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Full text: Die drei Väter / Illés, Eugen (Public Domain)

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mit Leid und Not erzogen hat ... ausgerechnet 
e Kind — — ausgerechnet ... wo wohnt der 
Kerl? Du gibst mir seine Adresse an! ... Ich will 
zu ihm gehen, und ich werde ihm sagen: mein 
Herr, Sie sind ein Schuft, wollen Sie zahlen oder 
nicht, denn eine arme Witwe ...“ 
„Hör' doch auf mit dem Quatsch,“ besänftigte 
Lona die würdevolle Empörung der lieben Mama, 
„was schreist du hier herum, höre doch zu.“ 
„Ist auch wahr,“ setzte Frau Löbl, deren 
Empörung nun schon einmal ins Vollen gekommen 
war. fort, „ausgerechnet du mußt ein Kind kriegen 
ich werfe den Bengel in die Wasserleitung 
. ich soll das Geheul hier auf meine alten 
Tage anhören ... wo steht das geschrieben, daß 
du dich verlieben sollst . . . wer hat schon sowas 
gehört!? ...“ 
„Höre schon auf, das Kind bedeutet doch ein 
Kapital für uns.“ 
Auf das Wort Kapital beruhigte sich die 
gerechtfertigte Empörung einigermaßen. Die 
Mutter schimpfte zwar weiter, doch erkundigte sie 
sich, wie letzteres zu verstehen sei. * 
„Das ist doch sehr einfach“, erwiderte Lona, 
die die große seelische Erschütterung der Mutter, an 
der auch ihr Körper teilgenommen hatte, mit großer 
Ruhe ansah. „Plohn denkt, er ist der Vater, 
weil ich es ihm beigebracht habe, und außerdem
	        
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