sonach 84 giltige Stimmen abgegeben, von denen die absolute Mehr
heit 43 Beträgt.
Stimmen haben erhalten:
Stadtrath Haack ....... 80,
Stadtverordneter Jacobi . . ,. . . 1,
Friederici ... 1,
Riemer .... 1,
Singer 1.
Der Stadtrath Haack ist also mit absoluter Mehrheit vom
1. Januar 1899 ab auf fernere 6 Jahre zum unbesoldeten Stadtrath
gewählt.
Wir kommen sodann zur Wahl eines Stadtraths an Stelle
des Herrn Stadtraths Mamroth.
(Die Wahl erfolgt unter Namensaufruf, und das Ergebniß
wird ermittelt.)
Das Ergebniß der Wahl ist folgendes. Von den eingekommenen
102 Stimmzetteln waren 25 unbeschrieben und einer mit der Aufschrift
„Aufsichtsrath" versehen, also ungiltig 26, und sind demnach 76 giltige
Stimmen abgegeben, von denen die absolute Mehrheit 39 beträgt.
Stimmen haben erhalten:
Stadtrath Mamroth 70,
Stadtverordneter Heilmann ... 1,
Winckler .... 1,
Znbeil 1,
Riemer .... 1,
Schern 1,
Jacobi .... 1.
Der Stadtrath Mamroth ist also mit absoluter Mehrheit vom
1. Januar 1899 ab auf fernere 6 Jahre zum unbesoldeten Stadtrath
gewählt.
Nun kann ich Ihnen auch das Ergebniß der Wahl zum dritten
Beisitzer mittheilen. Es sind 83 Stimmzettel abgegeben. Davon war
einer unbeschrieben; es bleiben also 82 giltige Stimmen. Davon
sind 42 die absolute Mehrheit. Es hat Herr Friederici 54, Herr
Fries 28 Stimmen bekommen. Mithin ist Herr Friederici mit absoluter
Stimmenmehrheit zum dritten Beisitzer gewählt.
Meine Herren, ich glaube nunmehr, daß wir entgegen meinem
Vorschlage von vorhin die übrigen Wahlen doch heute noch erledigen
müssen. Die Mandate der Herren, deren Stellen noch zu besetzen
sind, erlöschen schon am 1. Januar, und da die Bestätigung der
Regierung noch abgewartet werden muß, dürfen wir die Wahlen nicht
länger hinausschieben.
Stadtverordneter Dr. Schwalbe (zur Geschäftsordnung):
Meine Herren, ich möchte auch meine«, daß es richtiger ist, die Wahlen
zu Ende zu führen. Wenn wir heute abbrechen und das nächste
Mal, wo ebenso wichtige Sachen auf der Tagesordnung stehen, nach
demselben Prinzip nicht 6 Herren, sondern wieder nur 2 Herren
wählen, so werden wir mit der gesummten Wahl erst sehr spät fertig
werden. Zweitens steht heute die Sache auf der Tagesordnung, und
manche Kollegen haben sich danach eingerichtet. Die Stadtrathswahl
ist für die Stadt Berlin ebenso wichtig wie die anderen Gegenstände.
Uebrigens haben die beiden Herren dadurch, daß sie bei der Aufzählung
zufällig zuerst gestanden haben, doch keinen Vorzug, und es ist recht
und billig, daß die übrigen Herren gleichzeitig mit ihnen gewählt
werden. Deshalb möchte ich meinen, daß wir heute alle diese Wahlen
vornehmen.
(Die Versammlung beschließt demgemäß.)
Vorsteher Dr. Langerhans: Wir kommen demnach jetzt zur
Besetzung der Stelle des Herrn Mielenz.
(Die Wahl erfolgt unter Namensaufruf, und das Ergebniß
wird ermittelt.)
Das Ergebniß der Wahl stellt sich folgendermaßen. Eingekommen
sind 90 Stimmzettel. Davon waren 14 unbeschrieben, also ungiltig.
Die Anzahl der abgegebenen gütigen Stimmen beträgt hiernach 76 und
die absolute Mehrheit davon 39.
Stimmen haben erhalten:
Stadtrath Mielenz 73,
Stadtverordneter Schoepke . . . . 1,
Jacobi 1,
Gieshoit .... 1.
Der Stadtrath Mielenz ist hiernach mit absoluter Mehrheit vom
1. Januar 1899 ab auf fernere 6 Jahre zum unbesoldeten Stadtrath
gewählt.
Es folgt die Wahl an Stelle des Herrn Schaefer.
(Die Wahl erfolgt unter Namensaufruf, und das Ergebniß
wird ermittelt.)
Das Ergebniß Ihrer Wahl ist: es sind 95 Stimmzettel ein
gekommen, von denen 17 unbeschrieben, also ungiltig waren. Abgegeben
sind sonach 78 giltige Stimmen, von denen die absolute Mehrheit 40
beträgt.
Stimmen haben erhalten:
Stadtrath Schaefer 74,
Dr. Weigert J,
Stadtverordneter Schern 1,
Fasquel .... 1,
Generaldirektor Rathenau. . . . 1.
Der Stadtrath Schaefer ist hiernach mit absoluter Mehrheit vom
1. Januar 1899 ab auf fernere 6 Jahre zum unbesoldeten Stadtrath
gewählt.
Wir kommen nun zur Wahl für die Stelle des Herrn Selberg.
(Die Wahl erfolgt unter Namensaufruf, und das Ergebniß wird
ermittelt.)
Das Ergebniß der Wahl ist, wie folgt. Eingekommen sind
96 Stimmzettel. Davon waren 10 unbeschrieben, also ungiltig.
Es sind sonach 86 giltige Stimmen abgegeben. Die absolute Mehrheit
davon beträgt 44.
Stimmen haben erhalten:
Stadtrath Selberg 85,
Stadtverordneter Wilke 1.
Der Stadtrath Selberg ist hiernach mit absoluter Mehrheit vom
1. Januar 1899 ab auf fernere 6 Jahre zum unbesoldeten Stadtrath
gewählt.
Es folgt die Besetzung der Stelle des Herrn Wagner.
(Die Wahl erfolgt unter Namensaufruf, und das Ergebniß wird
ermittelt.)
Die Wahl hat folgendes Ergebniß gehabt. Es sind 91 Stimm
zettel eingekommen. Unbeschrieben, also ungiltig davon waren 13, an
gütigen Stimmen demnach abgegeben 78. Die absolute Mehrheit beträgt
hiervon 40.
Stimmen haben erhalten:
Stadtrath Wagner 76,
Dr. Weigert 1,
Stadtverordneter Gottfried Schulz(II) 1.
Der Stadtrath Wagner ist hiernach mit absoluter Mehrheit vom
1. Januar 1899 ab auf fernere 6 Jahre zum unbesoldeten Stadtrath
gewählt.
Wir haben jetzt zu wählen für die Stelle des Herrn
Dr. Weigert.
(Die Wahl erfolgt unter Namensaufruf, und das Ergebniß wird
ermittelt.)
Das Ergebniß der Wahl ist folgendes. Von den eingekommenen
97 Stimmzetteln waren 20 unbeschrieben und 1 enthielt ohne Wohnungs
angabe den Namen „Dr. Baron". Es sind also ungiltig 21. Die
Anzahl der gütigen Stimmen beträgt sonach 76 und die absolute
Mehrheit davon 39.
Stimmen haben erhalten:
Stadtrath Dr. Weigert 70,
- Zabel 1,
Stadtverordneter Heilmann. ... 1,
Winckler .... 1,
Borgmann ... 1,
Fasquel .... 1,
Jacobi .... 1.
Der Stadtrath Dr. Weigert ist hiernach mit absoluter Mehrheit
vom t. Januar 1899 ab auf fernere 6 Jahre zum unbesoldeten
Stadtrath gewählt.
Schließlich haben wir noch eine Wahl vorzunehmen für die
Stelle des Herrn Stadtraths Zabel.
(Die Wahl erfolgt, und das Ergebniß wird ermittelt.)
Ihre Wahl hat folgendes Ergebniß gehabt. Eingekommen sind
95 Stimmzettel. Davon waren 29 unbeschrieben, also ungiltig, und sind
sonach 66 giltige Stimmen abgegeben, von denen die absolute Mehr
heit 34 beträgt.
Stimmen haben erhalten:
Stadtrath Zabel 64,
Stadtverordneter Winckler . . . . 1,
Foersterling... 1.
Der Stadtrath Zabel ist hiernach mit absoluter Mehrheit vom
1. Januar 1899 ab auf fernere 6 Jahre zum unbesoldeten Stadtrath
gewählt.
Wir fahren nun fort in unserer Tagesordnung. Wir waren
stehen geblieben bei Nummer 3, hatten den Referenten gehört und
würden jetzt in die Berathung einzutreten haben.
Stadtverordneter Spinola (zur Geschäftsordnung): Meine
Herren, ich beantrage, die weitere Verhandlung der Baronschen Sache
zu vertagen. Denn erstens sind wir nach dem langen Wahlakt nicht
in der nöthigen frischen, fröhlichen Stimmung; zweitens haben sich
zehn Redner gemeldet; drittens hat Herr Kollege Virchow darum
gebeten, der sich an der Debatte betheiligen will, aber die Versamm-