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Full text: Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien / Groth, Sören (Rights reserved)

TEXTE 56/2023 Teilbericht Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien von: Sören Groth, Henrike Hesping, Thomas Klinger ILS – Research gGmbH, Dortmund (verantwortlich für Kapitel 1, 2 und 5) Rafael Eggebrecht, Eusebia Flamm, Noa Groicher LHLK Agentur für Kommunikation GmbH, Berlin (verantwortlich für Kapitel 1, 3, 4 und 5) Herausgeber: Umweltbundesamt Für Mensch & Umwelt TEXTE 56/2023 Ressortforschungsplan des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz,nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz Forschungskennzahl 3 719 58 107 0 FB000900 Teilbericht Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien von Sören Groth, Henrike Hesping, Thomas Klinger ILS – Research gGmbH, Dortmund (verantwortlich für Kapitel 1, 2 und 5) Rafael Eggebrecht, Eusebia Flamm, Noa Groicher LHLK Agentur für Kommunikation GmbH, Berlin (verantwortlich für Kapitel 1, 3, 4 und 5) Im Auftrag des Umweltbundesamtes Impressum Herausgeber Umweltbundesamt Wörlitzer Platz 1 06844 Dessau-Roßlau Tel: +49 340-2103-0 Fax: +49 340-2103-2285 buergerservice@uba.de Internet: www.umweltbundesamt.de /umweltbundesamt.de /umweltbundesamt Durchführung der Studie: ILS – Research gGmbH Brüderweg 22-24 44135 Dortmund LHLK Agentur für Kommunikation GmbH Hauptstraße 28 10827 Berlin Abschlussdatum: Dezember 2021 Redaktion: Fachgebiet I 2.6 Nachhaltige Mobilität in Stadt und Land Miriam Dross, Claudia Kiso, Fanny Paschek Fachgebiet I 2.1 Umwelt und Verkehr Katrin Dziekan Publikationen als pdf: http://www.umweltbundesamt.de/publikationen ISSN 1862-4804 Dessau-Roßlau, April 2023 Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt bei den Autorinnen und Autoren. 4 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Kurzbeschreibung: Medienrepräsentation von Alltagsmobilität in den Medien Im Kontext der Verkehrs- und Mobilitätswende kommt (Massen-)Medien eine Schlüsselrolle zu: Sie bringen nicht nur zum Ausdruck, welche Fortbewegungsmittel und Mobilitätsformen als „normal“ oder auch „ideal“ gelten, sondern sie vermitteln auch Vorstellungen und Bilder neuer und alternativer Formen der Alltagsmobilität. Damit wirken (Massen-)Medien sowohl konkret in die Verkehrspolitik und -planung als auch allgemein in den Alltag der Menschen hinein. Basierend auf diesem Verständnis standen in der vorliegenden Studie die folgenden Fragen im Mittelpunkt: (i) Wie wird Alltagsmobilität in den Medien dargestellt? (ii) Inwieweit spiegelt die mediale Darstellung von Alltagsmobilität die angestrebte Verkehrs- und Mobilitätswende wider? Um diese Fragen wissenschaftlich fundiert zu beantworten wurde in der Studie in drei Schritten vorgegangen: • Zunächst diente eine systematische Literaturanalyse von 190 wissenschaftlichen Studien in deutscher und englischer Sprache dazu, den aktuellen Forschungsstand zur medialen Darstellung von Alltagsmobilität aufzuarbeiten. • Hinzu kam eine Medienanalyse von fünf neuen und traditionellen Unterhaltungsformaten aus deutschsprachiger Produktion (u. a. Tatort, Köln 50667), die die Darstellung von Formen der Alltagsmobilität empirisch untersuchte. • In einem dritten Schritt wurden zehn Interviews mit ausgewählten Medien- und Mobilitätsexpert*innen durchgeführt, um die Erkenntnisse aus Literatur- und Medienanalyse zu kontextualisieren. Auf dieser Basis bietet die vorliegende Studie einen strukturierten Überblick in ein vielseitiges sowie multidisziplinär und -sektoral aufgestelltes Forschungs- und Praxisfeld an der Schnittstelle von Medien und Alltagsmobilität. Zusammenfassend lassen die Analyseansätze ein Muster erkennen, wonach sich das aktuelle Ringen um eine Wende in Verkehrspolitik und -planung auch im Feld der (Massen-)Medien widerspiegelt: Einerseits wird hier der private Pkw weiterhin ganz klar als vorherrschendes Verkehrsmittel dargestellt. Andererseits lassen sich seit wenigen Jahren aber eben auch erste Risse in dieser dominanten Stellung des Autos erkennen, indem auch Alternativen zum Pkw (Multimodalität, Sharing, Fahrrad usw.) von den Medien zunehmend aufgegriffen werden: • Der (private) Pkw als das ‚normale‘ Verkehrsmittel: Alle Analyseansätze verdeutlichen die Vorherrschaft „autozentrierter Storylines“ in den Medien, wonach die Autonutzung als ‚normale‘ Fortbewegungsform fortwährend wiederholt wird und womit sich der Status quo verfestigt. Als prägnantes Beispiel aus dem Feld der Unterhaltungsmedien sind Musikvideos oder Blockbuster hervorzuheben, in denen das Auto gar mit positiven Emotionen und Symboliken wie Autonomie- und Erlebnisgefühlen verknüpft wird. • Darstellungen von Alternativen zum privaten Pkw: Demgegenüber lässt sich feststellen, dass es mehr und vermehrt positive Narrative zu anderen Verkehrsmitteln wie zum Beispiel dem Fahrrad gibt, wenngleich die Bedeutungszuschreibungen oft auf Themen wie „ökologische Nachhaltigkeit“ und „Wellness“ verengt bleiben. Hervorzuheben ist etwa, dass Social Media-Formate den medialen Diskurs zu Alltagsmobilität demokratisieren. Stimmen und Sichtweisen, etwa von Radfahraktivist*innen, die zuvor 5 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht nur selten hör- und sichtbar wurden, artikulieren sich hier direkt und werden weithin sichtbar. Aus den Beobachtungen können in einer normativen Perspektive eine Reihe von Handlungsansätzen für Medienschaffende (und die Wissenschaft) abgeleitet werden, über die das Bewusstsein für andere Mobilitätsformen gefestigt werden könnte. Hierzu zählt der Appell, eine alternative (progressive) Medien(bild)sprache gegenüber den tradierten autozentrierten Realitäten zu erproben und zu etablieren. Vorstellbar ist zum Beispiel, dass das Fahrrad nicht nur von einem ‚schrulligen‘ Tatortkommissar genutzt wird, sondern von zeitgemäßen Rollenvorbildern. Die Möglichkeiten zur Einübung von neuen medialen Sprachmustern und entschleunigten Darstellungsformen von Alltagsmobilität mögen hierbei vielfältig sein; – sie sind jedoch gleichermaßen herausfordernd, weil sie nicht moralisierend oder bevormundend daherkommen sollten. Die Wissenschaft sollte sich hierbei weniger normativ positionieren denn als kritische Instanz, etwa indem sie die sozialen und verkehrspolitischen Bezüge und Inhalte der neuen Erzählformen entsprechend kritisch begleitet. Abstract: Media representations of mobilities In the context of the transformation of transport and mobility, (mass) media are assigned a key role: They not only express which transport modes and patterns of mobility are considered ‘normal’ or even ‘ideal’, but they also present perceptions and imagery of new and alternative forms of everyday mobility. In this way, (mass) media have a direct impact on transport policies and planning as well as on people's everyday lives in general. Based on this reading, this study focused on the following questions: (i) How is everyday mobility portrayed in the media? (ii) To what extent does the media representation of everyday mobility reflect the desired transformation of transport and mobility? To answer these questions scientifically, the study proceeded in three steps: • First, a systematic literature analysis of 190 scientific studies in German and English served to review the current state of research on the media representation of everyday mobility. • Next to this, a media analysis of five new and traditional entertainment formats from German-language production (among others ‘Tatort’ and ‘Köln 50667’) was carried out, which empirically explored the representations of forms of everyday mobility. • Finally, ten interviews with selected media and mobility experts were conducted in order to contextualize the findings of the literature and media analysis. Based on this, the present study offers a structured overview of a versatile as well as multidisciplinary and multisectoral field of research and practice that focuses on the intersection of media and everyday mobilities. In summary the findings of the analysis reveal a pattern according to which the current struggle for a transformation in transport policy and planning is being reflected in the field of (mass) media as well: On the one hand, the private car continues to be clearly represented as the predominant transport mode. On the other hand, first cracks in this predominant position of the car have become apparent in recent years, as alternatives to the car (multimodality, sharing, bicycles, etc.) are increasingly being represented in the media: 6 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht • The (private) car as the 'normal' transport mode: all analytical approaches illustrate that ‘car-centered storylines’ dominate in the media, and serve to continuously reproduce car use as the 'normal' form of transportation, thus solidifying the status quo. A striking example from the field of entertainment media are music videos or blockbusters in which the car is often linked with positive emotions and symbolism meant to evoke feelings of autonomy and a sense of experience. • Representations of alternatives to the private car: By contrast, it can be seen that there is a larger and increasing number of positive narratives about other transport modes, such as the bicycle, even though the attributions of meaning often remain narrowly focussed on topics such as ‘ecological sustainability’ and ‘wellness’. For example, social media formats can be seen to democratize the media discourse on everyday mobilities. Voices and perspectives, such as those of bicycle activists, that were previously rarely heard or seen, are articulated directly here and become widely visible. Based on these observations, and taking a normative perspective, the research identifies a number of opportunities for action from media professionals (and academia), that could help in consolidating awareness for other forms of mobility. These include the call to experiment with and establish an alternative (progressive) media (image) language compared to the traditional car-centered realities. Taking the German crime series “Tatort”, for example, one could imagine that the bicycle is not only used by the ‘quirky’ detective, but also by more contemporary role models. The possibilities for establishing new media language patterns and decelerated representations of everyday mobilities are diverse here; – however, realising them may be equally challenging because they should not come across as moralizing or patronizing. In this context, research should position itself less as a normative than as a critical institution, e.g., by critically examining social and transport policy implications behind the new forms of narration. 7 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Inhaltsverzeichnis Abbildungsverzeichnis ........................................................................................................................... 11 Tabellenverzeichnis ............................................................................................................................... 11 Abkürzungsverzeichnis .......................................................................................................................... 12 Zusammenfassung................................................................................................................................. 13 Summary ............................................................................................................................................... 18 1 Einführung ..................................................................................................................................... 23 2 Alltags- und Freizeitmobilitäten in den Medien – Stand der Forschung ....................................... 24 2.1 Ausgangslage und Forschungsfragen .................................................................................... 24 2.2 Methodik: Systematische Literaturrecherche ...................................................................... 25 2.3 Ergebnisse I: Medienformate, Verkehrsmittel, Zielgruppen und methodische Zugänge ..... 27 2.3.1 Untersuchte Medienformate ............................................................................................ 30 2.3.2 Untersuchte Verkehrsmittel ............................................................................................. 31 2.3.3 Zielgruppen ....................................................................................................................... 32 2.3.4 Verwendete Methoden .................................................................................................... 33 2.4 2.4.1 Medien(bild)sprache: Symboliken, Normen und die Beeinflussung von subjektiven Gefühlswelten ................................................................................................................... 34 2.4.2 Medial transportierte Verkehrs(un)sicherheit und Verkehrserziehung ........................... 37 2.4.3 Nachhaltigkeit ................................................................................................................... 39 2.4.4 Politische Färbungen in der medialen Verhandlung von Alltags- und Freizeitmobilitäten ............................................................................................................ 41 2.4.5 Neue Technologien & mögliche Zukünfte ........................................................................ 44 2.5 3 Ergebnisse II: Themenschwerpunkte .................................................................................... 33 Schlussfolgerungen, Forschungsbedarf und Handlungspotenziale ...................................... 46 Medienanalyse .............................................................................................................................. 50 3.1 Ausgangslage und Forschungsfragen .................................................................................... 50 3.2 Methodik ............................................................................................................................... 50 3.2.1 Nachhaltigkeitsscore ......................................................................................................... 52 3.2.2 Durchführung von Pretests ............................................................................................... 52 3.3 Ausgewählte Medienformate ............................................................................................... 53 3.4 Ergebnisse ............................................................................................................................. 58 3.4.1 Die Rosenheim-Cops ......................................................................................................... 59 3.4.2 Ehrenpflaume ................................................................................................................... 61 3.4.3 How to Sell Drugs Online (Fast) ........................................................................................ 62 8 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht 4 3.4.4 Köln 50667 ........................................................................................................................ 64 3.4.5 Tatort ................................................................................................................................ 65 3.5 Darstellung von Nachhaltigkeit in den analysierten Medienformaten ................................ 67 3.6 Abschließende Betrachtung .................................................................................................. 