Path:
Die Innung von 1735-1853

Full text: Geschichte der Berliner Buchbinder-Innung / Berliner Buchbinder-Innung (Public Domain)

349 
unter dem Vorsitze des Beisitzers zu entscheiden. Gegen 
diese Entscheidung steht den Betheiligten die Berufung 
auf den Rechtsweg binnen 10 Tagen präclusivischer Frist 
offen, die vorläufige Vollstreckung wird aber hierdurch 
nicht aufgehalten. Geht die Erledigung der erwähnten 
Streitigkeiten auf ein, nach der Verordnung vom 9. Fe— 
bruar 1849 (Gesetz- Sammlung Nr. 3105) eingesetztes Ge⸗ 
werbegericht über, so ist der im 8 25 a. a. O. erwähnte 
Vergleichs-Ausschuß der Innung von dem Vorstande 
aus seiner Mitte zu wählen. 
840. 
Fürsorge für hülfsbedürftige Genossen und 
Angehörige der Innung. 
Denjenigen Genossen, welche durch fortdauernde 
Krankheit oder durch Altersschwäche erwerbsunfähig 
werden, und den hülfsbedürftigen hinterbliebenen ver— 
storbener Genossen, hat der Vorstand in der, nach den 
obwaltenden Umständen wirksamsten Weise seine Fürsorge 
zuzuwenden. Die Fürsorge ist insbesondere auf die Be— 
schaffung eines befähigten Werkführers zur Fortsetzung 
des unterbrochenen Gewerbebetriebes zu richten. Jeder 
Innungsgenosse, bei welchem ein hierzu geeigneter und 
bereitwilliger Geselle in Arbeit steht, ist verpflichtet, den⸗ 
selben auf Erfordern des Vorstandes zur Werkstatt des 
erkrankten oder verstorbenen Innungsgenossen zu entlassen. 
850. 
Für die Erziehung und für das künftige Fortkommeu 
der Waisen sorgt der Vorstand durch Auswahl und 
Vorschlag geeigneter Vormünder unter den Innungs— 
genossen, desgleichen durch Unterbringung der Söhne bei 
Cehrmeistern und durch sonstige mit den Bestimmungen
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.