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Full text: Es lebe die Kunst / Viebig, Clara (Public Domain)

216 — 
Schein dieser bescheidenen Arbeitslampe 
Großes schaffen! Wir alle begleiten Deinen 
Flug mit Bewunderung und Freude! Auf 
Wiedersehen heut abend! 
Immer Deine Leonore.“ 
Elisabeth stand betroffen; nichts von Freude 
war in ihrem Gesicht zu sehen. Sie hatte Mann— 
hardts vergessen gehabt! 
Und Kistemachers?! 
Halt, war das nicht Frau Kistemachers Stimme? 
Richtig, sie sprach draußen mit Mile, und nun 
stürzte sie herein. 
„Nur einen Augenblick, Elisabethchen! Mein 
Mann sagt, er hat so was Kostbares hier herauf— 
tragen sehen. Der Diener von Mannhardts ist ihm 
auf der Treppe begegnet. Nein, sind die nobel! 
Da können wir freilich mit unserm Federhalter 
nicht konkurrieren, wenn er auch echt vergoldet ist. 
Aber die Liebe giebt ja dem Geschenk den Haupt— 
wert; da können wir's auch schon aufnehmen. 
Wirklich prachtvoll!“ — sie unterzog die Lampe einer 
eingehenden Musterung — „echte Bronze! Hm!“ 
Sie war schon wieder an der Thür. „Also recht 
pünktlich! Sechs! Und zum Abendbrot bleibst du 
doch natürlich da?“
	        
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