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Aus der Werkstatt

Full text: Erinnerungen an Heinrich Seidel / Seidel, Heinrich Wolfgang (Public Domain)

311 — 
Doch die Vögelein sind fortgeflogen, 
Ubers Meer in schönres Land gezogen. 
Also finden wir in späten Tagen 
Das, wonach wir in der Jugend jagen, 
Aber kahl ist dann des Lebens Baum, 
Fortgeflattert leise Traum auf Traum, 
Und, was wir erreicht, will uns bedeuten: 
Leere Nester ausgeflogner Freuden! 
Wo die Bäume im Walde dicht beieinander stehen, 
wachsen sie alle in Gleichartigkeit zur Höhe, doch wo 
Platz zum Ausbreiten um sie herum ist, da entwickeln 
sie sich nach ihrem Charakter und nach ihrer Eigenart. 
20. 4. 1870. 
Märchen von den Wichtelmännchen, welche Teil 
nehmen an dem Gedeihen des Kindes. Die Mutter 
ist an der Wiege eingeschlafen, und sie kommen heim— 
lich heran, um sich über den gesunden Schlaf zu 
freuen. 23.4. 1870. 
Ein Kind, das in einem Sarge alsseiner Wiegeschläft. 
Finger wie fünf kleine Saucischen. 
*R 
Ihre Hand war nicht klein, aber schön, was viel 
seltener ist. 
„Selbst schlechte Bilder müssen von guten Meistern 
sein, wenn sie was taugen sollen.“ Menzel.*) 
Prinzessin Pumphie. Ein Märchen. 
*) Wohl aus einem Gespräch Menzels im Rütli notiert.
	        
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