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„Und weißt du, wo er eigentlich her ist? Aus Ben—
schen! Kennst du Benschen? Na, ich kenn' es. Du mußt
es dir ungefähr so vorstellen: Der ganze Ort ist eine
Straße, und wenn du hier rein kommst, bist du schon
wieder beim anderen Ende draußen. Nur eine Gefahr hat's
damit: du mußt nämlich in Benschen de Augen zumachen,
wenn du durch de Hauptstraße gehst, ganz feste zu, —
sonst stehlen sie dir sicher das Weiße aus den Augen. Die
Löwenberger sind Charlatans gegen die Benschener. Natür—
lich, dieser kleine Junge aus Benschen wird hier seinen
Weg machen. So etwas kommt nach Berlin wie die Fliege
nach dem Siruptopf.“
Jettchen war nicht ganz der Meinung oder wollte es
sich wenigstens nicht eingestehen. Sie nahm den neuen
Vetter in Schutz, er könne doch noch werden. Aber da
fuhr ihr Jason gehörig über den Mund, — er könne
ihr das nicht alles so auseinandersetzen und er wolle
das auch nicht tun, aber er sehe die Sache mit anderen
Augen an.
Mitten in diesem erregten Disput kam Tante Riekchen.
„Ganz recht, Jason,“ sagte sie, wie sie in die Tür trat
und dort breit, mit eingestemmten Armen stehen blieb,
— „ganz recht, Jason, daß du es Jettchen gegeben hast;
so was darf sie nicht tun! Das schickt sich nicht für ein an⸗
ständiges Mädchen, Jettchen.“
Damit trat die Tante Riekchen in das Zimmer, aber
sie war noch nicht am Tisch, da stand Jettchen auf, ging,
— was keiner erwartet hatte, wortlos an ihr vorüber,
hinaus, ohne auch nur auf Jasons Einwände und der
Tante Beschwichtigungen zu achten. Und sie schloß ihre
Stube hinter sich, zog den Schlüssel ab und setzte sich im