68 Expert*inneninterviews ................................................................................................................ 70 4.1 Vorbemerkungen .................................................................................................................. 70 4.2 Methodik ............................................................................................................................... 70 4.3 Ergebnisse ............................................................................................................................. 71 4.3.1 Erster Teil: Einordnung von Thesen zu Unterhaltungsformaten und nachhaltiger Mobilität ........................................................................................................................... 71 4.3.2 Zweiter Teil: Beurteilung von Ursachen für die Unterrepräsentation von nachhaltiger Mobilität in Unterhaltungsmedien und Beantwortung offener Fragen ...... 74 Zusammenfassung............................................................................................................................. 78 4.4 5 Handlungspotenziale ............................................................................................................ 78 4.4.1 Für Medienschaffende ...................................................................................................... 78 4.4.2 Für Politik, Verwaltung und Interessensvereinigungen .................................................... 78 4.4.3 Für Politik, Verwaltung und Interessensvereinigungen .................................................... 79 Fazit und Schlussfolgerungen ........................................................................................................ 80 Literatur ................................................................................................................................................. 83 A Anhang .......................................................................................................................................... 97 A.1 Vorlagen der Medienanalyse: Ehrenpflaume ....................................................................... 97 A.1.1 Ehrenpflaume: Folge 1 ...................................................................................................... 97 A.1.2 Ehrenpflaume: Folge 2 ...................................................................................................... 98 A.1.3 Ehrenpflaume: Folge 3 ...................................................................................................... 99 A.1.4 Ehrenpflaume: Folge 4 .................................................................................................... 100 A.2 Vorlagen der Medienanalyse: How to Sell Drugs Online (Fast) .......................................... 101 A.2.1 How to Sell Drugs Online (Fast): Folge 1 ......................................................................... 101 A.2.2 How to Sell Drugs Online (Fast): Folge 2 ......................................................................... 101 A.2.3 How to Sell Drugs Online (Fast): Folge 3 ......................................................................... 102 A.2.4 How to Sell Drugs Online (Fast): Folge 4 ......................................................................... 103 A.3 Vorlagen der Medienanalyse: Die Rosenheim-Cops ........................................................... 104 A.3.1 Die Rosenheim-Cops: Folge 1 ......................................................................................... 104 A.3.2 Die Rosenheim-Cops: Folge 2 ......................................................................................... 105 A.3.3 Die Rosenheim-Cops: Folge 3 ......................................................................................... 105 A.3.4 Die Rosenheim-Cops: Folge 4 ......................................................................................... 107 9 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht A.4 A.4.1 Köln 50667: Folge 1......................................................................................................... 108 A.4.2 Köln 50667: Folge 2......................................................................................................... 108 A.4.3 Köln 50667: Folge 3......................................................................................................... 109 A.4.4 Köln 50667: Folge 4......................................................................................................... 110 A.4.5 Köln 50667: Folge 5......................................................................................................... 111 A.4.6 Köln 50667: Folge 6......................................................................................................... 112 A.4.7 Köln 50667: Folge 7......................................................................................................... 113 A.4.8 Köln 50667: Folge 8......................................................................................................... 114 A.4.9 Köln 50667: Folge 9......................................................................................................... 115 A.4.10 Köln 50667: Folge 10....................................................................................................... 116 A.4.11 Köln 50667: Folge 11....................................................................................................... 116 A.4.12 Köln 50667: Folge 12....................................................................................................... 117 A.4.13 Köln 50667: Folge 13....................................................................................................... 118 A.4.14 Köln 50667: Folge 14....................................................................................................... 119 A.4.15 Köln 50667: Folge 15....................................................................................................... 120 A.4.16 Köln 50667: Folge 16....................................................................................................... 121 A.4.17 Köln 50667: Folge 17....................................................................................................... 123 A.4.18 Köln 50667: Folge 18....................................................................................................... 125 A.4.19 Köln 50667: Folge 19....................................................................................................... 126 A.4.20 Köln 50667: Folge 20....................................................................................................... 127 A.5 B Vorlagen der Medienanalyse: Köln 50667 .......................................................................... 107 Vorlagen der Medienanalyse: Tatort .................................................................................. 129 A.5.1 Tatort: Folge 1 ................................................................................................................. 129 A.5.2 Tatort: Folge 2 ................................................................................................................. 130 A.5.3 Tatort: Folge 3 ................................................................................................................. 132 A.5.1 Tatort: Folge 4 ................................................................................................................. 134 Anhang ........................................................................................................................................ 137 B.1 Fragebogen für die Experteninterviews.............................................................................. 137 10 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Abbildungsverzeichnis Abbildung 1: Suche-Treffer Überblick aus der systematischen Literaturrecherche ..............................27 Abbildung 2: Veröffentlichungszeitpunkte der recherchierten Studien im Textkorpus (5-JahreIntervall) .............................................................................................................................28 Abbildung 3: Disziplinärer Hintergrund der Autor*innen des Textkorpus.............................................29 Abbildung 4: Häufigkeiten der Untersuchungszeiträume im Textkorpus ..............................................29 Abbildung 5: Berücksichtigte Medienformate in den recherchierten Studien des Textkorpus.............30 Abbildung 6: Untersuchte Verkehrsmittel in den recherchierten Studien des Textkorpus ...................32 Abbildung 7: Art des Fortbewegungsmittels in den analysierten Szenen in „Die Rosenheim-Cops“ ....60 Abbildung 8: Fortbewegungszwecke in den analysierten Szenen in „Die Rosenheim-Cops“ ................60 Abbildung 9: Art des Fortbewegungsmittels in den analysierten Szenen in „Ehrenpflaume“ ..............61 Abbildung 10: Zweck der Fortbewegung in den analysierten Szenen in „Ehrenpflaume“ ....................62 Abbildung 11: Art des Fortbewegungsmittels in den analysierten Szenen in „How to Sell Drugs Online (Fast)“.................................................................................................................................63 Abbildung 12: Zweck der Fortbewegung in den analysierten Szenen in „How to Sell Drugs Online (Fast)“.................................................................................................................................63 Abbildung 13: Art des Fortbewegungsmittels in den analysierten Szenen in „Köln 50667“ .................64 Abbildung 14: Zweck der Fortbewegung in den analysierten Szenen in „Köln 50667“ .........................65 Abbildung 15: Art des Fortbewegungsmittels in den analysierten Szenen in „Tatort“ .........................66 Abbildung 16: Zweck der Fortbewegung in den analysierten Szenen in „Tatort“ .................................66 Abbildung 17: Nachhaltigkeitsscores der analysierten Formate im Überblick ......................................68 Abbildung 18: Beeinflussbarkeit des Verhaltens von Zuschauer*innen durch Unterhaltungsformate nach Altersgruppen ...........................................................................................................73 Abbildung 19: Positive Beeinflussbarkeit der Meinung und des Verhaltens von Zuschauer*innen hinsichtlich nachhaltiger Mobilität nach Altersgruppen ...................................................73 Abbildung 20: Einfluss möglicher Ursachen auf die Darstellung nachhaltiger Mobilität in Unterhaltungsformaten .....................................................................................................74 Tabellenverzeichnis Tabelle 1: Anzahl der untersuchten Szenen und Laufzeiten je Format .................................................58 Tabelle 2: Erfasste Verkehrsmittelnutzungen in den untersuchten Formaten im Überblick ................58 Tabelle 3: Thesen und Expert*innenbewertungen im Überblick ...........................................................71 11 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Abkürzungsverzeichnis ARD Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland BMUV Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz BMW Bayerische Motoren Werke bzgl. bezüglich DashCam dashboard camera DEU Deutsch d. h. das heißt E-Bike electric bike E-Mobility electric mobility ENG Englisch et al. et alia i. d. R. in der Regel insg. insgesamt Kap. Kapitel LLC Limited Liability Company o. Ä. oder Ähnliches ÖPNV Öffentlicher Personennahverkehr ÖV Öffentlicher Verkehr NaMoW Nachhaltige Mobilitätswende Pedelec pedal electric cycle Pkw Personenkraftwagen resp. respektive RTL 2 Radio Télé Lëtzebuerg 2 TRB Transportation Research Board TRID Transportation Research International Documentation UBA Umweltbundesamt, Dessau USA United States of America usw. und so weiter vgl. vergleiche z. B. zum Beispiel ZDF Zweites Deutsches Fernsehen 12 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Zusammenfassung Die vorliegende Studie untersucht die mediale Verhandlung von Formen umweltorientierter Alltags- und Freizeitmobilität. (Massen-)Medien kommt etwa im Zusammenhang mit der viel diskutierten Abkehr vom dominanten Automobilitätsregime eine Schlüsselrolle zu, indem sie Diskurse strukturieren und an der Herausbildung neuer Normen maßgeblich beteiligt sind und damit direkt in die Verkehrspolitik und -planung sowie den Alltag der Menschen hineinwirken. Zentral für das Erkenntnisinteresse der Studie war die Frage, welche Bilder von Alltags- und Freizeitmobilität medial erzeugt werden und inwieweit sich in diesem Rahmen potenzielle Entwicklungen hin zu einer umweltverträglichen Mobilitätspraxis widerspiegeln. Methodisch wurden zur Annäherung an das Erkenntnisinteresse drei Analyseansätze verwendet: Erstens eine systematische Literaturanalyse, über die der aktuelle Forschungsstand zur Analyse der medialen Verhandlung (umweltorientierter) Alltags- und Freizeitmobilität aufbereitet wird, zweitens eine Medienanalyse von ausgewählten Unterhaltungsformaten deutschsprachiger Produktionen, drittens leitfadengestütze Interviews mit Medien- und Mobilitätsexpert*innen. Die Studie schließt – ableitend aus den gemachten Beobachtungen – mit Denkanstößen für einen progressiveren Umgang von (Massen-)Medien mit der Darstellung von Alltags- und Freizeitmobilitäten. Die Ergebnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen: Die systematische Literaturanalyse (Kap. 2) wird von zwei Forschungsfragen geleitet: i. Wie werden Formen der Alltags- und Freizeitmobilität nach jetzigem Stand der Forschung medial verhandelt? ii. Inwieweit spiegeln die in den Studien gemachten Beobachtungen Entwicklungen hin zu einer umweltorientierten Verkehrsnachfrage? Insgesamt wurden 190 Studien in den Textkorpus eingepflegt, die mittels der Literaturdatenbanken Transportation Research International Documentation (trid) und GoogleScholar erfasst wurden. Bei dem Textkorpus handelt es sich überwiegend um Publikationen, die in international referierten Fachzeitschriften veröffentlicht wurden und deren Untersuchungskontexte i. d. R. im Globalen Norden verortet sind. Der Textkorpus lässt sich als multidisziplinär charakterisieren, wonach sich die recherchierten Studien methodisch, terminologisch und auch konzeptionell hochgradig heterogen darstellen. Der Textkorpus konnte in fünf thematische (nicht immer trennscharfe) Cluster von Studien aufgeteilt werden: i. ii. iii. iv. v. Das Cluster Medien(bild)sprachen umfasst Studien, in denen problematisiert wird, mit welchen Normen und Symboliken Verkehrsmittel innerhalb unterschiedlicher Medienformate aufgeladen werden und die performativ in subjektive Bewertungsprozesse von Verkehrsmittelnutzungen der Medienkonsument*innen eingehen. Das Cluster Verkehrs(un)sicherheiten beinhaltet Studien, in denen Medien (vor allem soziale Medien) einerseits als (Verkehrs-)Erziehungsinstanz identifiziert, andererseits eine negative Vorbildfunktion im Sinne von Verkehrsunsicherheiten attestiert werden. Das Cluster Nachhaltigkeitstrends beinhaltet wiederum Studien, die vielfältige, medial produzierte Vorstellungen einer nachhaltigen Alltagsmobilität feststellen. Das Cluster Mediale Verkehrspolitik bündelt Studien, die auf verschiedene Weise politische Färbungen in Bezug auf die Rolle der Medien herausarbeiten und diese im Hinblick auf verkehrspolitische Fragen sichtbar machen. Schließlich beinhaltet das Cluster Zukunftstechnologien Studien, die mediale Vorstellungen eines möglicherweise transformativen Einflusses unterschiedlicher Technologien auf die heutigen hierarchischen Verkehrsstrukturen reflektieren. 