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zu vernehmen — unten im Parquet, gerade
dicht neben ihrer Orchesterloge, saßen zwei junge
Leute, sie stießen sich an und machten impertinente
Gesichter.
War ein Unglück geschehen? Es mußte doch
etwas passiert sein!
Da, endlich! Der Bräutigam erschien! Wie ein
Aufatmen ging es durch's Publikum; da konnte
auch dem Unbeteiligten der Angstschweiß aus—
brechen.
Der schöne Egbert war doch einigermaßen be—
troffen; das war ihm noch nie passiert, daß er die
Klingel des Inspizienten überhört hatte — er hatte
sich eben so sehr mit dem Direktor gezankt. Als
gewandter Künstler zog er sich aus der Affaire.
Einige virtuose Stückchen halfen ihm über die Ver—
legenheit weg. Die Maschka war wütend, die
brillanteste Scene hatte er ihr gestört. Bei der Um—
armung kniff sie ihn heimlich; die unterdrückte Wut
gab ihrem Spiel natürliche Leidenschaft. „Aus—
gezeichnet!“ flüsterte man im Publikum. Sie hatte
bei ihrem Abgang auf offener Scene einen Applaus.
Und jetzt — der erste Akt war zu Ende
— Ebel lauschte — — jetzt mußten Beifalls—
stürme losbrechen! Nun —? Keine Hand rührte
sich. Stille. Eiseskälte.