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II. Die Entwicklung des Weichbildes Begrenzung der Feldmark vor der Städteordnung

Full text: Die Pläne von Berlin und die Entwicklung des Weichbildes / Clauswitz, Paul (Public Domain)

94 Begrenzung der Feldmark vor der Städteordnung. 
voraus zu bemerken, daß dies nur zum geringsten Teil in sicheren 
Linien geschehen kann, wie auch das Folgende gleich ergeben wird. 
Die Grenze beginnt auf dem rechten Spreeufer im Zuge der 
Beusselstraße, folgt dieser bis zur Turmstraße, wendet sich dann nach 
Westen und folgt der verlängerten Turmstraße oder Huttenstraße bis 
dahin etwa, wo die jetzige Weichbildgrenze im rechten Winkel nach 
Norden hin ausbiegt und dann auf den Kanal trifft. Diese letztere 
Linie würde hier den ehemaligen Lausefenn durchschneiden. Vom 
Kanal aus wird der weitere Zug der Grenze überaus schwierig wegen 
der Unsicherheit, wohin der Plötzensee gehörte (vgl. S. 71). Es bleibt 
kaum etwas anderes übrig, als eine gerade Linie von dem letzt— 
genannten Punkte am Kanal aus als Verbindungslinie nach der 
äußersten westlichen Ecke des jetzigen Weichbildes, bei den Rehbergen 
oder Leutnantsbergen, zu ziehen. Von dort folgt man der jetzigen 
Weichbildgrenze bis zu dem Punkte, wo die Jagostraße das Weichbild 
kreuzt. Von dieser Stelle ab ist ein etwa 250 m im Durchschnitt 
breiter Streifen dem jetzigen Weichbilde zuzulegen, bis ungefähr zur 
Hennigsdorferstraße hin. Es ist dies das 18041) an Reinickendorf 
verloren gegangene Gebiet. Die Grenze dieses Stückes lief aber der— 
artig unregelmäßig, daß es nicht möglich ist, ihren Zug auf dem 
jetzigen Reinickendorfer Gebiete genau zu beschreiben. Von der 
Hennigsdorferstraße ab fiel die damalige Grenze mit der jetzigen gegen 
die Gemarkungen Pankow, Weißensee und Lichtenberg zusammen, mit 
Ausnahme der geringfügigen, neuerdings vorgenommenen und am 
Schluß diess Abschnitts vermerkten Eingemeindungen aus dem Pan— 
kower Gebiet. Die Lichtenberger Grenze ist jedoch nur bis zu der 
Stelle maßgebend, wo sie auf die Ringbahn trifft, von diesem Punkte 
ab muß man der Thaerstraße folgen bis zur Frankfurter Allee und 
dann weiter dem Laufe der Boxhagener Straße bis zur berlinischen 
Weichbildgrenze, in der Gegend, wo die Gemarkungen von Lichtenberg 
und Boxhagen oder Stralau-Rummelsburg an das Weichbild stoßen. 
Als weitere Grenze darf man dann die jetzige zwischen Berlin und 
Boxhagen und zwischen Berlin und Stralau bis zur Spree hin an— 
nehmen. Außerdem lag ein Stück berlinische Feldmark noch am Rum— 
melsburger See ohne Verbindung mit der geschlossenen Feldmark. Die 
Grenzen waren im Nordwesten der jetzige Kietzer Weg in Rummels— 
) Eigentlich könnte man diesen Streifen unberücksichtigt lassen, wenn es 
sich umn die Feldmark unmittelbar vor Einführung der Städteordnung handelt.
	        
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