Pfad:

Volltext: Wie Hilde Simon mit Gott und dem Teufel kämpfte / Landsberger, Artur (Public Domain)

bei mir sind. Ich will Sie das Glück lehren, 
das Sie suchen. Wie zwei unabhängige Men- 
schen wollen wir uns lieben. Nach nichts 
fragen als nur nach uns. Und niemand soll um 
uns wissen, — nur du und ich.“ 
„Du!“ sagte sie, und ihre Stimme zitterte. 
So erregt war sie. Zum ersten Male erwiderte 
sie jetzt den Druck seiner Hand, die sie mit 
ihren zarten Fingern fest umspannte. Er beugte 
sich, als hätte er etwas fallen lassen; und er 
küßte diese Hand, die immer fester in die seine 
wuchs und ihm die Leidenschaft verriet des 
Körpers, der nur den Wunsch nach Einigung 
noch kannte. 
In diesem Augenblick wünschte Frau Traute 
„Gesegnete Mahlzeit“ und alles stand auf. Hilde 
saß unbeweglich. Ihr war’s, als strömte es von 
allen Seiten glühend durch ihren Körper und 
hielt sie fest. Sie glaubte, sie müsse verbrennen, 
kam er nicht und trug sie davon und erstickte 
das Feuer. 
Helldorf legte unauffällig ihre Hand in seinen 
Arm. „Halt’ dich fest!“ sagte er sanft, aber be- 
stimmt, zog sie empor und führte sie sicher 
durch die Menschen hindurch, aus dem Saal, 
den Korridor entlang. „Zeig’ mir dein Zimmer!“ 
sagte er fest. Sie blieb vor einer Tür stehen, 
die er öffnete, und sie traten in das Zimmer, in 
dem ihr Bett zur Nacht bereitet stand. 
„Du glühst, Geliebte.“ Er preßte den heißen 
Kopf in seine Hände, sah ihr tief in die Augen. 
Q2
	        
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.