13 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Im Rahmen der Medienanalyse (Kap. 3) wurde anhand von fünf Unterhaltungsformaten exemplarisch untersucht, welches Mobilitätsverhalten in deutschsprachigen Produktionen dargestellt wird. In der Analyse steht neben der Klassifizierung der gezeigten Alltagsmobilität auch im Fokus, wie diese emotional konnotiert ist. Ferner wird die geografische Verortung des Geschehens, der Zweck der Fortbewegung und das Geschlecht der darstellenden Personen bzw. Schlüsselfiguren betrachtet. Um durch die Medienanalyse einen möglichst repräsentativen Eindruck zu erhalten, fließen in die Auswahl der zu untersuchenden Unterhaltungsformate Kriterien wie Reichweitenstärke, Zielgruppen- und Kanalvielfalt sowie Sendezeit ein. Aufgrund der sinkenden Bedeutung von linearen Kanälen im Medienkonsum wurden auch On-Demandbzw. Streamingformate berücksichtigt. Für die Analyse ausgewählt wurden die Unterhaltungsformate Die Rosenheim-Cops im ZDF, Ehrenpflaume auf YouTube, How to Sell Drugs Online (Fast) auf Netflix, Köln 50667 auf RTL 2 und Tatort in der ARD. Bei Betrachtung von insgesamt 179 analysierten Szenen mit Mobilitätsbezug sind nachhaltige Fortbewegungsmittel über alle Formate hinweg unterdurchschnittlich häufig präsent. Auffällig ist, dass die Unterhaltungsformate, welche sich an ein jüngeres Zielpublikum richten – How to Sell Drugs Online (Fast) sowie Ehrenpflaume – umweltfreundliche Mobilität deutlich häufiger zeigen als die anderen. Dennoch ist der motorisierte Individualverkehr über alle analysierten Formate hinweg, wenn auch in unterschiedlicher Ausprägung, die am meisten vorkommende Verkehrsart. Werden nachhaltige Fortbewegungsmittel gezeigt, ist das zu Fuß gehen, gefolgt vom Fahrrad, am häufigsten zu beobachten. Verkehrsarten wie der ÖPNV, Mikro- oder Elektromobilität kommen in den analysierten Szenen gar nicht vor. Hinsichtlich urbaner und ländlicher Räume, beruflicher, privater und freizeitbedingter Wege oder des Geschlechts lassen sich keine eindeutigen Schlüsse ableiten. Die Experteninterviews (Kap. 4) als dritter methodischer Baustein dienen dazu, Erkenntnisse aus der systematischen Literaturanalyse sowie der Medienanalyse zu validieren, einen Einblick in die Meinung von Medienschaffenden zu nachhaltiger Mobilität zu erhalten und Impulse für einen Paradigmenwechsel in der Produktion von Unterhaltungsformaten zu gewinnen. An der Befragung haben zehn Expert*innen teilgenommen. Unter ihnen Aufnahmeleiter*innen, Drehbuchautor*innen, Script Supervisor, Redakteur*innen und Producer*innen sowie Vorstandsmitglieder, Unternehmensinhaber*innen und Geschäftsleiter*innen in verschiedenen Unternehmen aus der Film- und Fernsehbranche. Zum Einsatz kam ein leitfadengestützter Fragebogen mit insgesamt 17 geschlossenen und offenen Fragen. In diesem Rahmen sollten die Expert*innen zum einen Thesen zur Darstellung nachhaltiger Mobilität bewerten und zum anderen offene Fragen zum Thema beantworten. Die meisten Befragten haben eine starke Sensibilität und hohes Bewusstsein für nachhaltige Mobilität, räumen jedoch ein, dass diese in deutschen Unterhaltungsformaten bisher kaum eine Rolle spielt. Unter den Expert*innen herrscht zudem Einigkeit darüber, dass Unterhaltungsformate einen Einfluss auf die Wahrnehmung, die Meinung und das Verhalten von Zuschauer*innen hat, insbesondere von Heranwachsenden und jungen Erwachsenen. Die These, dass nachhaltige Mobilität verstärkt in Medienformaten stattfinden und sichtbar gemacht werden sollte, wird von den meisten Befragten unterstützt. Ebenso wird mehrheitlich bejaht, dass Medienschaffende für eine häufigere und positive Darstellung von nachhaltiger Mobilität in Film-, Fernseh- und Videoproduktionen sorgen sollten. Eine größere Meinungsbandbreite zeigt sich bei der Frage, ob und wie nachhaltige Mobilität verstärkt in Unterhaltungsformaten berücksichtigt werden kann. Einige der Expert*innen sprechen sich dafür aus, von der Produktions- und Redaktionsseite nachhaltige Mobilität gezielt in das Handlungsgeschehen einzubetten, wofür allerdings meist mehr Budget notwendig sei; 14 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht etwa weil Dreharbeiten in öffentlichen Verkehrsmitteln sehr aufwändig und kostenintensiv sind oder Fahrzeuge im Produktionsfuhrpark – die häufig als Requisite genutzt werden – erst noch durch elektrifizierte Exemplare ersetzt werden müssen. Andere sind der Meinung, dass eine erzwungene Darstellung von nachhaltiger Mobilität nicht nur der kreativen Freiheit schade, sondern auf manche Zuschauer*innen auch belehrend wirken könnte und so womöglich das Gegenteil erreicht würde. Vereinzelt wird auch keine Notwendigkeit für ein Eingreifen von außen gesehen, da sich der reale Wandel hin zu nachhaltiger Mobilität in den nächsten Jahren organisch auf die Handlung in Unterhaltungsformaten auswirken würde. Zusammenfassend lassen alle drei Analysebausteine ein Muster erkennen, wonach das aktuelle Ringen um eine Wende in Verkehrspolitik und -planung auch im Feld der (Massen-)Medien praktiziert wird: Einerseits wird die Persistenz privater Automobilität als hegemoniales Verkehrssystem und Verkehrsmittel (re)produziert. Gleichzeitig werden seit wenigen Jahren erste Risse in diesem dominanten Narrativ erkennbar, die durch eine stärkere mediale Produktion von Alternativen (Multimodalität, Fahrrad, öffentlicher Verkehr) angestoßen werden: Im Rahmen der Aufarbeitung des Forschungsstandes zeigte sich die mediale (Re)Produktion privater Automobilität als hegemoniales Verkehrssystem in vielerlei Hinsicht. So wurde die Vorherrschaft autozentrierter Storylines in Medien herausgearbeitet, eine Stilisierung der Autonutzung als ‚normale‘ Fortbewegungsform festgestellt, die mediale Aufladung des Autos mit symbolisch-emotionalen Inhalten analysiert (z. B. Status, Speed, Autonomie und Privatheit in Musikvideos oder Blockbustern) oder die mediale De-Problematisierung von Automobilität in ihrer konfliktivsten Form problematisiert (etwa im Feld der Unfallberichterstattung, wo alltägliche Unfälle versachlicht und die menschlichen Tragödien hinter den Unfällen nicht weiter berichtet werden). Gleichermaßen konnte festgestellt werden, dass Medien in Bezug auf den allgegenwärtigen verkehrspolitischen Widerstreit keineswegs nur eine (neutrale) Echokammer repräsentieren, sondern durchaus auch selbst als politische Akteure fungieren und sich oft direkt im Sinne der Stabilisierung privater Automobilität positionieren. Demgegenüber lässt sich nun aber auch feststellen, dass es mehr und vermehrt positive Narrative zu anderen Verkehrsmitteln wie zum Beispiel dem Fahrrad gibt, wenngleich die Bedeutungszuschreibungen oft auf Themen wie „ökologische Nachhaltigkeit“ und „Wellness“ verengt bleiben. Dabei wurde deutlich, dass ein sich veränderndes Mobilitätsverhalten häufig einhergeht mit neuen Formen des Medienkonsums jüngere Bevölkerungsgruppen (Generationen Y und Z). Sowohl in der Alltagsmobilität als auch in der Mediennutzung wächst für junge Erwachsene in urbanen Kontexten die Bedeutung von On-Demand-Formaten, also von Car-, Bike- und Scooter-Sharing einerseits und Streaming-Diensten und Social Media-Angeboten andererseits. Hinzu kommt, dass Social Media-Formate den medialen Diskurs zu Alltagsmobilität demokratisieren. Stimmen und Sichtweisen, etwa von Radfahraktivist*innen, die zuvor nur selten oder verzögert hör- und sichtbar wurden, können sich jetzt direkt und unmittelbar artikulieren. Aus diesen Entwicklungen ergibt sich weiterer Forschungsbedarf zum Verhältnis von Medien und Mobilität. Arbeiten zur Darstellung und Bedeutung von Mobilität in Streaming-Formaten etwa sind bisher noch kaum vorhanden. Auch zur Rolle von Social Media-Formaten im Zusammenhang mit der medialen Verhandlung von Mobilität lassen sich aufgrund der großen Dynamik in diesem Bereich weitere Forschungsfragen ableiten, etwa zu den verkehrspolitischen 15 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Folgen der direkten Beteiligung neuer Akteure wie Radverkehrsaktivist*innen am medialen Diskurs zu Mobilität und Verkehr. Auch für die journalistische Praxis der medialen Begleitung der Verkehrswende lassen sich auf Basis der systematischen Literaturanalyse Handlungsempfehlungen formulieren. Im Spiegel der untersuchten Studien wurde deutlich, dass etablierte und stark habitualisierte Mobilitätspraktiken einhergehen mit etablierten und wenig hinterfragten Sprachgewohnheiten und Routinen in der Berichterstattung. Die o. g. De-Problematisierung automobiler Gewalt in der Unfallberichterstattung ist ein Beispiel hierfür. Die Verkehrswende hat somit auch eine mediale Dimension, Sprachgewohnheiten und Perspektiven sind zu reflektieren und zu hinterfragen. Für die Alternativen zum Auto sind neue Bedeutungszuschreibungen und Sprachbilder zu finden. Ziel ist ein neues Selbstverständnis von Medienschaffenden, die nicht zwangsläufig einer Verkehrswende das Wort reden sollen, wohl aber sich der vielfach autoorientierten Sozialisation und Sprache bewusst und so in die Lage versetzt werden, eine Haltung zu einem zunehmend multimodalem und in Transformation befindlichen Mobilitätssystem zu entwickeln. Die Wissenschaft sollte hierbei ein Korrektiv darstellen, etwa indem sie die sozialen und verkehrspolitischen Implikationen hinter den medial vermittelten Inhalten kritisch begleitet. Im Rahmen der durchgeführten Medienanalyse, d. h. der Auswertung mobilitätsbezogener Darstellungen in fünf unterschiedlichen TV- und Streaming-Formaten ließen sich insbesondere zwei Erkenntnisse ableiten, die für die Weiterentwicklung der medialen Darstellung zeitgemäßer Mobilität wichtig sind. Erstens wurde wiederum die Bedeutung der angesprochenen Bevölkerungsgruppe deutlich. Während Formate, die sich inhaltlich und in ihrer Präsentationsform an eine jüngere Bevölkerungsgruppe richten, wie etwa das StreamingFormat „How to Sell Drugs Online (online)“ und das Youtube-Format „Ehrenpflaume“, deutlich häufiger auf die Darstellung umweltfreundlicher Mobilitätsformen zurückgreifen, ist das bei konventionellen TV-Produktionen mit einem vergleichsweise älteren Publikum wie dem „Tatort“ eher nicht der Fall. Hieraus könnte man die Schlussfolgerung ziehen, dass das Thema „Verkehrswende“ je nach Zielgruppe unterschiedlich aufbereitet werden könnte. Während jüngere Zielgruppen mit der Darstellung von Sharing-Angeboten erreicht werden können, ist es möglicherweise ratsam, im Fall von älteren Bevölkerungsgruppen mit einer stärkeren PkwOrientierung zunächst mit der Darstellung von Elektrofahrzeugen zu beginnen. Zweitens kann vermutet werden, dass die Auswahl der in den Produktionen gezeigten Verkehrsmittel und Fortbewegungsarten auch budgetabhängig ist. So sind Dreharbeiten im öffentlichen Raum oder in öffentlichen Verkehrsmitteln verhältnismäßig teuer. Während die Darstellung von PkwVerkehr im öffentlichen Raum oft über Partnerschaften mit Automobilherstellern realisiert werden kann, fehlt diese Möglichkeit bisher im Fall öffentlicher Verkehrsmittel weitgehend. Deshalb lässt sich hieraus die Überlegung ableiten, ob die Darstellung des ÖPNV in TV- und Streaming-Produktionen durch Partnerschaften mit der Bahnindustrie oder öffentlichen Förderprogrammen zur Zusammenarbeit mit Verkehrsbetrieben gefördert werden könnte. Die Auswertung der Experteninterviews schließlich verfestigt den Eindruck, dass umweltfreundliche Verkehrsmittel, insbesondere der ÖPNV, in vielen Unterhaltungsformaten unterrepräsentiert sind, gleichzeitig Unterhaltungsmedien aber einen großen Einfluss auf die Alltagsgestaltung der Menschen haben. Umgekehrt betonten die befragten Expert*innen auch, dass die Darstellung von umweltfreundlicher Mobilität nicht belehrend wirken und die kreativen Freiräume der Medienschaffenden nicht einschränken dürfe. 16 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Einige der befragten Expert*innen schlagen daher vor, Medienschaffende für die Darstellung umweltfreundlicher Mobilität zu sensibilisieren, sofern sie zur Handlung passt. Schnittbilder können hier eine kostengünstige und effektive Alternative sein - man denke an den Linienbus im Vorspann zur „Lindenstraße“. Um kostenintensive Dreharbeiten im öffentlichen Raum und in öffentlichen Verkehrsmitteln häufiger zu ermöglichen, wird die Aufstockung der Kulturförderung vorgeschlagen. Zudem könne die professionelle und zeitgemäße Darstellung durch Fachberater*innen oder „Mobility Consultants“ unterstützt werden, ähnlich wie es bereits etwa schon bei medizinischen TV-Produktionen der Fall ist. Zusammengefasst, kann die Darstellung umweltfreundlicher Mobilität in den Medien also durch zielgruppenspezifische Formate, die Sensibilisierung der Medienschaffenden und eine Erhöhung der öffentlichen Kulturförderung vorangetrieben werden. 17 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Summary The following study examined media representations of environmentally friendly forms and practices of everyday and leisure mobility. (Mass) media play a key role, in connection with the much-discussed transition away from the dominant automobile-based regime. For example, in the sense that they are significantly involved in structuring discourses around everyday mobility and in developing new mobility norms, thus having a direct impact on transport policy and planning as well as people's everyday lives. Central to the research interest of the study was the question of which images of everyday and leisure mobility are produced, reproduced and perpetuated in the media and to what extent developments towards potential environmentally friendly mobility practices are reflected in this context. Methodologically, three analytical approaches were used: First, a systematic literature analysis was conducted to explore the current state of research regarding media representations of (environmentally friendly) everyday and leisure mobility. Second, a media analysis of selected entertainment formats, exclusively German-language productions, was undertaken. Third, semistructured interviews with media and mobility experts were conducted. Based on the research findings, the study concludes with food for thought towards a more progressive engagement with everyday and leisure mobility and their depiction in and by (mass) media. The results can be summarized as follows: The systematic literature review (Sec. 2) is guided by two research questions: i. What is the current state of research on how forms of everyday and leisure mobility are represented in the media? ii. To what extent do the observations made in the studies reflect developments towards more environmentally conscious values shaping transport demand? The review considered a total of 190 studies in English and German language, identified using the databases Transportation Research International Documentation (trid) and Google Scholar. The body of texts considered consists mainly of publications that were published in international peerreviewed journals and their research contexts are generally located in the Global North. The reviewed publications can be characterized as multidisciplinary; i.e., the studies considered are highly heterogeneous in terms of method, terminology and concepts employed. As result, the body of publications could be divided into five thematic (not always distinct) clusters of studies: i. The media (image) languages cluster includes studies that problematize the norms and symbolism with which means of transport are imbued within different media formats and which performatively affect the way consumers of these media formats subjectively evaluate their use of different means of transport. ii. The traffic (un)safety cluster includes studies in which the media (and particularly social media) are identified as agents and sources of (traffic) education on the one hand. On the other hand, studies also attest them a negative function in contexts where they act to glorify, dramatize or make light of unsafe mobility practices and traffic risks. iii. The sustainability trends cluster, in turn, includes studies that identify diverse, mediaconstrued ideas of sustainable everyday mobility. iv. The cluster concerned with transport policy in media bundles studies that make visible, draw out and reflect on different political nuances in relation to the role of the media with regard to transport policy issues. 