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Die Seenrinne des Grunewalds und ihre Moore

Full text: Der Grunewald bei Berlin / Wahnschaffe, Felix (Public Domain)

schwindigkeit transportierten die Gletscherflüsse 
und -bäche bald feineres, bald gröberes Material 
und verlegten dabei ihren Lauf in der mannig- 
faltigsten Weise, so daß diese Sande keine regel- 
mäßige Horizortalschichtung, sondern innerhalb 
der parallel abgelagerten Sandbänke eine deutlich 
sichtbare Kreuzschichtung aufweisen. Auch die 
meist fein- bis mittelkörnigen Sande des Grune- 
walds zeigen überall in den tieferen Aufschlüssen, 
z.B. in der großen Sandgrube östlich vom Rien- 
meistersee, in der zwar flachen, jetzt aber erweiter- 
ten Grube westlich vom Sauwärterhaus, in der 
neuen Sandgrube südlich vom Torf- oder Teufels- 
graben nahe der Havel und in einem frischen 
Abstich an der Bahn zwischen Eichkamp und 
Grunewald diese charakteristische Beschaffenheit 
der sogenannten diskordanten Parallel- 
struktur und müssen daher als Absätze von 
Gletscherschmelzwassern betrachtet werden. Diese 
Vorschüttungssande wurden nachher von dem 
nach Süden vorrückenden Inlandeise überschritten, 
jedoch nicht immer gleichmäßig mit Grundmoräne 
bedeckt. Vielmehr tritt in den beiden eben er- 
wähnten Sandgebieten der Geschiebemergel fast 
ganz zurück, doch bildet eine dünne Decke block- 
führender, an der Ostgrenze des Grunewaldes z. T. 
lehmig ausgebildeter Sande einen Vertreter des- 
selben. In der Sandgrube am Rienmeistersee ist 
atıch noch ein Rest Geschiebemergel auf den ge- 
schichteten Sanden der Westwand sichtbar, ferner 
am Bahnhof Eichkamp oberhalb des neuen Via- 
duktes. Der Geschiebesand ist in den Gruben 
beim Sauwärterhaus und beim Torfgraben gegen- 
wärtig deutlich aufgeschlossen. 
Der Grunewald ist der östliche Teil eines 
größeren Sandgebietes im Süden des Berliner 
Tales, das von der Havel in zwei ungleiche Teile 
zerlegt wird, Das größere Gebiet westlich der 
Havel umfaßt die Groß -Glienicker Heide und
	        
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