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Full text: Die drei Väter / Illés, Eugen (Public Domain)

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ihn sämtliche Schleusen seiner Tatkraft öffnen, und 
als sie in eine Elektrische sprang, sprang er kühn 
nach und setzte sich neben sie. Als der Schaffner 
kam, löste er in größter Diskretion zwei Billetts. 
Der Schaffner meinte, das andere Billett sei für 
die Dame und überreichte es ihr. Sie wollte 
darauf zahlen, was aber mit der Begründung 
abgelehnt wurde, daß der Herr schon bezahlt hätte. 
Die Elektrische war voll, die Dame wollte an— 
scheinend Aufsehen vermeiden und tat auch so, 
als wenn sie mit dem Herrn schon lange bekannt 
gewesen wäre. Najetz bombardierte sie mit den 
schönsten Redensarten, und nach einer Viertel— 
stunde sah er vollkommen ein, daß die Bekannt— 
schaft auch ohne Billettschmuggel, ganz ohne Ent— 
rüstungen und ohne Proteste usw. zustande ge— 
kommen wäre. Die Dame verriet nur so viel, 
daß ihr Name Lona wäre, und nachdem Najetz 
seine Wohnung als erstklassige Sehenswürdigkeit 
pries, äußerte sie den Wunsch, dieselbe mal sehen 
zu dürfen. Najetz hatte keinen Grund, „nein“ 
zu sagen, wie er auch dieses Wort von seinen 
zahllosen Bekanntschaften nie gehört hatte. 
Lona zeigte sich am anderen Nachmittag sehr fidel, 
amüsierte sich über die „platonische‘ Chaiselongue 
(die keine Federn mehr hatte und von dem vielen 
Liegen und Sitzen mit der Zeit die Form einer 
umgekehrten Schildkröte angenommen hatte, also
	        
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