18 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht v. Finally, the future technologies cluster includes studies that reflect media imaginings of a potentially transformative influence of different technologies on today's hierarchical mobility regime. As part of the media analysis (Sec. 3), five entertainment formats were used as a sample to examine which mobility behaviors are represented, specifically in German-language productions. In addition to classifying the everyday mobilities shown, the analysis also focuses on the emotional connotations communicated alongside of and through their depictions. Furthermore, the geographical location and purpose of the movement as well as the gender of the persons or key figures involved are considered. In order for the media analysis to provide a representative idea, criteria such as reach, target group and channel diversity as well as broadcasting time informed the selection of the entertainment formats to be examined. Due to the declining importance of linear TV channels in media consumption, on-demand and streaming formats were also considered. The entertainment formats Die Rosenheim-Cops on ZDF, Ehrenpflaume on YouTube, How to Sell Drugs Online (Fast) on Netflix, Köln 50667 on RTL 2 and Tatort on ARD were selected for the analysis. Having looked at a total of 179 analyzed scenes related to mobility, sustainable means of transport were present with a below-average frequency across all formats. Yet, it was striking that the entertainment formats aimed at a younger target audience – How to Sell Drugs Online (Fast) and Ehrenpflaume – show environmentally-friendly mobility much more frequently than the others. Nevertheless, motorized private transport is the most common type of transport across all analyzed formats, albeit in different forms. When sustainable modes of transport are shown, walking is the most common, followed by cycling. Types of transport such as public transport, micro- or electromobility do not appear at all in the analyzed scenes. No clear conclusions can be drawn with respect to differences in the depiction of mobility in rural versus urban areas, in relation to work, private or leisure journeys or in relation to gender. The expert interviews (Sec. 4) as the third methodological component serve to validate findings from the systematic literature analysis and media analysis, and to gain insights into the perceptions of media professionals with regards to sustainable mobility as well as gather impulses that could inform a paradigm shift in the production of entertainment formats. Ten experts took part in the survey. Among them production managers, screenwriters, script supervisors, editors and producers as well as board members, business owners and managers in various companies in the film and television industry. A semi-structured questionnaire with a total of 17 closed and open-ended questions was used. In this context, the experts were asked to evaluate theses on the presentation of sustainable mobility and to answer open questions on the topic. Most respondents reported a strong sensitivity and awareness with respect to sustainable mobility, but admit that this has hardly played a role in German entertainment formats so far. Experts also agreed that entertainment formats have an impact on the perception, opinion and behavior of viewers, especially adolescents and young adults. Most respondents supported the thesis that sustainable mobility should increasingly be represented in media formats and be made visible. The majority also agreed that media professionals should ensure that sustainable mobility is presented more frequently and positively in film, television and video productions. 19 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht There is a wider range of opinions when it comes to the question of whether and how sustainable mobility can be given greater consideration in entertainment formats. Some of the experts advocated integrating sustainable mobility into the storyline on the production and editorial side, although this usually requires a larger budget. For example, because filming on public transport is very time-consuming and expensive or vehicles in the production fleet – which are often used as props – first have to be replaced by electric models. Others are of the opinion that forcing the representation of sustainable mobility not only harms creative freedom, but could also have a patronizing effect on some viewers and thus possibly achieve the opposite. In isolated cases, respondents saw no need for external interference, since real-world trends towards sustainable mobility would organically influence and shape entertainment formats in the next few years. In summary, all three methods of analysis revealed patterns according to which the current struggle for a change in transport policy and planning is also reflected in the field of (mass) media: On the one hand, private automobility is persistently (re)produced as a hegemonic transport system and means of transport. At the same time, first cracks in this dominant narrative are becoming apparent in recent years, triggered also by the increased representation of alternatives (multimodality, bicycles, public transport) in the media: The review into the state of research demonstrated the varied ways in which private automobiles are being (re)produced as the hegemonic transport system in and through media. The research diagnosed a predominance of car-centered storylines in the media and a stylization of car use as a 'normal' form of transport. It also analyzed how the media charges the car with symbolic-emotional content (e.g. status, speed, autonomy and privacy in music videos or blockbusters) or de-problematizes automobility in its most conflict-laden forms (e.g. in the field of accident reporting, where everyday accidents are reported on in a rather matter-of-fact manner while the human tragedies behind the accidents are not reported further). At the same time, it was found that the media do not just represent a (neutral) echo chamber with regard to the omnipresent transport policy conflict, but also function as political actors themselves often positioning themselves directly by employing language, imagery and representations that serve to stabilize the regime of private automobility. On the other hand, it also has to be stated that there are more and more positive narratives about other modes of transport such as the bicycle, even though the attributions of meaning are often narrowed to topics such as “ecological sustainability” and “wellness”. It is becoming clear that changing mobility behavior is often accompanied by new forms of media consumption by younger population groups (Generations Y and Z). The importance of on-demand formats is growing for young adults in urban areas, i.e. car, bike and scooter sharing in the mobility context, and streaming services and social media in the media context. In addition, social media formats are democratizing the media discourse on everyday mobility. Voices and points of view, such as those of cycling activists, which were previously rarely heard and seen (or only with a delay), can now be articulated directly and immediately. These developments suggest a need for further research into the relationship between media and mobility. For example, there has hardly been any work on the depiction and importance of mobility in streaming formats. Due to the dynamic nature of developments in this area, further research questions can also be derived inquiring into the role of social media formats in connection with the media treatment of mobility. For example, one could assess the extent that 20 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht the direct participation of new actors such as cycling activists in the media discourse on mobility and transport has concrete transport policy consequences. Based on the systematic literature review recommendations for action can also be articulated to inform media and journalistic practices that can support the mobility transition. In view of the studies examined, it became clear that established and highly habitualized mobility practices go hand in hand with established and little questioned ways of speaking about and reporting on mobility. The previously mentioned ways in which automotive violence tends to be relayed in a rather matter-of-fact manner in the context of accident reporting is an example of this. The mobility transition thus also has a media dimension, in the sense that perspectives on and ways of speaking, writing or reporting about mobility must be reflected upon and questioned. Alternatives to the car require new attributions of meaning and imagery in the context of the mobility transition. The aim is a new self-image of media professionals who need not necessarily advocate a transition in transport, but who are nonetheless aware of the common car-centered socialization and it associated language, and who are thus able to pro-actively take a stance with respect to an increasingly multimodal mobility system and one that is undergoing a fundamental transition. Research should serve as a corrective here, for example by critically interrogating the social and transport policy implications of the contents conveyed by and in the media. As part of the media analysis carried out, i.e. the evaluation of mobility-related representations in five different TV and streaming formats, two findings in particular were made that are important for the further development of media representation of contemporary mobility. Firstly, the importance of the targeted population group again became clear: Formats aimed at a younger demographic in terms of content and form of presentation, such as the streaming format "How to Sell Drugs Online online (fast)" and the YouTube format "Ehrenpflaume", include representations of environmentally-friendly forms of mobility much more frequently. Meanwhile, this is not the case with conventional TV productions for a comparatively older audience such as the German crime series "Tatort". From this observation one could draw the conclusion that the topic of the mobility transition ought to be taken on in different ways to reach different target groups. While younger target groups can be reached comparatively easily with the representations of sharing offers, in the case of older population groups with a stronger car orientation it may be advisable to start with representations of electric vehicles. Furthermore, it may be assumed that the choice of transport means and modes of locomotion shown in visual media productions also depends on the budget. Filming in public spaces or on public transport is relatively expensive. And while the depiction of car traffic in public space can often be realized through partnerships with automobile manufacturers, this same possibility has largely been lacking in the case of public transport. Based on this observation one might hypothesize that the representation of public transport in TV and streaming productions could be promoted through partnerships with the railway industry or public funding programs for cooperation with transport companies. Finally, the evaluation of the expert interviews confirmed the impression that environmentallyfriendly means of transport, especially public transport, are underrepresented in many entertainment formats, while at the same time entertainment media have a great influence on people's everyday life. Yet, the experts surveyed also emphasized that the representation of environmentally-friendly mobility must not have a patronizing effect nor should it stifle the creative freedom of media professionals. 21 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Some of the experts surveyed therefore suggest sensitizing media professionals to the depiction of environmentally-friendly mobility, provided that it fits the plot. Cutaway scenes can offer a cheap and effective alternative here - just think of the public bus in the opening credits to "Lindenstraße" – the long-running German public broadcast soap. Increased cultural funding would further allow for costly filming in public space and on public transport to take place more frequently. In addition, and similar to what is practiced in the context of medical TV productions, specialist advisors or "mobility consultants" can be employed to ensure accurate and contemporary representations of environmentally-friendly mobility. In summary, the depictions of environmentally-friendly mobility in the media can be promoted through target group-specific formats, raising awareness and sensitivity among media professionals and increasing as well as targeting public cultural funding. 22 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht 1 Einführung Die Verkehrswende wird salonfähig. Das ist allerorten zu spüren, sei es in der kommunalen Planungspraxis oder in der medialen Berichterstattung. Genau diese Entwicklung stand im Mittelpunkt des Forschungsprojekts „NaMoW – Nachhaltige Mobilitätswende“. Im vorliegenden Teilbericht stand die Analyse der medialen Darstellung von Alltagsmobilität im Vordergrund. Das Vorgehen war dabei in drei Arbeitsschritte unterteilt: Die literaturbasierte Aufbereitung bisheriger Medienanalysen, die Durchführung einer eigenen Medienanalyse sowie die Diskussion der Analyseergebnisse mit Medienschaffenden. Im Rahmen einer systematischen Literaturanalyse (Kap. 2) wurden deutsch- und englischsprachige Studien ausgewertet, die sich der medialen Darstellung von Mobilitäts- und Verkehrsthemen widmen. Ein Fokus dieser Meta-Analyse war die Frage, inwiefern die untersuchten Studien im Spiegel der jeweils untersuchten Medien eine Transformation zu umweltfreundlicher Mobilität erkennen lassen. Dabei wurde differenziert nach dargestelltem Verkehrsmittel, gewähltem Medienformat, Zielgruppen sowie Untersuchungsraum und -zeit. Zudem wurden die untersuchten Studien nach thematischen Schwerpunkten unterteilt. Es wurde deutlich, dass insbesondere unterhaltungsorientierte Medienformate bisher wenig untersucht wurden. Weiterhin spielen in den untersuchten Medienformaten insbesondere öffentliche Verkehrsmittel eine untergeordnete Rolle. Mit der anschließenden Medienanalyse (Kap. 3) wurde die Abbildung von Alltagsmobilität in ausgewählten TV- und Streamingformaten in den Blick genommen. Als Reaktion auf das Defizit in der bisherigen Studienlage wurde der Schwerpunkt der selbst durchgeführten Untersuchung auf unterhaltungsorientierte Medienformate gelegt. Über einen Zeitraum von vier Wochen hinweg wurde untersucht, wie oft und mit welcher Konnotation bestimmte Verkehrsmittel und Mobilitätsformen dargestellt wurden. Es wurde deutlich, dass Automobilität in den untersuchten Formaten weiterhin die dominante Mobilitätsform ist. Auch Fuß- und Radmobilität wurden dargestellt. Öffentliche Verkehrsmittel waren dagegen wiederum deutlich unterrepräsentiert. Im Anschluss wurden die Ergebnisse der Medienanalyse mit Medienschaffenden diskutiert (Kap. 4). In den insgesamt zehn qualitativen Interviews wurden u. a. mögliche Ursachen für die identifizierte ungleichmäßige Darstellung bestimmter Mobilitätsformen angesprochen. Dazu gehören sowohl der Einfluss gesellschaftlicher Normen als auch praktische Gründe wie etwa die vergleichsweise hohen Produktionskosten für Aufnahmen in öffentlichen Verkehrsmitteln. Das schrittweise Vorgehen mündete in Überlegungen dazu, wie nachhaltige Mobilitätsformen medial stärkere Beachtung finden können. Dies umfasst Vorschläge zur Weiterentwicklung der Medienbildsprache genauso wie eine intensivere Kooperation von Medienschaffenden sowie Initiativen und Aktivist*innen, die sich für eine Verkehrswende einsetzen. 23 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht 2 Alltags- und Freizeitmobilitäten in den Medien – Stand der Forschung 2.1 Ausgangslage und Forschungsfragen Das Kap. 2 erschließt den aktuellen Forschungsstand zur Analyse der medialen Verhandlung von (umweltorientierter) Alltags- und Freizeitmobilität. Die begriffliche Schwerpunktsetzung auf Alltags- und Freizeitmobilität – d. h. jene individuellen Formen der potenziellen Ortsüberwindung, die routinemäßig im Alltag und aber auch zu speziellen Anlässen (Ausflüge, Urlaube usw.) durchgeführt werden (zum Begriffsverständnis siehe auch 1, 2) – dient der inhaltlichen Eingrenzung bzw. auch Abgrenzung von weiteren verkehrs- und mobilitätsbezogenen Themenfeldern (z. B. Wirtschaftsverkehre) sowie verwendeten Terminologien anderer Disziplinen (z. B. soziale Mobilität in den Sozialwissenschaften). Hinsichtlich der zu berücksichtigenden Medien bestand der Anspruch, in Anlehnung an Ulrich Saxer (3) jene technischen Kommunikationskanäle einzubeziehen, die verschiedene Zeichensysteme mit unterschiedlich ausgeprägter Kapazität transportieren können. Das sind etwa visuelle Medien (z. B. Zeitungen), auditive Medien (z. B. Radio) und audiovisuelle Medien (z. B. Fernsehen). Gleichermaßen wurden mit den Social Media jene neuen medialen Kommunikationsformen einbezogen, die es Nutzer*innen des Internets ermöglichen, sich untereinander zu vernetzen, auszutauschen und Inhalte offen in der Gesellschaft zu erstellen und weiterzugeben. Hierzu zählen u. a. soziale Netzwerke im Hinblick auf Blogs und Mikroblogs (z. B. Twitter), Content Communities (z. B. YouTube) oder auch soziale Netzwerke (z. B. Facebook) (4). Die zu bearbeitenden zentralen Forschungsfragen lauteten: 1. Wie werden Formen der Alltags- und Freizeitmobilität nach jetzigem Stand der Forschung medial verhandelt? 2. Inwieweit spiegeln die in den Studien gemachten Beobachtungen Entwicklungen hin zu einer umweltorientierten Verkehrsnachfrage wider? Um den aktuellen Forschungsstand zur Analyse der Verhandlung von Alltagsmobilität in Medien unter Berücksichtigung der Fragestellungen zu erfassen, nahmen wir eine systematische Analyse und Auswertung relevanter Literatur vor. Das Vorgehen der Literaturrecherche sowie Umfang und Struktur der Suchergebnisse stellen wir in Kap. 2.2 vor. Anschließend präsentieren wir in Kap. 2.3 die dem Korpus als relevant identifizierter Studien zugrundeliegenden Strukturdaten: ► Welche Medienformate werden in den ermittelten Studien berücksichtigt? // Kap. 2.3.1 ► Welche Verkehrsmittel werden in den ermittelten Studien fokussiert? // Kap. 2.3.2 ► Welche Zielgruppen (oder allgemeiner: Personengruppen) stehen im Fokus der ermittelten Studien? // Kap. 2.3.3 ► Welche Methoden werden in den ermittelten Studien angewendet, um die Verhandlung von Alltags- resp. Freizeitmobilitäten in den entsprechenden Medienformaten zu erfassen? // Kap. 2.3.4 Im Anschluss daran werden die induktiv erschlossenen Themenschwerpunkte der analysierten Studien in Kap. 2.4 entsprechend gruppiert dargestellt. Das abschließende Kap. 2.5 fasst die Befunde der Literaturanalyse kurz zusammen und leitet daraus zentrale Forschungslücken und Handlungspotenziale für die Medienanalyse und die 24 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Expert*inneninterviews ab, die in diesen berücksichtigt werden (Kap. 3 und 4). Diese werden vor allem im Hinblick auf das in den untersuchten Medien festzustellende Nachhaltigkeitsverständnis formuliert, das für den weiteren Verlauf der Projektarbeit von Bedeutung ist. 2.2 Methodik: Systematische Literaturrecherche Um den Stand der Forschung im Hinblick auf die Verhandlung von Alltags- und Freizeitmobilitäten in Medien systematisch zu erfassen, erfolgte die Literaturanalyse auf Grundlage etablierter methodischer Verfahren aus den Kommunikationswissenschaften sowie der Verkehrs- und Mobilitätsforschung (5, 6). Um die Forschungsfragen zu beantworten, wurde keine disziplinäre Eingrenzung vorgenommen, etwa allein auf Studien aus den Medien- und Kommunikationswissenschaften. Vielmehr wurde ein disziplinenübergreifender Blick auf das Themenfeld gewagt, da der Themenverschnitt von Alltagsmobilität und Medien ein Querschnittsthema darstellt. Um die wissenschaftliche Qualität der Ergebnisse sicherzustellen, wurde ein Schwerpunkt auf Publikationen gelegt, die in national und auch international referierten Fachzeitschriften mit Peer-Review-Anspruch veröffentlicht wurden. Sofern angewandte Arbeiten im Sinne einer ‚grauen Literatur‘ (Forschungsberichte, Studienarbeiten, Working Papers usw.) oder auch Bücher und Buchkapitel zum Erkenntnisgewinn beitragen, sollten diese in den Analysen ebenfalls einbezogen werden. Methodisch wurde eine Gliederung der Arbeitsschritte in Vor- und Hauptrecherche vorgenommen: Die Vorrecherche beinhaltete vorstrukturierende Verfahren in Vorbereitung der Hauptrecherchearbeit. Ihr unterlag ein exploratives Vorgehen, bei dem i. etablierte Wissenschaftler*innen im Themenfeld Alltagsmobilität und Medien hinsichtlich relevanter Studien befragt, ii. innerhalb des Projektkonsortiums und durch die Auftraggeber*innen bekannte Studien gesichtet und iii. verschiedene nicht festgelegte Literaturdatenbanken ohne festgelegte Stichwortsuche nach relevanten Texten durchsucht wurden. Der Suchprozess innerhalb der Literaturdatenbanken umfasste ebenso Ansätze eines backward snowballing, d. h. der Suche relevanter Zitate innerhalb bereits identifizierter Literatur, und eines forward snowballing, d. h. der Suche von Quellen, die wiederum die identifizierte Literatur zitieren. Alle in diesem Rahmen erfassten Arbeiten wurden innerhalb des zuständigen Projektteams besprochen, um auf der Grundlage der neuen Beobachtungen die Hauptrecherche als systematische Literaturrecherche vorzubereiten. Der Textkorpus, der aus der Vorstudie hervorging, umfasste 34 Texte, davon 23 in englischer Sprache und 14 in deutscher Sprache. Für die Hauptrecherche wurden die Literaturdatenbanken Transportation Research International Documentation (TRID) und Google Scholar ausgewählt. Die beiden Literaturdatenbanken wurden so ausgewählt, dass sich die Suchergebnisse möglichst gut gegenseitig ergänzen und möglichst wenige Duplikate aussortiert werden mussten. Während Google Scholar – eine Suchmaschine des Unternehmens Google LLC (Weblink: https://scholar.google.de/) – der allgemeinen Literaturrecherche wissenschaftlicher Dokumente dient, liegen TRID – eine Literaturdatenbank des Transportation Research Board (TRB) als unabhängige Beratungsinstitution amerikanischer Bundesbehörden in wissenschaftlichen Fragen (Weblink: https://trid.trb.org/) – wissenschaftliche Dokumente zugrunde, in denen explizit Fragen der Verkehrs- und Mobilitätsforschung verhandelt werden. Beide Datenbanken sind frei zugänglich und beinhalten sowohl englisch- als auch deutschsprachige wissenschaftliche Dokumente. Durch die unterschiedliche inhaltliche Ausrichtung der Datenbanken wurden für die systematische Hauptrecherche unterschiedliche Suchkriterien entwickelt: Für die Hauptrecherche in der Literaturdatenbank Google Scholar wurde eine sich wiederholende Kombination von Suchbegriffen nach dem dreistufigen Gliederungsprinzip 25 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht „Verkehrsmittel“ AND „Analyseverfahren“ AND „Medienform“ gewählt, welches aus der Sichtung der explorierten Studien abgeleitet wurde. Das bedeutet, dass nicht alle zu berücksichtigenden Verkehrsmittel, Analyseverfahren und Medienformen gleichzeitig in die Suchmaske eingegeben werden, sondern in einem iterativen Prozess nach einzelnen Verkehrsmitteln, potenziell zugrunde liegenden Analyseverfahren und möglichen Medienformen gesucht wird. Da sich darüber hinaus im Rahmen der explorativen Recherche zeigte, dass Benennungen von konkreten Verkehrsmitteln variieren, wurden mögliche Namensvariationen entsprechend berücksichtigt. Die Literaturrecherche erfolgte auf dieser Grundlage in einem ersten Schritt auf Englisch und in einem zweiten Schritt auf Deutsch, wobei die Eingabe der verwendeten deutschen Suchbegriffe analog zu den englischen Suchbegriffen erfolgte. Hinsichtlich des dreistufigen Gliederungsprinzips wurden für die jeweiligen Kategorien folgende Suchbegriffe resp. -kombinationen verwendet: ► Verkehrsmittel: i. "Private Car" OR "Car Use" OR "Automobility", ii. "Public Transportation" OR "PT Use" OR "Taxi Service", iii. "Bicycle" OR "Cycling" OR "Bike", iv. "Walking", v. "Electric Mobility" OR "E-Mobility" OR "E-Bikes" OR "Pedelec", vi. "Carsharing" OR "Bikesharing" OR "Ridesharing" OR "Micromobility" und vii. "Smart Mobility". ► Analyseverfahren: i. "Media Analysis", ii. "Film Analysis", iii. "Content Analysis" ► Medienform: i. "Newspaper", ii. "Television", iii. "Movie" OR "Blockbuster", iv. "youtube", v. "Netflix" OR "amazon prime" und vii. "Facebook" OR "Twitter" Für die Hauptrecherche in der Literaturdatenbank TRID konnten die Suchbegriffe auf die „Analyseverfahren“ und die „Medienform“ eingegrenzt werden, da es sich bei der Literaturdatenbank ohnehin um Studien handelt, die in der Verkehrs- und Mobilitätsforschung verortet werden. Folgende Suchbegriffe wurden nacheinander in die Suchmaske eingegeben: i. "Newspaper", ii. "Television", iii. "Advertis*", iv. "Social Media", v. "Movie" OR "Blockbuster", vi. "Mass Media", vii. "youtube", viii. "Netflix" OR "amazon prime", ix. "Facebook" OR "Twitter", x. „Media Analysis“, xi. "Social Media Analysis", xii. "Mass media analysis", xiii. "Iconography", xiv. "Nachrichten", xv. "Fernsehen", xvi. "Musikvideos", xvii. "Massenmedien", xviii. "Medienanalyse", xix. "Ikonographie". Da die Trefferquoten in den beiden Literaturdatenbanken für jeden Suchlauf i. d. R. in einem drei- bis vierstelligen Bereich lagen, wurde bei Google Scholar ein Stoppwert für jeden Suchlauf auf den 20. Treffer und bei TRID auf den 100. Treffer gelegt, ab dem die jeweilige Sichtung entsprechend abgebrochen wurde. Insgesamt wurden nach dieser Systematik bei Google Scholar 56 Suchläufe und bei TRID 19 Suchläufe durchgeführt, in denen in der Summe 5.959 wissenschaftliche Dokumente (d. h., 4.059 Google Scholar- Treffer und 1.900 TRID-Treffer) gesichtet und auf eine potenzielle Eignung für die Aufnahme in die Auswertung hin überprüft wurden. Diese erste Prüfung erfolgte mittels Sichtung der Abstracts/Zusammenfassungen und der in den Studien angegebenen Keywords. Insgesamt wurden auf diese Weise 195 englischsprachige Dokumente und 29 deutschsprachige Dokumente für eine vertiefende Analyse identifiziert. Im zweiten Schritt wurden die als im ersten Schritt möglicherweise geeigneten Studien inhaltsanalytisch erfasst und hierbei erneut auf ihre Eignung geprüft. Weitere 34 Dokumente wurden aus dem Textkorpus entfernt. Ein Überblick über die Herleitung zu den insgesamt 190 erfassten Dokumenten ist der Abbildung 1 zu entnehmen: 26 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Abbildung 1: Suche-Treffer Überblick aus der systematischen Literaturrecherche Explorative Recherche English: Deutsch: 20 7 First Screen (Titles and Abstracts) First Screen (Titles and Abstracts) Transport Research International Documentation google scholar Treffer (insg.): 10.083 Treffer (insg.): Scan (insg.): Qualifiziert (ENG): Qualifiziert (DEU): 1.900 115 13 Scan (insg.): Qualifiziert (ENG): Qualifiziert (DEU): 204.847 4.059 328 68 Duplikate: 172 Second Screen full text read Qualifiziert (ENG): Qualifiziert (DEU): 195 29 Exkludiert: 34 Ergebnis Dokumente: Davon Peer Reviewed Artikel (in %) 190 96 Quelle: Eigene Darstellung, ILS Research gGmbH 2.3 Ergebnisse I: Medienformate, Verkehrsmittel, Zielgruppen und methodische Zugänge Die Forschung zur Verhandlung von Alltags- und Freizeitmobilität in den Medien gewinnt in den letzten Jahren deutlich an Intensität. Unter Berücksichtigung eines Fünfjahresintervalls zeigte sich für den vorliegenden Textkorpus nicht nur ein sukzessiver Anstieg an Publikationen seit der Jahrtausendwende, sondern ein Publikationsboom nach 2015 (siehe Abbildung 2). Die Gründe mögen vielschichtig sein: Die Emergenz sozialer Medien als neue mediale Instanz und das damit verbundene Forschungsinteresse an dynamischen Entwicklungen dieser Medienform, der Strukturwandel hin zur Wissensgesellschaft und eine damit verbundene Zunahme an wissenschaftlichen Publikationen oder auch ein vermehrt disziplinenübergreifendes Bewusstsein für die gesellschaftswirksame Rolle von Medien. Gleichermaßen könnten die nach Relevanzkriterien algorithmisierten Literaturdatenbanken aktuelle Dokumente alten vorziehen. 