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Im Müll

Full text: Der Leiermann von Berlin / Kirchbach, Wolfgang (Public Domain)

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Er dachte an seine Frau. Abermals waren all ihre 
Boffnungen cu erühmtheit verloren. Er selbst 
hatte freilich im efsten Innern ein Gefühl tiefen 
Wohlseins, daß er nun nicht mehr so bald 
berühnmt zu sein brauchte. Ja, er fühlte sich von 
einer Art von Schadenfreude erfüllt. Es war ihm 
wie ein tiefe Glück, wie ein innerster Friede seines 
Herzens deß er nun weiter blühen sollte wie ein 
Veilchen im Berborgenen inmitten seiner Mädchen— 
schar. Aber seine arme Frau! Wenn er an sie 
dachte, war — vbin wieder so, als hätte er selbst 
die ungehenece . !aschung erlebt, als wäre sie 
aus all ihrc: Aeln gerissen! 
In deese: c seiner Gefühle winkte 
ihm wie ein e5. ngsanker, als er „Unter 
den Linden ing, der Name „Hiller“ 
drüben aufed ullleren Seite der breiten 
Weltstraße E seine Tasche nach seinem 
Portemonne: zcllGeld, da der letzte 
des Menn Ain Gehalt empfangen 
hatte. E eh der Sicherheit über— 
kam ihn . vusgerüstet wußte. 
Da den α enn Da drüben waren 
weiche sanrna ae Ccen, da waren weiche Teppiche, 
wo die l. es hin und bar gingen, da waren 
Cichter — Laen, dunkelncten Hanschetten und 
stille . we man mitten im Lärm millionen— 
fachen Aelameschwindels, millionenfacher Ruhm— 
sucht ganz allein sitzen konnte bei einer Flasche, 
bei zwei, drei Flaschen guten, womöglich recht
	        
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