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Stadtverordneten-Versammlung der Stadtgemeinde Verun1825
,Sitzung am 10 . I 1921 .
'elenug'ayrokaubaltspanes für
vn de paeipoitiichen Gesichtspunrte me . '.
als bisher außeracht ! Wir werden. nicht vor-.
wärts kommen, wenn wir hei jeder Vorlage nur ragen,
IKämmerer ))1 Karding1 wie sie auf die gegenwärtige oder künftige Verteilumg
.
Beim Extraordinarin m 1 , dem wir aus lau- der Parteracht
im Stadrparlament wi.rken mag . Wir
senden Einnahmen im vorigen Jahre noch 330 Millionen müssen
die städtischen. Angelegenhatten endlich unter dem
Mark zur Verfügun g stellen konnten, haben . ' nur Gesichtspunkt
behandeln : wie nützen sie der Allgemein- .
heit, wie berahren ' sie . die .Allgemeinheit vor Schadew?263 Millionen Mark voreben. --
(Sehe richtig ! - Zurufe bei der - Kommunistischen(Hört, hört !)
aktion .)
Die -'Hebe dieses Extraordinariums 1 ist vielleicht eines .
der besten Kennzeichen für die innere Stärke eines Hgus- So muß der Haushalt,
wie wir ihn vorgelegt haben,
halts , und daß oir hier gegenüber "dem Vorfahre zurück-
den Rahmen für die weitere Arbeit abgeben, und diese
gehen mußten, zeigt, wie seh r wir uns, der t
der Ft- wird nicht einandeit sein ; es werden seha sch e,
nanziage Rechnung tragend , haben beschränken müssen. bedeutende
Aufgaben noch über den Haushalt hinaus
Daß beim Extrao rd i n art n m 2, bei d die gelösl werden müssen, -
um wirklich die gesunde Ent-
Deckung aus Anleihe vo rgesehen ist , eire starke Sentung wi cklung, zu der
dieser Haushalt vielleicht ein Sttt
ersogt ist von rund o/4 Milliord Murk im Vorfahve ist, zu fördern -
Unz 'seihaft . muß die Arbeit der nächsten Monateauf rund ½ Mliarde ohne Nenkölln in diesem
Jahre,
ist finanztechnisch zu begrüßen, wirtschaftliche scher zu d er grö
ßeren W ir ts cha stlich kei t unserer
r
bedauern ; finanztechnisch zu - begrüßen, weil wir in der
Werke zugewendet sein , das Problem der Neuorgant-
nächsten Zukunft das fremde Geld - nicht bekommen werden, sation
der gewklichen Betriebe ist ausschließlich unter
das wir brochen , mn diese Arbeiten auszuführen ! Wirk- dem Gesichtspunkte
zu betrachten, wie dadu wirtschafts-
. .
1
schaftlich zu beklagen , veil in diesen Ausgaben des Extra- lich die Werke
gefunden können .
(sehr richtig ! - rechts . )
ordinarimn 2 sich mehr als irgeidwo zeigt, wieviel wir
aus den ibehrungsiahren der Kriegs- 'md Nachtriegs- Wir werden
viel Arbeit auf die in ne re Ve r-
,r ,
zeit heute nachzuholen hätten, m wir finanziell dazu
besserung u - n se rer V er wa ltung verabenden
.
die Kraft hätten ! Es drängen sich hier alle die Aufgaben müssen .'
Ich sagte vorhia schon , daß unsere V al-
zusammen , deren Erfüllung uns in den letzten 5 Jahn tungskosten
zu hoch sind. Wir werden uns eenst be-
w
.
nicht möglich bar, und es ist sehr zu beklagen, daß wir
mühen müssen, unsere Verivnltungsarbeit intens ' zu
für die Erfüllun g dieser An kgaben mr so wenig auf- gestalten nab
vor allem zu erreichen, daß Groß erlin
.-
aus dem Ruf - herausommt, in dem es sich lei heutebringen können .
