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Full text: Die drei Väter / Illés, Eugen (Public Domain)

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ledigten Besuches ein Riesenproblem. Daß das 
Weib etwas gegen ihn vorhatte, erschien ihm ganz 
klar, aber was? Er war nur anscheinend auf den 
Leim gegangen, weil er sich nicht denken konnte, 
daß die Liebe Lonas ernst gemeint sein könne, 
und weil er annahm, daß sie unbedingt irgendeine 
geheime Absicht verfolgte. Oder sollte sie viel— 
leicht wirklich ernstlich in ihn verliebt sein? Das 
wäre der größte Rekord gewesen, den jemals das 
Schicksal mit seinen Schlägen hätte erzielen können. 
Doch wieder überlegte er hin und her, und am 
Ende wußte er schließlich überhaupt nicht mehr, 
woran er war. 
Doch entschloß er sich, die Rolle des für— 
sorglichen Vaters und Ehemanns weiter zu spielen. 
Schließlich würde Lona die Sache schon einmal 
langweilig werden, und sie würde dem angeblichen 
Kinde einen anderen Vater suchen. Wenn sie aber, 
Gott behüte, nicht scherzte! Das wäre direkt ent⸗ 
setzlich. 
Dieser Gedanke versetzte ihn in maßlose Wut, 
und er warf sich verzweifelt auf seine Chaise— 
longue, die, ihren Beruf mit unverzüglicher Ehr— 
lichkeit erfüllend, das Lied aus Carmen: „Ich 
seh' die Mutter dort“ intonierte! Erregt über 
die niederträchtige automatische Anspielung, schlug 
Herr Plohn, der eine musikalische Zerstreuung in 
diesem Moment sehr unpassend fand, mit voller 
die drei Väter.
	        
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