Edv. Ellingsen:
in der Mitte aber mit einem kleinen Höcker. Femur mit deutlichem Stiele, keulen-
förmig, vorn beinahe gerade, nur in der distalen Hälfte schwach konvex, hinten aus
dem Stiele ein wenig verdickt, in der Mitte schwach konkav. "Tibia mit deutlichem
und starkem Stiele, etwa 2'/, mal so lang wie breit, hinten mäßig und gleichförmig
konvex, vorn aus dem Stiele ein wenig verdickt, und darauf beinahe gerade bis an
die Spitze; im ganzen kaum gegen die Spitze verschmälert; die Membran reicht
etwa */, rückwärts. Hand mit kurzem Stiele, stark, mit regelmäßig abgerundeter
Basis, vorn und hinten stark konvex, vorn jedoch ein wenig stärker als hinten, all-
mählich in die Finger übergehend. Finger etwas gekrümmt, beträchtlich länger als
die Hand; der‘Innenrand des festen Fingers mit dicht aneinander gestellten, gleich-
langen, breiten und nur wenig zugespitzten Zähnen, der Innenrand des beweglichen
Fingers im distalen Teile mit dreieckigen, spitzen, dicht aneinander gestellten, rück-
wärts kürzer werdenden Zähnen.
Mandibeln stark, der Stamm nur wenig kürzer als der Finger, der bewegliche
Finger mit einem deutlichen Höcker.
Beine verhältnismäßig lang. Die Femora der beiden hinteren Beinpaare ziemlich
breit. Coxa I. an der äußeren Ecke mit einer braunen, dreieckigen Spitze, an der
inneren Ecke mit einer weißen Spitze. Klauen einfach.
Länge 4 mm, das Abdomen ist aber etwas zusammengezogen.
Cephalothorax: L. 1,26; B. 1,23. Femur: L. 1,86; B. 0,43. Tibia: L. 1,26;
B. 0,50. Hand: L. 1,29; B. 1,00. Finger: L. 1,71 mm.
Europa. Montenegro: Höhle bei Njergus, 1 Ex. (Verhoeff).
Diese Art steht gewiß dem Obisium hellenum E. Simon sehr nahe, scheint aber,
der sehr kurzen Beschreibung Simons zufolge, sich in der folgenden Weise. von
demselben zu unterscheiden.
Obisium hellenum E. Simon.
Hand */, breiter als Tibia, demnach
ziemlich schmal. Die Finger nur wenig
länger als die Hand. Die Membran der
Tibia reicht nur !/. rückwärts.
Die Hand doppelt so breit wie die
Tibia, demnach sehr breit. Die Finger etwa
1!/, mal so lang wie die Hand, demnach
sehr lang. Die Membran der Tibia reicht
etwa !, rückwärts.
100. Obisium muscorum Leach.
1817. Obisium muscorum Leach, Zool. Misc, 3, p. 51, pl. 144, £. 3.
Europa. Deutschland: Siebengebirge bei Bonn, Löwenburg, 6 Ex.; Rhein-
land: Soonwald, 1 Ex.; Kottenforst bei Bonn, 8 Ex.; Bonn, 2 Ex.; Rheinland:
Braunfels, Buchenwald unter Laub, 1 Ex.; Bayern: Partnachklamm, 1 Ex. —
Österreich, Tirol: Brennerpaß, 1800 m, Laub unter Bergerlen, Salix usw., an der
Baumgrenze, 1 Ex.; Tatra: Sangensee, gesiebt aus Alpengräsern, 1800—1900 m,
3 Ex. — Ungarn, Kroatien: Plasa, in Buchenwald, 1 Ex. — Italien: Pisa, unter
Platanenrinde. 2 Ex. — Überall von C. Verhoeff gesammelt.
101. Obisium praecipuum E. Simon,
1879. Obisium praecipuum E, Simon, Arachn, de France, VII., p. 59.
Europa. Ungarn: Fiume, in Laubwald. unter Steinen (Verhoeff), 1 Ex.;
Herkulesbad (Verhoeff), 1 Ex.