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Jugend

Full text: Felix du Bois-Reymond / Rosenberger, Eugenie (Public Domain)

crois bien savoir grand’chose, et plus tu ap- 
prends, et plus âne tu deviens. Adieu!“ — 
Dieses ,Prends voir‘“ ist spezifisch neu- 
châteller Sprachwendung. 
Auf deutsch: 
„Gewiß bist Du sehr herunter und abge- 
rissen, aber wie Du auch seiest, halte auf Dich, 
sei stets ein ehrlicher Mann und bedenke, daß 
es die Arbeit ist, die den Menschen rettet. 
Federn und Bücher schicken sich nicht für Leute, 
wie wir sind. Nimm Dir ein Beispiel an Deinem 
Onkel Jean Jacques (Reymond); er las und 
schrieb auch gerne, aber doch nicht so arg, um 
den Verstand darüber zu verlieren, und gib acht, 
Du glaubst viel zu wissen, aber je mehr Du 
lernst, ein um so größerer Esel wirst Du. — 
Lebe wohl!“ 
Felix hat gewiß in den langen schlaflosen 
Nächten seiner Krankheit Abrechnung mit sich 
selbst gehalten, und in einem Briefe an l’Epée 
quäit er sich mit der bittersten Reue, daB er die 
Sorge und Liebe seiner Mutter so schlecht ver- 
golten und, anstatt ihr Trost und Hilfe zu sein, 
nur Jammer und Leid über sie gebracht habe. In 
Herzensangst bittet er den Freund, sein Fürspre- 
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