora Japans zeichnet sich aus durch eine große Mannig- 
faltigkeit an Holzgewächsen und die verwandtschaftlichen 
Beziehungen zur Flora des atlantischen Nordamerika, sowie 
zur Flora des Himalaya und auch zu derjenigen Europas. 
Viele japanische Gewächse fallen auf durch die Pracht 
ihrer Blüten oder die Schönheit ihrer Blätter. Hunderte 
derselben wurden bei uns eingeführt, um unsere Gärten und 
Öffentlichen Anlagen zu schmücken. So gehören unstreitig 
zu den beliebtesten Frühjahrsblühern die schönen Magnolien, 
welche ihre großen, duftenden, weiß oder rot gefärbten 
Blüten vor dem Ausbruch des Laubes entfalten. In den 
tiefer gelegenen Teilen dieser japanischen Abteilung haben 
die zahlreichen Cupressineen, die den unteren Regionen der 
japanischen Gebirge eigen sind, ihren Platz gefunden, dann 
kommt die reiche Laubwald- und Strauchflora der montanen 
und subalpinen Region Japans, endlich die letzten subalpinen 
Coniferen, die auch recht mannigfaltig sind. 
nser Weg führt zunächst durch die Formation der 
südlichen Zone. Im südlichen Japan herrschen immergrüne 
Wälder, namentlich gebildet von lorbeerblättrigen Eichen, 
Camellien, Kampferbaum, Ilex, Evonymus, Litsea-Arten u. a. 
An diese schließt sich aber auch die Fächerpalme Trachycarpus 
excelsa an. (Plan S. J.). 
Mar findet eine Gruppe dieser immergrünen Gewächse 
am Abhang gegen den kleinen Teich hin. 
Neben dieser Formation der immergrünen Wälder treten 
wellenförmige Hügellandschaften auf, mit immergrünen Sträu- 
chern (Aucuba, Photinia, Rhododendron indicum [Azalea]), 
sowie mit laubabwerfenden (Deutzia, Rosa, Callicarpa, Rubus), 
ferner mit Pteridium aquilinum (Adlerfarn) und anderen 
Trockenheit vertragenden Farnen. 
Diese Gebüschformationen gehen allmählich in die 
Formation des Kiefernwaldes über. 
Der Kiefernwald wird gebildet von Pinus densiflora und 
P. Thunbergii. In Lichtungen desselben kommen eine Anzahl 
Kräuter und Sträucher vor, von denen folgende genannt seien: 
Lonicera confusa, L. flexuosa, L. japonica, Ribes fasciculatum, 
Rubus phoenicolasius mit rotborstigen Trieben, der Feuer- 
strauch (Cydonia japonica), der dornige Citronenbaum (Citrus 
trifoliata), Berberis japonica, Ligustrum ibota, Hydrangea 
involucrata. Im Schatten dieser Gebüsche von Stauden- 
gewächsen sind: Actaea japonica, Geum strictum, Astilbe 
Thunbergi, Hosta ovata, Ophiopogon jaburan mit den gras- 
ähnlichen weißgestreiften Blättern, die immergrüne mit Buxus
	        
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