Wenn Sie da s wir isch aft l ich ee rgeb nis bessudet, die sch
fälligste Verwaltung zu haben , in
deshaushalts übersehen, - dann werden Se ebenso der der Geschäftsgang so schend
'ist, daß die ache
,
wenig Fremde paran haben wie der Magistrat im ganzen tarunter
lendet . Das beeinträchtigt auch die Fremde - an
und jeder e - nzelne von uns, der an der Anlung der Mitarbeit in den Bezirken.
Wir enden weiter den Gesichtspunkt ausbauen
des Haualts gearbeitet hat . In guter Zeiten
ist
.
der Haushaltplan der Ausdruck der Stärke und Kraft
müssen , unter dem Gvoß rüu begründet worden ist.
,
einer Gemeindeverwaltung, in schlechten Zeile der Aus - Wir werden prüfen müssen ,
heute noch in roß,
--
druck ihrer Schwäche . Ich gebe Ihnen bedauernd zu , Berlin Luxus an sg ab en
geleistet werden .
(Na , na ! bei der Kommunistisch Fraktion .)daß der Hanshalt in seiner Gefautheit uns heute zeigt, . .
.wie sch w ach wi rge w o rd ensin d , wie schwer An einigen Stellen werden
noch Luxusausgaben ' ge
wir zu kämpfen haben, um uns zwischen den Fährtich leistet, und wir rden uns olle
in dem etten eimg
--
sein, in solchen Fällen das Geld da- wegzunehmen, . wokeiten unserer Finanzwirtschafts hindurchzuhelfen .
Und doch ist dieser Haushalt ein erheblicher So r .t- es enköehtt werden kann , und dahin
zu bringen, vo
schrit t . Daß es gelangen . ist , die Ausgaben und die es bitter nötig \st.
.
(sehr richtig !)Einnahmen ins Gleichgewicht zu . bringen, ist ein Ergeb-
uis, das in seiner Bedeutung sehr hach veranschlagt Wir werden weiter unsere Kr ie
gs wi rt scha sten
werden muß . Die Wiederherstellung des Gleichgewichts abbauen müssen . Die sind eines unserer
schwersten Sor-
ist die Voraussetz un g dafür, daß. Berän weiterhin Kre- genkapitel .
(Sehr richtig s rechts . )dit genießt und 'arbeiten kann, und der Ausruck dafür, --
,
daß wir wieder zu dem bewährten 'Grundfa alter Zet Man darf zwar nicht vergessen, daß
mit iegs-
zurückkehren wollen , daß m an keine Aus g abe wirtschafts in den Kriegsjahren viel Gutes geleistet
worden
,
l ersten dar s, wen n m an keine Einnahm e da- ist . er wir sitzen heute mit dem
rosen opf da .
.
(Sehr richtig ! -- Graße Heiterkeit .)für bat,
- Ja, meine . Damen . und Herren, der einzelne auf-(sehr nchtigl uechts)
daß wi Deckung haben müssen für jedes neue Be- mann hat auch die gute Konjunktur
miterlebt. Er
dürfnis , das an die städtische Venvaltung harannitt . kann den Rückgang der
Kvnjunktur heute ertragen , weil
er, s er heute abschreibt, vor 2 Jahren verdient t .
(Zuruf rechts Aber yicht uinfallen ! ) -- --
hr - tig ! rechts . )w l
Es wird in Deutschland kuum eure einde md
vielleicht kaum einen Staat geben, der unter so
schwie- Die Stadt hat vor 2
Jahren ' nichts verdient ; die Stadt
rigen Verhältnissen gegründet worden ist und
seine Ar- muß voll
abschreiben .
bett hat aufnehmen müssen wie Groß Berlin . Zweifel-
(Zuruf bei der Kommunistischen Fraktion : Da haben
andere geschoben !)
los wird es sehr zäher und irener Arbeit bedürfen, um .--r ,
in der nächsten Zeit die Entwicklung nicht wieder
n Der Betrag mit dem wir im Vorjahre diese
schrei-
w
schlese Bahnen gleiten zu lassen . Ich bitte Sie :
lassen bungen begonnen .haben, uab der damals
130 Millionen
Sie bei der Beurteilung unserer st ädiischen Wirtschafts
betrug, und der Betrag, den wir in diesem Jahre als
3'
28 . Sitzg. Stadtv.-vers: