sicht mit mir. Ich werde mich bald wieder gesammelt haben.
Ich will einen Augenblick allein bleiben. Ich muß es allein
in mir durchmachen.“
Er entfernte sich, und mit Tränen in den Augen sah Frau
Grandidier ihn gehen. Doch er kam nicht weit. In dent an—
stoßenden dunkein Zimmer hörte sie ihn auf das Sofa nieder—
sinken. Es beruhigie sie, ihn in ihrer Nähe zu wissen. Sie
lauschte; doch blieb alles still. Dann kehrte sie zu ihrem
Sessel zurück und nahm den Brief Eduards auf, der noch am
Boden lag.
Es schlug zehn von den benachbarten Türmen. Stille
ward es in den Zimmern, in dem Hause, das gestern noch
so voll von Lichtern und Fröhlichkeit gewwesen. Frau Gran—
didier hatte nur einen unruhigen und schweren Schlaf; sie
wachte oft auf und überzeugte sich, daß ihr Mann noch gar
nicht geschlafen habe. Immer wieder hörte sie ihn tief seufzen,
und in ihrem Halbschlummer war es ihr mehrmals, als ob
er riefe: „Eduard! Eduard!“
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