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Die Innung von 1735-1853

Full text: Geschichte der Berliner Buchbinder-Innung / Berliner Buchbinder-Innung (Public Domain)

258 — 
1764 faßten trotz der Einrichtungen, welche den Stückmeistern 
das Meisterstück nach Möglichkeit zu erleichtern suchten, die 
Meister den Beschluß, unter allen Umständen auf den Einband 
der Weimarschen Bibel beim Meisterstück zu bestehen. Nur 
wenn diese garnicht aufzutreiben wäre, sollte — aber nur nach 
vorher eingeholter Erlaubniß des Gewerks — gestattet sein, eine 
andere Ausgabe zu wählen. Die Entscheidung, welche Ausgabe 
zu verwenden sei, behielt sich die Meisterschaft vor. 
Hervorgerufen wurde dieser Beschluß durch das Vorgehen 
des Stückmeisters Haßdorf, welcher, ohne die Innung um Er— 
laubniß zu fragen, in Ermangelung einer Weimarschen Bibel 
die Tossani'sche Ausgabe als Meisterstück gefertigt hatte. 
Als 17606 Joh. Jacob Adrian Lehmann die zum 
Meisterstück erforderlichen Einbände nicht zur Zufriedenheit der 
Meister hergestellt hatte, wurde ihm über die sonst geforderten 
Stücke noch ein Folioband, die Regensburger Bibel in selbst ge— 
färbtem Leder zu binden auferlegt. 
Im Jahre 1764 erhielt die Innung eine neue Taxordnung 
für Bucheinbände. 
Berliner Buchbinder Taxe vom Jahre 1764 . 
Ein englischer Band mit 
Gold abgedruckt: Thlr. Grpf. bis Thlr. Gr. pf. 
in Folio, ordinär Format 
Quarto.... 
Octavo 
Ein ganzer Franzband mit 
Gold abgedruckt: 
in Folio 
Quarto 
4 
Mctavo 
J Bergius, Neues Polizei- und Cameral-Magazin, Leipzig 1775, Bd. J.
	        
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