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„Muß dieser Kerl mir mit seinem Klingeln in
die Parade fahren,“ knirschte er durch die Zähne,
„irgendein arbeitloser Lump, der seinen Dreier
kassieren will!“
Dora hatte hastig die Riegel an der Tür zurück⸗
geschoben, und Axel ließ sie mit mühsam verhaltenem
Ingrimm gewähren. Als sie, das Messer von sich
werfend, auf den Treppenflur hinausschlüpfen
wollte, stieß sie auf einen hochaufgeschossenen jungen
Gardeleutnant — einen von den dreien, die am
Abend vorher mit Axel zusammen bei Rechberg ge⸗
wesen waren. Es war derselbe schneidige Jüngling,
dem Axel Doras Schwester Lotte zugedacht hatte.
„Sie sind's, mein lieber Graf!“ rief Axel ihm ent⸗
gegen, während er seine verwundete Hand den
Blicken des Besuchers zu entziehen suchte.
„Hab' gestört, Kamerad?“ fragte der Graf lächelnd
und blickte Dora neugierig nach. „War ja klein
Dorchen! Gratuliere!“
Als er dann plötzlich die frischen Blutstropfen
am Fußboden erblickte, fragte er betroffen: „Blut ge⸗
flossen, wie?“
Axel wies ihm seine verwundete Hand.
„Wie — Sie ... verwundet?“
„Allerdings, von der Kleinen da ... Impfung
ohne Erfolg,“ lachte Axel gezwungen.
„' dammt stachlige Rose — danke für Schwester,“
witzelte der Graf, einer aus dem glorreichen Ge⸗
schlechte derer von der Schildburg, deren Vorfahren
bereits zu Karls des Vierten Zeiten die ehrsamen
Kaufleute der Mark geplündert hatten.
Von Scham und Furcht gejagt, war Dora die