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Erstes Buch Der verlorene Sohn

Full text: Die Grandidiers / Rodenberg, Julius (Public Domain)

sicht mit mir. Ich werde mich bald wieder gesammelt haben. 
Ich will einen Augenblick allein bleiben. Ich muß es allein 
in mir durchmachen.“ 
Er entfernte sich, und mit Tränen in den Augen sah Frau 
Grandidier ihn gehen. Doch er kam nicht weit. In dent an— 
stoßenden dunkein Zimmer hörte sie ihn auf das Sofa nieder— 
sinken. Es beruhigie sie, ihn in ihrer Nähe zu wissen. Sie 
lauschte; doch blieb alles still. Dann kehrte sie zu ihrem 
Sessel zurück und nahm den Brief Eduards auf, der noch am 
Boden lag. 
Es schlug zehn von den benachbarten Türmen. Stille 
ward es in den Zimmern, in dem Hause, das gestern noch 
so voll von Lichtern und Fröhlichkeit gewwesen. Frau Gran— 
didier hatte nur einen unruhigen und schweren Schlaf; sie 
wachte oft auf und überzeugte sich, daß ihr Mann noch gar 
nicht geschlafen habe. Immer wieder hörte sie ihn tief seufzen, 
und in ihrem Halbschlummer war es ihr mehrmals, als ob 
er riefe: „Eduard! Eduard!“ 
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