27 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Abbildung 2: Veröffentlichungszeitpunkte der recherchierten Studien im Textkorpus (5-JahreIntervall) Quelle: Eigene Darstellung, ILS Research gGmbH Der vorliegende Textkorpus umfasst vor diesem Hintergrund Studien, die keineswegs allein den Medien- und Kommunikationswissenschaften oder etwa der Verkehrs- und Mobilitätsforschung zuzuordnen wären. Vielmehr erfolgt die Untersuchung von Alltags- und Freizeitmobilitäten in den recherchierten Studien multidisziplinär, wonach die wissenschaftlichen Fragestellungen zur Verhandlung von Alltags- und Freizeitmobilitäten in den Medien von unabhängigen Disziplinen, oft ohne nennenswerteren methodischen, terminologischen oder konzeptionellen Austausch stattfindet. Entsprechend der Abbildung 3 wird der Textkorpus in erster Linie von den Natur- und Ingenieurswissenschaften (45 Studien), der Gesundheitsforschung (42 Studien) und der Verkehrs- und Mobilitätsforschung (39 Studien) dominiert. Diesbezüglich ist jedoch zu betonen, dass einige Studien durchaus auch interdisziplinär angelegt sind, d. h. hier eine einheitliche konzeptionelle Rahmenstruktur zu einer gemeinsamen Fragestellung über mehr als eine Disziplin hinaus aufgebaut wird, weshalb die Summe der genannten Disziplinen die Gesamtzahl der recherchierten Studien leicht übersteigt. Abschließend ist festzustellen, dass die gewählten Untersuchungsräume in den Studien schwerpunktartig in den Ländern des Globalen Nordens zu verorten sind; vorwiegend mit Standorten in den USA, Deutschland und Großbritannien (siehe Abbildung 4). Diese Dominanz ist im Hinblick auf die nach englisch- und deutschsprachigen Begriffen strukturierten Suchkriterien methodisch nachvollziehbar. Gleichermaßen handelt es sich bei den Ländern um Regionen mit einer hohen Forschungstätigkeit, in denen eine Vielfalt an wissenschaftlichen Publikationen zu vermuten war. 28 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Abbildung 3: Disziplinärer Hintergrund der Autor*innen des Textkorpus Quelle: Eigene Darstellung, ILS Research gGmbH Abbildung 4: Häufigkeiten der Untersuchungszeiträume im Textkorpus Quelle: Eigene Darstellung, ILS Research gGmbH 29 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht 2.3.1 Untersuchte Medienformate Hinsichtlich der in den recherchierten Studien berücksichtigten Medienformaten existieren Untersuchungsschwerpunkte bei visuellen Medien und sozialen Medien, wohingegen audiovisuelle Medien und vor allem die auditiven Medien seltener analysiert wurden (siehe Abbildung 5). Im Hinblick auf die visuellen Medien zeigte sich ein deutlicher Untersuchungsschwerpunkt im Bereich der Informationsmedien, z. B. Tageszeitungen oder Nachrichtenmagazine, denen eine große Wirkmacht beigemessen wurde (7–24, z. B. 25, 26). Auch Werbeformate wurden berücksichtigt (z. B. 27–31), wohingegen visuelle Unterhaltungsformate wie zum Beispiel Comics (z. B. 32) deutlich weniger Beachtung fanden. Bei der Analyse von Alltags- und Freizeitmobilität in sozialen Medien dominierten (Mikro-)Blogs wie zum Beispiel Twitter (z. B. 23, 33–42), aber auch soziale Netzwerke wie zum Beispiel Facebook (z. B. 42–45) oder die Content Communities wie Videoformate auf YouTube (z. B. 44, 46–50) wurden nicht selten im Hinblick auf die hier relevante Fragstellung zur Alltags- und Freizeitmobilität analysiert. Mit Blick auf die etwas weniger stark berücksichtigten audiovisuellen Medienformate zeigte sich eine leichte Schwerpunktsetzung bei Analysen der Unterhaltungsformate, z. B. Film und Fernsehen oder auch Musikvideos (z. B. 51–56), aber auch audiovisuelle Reklameformate (z. B. 28, 57) oder audiovisuelle Informationsmedien wie zum Beispiel TV-Nachrichten fielen hier nicht deutlich ab. Anders hingegen bezogen nur wenige Forscher*innen auditive Medienformate in ihre Analysen ein (12). Abbildung 5: Berücksichtigte Medienformate in den recherchierten Studien des Textkorpus Quelle: Eigene Darstellung, ILS Research gGmbH 30 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht 2.3.2 Untersuchte Verkehrsmittel Hinsichtlich der Berücksichtigung spezifischer Verkehrsmittel innerhalb des Textkorpus der recherchierten Studien dominierte die Auseinandersetzung mit der medialen Verhandlung des Automobils bzw. der Autonutzung, wenngleich auch andere Verkehrsmittel zuletzt vermehrt untersucht wurden. Die Abbildung 6, in der die Berücksichtigung der Verkehrsmittel in den recherchierten Studien im zeitlichen Verlauf in einem Zehnjahresintervall abgebildet ist, illustriert diese Beobachtung wie folgt: Die Auseinandersetzung mit der medialen Verhandlung des Autos bzw. der Autonutzung dominiert in allen Beobachtungszeiträumen unangefochten (z. B. 7–10, 13, 17, 23, 28, 29, 44, 47, 52, 53, 55, 56, 58–62). Die Gründe für die intensive Auseinandersetzung sind – wie sich in Kap. 4 zeigen wird – vielschichtig und lassen sich gut mit Blick auf die Dominanz des Autos im Feld der Alltagsmobilität und damit verbundene Konfliktlagen (Verkehr als eine Quelle des Klimawandels, lokale Schadstoffproblematiken, Verkehrstote usw.) erklären. Gleichermaßen lässt sich parallel zur absoluten Zunahme autofokussierter Studien im Laufe der Jahrzehnte eine relative Abnahme jener konstatieren, die sich aus der vermehrten Forschung zur medialen Verhandlung von eben anderen Verkehrsmitteln, d. h. vor allem dem Öffentlichen Verkehr resp. der ÖV-Nutzung (15, 26, 34, 63–67) oder – erweitert – dem Umweltverbund (17, 43, 68–71), dem Fahrrad/Fahrradfahren (14, 18, 19, 25, 59, 60, 71, 72), der Nutzung von Sharing-Angeboten (24, 41, 73–80), Elektromobilität (12, 20, 21, 81–84) oder autonom fahrenden Fahrzeugen (11, 50, 85– 87) ergeben. Dieser zweite Trend hin zu ‚Pkw-Alternativen‘ korrespondiert mit einer Reihe dynamischer Mobilitätstrends, zu denen etwa die Renaissance des Fahrrads (88), die starke politische Unterstützung für „E-Mobility“ (89, 90), die Emergenz von „Multioptionalität“ (91, 92) und diverse weitere Trends im Feld der Alltags- und Freizeitmobilität zählen. 31 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Abbildung 6: Untersuchte Verkehrsmittel in den recherchierten Studien des Textkorpus Quelle: Eigene Darstellung, ILS Research gGmbH 2.3.3 Zielgruppen Da mediale Produkte häufig erstmal gesamtgesellschaftlich wirksam sein sollen, konnten innerhalb der recherchierten Studien des Textkorpus auch nicht immer Zielgruppen ausgemacht werden. Teilweise thematisierten die Studien Verkehrsmittelnutzer*innen, z. B. Autofahrer*innen, indem Medienformate analysiert wurden, die diese direkt ansprechen (z. B. Unfallberichterstattung). Im Hinblick auf soziodemographische Merkmale existierte häufiger ein verstärktes Interesse an jungen Erwachsenen (28, 43, 44, 46, 52, 53, 56, 62, 80, 93). Hintergrund ist die Annahme, dass vor allem Unterhaltungsmedien (Film, Fernsehen usw.) zur Verkehrssozialisation junger Menschen beitragen, woraus wiederum das wissenschaftliche Erkenntnissinteresse abgeleitet wird, inwieweit die private Autonutzung (bild)sprachlich in Medien verhandelt wird. Vereinzelt werden auch Fragen zur medialen Verhandlung von verkehrsbezogener Exklusion sozial und räumlich marginalisierter Gruppen (76, 94–96), behinderter Menschen (97, 98) oder der Rolle von Genderaspekten untersucht (99, 100). Auch erfolgte eine Auswahl zu untersuchender Medienformate im Hinblick auf die ausdifferenzierte Verhandlung von Alltags- und Freizeitmobilitäten etwa in Musik- und Filmgenres vor dem Hintergrund der theoretisch-konzeptionellen Vorannahme, dass sich die Gesellschaft nach Lebensstilorientierungen und unterschiedlichen Geschmäckern ausdifferenziert (56, 93). In ähnlicher Weise erfolgte eine spezifische Medienauswahl mit Blick auf die gesellschaftliche Ausdifferenzierung nach politischen Milieus und der Annahme, dass in diesen verschiedene politische Positionen zu Fragen spezifischer Formen von Alltags- und Freizeitmobilitäten vertreten sind (11, 24). 32 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht 2.3.4 Verwendete Methoden Zum multidisziplinär klassifizierten Textkorpus gehört, dass sich dieser im Hinblick auf die recherchierten Studien methodisch, terminologisch und auch konzeptionell hochgradig heterogen darstellt. Zusammengefasst kommen verschiedenste qualitative und quantitative Analyseformate zur Anwendung, die für jeweils spezifische Fragestellungen gewählt werden: In den qualitativen Analyseansätzen, die sich mit der medialen Verhandlung von Alltags- resp. Freizeitmobilität beschäftigen, geht es i. d. R. um die Rekonstruktion von Sinnzuweisungen und zeitdiagnostischen diskursiven Narrativen (11, 17, 20, 21, 24, 80). Hervorzuheben sind etwa qualitative Inhaltsanalysen oder Diskursanalysen, die zum Ziel haben, mittels Textanalyse (etwa von Zeitungen und Zeitschriften) semantische Netzwerke und diskursive Strukturen auszumachen, um etwa hierarchische Formationen nachhaltiger Alltagsmobilität zu verstehen. Gleichermaßen existieren hier ikonographisch beeinflusste Bild- und Filmanalysen, bei denen die Bestimmung und Deutung der in Medien verwendeten visuellen Elemente und damit verbundene Inhalte und Symboliken in den Vordergrund der Untersuchung gestellt werden, etwa um (sozial-)raumkonstitutive Wirksamkeiten visueller Medieninhalte rund um Verkehrsmittelnutzungen herauszustellen (101). Nicht zuletzt werden qualitative Interviews mit Mediennutzerinnen und -nutzern durchgeführt, etwa wie bei Rimano et al. (19), um Medieneffekte mit Teilen der Bevölkerung zu diskutieren. In den Studien mit quantitativen Analyseansätzen geht es tendenziell darum, spezifische Muster der medialen Verhandlung von Formen der Alltagsmobilität zählbar zu machen. In der quantitativen Inhaltsanalyse beispielsweise können solche Muster etwa über die Anzahl und Typen genutzter Verkehrsmittel und damit verbundene symbolische Deutungszuweisungen in einem definierten medialen Korpus erfasst werden, um auf diese Weise die mediale (Re-)Produktion gesellschaftlicher Bedeutungsunterschiede der Verkehrsmittel herauszustellen. Derartige Verfahren werden unter Begriffen wie zum Beispiel der Lexikometrie oder Lexikostatistik zusammengefasst. Aber auch im Rahmen der quantitativen Analyseverfahren kommen (teil-)standardisierte Befragungsinstrumente zum Einsatz, etwa um Medieneffekte auf die Handlungsmuster von Mediennutzer*innen aufzudecken. In der Analyse von Verkehrsmittelnutzungen in Social Media kommen darüber hinaus oft automatisierte Auswertungsverfahren wie ‚sentiment analysis‘ und ‚natural language processing‘ zum Einsatz. Hierbei wird mit Spracherkennungssoftware gearbeitet, um Häufigkeiten von Begriffen und Zuschreibungen zu identifizieren. 2.4 Ergebnisse II: Themenschwerpunkte Um den aktuellen Forschungsstand zur Analyse der medialen Verhandlung von Alltags- und Freizeitmobilitäten überblicksartig darzustellen, wurden die recherchierten Studien im Hinblick auf ihre inhaltlichen Themenschwerpunkte fünf Clustern zugeordnet: ► Cluster 1: Medien(bild)sprache, mit dem Analyseschwerpunkt auf performative Effekte von (Bild-)Sprachen, ► Cluster 2: Verkehrs(un)sicherheiten, mit dem Analyseschwerpunkt auf unterschiedliche Aspekte des medialen Umgangs mit Verkehrsrisiken, Verkehrssicherheiten, Unfällen o. Ä., ► Cluster 3: Nachhaltigkeit, mit dem Analyseschwerpunkt auf die entsprechend mediale Verhandlung von Nachhaltigkeitstrends im Feld von Alltags- und Freizeitmobilitäten, ► Cluster 4: Verkehrspolitiken, mit dem Analyseschwerpunkt auf politische Färbungen der medialen Verhandlung von Alltags- und Freizeitmobilität und 33 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht ► Cluster 5: Neue Technologien & mögliche Zukünfte, mit dem Analyseschwerpunkt auf den Einfluss entsprechend neuer Verkehrstechnologien auf mögliche Transformationsprozesse. Diese fünf Themenblöcke konnten mittels eines heuristischen Post-hoc-Segmentierungsansatzes identifiziert werden, dem methodisch Gruppendiskussionen innerhalb für die Literaturanalyse zuständigen Projektteams auf Basis einfacher Inhaltsanalysen der Studien zugrunde liegen. Die Grenzen der Cluster verlaufen mit Blick auf die inhaltlichen Themensetzungen der recherchierten Studien fließend, d. h., einzelne Studien lassen sich durchaus in mehreren Clustern diskutieren. Die Reihenfolge der Cluster 1 - 5 ergibt sich aus der Relevanz der Studien für die Verkehrsnachfrage, wonach vor allem die Studien aus den Clustern 1 und 2 unmittelbar im Verkehrshandeln der Menschen wirksam sind, während die Cluster 4 und 5 stärker an Angebotsstrukturen ansetzen und daher eher mittelbar die Verkehrsnachfrage beeinflussen. 2.4.1 Medien(bild)sprache: Symboliken, Normen und die Beeinflussung von subjektiven Gefühlswelten Im Cluster Medien(bild)sprache konzentrieren sich jene Studien, die die mediale Vermittlung von Normen und Symboliken problematisieren, mit denen Verkehrsmittel innerhalb der Medienformate verknüpft und aufgeladen werden und die wiederum Eingang in die subjektiven Bewertungsprozesse von Verkehrsmitteln finden sowie das alltägliche Mobilitätshandeln der Menschen beeinflussen (16–19, 28, 42, 51–54, 56, 77, 84, 93, 102–124). Diese Studien nehmen die Fähigkeit der medialen (Bild)Sprache – sowohl implizit als auch explizit – als Ausgangspunkt, um die Performativität von medial konstruierten Realitäten zu problematisieren. In diesem Sinne sind spezifische Verkehrsmittelnutzungen mit entsprechend medial vermittelten Bedeutungszuschreibungen verbunden, von denen vor allem private Automobilität zu profitieren scheint. Die recherchierten Studien, die dem Cluster Medien(bild)sprache zugeordnet werden konnten, lassen sich in mindestens vier Teilgruppen ausdifferenzieren: (1) Eine erste Gruppe von recherchierten Studien, die dem Cluster zugeteilt werden konnten, problematisiert im Spannungsverhältnis hegemonialer autozentrierter Storylines einerseits und Storylines über Pkw-Alternativen andererseits die performative Effekte. Zunächst kann die Studie von Cameron Roberts und Frank Geels (104) hervorgehoben werden, die am Beispiel britischer Medienberichterstattung zwischen 1896 und 2000 nachzeichnet, wie sich die Durchsetzung privater Automobilität vom Nischenprodukt zum dominanten Verkehrsregime durch mediale Sprechformationen gefestigt hat. Die beiden Forscher*innen rekonstruieren im Spiegel der ‚Multi-Level-Perspective‘ (125, 126) den diskursiven Konflikt zwischen Befürwortern und Gegnern des Autos über den gesamten Verlauf eines Jahrzehnts andauernden Übergangs von der Schiene zur Straße, wonach sich eine breite positive Besprechung des Autos eben auch medial entfaltete. Theresa Kallenbach (17) kann mithilfe einer vergleichenden narrativen Analyse von Beiträgen in deutschen Tageszeitungen eine starke Persistenz des Leitbildes der autogerechten Stadt innerhalb der diskursiven Strukturen ausmachen und konstatiert, dass dieses in ihren zugrundeliegenden Komponenten so stabil und belastbar sei wie die gebauten Straßen und Parkflächen selbst. Gleichermaßen stellen Roberts und Geels (104) und auch Kallenbach (17) aber auch fest, dass sich negative Storylines zum Auto (104) bzw. alternative Narrative (17) verstärkt in die Diskurse einzuschreiben scheinen, über die mächtige politische Unterstützungen für neue Technologien gewonnen würden und die darüber hinaus eine Transformation der urbanen Mobilitätskultur begünstigen könnten. In Bezug auf negative Storylines zum Auto lässt sich auch auf die Studie von Chenyang Wu et al. (103) verweisen, in der mittels Sentimentanalyse von Liedtexten aus den Top 40-Charts im Zeitraum von 1956 bis 2015 gezeigt wird, dass die Häufigkeit von 34 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Automobilitätsreferenzen in den Chartliedern parallel zur Breitendurchsetzung des privaten Automobils zugenommen hat, jedoch im Zuge des Übergangs in die 2010er Jahre erstmals rückläufige Zahlen verzeichnet. Diese Beobachtung steht im Zusammenhang mit der möglichen Abkehr von einer privaten Automobilität, die von jungen Erwachsenen der Millennialgeneration angestoßen und zu dieser Zeit populär diskutiert wurde (127, 128). In Bezug auf alternative Narrative können wiederum die Studien von Chris Rissel et al. (18) und auch Alessandra Rimano et al. (19) für australische bzw. italienische Kontexte hervorgehoben werden. Sie konstatieren mehr und vermehrt positive Berichterstattungen über das Fahrrad und das Fahrradfahren, die mit einer kulturellen Aufwertung des Fahrrads allgemein in Verbindung stehen (129). Einschränkend muss jedoch auch betont werden, dass manche Studien feststellen – hier ist z. B. Caroline Lipovsky‘s (84) Inhaltsanalyse von Artikeln in den französischen Tageszeitungen Le Figaro und Le Monde über das free-floating Scootersharing hervorzuheben –, dass potenzielle Alternativen zur privaten Automobilität aufgrund negativer Storylines keineswegs als solche von der Öffentlichkeit wahrgenommen werden (siehe hierzu auch die Ausführungen zum Cluster Neue Technologien & mögliche Zukünfte). (2) Eine weitere inhaltliche Linie im Cluster Medien(bild)sprache thematisiert die mediale DeProblematisierung hegemonialer Verkehrsmittel, indem die private Autonutzung i. d. R. nicht nur unhinterfragt als ‚normale‘ Fortbewegungsform dargestellt wird, sondern auch die direkten Kritiken an ihr (z. B. hohe Unfallzahlen, negative Klimaeffekte) (bild-)sprachlich versachlicht werden. Marco te Brömmelstroet (16) beispielsweise kann anhand einer qualitativen Inhaltsanalyse von 368 Verkehrsunfallberichten in niederländischen Lokalzeitungen aufzeigen, dass im Rahmen der routinemäßigen Medienberichterstattung Verkehrsunfälle eher als episodisch auftretende Störung der verkehrlichen Abläufe denn menschliche Tragödien kommuniziert werden. Dazu gehört, dass den Schlagzeilen eine nichtaggressive, entmenschlichte Sprache zugrunde gelegt wird, wonach unfallbeteiligte Parteien i. d. R. als Fahrzeuge und nicht als Personen beschrieben werden, was eine Problematisierung des Automobils als vermeidbare Gesundheitsepidemie erschwere und die Dominanz des Autos als Norm festigt. Für den US-amerikanischen und kanadischen Raum beobachten Kelcie Ralph et al. (72) und Heather Magusin (107) am Beispiel von Lokalnachrichten gar, dass Medien dazu tendieren, die Unfallschuld weg vom Automobil auf die schwächeren Verkehrsteilnehmer*innen – d. h. Fahrradfahrer*innen und Fußgänger*innen – zu verlagern und darüber hinaus Verkehrsunfälle als isolierte, nicht epidemische Vorfälle darstellen. (3) Weitere Studien, die dem Cluster Medien(bild)sprache zugeordnet werden konnten, problematisieren die Einschreibung (hegemonialer und alternativer) Verkehrsmittel in subjektive Gefühlswelten durch medial vermittelte Verkehrsideale. Einerseits lässt sich dies im Hinblick auf Autowerbungen feststellen, wobei beispielhaft auf die interdisziplinär angelegte Studie von Mariana Bayley et al. (28) verwiesen werden kann, in der 42 Werbeanzeigen von Automobilherstellern aus dem Jahr 2006 in jugendnahen britischen Zeitschriften und Fernsehprogrammen im Hinblick auf „Marketing-Botschaften“ inhaltsanalytisch untersucht wurden. Das Forscher*innenteam aus Psycholog*innen und Verkehrsforscher*innen ermittelte in fast allen Fällen eine Verknüpfung von ‚sachlichen‘ Produktinformationen mit emotionalisierten Formen der Autonutzung, wonach neben praktischen Vorzügen des jeweiligen Fahrzeugs stets emotionale Belohnungen bei potentiellen Autokund*innen adressiert werden, die im Zuge eines Kaufs zu erwarten wären. Ähnlich arbeitet Klaus-Peter Kalwitzki (105) am Beispiel von deutschsprachigen Werbeformaten heraus, wie im Rahmen der Autowerbung prominente Persönlichkeiten zu ‚Komplizen‘ von MarketingBotschaften der Automobilindustrie gemacht werden, die als gesellschaftlich anerkannte (‚schöne‘, ‚coole‘) Vorbildinstanzen die Rolle der Werbenden übernehmen. 35 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Neben Werbebotschaften der Automobilindustrie untersuchen die recherchierten Studien audiovisuelle Unterhaltungsformate, in denen das private Automobil mit positiven symbolischemotionalen Inhalten aufgeladen wird. Marcel Hunecke und Volker Greger (56) konnten etwa mittels quantitativer Inhaltsanalyse von 253 Musikvideos, die Ende 1998 im Fernsehen auf dem Musiksender MTV ausgestrahlt wurden, feststellen, dass diese nicht nur auffallend häufig mobilitätsbezogene Inhalte transportierten, sondern stets mit vielfältigen symbolischemotionalen Inhalten verknüpft waren. Hierbei sei vor allem die Dominanz des Automobils als Verkehrsmittel festzustellen (mehr als zwei Drittel aller Videos beinhalteten Formen der Autonutzung), wobei das Auto vor allem im Genre des Hip Hop mit entsprechend symbolischemotionalen Inhalten rund um „Erlebnis“ und „Status“ verknüpft wurde. Demgegenüber zeigt Maximilian Hoor (111) mithilfe von teilnehmenden Beobachtungen und einer Medienanalyse aus jüngerer Zeit am Beispiel Berlins, dass das Fahrrad verstärkt zu einem Schlüsselobjekt der urbanen Populärkultur avanciert und im Hinblick auf Ästhetik, Design, Lifestyle und Konsum derzeit eine erhebliche symbolische Aufwertung erfährt. Die performativen Wirkungen von Verkehrsmittelinszenierungen in Unterhaltungsmedien werden etwa von Claus Tully und Ulrike Schulz (93) oder auch Neil Archer (51) anhand von Titeln und Texten beliebter Chartmusik oder filmischer Inszenierungen in Blockbustern und Genrefilmen (z. B. Road Movies) verdeutlicht. Tully und Schulz (93) betonten etwa die Wirkmechanismen im Kontext der Verkehrssozialisation junger Menschen, wonach das hegemoniale Auto medial eben nicht nur als „normales“ Verkehrsmittel verhandelt, sondern mit starken symbolischen und emotionalen Gefühlsdimensionen belegt werde und damit unmittelbar in die Verkehrserziehung hineinwirke. Daran anknüpfend problematisierten weitere Studien – etwa von John Cowan et al. (54) oder Kathleen Beullens und Jan van den Bulck. (52, 53) –, dass hierbei nicht nur positive Emotionen rund um Spaß, Thrill, Autonomie usw. mit dem Autofahren fiktiv ‚vorgelebt‘ würden, sondern auch hedonistisch risikofreudiges Fahren, was die Gefahr bergen würde, Eingang in die tatsächliche Fahrpraxis der Menschen zu finden und hier als Gefährdung real würde (Nähen existieren hier auch zum Cluster Verkehrssicherheit & Risiko). (4) Abschließend ließ sich eine Reihe von Studien identifizieren, die dem Cluster Medien(bild)sprache zugeordnet werden können und die sich mit Aspekten der medial vermittelten Imagesteigerung von Verkehrsmitteln, Verkehrsunternehmen und der gebauten Umwelt befassen. Diese Studien sind häufig in angewandten Wirtschaftswissenschaften und auch Planungswissenschaften verortet und nehmen etwa medial vermittelte Kritiken an spezifischen Verkehrsmitteln oder konkreten Verkehrsunternehmen zum Anlass, Imageverbesserungen zu bewirken und so Nutzungszahlen zu erhöhen (106, 112, 113). In der deutschsprachigen Forschung lässt sich etwa auf die Studie von Reinhard Bohse und Ronny Fechner (106) verweisen, in der Medienberichterstattung zum öffentlichen Verkehr als Reflexionsfläche für das allgemeine Vertrauen in den ÖPNV verstanden wird, um im zeitlichen Verlauf am Beispiel der Leipziger Verkehrsbetriebe positivere Entwicklungen zu konstatieren. Von besonderer Bedeutung in der Imageforschung ist verstärkt die Auswertung von Social Media-Daten, in denen direktere Kritik von Nutzer*innen inhaltsanalytisch erfasst und zum Anlass genommen wird, um verkehrsmittelspezifische Imageverbesserungen anzustoßen. Mag die Arbeit an Imageverbesserungen aus Perspektive ökologischer Nachhaltigkeit für Verkehrsmittel rund um den ÖPNV positiv bewertet werden, so muss jedoch ebenso konstatiert werden, dass sich die Imageforschung hier zunehmend auch auf ökologisch fragwürdige Verkehrstechnologien wie zum Beispiel den Flugverkehr zu fokussieren scheint, die für die Gestaltung von Alltags- und Freizeitmobilität der Menschen in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen haben (42, 117, 119, 130, 131). Abschließend kann im Feld der Imageverbesserung noch die Studie von Yongcheng Wand und Yiik Diew Wong (108) hervorgehoben werden, die 36 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht eine Verbindung der Verkehrsmittel mit dem gebauten Raum herstellt. Anhand der Berichterstattung einer führenden Lokalzeitung in Singapur zeigte das Autorenteam, dass der Rückbau der Autostadt zugunsten einer aktiven Mobilität als zentraler Beitrag zum Erhalt des stadtkulturellen Erbes kommuniziert wird. Insbesondere Zweck- und Freizeitspaziergänge haben erhebliches Potenzial, um die Auseinandersetzung mit der gebauten Umwelt zu stimulieren, die sich hingegen im Moment der automobilen Beschleunigung verflüchtige. 2.4.2 Medial transportierte Verkehrs(un)sicherheit und Verkehrserziehung Eine Vielzahl der recherchierten Studien adressierte unterschiedliche Aspekte der Verkehrssicherheit und einen Umgang mit Unfällen, die medial verhandelt werden und unmittelbar im situativen Kontext von Alltags- und Freizeitmobilität ein Problem darstellen (14, 27, 30–32, 44, 47, 49, 52–54, 59, 82, 97–99, 107, 132–157). Diese Studien stammen überwiegend aus der Gesundheits- und Präventionsforschung oder auch der Kommunikations- und Medienforschung. Sie haben i. d. R. einen direkten Anwendungsbezug, d. h. mit direktem Anspruch an systeminhärente Korrekturen. Ausgehend etwa von der Vielzahl an schweren Verletzungen durch Fahrzeugunfälle und Verkehrstoten, stellten diese Studien in mindestens dreierlei Hinsicht die Rolle von Medien in ihrer Verantwortung zu mehr Verkehrssicherheit heraus: Erstens, indem Medien als wichtige Verkehrserziehungsinstanz evaluiert werden, zweitens, indem Medien hinsichtlich ihrer Darstellung von Alltags- und Freizeitmobilität Unfallrisiken erhöhen und wiederum mit bewusstseinsfördernden Maßnahmen zum Erhalt der öffentlichen Gesundheit beitragen sollten, drittens durch die Problematisierung von Werbung im öffentlichen Straßenraum und ihrem Einfluss auf Mobilitätsverhalten und Verkehrssicherheit: (1) Im Hinblick auf die Vielfalt von Evaluationsstudien zu Medien als Erziehungsinstanzen zu mehr Verkehrssicherheit und Risikobewusstsein identifizierten Forscher*innen der letzten Jahre vor allem Potentiale bei sozialen Medien. Hervorzuheben sind einerseits die Inhaltsanalysen von Videoformaten aus den Content Communities, in denen etwa DashCamMaterial audiovisuell aufbereitet und öffentlich diskutiert wird. Alana Hawkins und Ashleigh Filtness (47) evaluierten etwa mittels Inhaltsanalyse eine Reihe von Videos auf der Videoplattform YouTube, in denen Müdigkeit am Steuer dargestellt wird. Die Forscher*innen stellten fest, dass vor allem humorvoll gestaltete Videos ein hohes Maß an Beliebtheit erfahren. Die Forscher*innen leiteten aus dem Stilmittel des Humors eine wichtige Präventivmaßnahme ab, um – anders als vermeintlich unwirksame Katastrophenszenarien (133) – über die Gefahren von Schläfrigkeit am Steuer zu informieren. In einer anderen Studie von Roy Rea et al. (49) wurden mittels Inhaltanalyse von 96 YouTube-Videos wiederkehrende Muster mit Tierunfällen herausarbeitet, die sie als wichtige Datenquelle sehen, um für mögliche Kollisionsfälle zu sensibilisieren. Ferner lassen sich auch in den sozialen Netzwerken Gruppendynamiken hervorheben, die – wie z. B. Emma Apatu et al. (44) beobachteten – positive Impulse auf die Fahrsicherheit gerade bei Verkehrsanfänger*innen haben. In all diesen Studien wurden soziale Medien als wichtige neue Technologie gesehen, um die Sensibilität für situative Unfallrisiken zu erhöhen oder gar verkehrspolitisch präventiv mittels weicher Maßnahmen (z. B. Aufnahme von Filmsequenzen in die Ausbildungskonzepte der Fahrschulen) und harter Maßnahmen (z. B. durch Straßenbaumaßnahmen) aktiv zu werden. Daran anknüpfend existieren neben den Potenzialstudien zur Unfallprävention im motorisierten Individualverkehr wenige Studien, in denen die Verhandlung von Verkehrssicherheit und Risikobewusstsein für den öffentlichen Kollektivverkehr in sozialen Medien in den Blick genommen wird. Eko Priyo Purnomo et al. (136) beispielsweise arbeiteten im Zusammenhang mit der Coronapandemie auf Basis einer Inhaltsanalyse von Twitter-Accounts öffentlicher Verkehrsbetriebe in Jakarta fünf Dimensionen der Risikokommunikation heraus, die als „weiche 37 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Maßnahmen“ Ansteckungsrisiken bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel minimieren können. Neben sozialen Medien werden auch konventionelle Medienformate als Verkehrserziehungsinstanz identifiziert, eingesetzt und evaluiert. Heinz Bonfadelli (32) konnte bereits in früheren Arbeiten mittels Wirkungsevaluation von visuellen Medien im Unterhaltungsformat des Comics zeigen, dass dieses das Problembewusstsein für Unfälle im Straßenverkehr vor allem bei Fahranfänger*innen erhöhen könne: Risikofreudigkeit, Überschätzung der eigenen Fahrfähigkeiten, Stress, Imponiergehabe, sozialer Druck, Alkohol usw. werden von den Comicleser*innen als Problem zumindest verstanden. Hana Stojanova und Veronika Blašková (134) machten am Beispiel einer staatlich organisierten Verkehrskampagne in Tschechien “Think or you’ll pay!“ – neben der Reduktion von Verkehrstoten auch im Hinblick auf Kostenpunkte – auf die kurzfristigen Erfolge der medienübergreifenden Kampagne aufmerksam, deren langfristige Wirksamkeit jedoch von weiteren infrastrukturellen und politisch-planerischen Aspekten abhängt. Dass Medienkampagnen jedoch nicht per se Verkehrssicherheitsempfinden erhöhen und zu mehr angewandter Verkehrssicherheit führen müssen, wird bei Alice Dalton et al. (59) oder auch José Castillo-Manzano et al. (133) problematisiert. (2) Neben der Identifikation von Medien als Verkehrserziehungsinstanz problematisierten Forscher*innen umgekehrt die mediale Glorifizierung/Dramatisierung/Verharmlosung von Verkehrsrisiken. Diese Studien weisen starke inhaltliche Schnittstellen zum Cluster Medien(bild)sprache auf und lassen sich von diesem nicht direkt abgrenzen. Auffällig sind jedoch ihre expliziten Auseinandersetzungen mit medial vermittelten Formen der Verkehrsunsicherheit, denen i. d. R. eine Forderung nach verkehrserzieherischen Maßnahmen angeschlossen wird: Eine Problematisierung der medialen Förderung von Verkehrsunsicherheiten wurde in jenen Analysen zur Performativität medialer (Bild-)Sprachen ermittelt, über die – etwa in klassischen Unterhaltungsmedien wie Actionfilmen (52–54), Videos in den Content Communities zu Street Racing, Stunt Driving, Ghost Racing usw. (48) oder auch den Micro Blogs von Mobilitätsdienstleistern selbst (82)– risikoreiche Fahrpraktiken in glorifizierendem Maße dargeboten werden und damit als negative Vorbilder fungieren. Die Forscher*innen fordern weitgehend einheitlich, dass hier zur Prävention von Unfällen verstärkt mit Warnhinweisen gearbeitet werden müsse. Eine Problematisierung der medialen Dramatisierung von Verkehrsunsicherheiten wurde in jenen Analysen wiederum mit Blick auf Unfallberichterstattungen ermittelt, die etwa asynchron zu den Unfallzahlen erfolgt. Alex Macmillan et al. (14) beispielsweise analysierten vor dem Hintergrund der Renaissance des Fahrrads die Medienberichterstattung über tödliche Unfälle von Radfahrer*innen am Beispiel der Stadt London im Zeitraum zwischen 1992 und 2012 und können parallel zur Verdoppelung der Prävalenz des Radfahrens und gemeldeter Todesfälle eine überproportional angestiegene Berichterstattung in den lokalen Medien konstatieren. Die Forscher*innen leiteten daraus ab, dass Angsteffekte als Resultat der Medienberichterstattung präventiv vor allem durch infrastrukturelle Maßnahmen – etwa den Bau sicherer Radverkehrsinfrastrukturen – verringert würden. (3) Zur medialen Förderung von Verkehrsunsicherheiten gehört im erweiterten Sinne auch eine umfangreiche Forschung zum Thema mediale Ablenkung im Straßenverkehr durch Werbetafeln. Diese Studien streifen zwar nur die eingangs formulierten Fragestellungen, da hier nicht die mediale Verhandlung von Alltags- und Freizeitmobilitäten im Mittelpunkt steht, sondern Medien selbst als potenzielle Ablenkungsquelle problematisiert werden. Dennoch sind diese Studien zu den Auswirkungen von Straßenreklame auf das Fahrverhalten zumindest zu erwähnen, weil hier eine umfangreiche Forschung existiert, die auch in der vorliegenden 38 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht systematischen Literaturrecherche sichtbar wurde: Marco Costa et al. (29), Victoria Gitelman et al. (145), Norbert Maliszewski et al. (30), Mahpour AR et al. (141), Hadas Marciano (140), Lynn Meuleners et al. (139), Atiyya Shaw et al. (135) oder auch Abbas Sheykhfard und Farshidreza Haghighi (27) analysierten auf unterschiedliche Weise den Einfluss visueller Medienformate am Straßenrand (z. B. Verkäuferschilder, Werbetafeln, bewegliche Anzeigetafeln, einzelne und mehrere kommerzielle Richtungsschilder, LED-Tankpreisanzeigen, Reklamen mit sexualisierten Inhalten) und können feststellen, dass spezifische Formen der straßenseitigen Beschilderung von Fahrer*innen fixiert werden und gerade bei hohen Geschwindigkeiten zu gefährlichen Ablenkungen beitragen, die das Unfallrisiko erhöhen. Oscar Oviedo-Trespalacios et al. (31) tragen überblicksartig die Vielfalt von Forschungsergebnissen aus über 40 Studien zu werbebezogenen Ablenkungsmomenten im Straßenraum in einem Review-Paper zusammen. 