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[I. Teil] XV.

Full text: Wie Hilde Simon mit Gott und dem Teufel kämpfte / Landsberger, Artur (Public Domain)

zurückliegt, um sie ohne Furcht und ohne 
große Mühe allabendlich wiederholen zu 
können! Also Lizzy komm’!!! 
Dein August.“ 
Diese Nachschrift interessierte Henri wenig, 
obschon sie ihm als Grund zu seiner Ent- 
lassung dienen sollte. Aber dieser Venezueler 
war sein Mann. Wenn Lizzy nur zwei Jahre 
lang mit ihm zusammenblieb, dann war er ein ge- 
machter Mann. Daß das geschah, dafür wollte 
er schon sorgen. Denn solange Lizzy ihn 
liebte, betrog sie den Venezueler nicht, d. h. 
mit keinem andern als mit ihm, und nur darin 
konnte Gefahr liegen. 
Als Helldorf sehr ernüchtert von seinem Aus- 
flug mit Frau Traute am Abend zurückkehrte, 
lag auf seinem Schreibtisch ein versiegelter 
Brief Henris, den er erbrach. 
„Hochverehrter gnädiger Herr! Nachdem ich 
heute unfreiwillig Zeuge des Schmerzes einer 
Mutter war, deren Kind Ihren Verführungs- 
künsten erlegen ist, verbietet mir mein Ge- 
wissen, länger in Ihren Diensten, deren treue 
und gewissenhafte Erfüllung mir Selbstzweck 
war, zu verbleiben. Möge auch Ihnen bald das 
Gewissen sprechen, werter Herr, denn 
The commencement of atonement is 
The sense of its necessity. 
(Byron.) 
Hochachtungsvoll 
Henri, 
Kammerdiener. 
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