Wenn er sich indessen der Wissenschaft
nicht so ausschließlich widmen konnte, wie es
seiner geistigen Anlage entsprochen hätte, im
Stillen blieb er ihr treu und arbeitete in seinen
Mußestunden in seinen Lieblingsfächern weiter,
In bezug auf Sprachlehre gab er noch im Jahre
1818 seine Umbildungslehre der französi-
schen Zeitwörter (Berlin, bei Duncker &
Humblot) heraus, in der eine so rationelle und
vereinfachende Methode in Anwendung ge-
bracht ist, daß viele tüchtige Grammatiker und
Lehrer sie angenommen haben. „Es war ihm
geglückt, das natürliche Konjugationssystem auf-
zudecken, welches frühere Sprachforscher jahr-
hundertelang vergebens gesucht hatten‘. Die
hier vorliegende praktische Anwendung des-
selben auf die französische Sprache, glaubte
Felix der französischen Akademie einschicken
zu sollen und erhielt darauf ein höchst schmei-
chelhaftes Schreiben von Alexander v. Hum-
boldt, der damals in Paris lebte, unter dem
26. Februar 1821.
Die betreffende Stelle lautet übersetzt:
„Mein berühmter Freund, Herr Raynouard,
hat mir vor einiger Zeit eine erwünschte Ge-
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