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Full text: Julius Pintsch (Berlin 1815-1884), seine berlin-lausitzischen Vorfahren und seine Abkömmlinge / Boetticher, Arno (Public Domain)

fessoren Berneker und Hauffen sich äusserten: sie erkennen 
zwar die Verderbung des Namens Pintsch aus Bensch und 
Benesch an, wollen aber diesen Namen Bensch nicht von dem 
ezechischen Namen Beneslaw sondern „einfach“ von dem la- 
teinischen Namen Benediktus ableiten. Worin hier die „Ein- 
fachheit‘“ liegen soll, ist unverständlich; zunächst wird zur Er- 
klärung eines einheimisch-czechischen Namens eine fremde und 
sogar die tote lateinische Sprache herangezogen und dann ist 
es ganz unwahrscheinlich, dass die Konsonanten d und kt in 
Benediktus ganz abgeschliffen und unterdrückt sein sollten. Die 
Familie hat daher auch der Ableitung ihres Namens von dem 
>zechischen Beneslaw den Vorzug gegeben und dies auch da- 
durch zu besonderem Ausdruck gebracht, dass sie in das an- 
genommene Wappen als Helmzier eine ein Schwert schwingende 
Faust aufgenommen hat. Im übrigen zeigt das Wappen die lau- 
sitzischen und lübbenauischen Farben blau-gelb (heraldisch: 
gold) und im Schilde als Anspielungen auf die in der Familie 
vertreten gewesenen Berufe die Ähren des Landmannes, das 
Schiffchen des Leinenwebers und den Hammer des Klempners. 
Wegen dieser „Anspielungen“ gehört das Wappen zu den sog. 
„redenden“ Wappen, Es ist hier dem Titelblatt auf einem 
Kartonblatt in bunter Ausführung vorgeheftet und wird im 
nächsten Heft des bei Bauer & Raspe in Nürnberg er- 
scheinenden Bürgerlichen Wappenbuches (Neuer Siebmacher) 
und in dem vom Verein Herold in Berlin in Form eines 
Zettelkatalogs geführten Wappenlexikon veröffentlicht und da- 
durch für die Familie festgelegt werden. 
Als die Erforschung der nachfolgenden Stammreihe Be- 
Sann, waren nur folgende, für sie grundlegende sieben ältere 
Familienschriftstücke vorhanden: 
li 
Einen Weiber Sitz Sub. No. 49 in der Abtheilung 
Sub B und deren VII*" Banck. hat‘ Juliane Lovisa 
Lehmannin nach Absterben ihrer Mutter Nahmens 
Anna Maria, zu folge deren Erlangungs-Schein binnen 
vier Wochen gemuthet, und dem Kirchen Aerario davor
	        
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