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Full text: Berliner Märztage / Storck, Karl (Public Domain)

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immer nur den ‚Geldsackt. Mit Hilfe von Dieben 
und Räubern wollt' er diesen Geldsack bekämpfen, mit 
vierzigtausend Spitzbuben der Menschheit das Glück 
erstreiten. Wer kann das anders wollen als ein 
Mensch, der nicht weiß, wie es in der Wirklichkeit 
aussieht — der sich in der Geschichte der Menschheit 
nicht umgetan hat und vor lauter blauem Phantasie⸗ 
dunst die wahren Triebfedern des gesellschaftlichen 
Lebens nicht zu erkennen vermag?“ 
Die jungen Wernickes horchten gespannt auf die 
Worte des Buchdruckers. Florian Schnick schien ein 
wenig betreten und wußte nichts zu erwidern. 
„Gewiß ist's der Geldsack, in dem das Uebel wur⸗ 
zelt,“ fuhr Hans Hartung fort. „Darin hat der Weit⸗ 
ling recht, wie in so vielem andern, das er sehr klar 
und schön gesagt hat. Aber der ‚Geldsack ist in Wirk⸗ 
lichkeit nichts weiter als der Ausdruck höchst ver⸗ 
wickelter und verworrener ökonomischer Zustände, die 
uns geschichtlich überliefert sind, und die wir ihrem 
inneren Zusammenhange nach begreifen müssen, be⸗ 
vor wir daran denken können, sie zu meistern und mit 
Aussicht auf Erfolg an eine vernünftige Neuordnung 
der Dinge zu gehen. Der Geldsack — das ist die 
Bourgeoisie, eine brutale Macht, die gegenwärtig die 
Geschicke der Menschheit beherrscht, das ist eine selbst⸗ 
süchtige Minderheit des Volkes, eine kleine Schar von 
wohlgerüsteten und eng verbündeten Despoten des 
Kapitals, unter deren Joche neun Zehntel der Mensch—⸗ 
heit stöhnen und nach Freiheit und Menschenwürde 
lechzen. Hie Bourgeoisie, hie Proletariat — so stellt 
sich haarscharf der große Klassengegensatz, der die 
moderne Menschheit in zwei wirtschaftliche Lager 
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