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V. Hertzberg als Gelehrter und Schriftsteller. Seine letzten Lebensjahre nach seinem Rücktritt vom Amte (1791-1795)

Full text: Ewald Friedrich Graf von Hertzberg / Preuss, Theodor (Public Domain)

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V. Hertzberg als Gelehrter und Schriftsteller. 
Seine letzten Lebensjahre nach seinem 
Rücktritt vom Amte. 
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Es ist schon im ersten Abschnitt bei der Erzählung 
von des Ministers Jugendbildung gezeigt worden, daß 
derselbe für einen Diplomaten jener Zeit ungewöhnlich 
gründliche juristische, sprachliche und geschichtliche Kennt⸗ 
nisse und eine lebhafte Neigung zu wissenschaftlichen 
Studien besaß. Man kann wohl behaupten, daß der 
preußische Staat nächst Wilhelm von Humboldt, wenig⸗ 
stens im auswärtigen Amt, niemals einen gelehrteren 
Minister gehabt hat. Er selbst nennt unter seinen Lehrern 
auf der Universität Halle insbesondere den Kanzler von 
Cudewig, bei dem er seine Kenntnisse in der deutschen 
Geschichte vertiefte, und den Philosophen Christian von 
Wolf, den bekannten Schüler von Leibniz, dessen Ein— 
wirkung in der nüchtern⸗rationalistischen Richtung des 
späteren Ministers deutlich zu erkennen ist. Seine wissen— 
schaftliche Tätigkeit wurde freilich durch seine amtlichen 
Pflichten oft behindert oder unterbrochen. Doch weder 
die Beschäftigung im Staatsarchiv, noch die Arbeit im 
auswärtigen Amt erschöpften seine Kräfte; und so oft 
die Zeiten es gestatteten, kehrte er zu den schon frühe 
liebgewonnenen Geschichtsstudien zurück. Im Jahre 1752 
hatte die Berliner Akademie der Wissenschaften als Preis⸗ 
ios) Ein Teil dieses V. Kap. ist von mir bereits in den 
„Vausteinen zur Preuß. Gesch.“ 2. Jahrgang, Heft 2, Coste— 
noble, Berlin und Jena 1902 veröffentlicht worden.
	        
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