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VIII.

Full text: Durchtollte Nächte, durchjubelte Tage / Klein, Ernst (Public Domain)

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gekehrt war, fürchtete sie, er werde sie neuer- 
dings zum Kampf zwingen, aber er begnügte 
sich, sie am ganzen Körper abzutätscheln — an 
eine Wiederholuug dachte er nicht, da er doch 
die Grenzen seines Könnens wußte, und es mit 
seiner Würde als Direktor unvereinbar gewesen 
wäre, sich vor: ihr So zu blamieren. 
Also zog er es vor, als Held und Sieger ab- 
zuziehen. Er preßte noch einen dicken Schmatz 
auf ihre Brust, dann griff er zum Hute, 
„Vor allem bitte ich Dich, liebe Lore,“ sagte 
er, bereits die Türklinke in der Hand, „nichts 
meinem Kompagnon, dem Frankreicher, diesem 
ekelhaften Kerl, verraten!“ 
„Nein, nein,“ versicherte sie. „Wo werde 
ich so dumm sein. Er ist mir ja so widerlich!“ — 
Eine Viertelstunde später schob sich der 
Kompagnon in ihr Zimmer. Sie lachte innerlich, 
wenn sie sich ausmalte, wie rührend das hätte 
gewesen sein müssen, wenn sich die Beiden ge- 
troffen hätten. 
Frankreicher brachte als Präsent die zerrissene 
Quittun“ über den Vorschuß, den sie bei Ab- 
schluß des Vertrages erhalten. Auch bei ihm 
war sic sc Fıvrenswürdig, sich in den Anblick 
seines Gesc”: zo 71. vertiefen, daß ©‘. gar- 
nicht merkt“, ab €Er dieselben Wege beschritt, 
wie sein Vorgänger. Die Szene nahm auch den
	        
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