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Die Flora des Grunewaldes

Full text: Der Grunewald bei Berlin / Wahnschaffe, Felix (Public Domain)

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auch das Interesse des großen Publikums erregen. 
Es sind alle 3 Arten, der rundblättrige D. 7otun- 
difolia, der langblättrige D. Anglica (D. longi- 
folia) und der mittlere D, intermedia (mit den 
kurzen Blütenständen und ziemlich schmalen 
Blättern) vorhanden, zwischen D. rzotundifolia und 
den beiden anderen Arten finden sich zahlreiche 
Bastarde, Gileichfalls schon an den Rändern 
wächst eine sehr zierliche, nur etwa meterhohe, 
schmalblättrige, silberige Weide Salix rosmarini- 
folia und dazwischen kriecht wieder der schon 
genannte Carex dioeca. An feuchten Senken 
bildet die weißblühende Cyperacee Rhıynchospora 
alba ganze Bestände und auf einem noch mit 
Schilfrohr bewachsenen Teile entwickelt sich im 
Spätsommer die grünlich blühende, gleichfalls mit 
oberirdischen Knollen versehene Orchidee Malaxıs 
paludosa und hin und wieder, leider durch die 
Berliner sehr dezimiert, leuchtet im Juli und 
August eine herrlich blaue Enzianblüte von Gen- 
Hana fneumonanthe heraus. Vielfach wird der 
Teppich des Randes von kleinen Cyperaceen (so 
von der grünen, rasenbildenden Carex Oederi, der 
graugrünen kriechenden C.panicea etc.) und Gräsern, 
darunter namentlich SzegZingia decumbens, gebildet. 
Betreten wir das eigentliche, bebuschte Hochmoor, 
so treten uns zwischen den dichten Polstern der 
Sphagnen und Polytrichen zunächst die zahlreichen 
Büsche des stark riechenden Sumpfporstes (Motten- 
krautes) Zedum palustre entgegen, welches im 
Mai seine zahlreichen kleinen, RAododendron-ähn- 
lichen, weißen Blüten entwickelt. Leider wird 
auch ihm viel nachgestellt. Am Boden verspinnt 
in großen Mengen die zierliche Moosbeere Vaccz- 
nium 0xycoccos mit den dünnstieligen rötlichen 
Blüten und den großen roten Beeren ihre feinen 
Zweige zu kleinen Polstern. Vereinzelt blüht im 
Mai Andromeda polifolia mit den Erica-ähnlichen, 
prachtvoll rosa gefärbten Blüten und unterseits
	        
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