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[I. Teil] XIII.

Full text: Wie Hilde Simon mit Gott und dem Teufel kämpfte / Landsberger, Artur (Public Domain)

schweigen und zu leugnen, wenn ihn jemand 
fragt.“ 
„Und das ist alles?“ 
„Gewiß; ich könnte mich ja auch mit ihm 
schlagen. Aber dann gibt’s ’nen Mordsskandal, 
und wenn das Glück will, daß er dabei zum 
Deibel jeht und nich ich, dann verbieten mir 
meine Leute schließlich, daß wir uns heiraten. 
Also,“ — er war ordentlich in Stimmung — 
„das Ehrenwort ist unbedingt ratsamer und be- 
kömmlicher.‘“ 
„Und Sie wollen weiter mit ißnm zusammen- 
kommen? Womöglich verlangen, daß auch 
ich ...“ sie stockte, Er merkte allmählich, daß 
sie nicht seiner Ansicht war, ohne zunächst zu 
wissen, was sie anders haben wollte. 
„Das wäre jewiß nich unerwünscht — der 
Leute wegen — muß aber nich sein, Schatz. 
Und wenn es dir auch nur im geringsten pein- 
lich is, denn jeben wir’s selbstverständlich auf.“ 
„Ja, sagen Sie,“ und sprachlos schüttelte sie 
den Kopf und suchte nach einer Erklärung, 
„ich bin völlig verwirrt ...“ — sie faßte sich 
an die Stirn. „Sie sprechen da immer von mir 
und allenfalls noch von den Leuten, was die 
dazu wohl sagen könnten; aber Sie, Sie!! Von 
sich reden Sie gar nicht?“ 
„Habe ich dir nicht schon gesagt, Schatz, 
ich habe dich lieb, und alles andere interessiert 
mich nicht ,..“ 
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