157
„Ich brauche es nämlich zu meinem Roman.
Also welche Robe ?“
Es schwirrte auf Goedeke ein; er dienerte und
lächelte.
Mein Pintscher hat sich verlaufen,“ sagte Frau
von Lindenhayn, „gehen Sie zur Polizei, lieber
Goedeke!“
„Mache mir 'ne Ehre draus, janz zu Diensten!“
Goedeke dienerte wieder; er sah das unbeachtet auf
dem Boden liegende Buch und hob es auf. „Nanu!?“
Er zog die Augenbrauen hoch und pustete die
Backen auf. „Da haben wir ja die Reinharz auch;
wohin ich komme. Habe ich's Maiern nich jleich
jesagt? Mir hat er sie zu verdanken!“ Er hielt
das Buch in die Höhe und wedelte aufgeregt damit
hin und her. „Irandioses Talent! Ein Evenemang!
Außer Ihnen, meine Damen“ — er legte die Hand
auf's Herz und ließ einen verbindlichen Blick reihum
gehen — „das jrößte Talent der Jejenwart!“
„Echauffieren Sie sich nicht, lieber Goedeke,“
sprach Frau von Lindenhayn über die Schulter.
„Darf ich Ihnen eine Tasse Thee zur Abkühlung
anbieten ?
Er stand ganz verblüfft, die Damen lächelten