reich mit Blumen geschmückt; in der Mitte
wie auf den Seitentischen wuchs aus einem
kleinen Hügel dunkelroter Rosen der elfenbeinerne
Christ aus dem Kreuze. Die jungen
Leute waren in Feiertagskleidung und Festesstimmung.
Jetzt spielte die Orgel, fast zu voll für den
kleinen Saal; hell ertönte ihr Klang; Priester
und Knaben standen auf und sangen laut und
mit kräftiger Stimme:
Nun lobet Gott im hohen Thron,
Erhebt in frohem Jubelton
Den Herrn, ihr Erdbewohner alle,
Daß euer Lob zum Himmel schalle.
In doppelter Kraft schien Orgel und Gesang
jetzt anzuschwellen, als die Tür sich öffnete
und der Priester an der Hand des Bischofs
in den Saal trat. Mit erhobenem Haupte schritt
er vorwärts. Wie ein heller Strahl traf sein
Blick der Reihe nach die Augen eines jeden
Knaben. Man fühlte förmlich, wie die Stimmen
wärmer wurden, wo er vorüberschritt. In der
Mitte des Saales blieb er überwältigt stehen.
Mit welchem gütigen Lächeln blickte der Bischof
auf das Glück des jungen Priesters. Und
mit seinen Schülern sang er in tiefer Bewegung,
aber mit fester Stimme, aus der doch voll die
Rührung klang:
Denn sein Erbarmen, seine Gnad
Sich über uns bestätigt hat.
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