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Full text: Jettchen Gebert / Hermann, Georg (Public Domain)

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— 
Und endlich verabschiedete er sich, indem er zu ver⸗ 
stehen gab, daß in seiner Abwesenheit bei Salomon Gebert 
& Co. alles drunter und drüber ginge, und daß es die 
höchste Zeit für ihn sein würde, daß er mit klirrendem 
Bogen unter die Übermütigen trete. 
Und während Jason die dunkle schmale Treppe herun⸗ 
tertappte, schossen ihm plötzlich die Worte des Hohen Prie— 
sters Aron durch den Kopf: onauchi ki adabair: Wer 
bin ich, daß ich reden soll! — Und recht schweren Herzens, 
— denn das Gespräch hatte ihn arg mitgenommen, — 
—DD 
tief nachdenklich, die Blicke auf dem Pflaster, hinkte er an 
den Häusern entlang zu Louis Drucker. 
Und hier mitten im Lärm der lachenden Gäste — 
denn Drucker hatte seinen guten Tag und hielt eine lange 
Rede über sein letztes Hunderennen in seinem Garten auf dem 
Tornow bei Potsdam, bei dem er Joel Jakobis gesammelte 
Werke, in Schweinsleder gebunden, dem Oberhund um den 
Hals gehangen hatte — mitten im Lärm kritzelte Jason bei 
einer Flasche Chambertin mit seinem silbernen Crayon ein 
Billett an Riekchen und teilte seiner Schwägerin mit, daß 
sie dieses Mal ihr Prophetinnengeist auf den falschen Weg 
geführt hätte, und daß er sich infolgedessen von nun an 
nicht mehr von ihr die Karten legen lassen werde. Denn 
Jason sagte sich, daß jedenfalls Riekchen ihren Gatten eher 
zu einem längeren Gespräch unter vier Augen haben würde 
als er selbst, — und es lag ihm daran, daß Salomon von 
vornherein nicht dagegen eingenommen würde. 
Oben aber saß Kößling, hatte die Ellenbogen auf die 
Tischplatte gestützt und die Fäuste an die Schläfen gepreßt 
und sah starr auf die paar Blätter des Briefes, den er
	        
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