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Full text: Pankgrafen und Kumperkaten und ihre Beziehungen zu Berlin, zu Frankfurt am Main und zum alten Vater Rhein / Bautz, Rudolf (Public Domain)

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weiter von den Pankgrafen erzählen kann. Wir 
schlafen während der Zeit!“ 
„Mutter, Uffgawe for deham hotts heut nit 
gewwe, die giebts ääch net mehr viel vor de Ferie; 
denn unser Klasselehrer hott's im Hals, der iß nach 
Sode im Taunus gezoge, um dort morjens met 
Nr. 2 ze gorjele, mittags Nr. 3 ze trinke unn ow— 
wens um 7 Uhr met Nr. 6 ze bode. Zwische dem 
Gorjele unn dem Trinke hält er sei poor Stund 
Schul in Frankfort. Der orm gut Professor duht 
uns ordentlich dauern. Mutter, ich fahr e bischen 
Rad im Park, währenddem Ihr schloft, he?“ 
„Meinetwegen, jetzt laß mich in Ruh und den 
Vater auch!“ — — — — 
„Bitte, meine Herrschaften, der Kaffee steht 
bereit!“ 
„Danke, Sophiechen! So, jetzt kann Deine Vor— 
lesung wieder beginnen, liebes Männchen!“ 
„Mit den pankgräflichen Weinbauern, die durch 
die Reblaus gezwungen an den Rhein mußten, zogen 
auch ihre Gieblingslieferanten, nämlich 
Metzger mit. Von den berühmten Frankfurter 
Würstchen und Solberknöchelchen konnte 
man sich nicht trennen. Die urpankgräfliche Fami— 
lie „Marks,“ welcher vom Magistrate nur allein 
das Privilegium verliehen war, das Metzgerhand— 
werk in Frankfurt zu treiben, gab einen tüchtigen 
Sprossen mit 70 em Halsweite an die rhei— 
nischen Weinpankgrafen als Innungsmeister 
ab. Zwecks besserer Uebersicht über sein Revier 
baute man ihm eine Burg, die nach dem Namen der
	        
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