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a. D.

Full text: Felix du Bois-Reymond / Rosenberger, Eugenie (Public Domain)

Wenn du Bois jetzt, am Ende seiner Tätig- 
keit, auf die durchmessene Strecke zurückblickte, 
so mußte er sich sagen, daß sein Leben in Mühe 
und fruchtbringender Arbeit köstlich gewesen, 
daß er eine Stellung inne gehabt hatte, die über 
seinen Ehrgeiz weit hinausgegangen war; an 
Freundschaft, an Anerkennung war er reich, in 
seinem Hause beglückt. Aber kein irdisches 
Glück geht ohne Rest auf; das, wonach seine 
Seele gedürstet, das, was er im Innersten er- 
strebt hatte, war ihm nicht geworden. „Ich war 
zum Forscher geboren‘, findet sich noch unter 
seinen letzten Aufzeichnungen. Dafür hätte er 
jetzt mit Michelangelo sagen können: „So kam 
ich als Entwurf von mir zur Erde“, denn alles, 
was ihm versagt geblieben war, sah er mit freu- 
digem Stolz in seinem ältesten Sohn verkörpert. 
Wer Emil in der Zeit seiner Manneskraft 
gesehen hat, wenn er von Luft und Sonne ge- 
bräunt, Lebensfrische in jeder Bewegung, das 
dunkle Auge blitzend, aus der Freiheit einer 
Schweizer Bergfahrt heimkehrte, wem es ver- 
gönnt war, an dem reichen Spiel seines Geistes 
sich zu erfreuen, den leichtbeschwingten, oder 
auch scharfgeschliffenen Pfeilen seiner Rede zu 
; 
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