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Zweiter Teil XVIII.

Full text: Die drei Väter / Illés, Eugen (Public Domain)

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mit dem Gedanken, sie jetzt auch endlich per— 
sönlich kennen zu lernen, auf irgendeine Weise. 
Das würde sich wohl bewerkstelligen lassen, wenn 
die Sache schon einmal so weit vorgeschritten war. 
Während er sein Netz so taktvoll nach dem 
Goldfisch auswarf, arbeitete Lona, die wegen der 
beiden Väter, von denen der eine sich demnächst 
als Bräutigam entpuppen sollte, ein wenig ver— 
wirrt wurde, mit fieberhafter Energie in beiden 
Richtungen weiter. Der anständigste Vater von der 
ganzen Bande war noch der alte Weißkopf, der 
jeden Monat stillschweigend blutete. Schade, daß 
er nicht auch noch als Bräutigam in Betracht 
kommen konnte. Aber die beiden anderen, die 
mußten streng verwaltet werden. Najetz mußte 
auf jeden Fall weich gemacht werden, da man 
nicht wissen konnte, ob er nicht eines Tages von 
Weißkopfs ernst genommen würde. Sie dachte, 
er hat zwar nichts, aber besitzt dafür die Be— 
gabung, Mädchen den Kopf zu verdrehen. Er 
wird also weiter bearbeitet. Bei Plohn ist die 
Sache hingegen viel aussichtsreicher. Er kann 
repräsentieren, hat eine vornehme Wohnung, ge— 
nießt viel Ansehen, tritt elegant auf und ist ein 
Gauner. Dieses sind alles Eigenschaften, durch 
die sich schon viele vornehme Positionen in der 
Gesellschaft erworben haben. Der Kerl darf also 
nicht locker gelassen werden.
	        
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