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Auf ewig Lebewohl ....!
der einen Straße in die andere, ziellos, abgespannt,
weil sie die ganze vorige Nacht nicht geschlafen hatte
und die Nervenattacken ihr altes Köpfchen leer
gepumpt.
Im Tiergarten mußte sie sich wieder einen Augen⸗
blick auf einer Bank ausruhen — nah' bei einer
Laterne. Denn vor dem dunkleren Teil der Anlagen
hegte sie bei all den Morden, von denen man las,
greuliche Angst.
Die Glocke des Turms schlug zwölf. Ihre Lippen
zählten die Schläge mit, ihre Gedanken weilten bei
dem nächsten Morgen — wer wohl um sechs Uhr offen
machen würde — wer die Wädchen in der dritten
Etage wecken würde — wer die Läufer, die abends
so übel ausgesehen, abfegen würde — wer die
nasse Wäsche der Familie in der zweiten Etage vom
Waschboden holen würde — wer auf die Haustür
achten würde, wenn er da lag und schnarchte — und
was wohl die arme Grete, die doch so bitter wenig
von ihrer Jugend gehabt hatte, sagen würde, wenn
er morgen nach Friedrichshagen hinaus kam und ihr
erzählte, daß ihre Mutter durchgegangen sei ...
Welch ein Vorbild für ein Kind ... Und wie
schlimm er sie verhauen würde, wenn sie nicht da war,
um zwischen die Beiden zu fahren ....
Es ging nicht! Es durfte nicht sein! Sie wagte
es nicht!
So viele trübselige Jahre hatte sie schon aus—
gehalten, daß die paar Jahre, die sie vielleicht noch
zu leben hatte, nur dazu kommen mochten ..