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Die Innung von 1735-1853

Full text: Geschichte der Berliner Buchbinder-Innung / Berliner Buchbinder-Innung (Public Domain)

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bis Ende beizuwohnen, wie andernfalls aber auch die Innungen 
ohne den Gewerksassessor keine Versammlungen zu irgend einem 
Zweck einberufen durften. 
Die Beiträge zur Ergötzlichkeit der Innung, welche von den 
Stückmeistern gefordert wurden, sollten unter keinen Umständen 
erhöht werden. Swar erkannte die Regierung an, daß der eine 
Thaler für sämmtliche Gewerksgenossen nicht weit reiche, doch 
dürfe dem Stückmeister, der ohnehin bei seiner Niederlassung er— 
hebliche Uosten habe, nicht zugemuthet werden, soviel herzugeben, 
daß alle Gewerksgenossen sich einen frohen Tag machen könnten. 
Um hierin einen Ausweg zu schaffen, daß jeder bei der 
Aufweisung der Stücke anwesende Meister einige Groschen be— 
komme, vorzüglich aber um Ruhe und Ordnung bei der Prüfung 
zu erhalten, und damit die Assessoren besser darauf achten könnten, 
daß die Stücke mit Ruhe und Bedacht geprüft und nicht aus 
Eigensinn und Chikane verworfen würden, sollte nicht mehr das 
ganze Gewerk in Zukunft den Prüfungen beiwohnen, sondern 
nur ein Theil der Meister. 
Bei Innungen, die aus zwanzig und mehr Meistern be— 
ständen, sollten nur zehn, bei solchen aus 10 -19 Meistern nur 
fünf, bei Innungen unter zehn Mitgliedern nur 3 Meister außer 
dem Altmeister und dem Gewerksassessor an der Prüfung und 
Ertheilung des Meisterrechts theilnehmen. Die Schaumeister 
sollten jährlich gewählt werden und diese Einrichtung mit dem 
. August 1799 beginnen. Den Meistern, welche, ohne dazu ge— 
wählt zu sein, sich zur Prüfung einfanden, wurden 5 Thaler 
Strafe angedroht. dem Gewerksassessor, der solches duldete, 
10 Thaler. 
Die Verbot⸗ oder Fordergelder für den Gewerksassessor wurden 
aufgehoben, da schon an anderer Stelle bestimmt war, daß dem 
Gewerksassessor für jede Zusammenkunft 16 Gr. gebührten; dem 
Altmeister wurden jedoch jedesmal 12 Gr. Fordergeld zugebilligt,
	        
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