2.4.3 Nachhaltigkeit Das Paradigma nachhaltiger Mobilitätsgestaltung, also – vereinfacht gesagt – der Vermeidung, Verlagerung und verträglichen Gestaltung von sozial und ökologisch schädlichen Verkehrsleistungen war ein zentraler Bezugspunkt in vielen der von uns untersuchten Studien. Wir haben entsprechende Verweise in insgesamt 45 Veröffentlichungen identifiziert, wovon in 26 Studien Nachhaltigkeit als wichtigster und dominanter Bezugspunkt gelten kann (17–19, 39, 65, 69–71, 81, 110, 114, 115, 158–173). Die hervorgehobene Behandlung dieses Themas ergab sich im Spiegel der Studien vor allem aus dem steigenden Bewusstsein gesellschaftlicher und politischer Akteure dafür, dass unser aktueller Lebens- und Mobilitätsstil mit den Belastungsgrenzen von Mensch und Umwelt langfristig nicht vereinbar ist. Der hieraus abgeleitete Handlungsbedarf führt zu Debatten, wie und in welchem Ausmaß unsere Alltagsmobilität verändert werden kann und muss. Entsprechende Anpassungsvorschläge sind Gegenstand politischer und medialer Aushandlung. (1) Eine klassische Kategorisierung hinsichtlich der Umsetzung nachhaltiger Mobilität sind die sogenannten 3V‘s – Vermeidung, Verlagerung und verträgliche Gestaltung von Verkehr und Mobilität – diese Kategorisierung fand sich auch in den untersuchten Studien wieder. Auffällig ist dabei, dass vorrangig Berichterstattung zur Verkehrsverlagerung auf umweltfreundliche Verkehrsmittel sowie die verträgliche Gestaltung des Autoverkehrs durch technologische Lösungen analysiert wurden, die Vermeidung von Verkehren, etwa durch eine integrierte Siedlungs- und Verkehrsentwicklung, war dagegen unterrepräsentiert. Ein Grund hierfür könnten die langfristige Ausrichtung und geringe Sichtbarkeit entsprechender Maßnahmen und Programme sein. Hinsichtlich der Verlagerung von Verkehren weg von der Autonutzung wird sowohl der Umstieg auf den ÖPNV (67, 113, 161, 172, 174) als auch auf nicht-motorisierte Verkehrsmittel (39, 71, 110, 173, 175, 176) oder Sharing-Angebote (168, 177) thematisiert. Dabei wurde etwa die unterschiedliche Wirkungsstärke und -dauer diesbezüglicher Nachrichten in konventionellen Massenmedien und Sozialen Medien agentenbasiert modelliert (69). Mit Bezug auf klassische Printmedien wiesen Granner et al. (162) die Effekte professioneller Medienarbeit nach. In einer US-amerikanischen Region, in der kontinuierlich Kampagnen für Nahmobilität durchgeführt wurden, haben sich diese Themen auch deutlich häufiger in den Tageszeitungen wiedergefunden als in Vergleichsregionen. Chandra et al. (159) konnten dagegen in einer Social Media-Analyse Peer-Effekte nachweisen, d. h. die Nutzung von umweltfreundlichen Verkehrsmitteln von Studierenden, die dies mit Tweets dokumentieren, wurde von Kommiliton*innen nachgeahmt. Die Studierenden waren hier im Sinne des „Prosuming“ also gleichzeitig Konsument*innen und Produzent*innen von Nachrichten zu nachhaltiger Mobilität. Generell wurde in mehreren Studien, insbesondere in Bezug auf Social Media, die Bedeutung von 39 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Empfindungen und Emotionen betont, die bestimmten Verkehrsmitteln zugeschrieben werden (39, 65, 67, 70, 71, 158). Mit Blick auf das dritte „V“, die Verbesserung oder verträgliche Gestaltung des bestehenden, autoorientierten Verkehrssystems, ergab sich im Spiegel der Studien ein differenziertes und eher skeptisches Bild bzgl. der medialen Begleitung einer Transformation hin zu mehr Nachhaltigkeit (17, 33, 81, 115, 164, 167, 170, 172, 178). Deutlich wurde dabei die Bedeutung von Framing-Ansätzen, d. h. der Verknüpfung mit übergeordneten Diskursen, deren Ausrichtung sich im Zeitverlauf ändern kann. Während Melton et al. (170) in einer Analyse der Berichterstattung zu alternativen Brennstoffen in den USA die Kontingenz medialer Repräsentation betonten, da über 30 Jahre hinweg immer wieder andere Brennstoffe als ‚fuel du jour‘ (S. 1) bezeichnet wurden, zeigen Delshad et al. (115), dass die mediale Debatte zur Nutzung von Biokraftstoffen in den USA im Zeitraum von 1999 - 2008 von der Betonung der ökonomischen Risiken und in den 2010er Jahren dann von umwelt- und energiepolitischen Potentialen gekennzeichnet war. Schwedes et al. (81) dagegen haben die öffentlichen Debatten zur Förderung der Elektromobilität in den 1990er Jahren und ab 2007 miteinander verglichen. Sie stellen fest, dass es der Automobilindustrie im erstgenannten Zeitraum gelang, die Zukunftsfähigkeit der Verbrennertechnologie als diskursive Position zu behaupten, während sie nach der Renaissance des E-Mobilitäts-Themas versuchten, die Gegenposition – hier die Förderung elektrischer Antriebe – in ihre Diskursstrategie einzubinden und sich so gleichermaßen als wettbewerbsfähig und Vorreiter für nachhaltige Mobilität darzustellen (zur Integration der Gegenposition als Diskursstrategie vgl. Mattissek und Reuber (179)). Die Autor*innen kritisierten dabei, ähnlich wie auch Kallenbach (17), den Glaube an einen „technofix“, also die Lösung der aktuellen Verkehrsprobleme allein durch technologischen Fortschritt, wie er im medialen Diskurs deutlich wird. Sauter-Servaes (164) arbeitete darüber hinaus am Beispiel von Fahrberichten in großen Tageszeitungen heraus, dass die Status Quo-Orientierung in bestimmten diskursiven Arenen größer sein kann als in der Realität. So ist der Anteil an Besprechungen von Klein- und Kompaktwagen in diesen Zeitungen deutlich geringer als ihr Anteil an den Neuzulassungen. Offenbar orientiert sich die Berichterstattung hier nicht nur am Alltäglichen, sondern auch an den Träumen und Sehnsüchten bestimmter Zielgruppen, etwa in Form von vergleichsweise häufigen Rezensionen PS-starker Sportwagen und SUVs (vgl. auch Cluster Medien(bild)sprache). (2) Ein weiterer inhaltlicher und methodischer Schwerpunkt der Studien zum Nachhaltigkeitsdiskurs besteht in der Analyse von Zuschreibungen, Empfindungen und Bewertungen bzgl. umweltfreundlicher Verkehrsmittel. Insgesamt neun Studien, die meisten davon mit einem Fokus auf Social Media, führten Sentimentanalysen durch oder diskutieren dieses Vorgehen (39, 65, 67, 70, 71, 158, 166, 169, 175), eine voll- oder teilautomatisierte Auswertung von Begriffen und Attributen, die bestimmten, nachhaltigkeitsorientierten Verkehrsmitteln zugeschrieben werden. Im Rahmen dieser Analysen ermittelten etwa mehrere Studien (39, 71, 175) im Hinblick auf die mediale Darstellung des Fahrradfahrens und der Radverkehrsinfrastruktur eine Polarisierung, etwa zwischen einer mehrheitlich positiven Konnotation des Radverkehrs und vereinzelten negativen Zuschreibungen, etwa im Zusammenhang mit schlechtem Wetter oder Kriminalität. Eine derartige Kontrastierung beziehen Mogaji et al. (67) nicht nur auf Empfindungen, sondern erweitern sie auf Meinungen und Einstellungen, am Beispiel des Pendelns mit dem Zug in Großbritannien. Dieses Spannungsfeld sowie die Offenheit von Zuschreibungen und Empfindungen zeigte sich auch in der Studie von El-Diraby et al. (65) zur ÖPNV-Nutzung in Vancouver, anhand derer sie herausarbeiten, dass Zuschreibungen und Bewertungen nachhaltigkeitsorientierter Verkehrsmittel im Zeitverlauf und je nach gesellschaftlicher Gruppierung variieren können. Dass sich räumliche und soziale Segregation auch in der 40 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Nutzung, Wahrnehmung und Bedeutungszuschreibung unterschiedlicher ÖPNV-Angebote widerspiegeln kann, zeigen Risimati und Gumbo (166) anhand einer Social Media-Analyse zu den ÖPNV-Systemen Gautrain und Rea Vaya in Johannesburg. Mehrere Studien nutzten die Sentimentanalyse, meist als Kombination mit ‚Natural Language Processing‘ und ‚Data Mining‘Ansätzen, um die Ergebnisse aus konventionellen Erhebungstechniken wie Befragungen zu ergänzen und zu validieren, um so ein besseres Verständnis für Handlungserfordernisse und Planungsansätze zu erlangen (39, 70, 158). Diese Studien machen deutlich, dass es in Zeiten der Digitalisierung unserer Lebensweise nicht mehr ausreichend ist zu untersuchen, wie Alltagsmobilität in der Tageszeitung oder den TV-Nachrichten verhandelt wird, sondern dass breite Teile der Gesellschaft über Tweets, Posts, Ratings und Reviews das öffentliche Bild des Mobilitätsgeschehens entscheidend mitgestalten. Dabei werden Empfindungen und Bewertungen vergleichsweise ungefiltert und direkt wiedergegeben, d. h. Empfindungen, Gefühle und symbolische Zuschreibungen (vgl. auch Cluster Mediensprache) werden für das Verständnis von mobilitätsbezogenen Diskursen wie der Debatte um eine nachhaltigere Gestaltung der Alltagsmobilität immer wichtiger. (3) Ein dritter Themenstrang im Zusammenhang mit den nachhaltigkeitsorientierten Medienanalysen nimmt die Akteure, Prozesse und zeitlichen Verläufe der Verbreitung von Diskursen zu nachhaltiger Mobilität in den Blick. So stellten Gärling et al. (160) in ihrem Review fest, dass die langfristigen gesellschaftlichen Folgen des Verkehrs- und Mobilitätsgeschehens in den medialen Debatten unterrepräsentiert sind. Dabei identifizierten sie Forschungseinrichtungen, den Regierungsapparat, die Massenmedien, die Mobilitätsanbieter sowie Meinungsführer als die für den Diskursverlauf entscheidenden Akteure. Mit Verweis auf Winslott-Hiselius et al. (180) veranschaulichten sie am Beispiel der zunächst probeweisen Einführung der City-Maut in Stockholm, dass Diskussionen mit der Gewinnung von zusätzlichen Informationen und Daten versachlicht werden können und die Akzeptanz für progressive Maßnahmen so gesteigert werden kann, ein Phänomen, das etwa auch von der autofreien oder autoreduzierten Umgestaltung von öffentlichen Räumen und Innenstadtbereichen bekannt ist (181). Umgekehrt zeigte etwa Gregg Culver (26), dass lange Diskussions- und Planungsprozesse auch von oppositionellen Kräften genutzt werden können, um sich gegen eine nachhaltige Transformation der Mobilitätssysteme zu formieren. Nygrén et al. (163) kamen schließlich zu dem Ergebnis, dass komplexe, aber für die Transformation hin zu nachhaltigen Mobilitätssystemen wichtige Reformvorschläge wie eine CO2-basierte Steuerreform auch deshalb nicht zur Entfaltung kommen, weil Medien selten, unvollständig und unkritisch darüber berichten. Stattdessen wird oft eine medial gestützte Verfestigung automobiler Pfadabhängigkeiten festgestellt (172), etwa wenn sich die selbstverständliche Hegemonie des Automobils durch die Produkte und Werbung von Spielzeugherstellern bereits in die Mobilitätssozialisation von Kleinkindern einschreibt (165). Gleichzeitig können Interventionen wie der Bau einer leistungsfähigen ÖPNV-Verbindung (172) oder Gamification-Ansätze medial so unterstützt werden, dass Routinen hinterfragt, neue Erwartungen und Ansprüche geweckt und letztlich Lernprozesse und Bewusstseinswandel aktiviert werden. 2.4.4 Politische Färbungen in der medialen Verhandlung von Alltags- und Freizeitmobilitäten Ein weiteres Cluster der recherchierten Studien konstatiert ein politisches Spannungsfeld innerhalb der medialen Verhandlung von Alltags- und Freizeitmobilitäten (7, 8, 11, 13, 15, 24, 26, 55, 110, 113, 115, 132, 137, 163, 166, 172, 175, 178, 180, 182–192). Im Querschnitt dieser Studien zeigte sich, dass in mindestens dreierlei Hinsicht mit unterschiedlichen Politikbegriffen gearbeitet wird, i. indem Medien als Spiegel politischer Antagonismen zu verkehrsbezogenen Thematiken fungieren, ii. indem Medien selbst aktiv als politischer Akteur in Erscheinung treten 41 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht und iii. indem sie als Reproduktionsinstanz politischer Machtverhältnisse problematisiert werden. In allen drei Fällen wird – zumindest mittelbar – ein Einfluss auf die Verkehrsnachfrage gesehen. (1) In jenen Studien, in denen Medien als Echokammer politischer Antagonismen verkehrsbezogener Thematiken thematisiert wurden, wurden i. d. R. medial verhandelte gesellschaftliche Aushandlungsprozesse um die hierarchische Ordnung zwischen hegemonialen und subordinierten Verkehrssystemen in den Blick genommen. Hierbei standen meist die den jeweiligen Verkehrssystemen zugrundeliegenden Infrastrukturen und Verkehrsmittel im Fokus eines politischen Antagonismus, während die gewählten Medien als rein vermittelnde Kommunikatoren öffentlicher Meinungen verhandelt wurden. Zhipeng Zhou et al. (182) beispielsweise konzeptualisierten im Kontext der Entwicklung infrastruktureller Megaprojekte Medien als öffentliche Legitimationsinstanz und illustrierten am Beispiel der Entwicklung der Hongkong-Zhuhai-Macao-Brücke als längste Seebrücke der Welt mittels Sentimentanalyse von Textdaten auf der chinesischen Mikrobloggingplattform SINA Weibo eine geographische Stimmungspolarität. In einer anderen Studie untersuchte Gregg Culver (26) vor dem Hintergrund der Autozentriertheit der USA und den damit verbundenen Konfliktfeldern – der übermäßigen Ölnachfrage durch die Massenautomobilität, die damit verbundenen ökologischen Konsequenzen usw. – das politische Scheitern einer vielversprechenden Hochgeschwindigkeitsbahn-Initiative in Wisconsin. Mittels qualitativer Inhaltsanalysen von 474 Zeitungsartikeln aus dem Zeitraum zwischen 01.01.2009 bis 10.12.2010 aus elf regionalen und lokalen Tageszeitungen stellte Culver dar, wie die Gesamtlogik eines zunächst positiv intendierten Projekts im Laufe der Zeit mehr und mehr untergraben wurde und schließlich scheiterte. Andere Studien wiederum berücksichtigten Auswirkungen einzelner Medienberichte, in denen verkehrspolitischer Aktivismus innerhalb des Spannungsfeldes dominanter Automobilität und Alternativen (ÖPNV; Fahrrad, Füße) durch Medienberichterstattung Aufmerksamkeit erhält und planerisches Handeln auf lokalpolitischer Ebene anstoßen kann. Sören Groth et al. (13) beispielsweise analysieren auf mikropolitischer Ebene in Anlehnung an die theoretischen Überlegungen Michel de Certeaus zu Strategie und Taktik (193), wie lokale Berichterstattung zu einem interventionistisch angelegten, von Zufußgehenden ‚selbstgemalten’ Zebrastreifen auf einer Autofahrbahn im Frankfurter Westend im Sommer 2015 einen adaptiven Planungsakt des städtischen Verkehrsdezernats angestoßen hat, der wiederum den Konflikt zwischen Zufußgehenden und Autofahrer*innen vor Ort verstetigte. Jörg Potthast (15) untersucht im Hinblick auf den medial vermittelt schlechten Ruf des öffentlichen Verkehrs unter Berücksichtigung theoretischer Vorannahmen Albert Hirschmanns zu „Exit und Voice“ (194) mithilfe einer autoethnographisch angelegten Interaktionsanalyse im nordrhein-westfälischen Landkreis Siegen-Wittgenstein im Zeitraum von 2017 bis 2018, inwiefern sich (durchaus auch medial kommunizierte) Infrastrukturkritik, um wirksam zu sein, als elitäre Kritik neu erfinden musste. Schließlich wird in einer Reihe von Studien gezeigt, dass sich politische Antagonismen medial nicht nur im Spannungsfeld dominanter und rezessiver Verkehrssysteme vollziehen, sondern multidimensional verstanden werden sollten. Dies wurde verschiedentlich am Beispiel des emergenten Ride-Hailing, d. h. privater, plattformbasierter Taxiservices (z. B. Uber), erarbeitet. Suci Lestari Yuana et al. (183) beispielsweise analysierten im Zeitraum von 2015 bis 2019 anhand von öffentlich zugänglichen Medien (Nachrichtenartikel, Blogbeiträge, Unternehmenswebseiten) mithilfe einer dramaturgischen Analyse die diskursiven Inszenierungen kritischer Momente bei der konflikthaften Etablierung von Ride-HailingDiensten in Indonesien. Auf diese Weise konnten sie nicht nur illustrieren, wo, wann und wie 42 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Konflikte in den kritischen Momenten der Institutionalisierung ausgetragen wurden, sondern auch wie mediale Berichterstattung politische Antagonismen bei verkehrspolitischen Fragen sichtbar macht und damit den Druck auf die Notwendigkeit verkehrspolitischer Entscheidungsprozesse erhöht. In einem ähnlichen Ansatz untersuchten Gaele Lesteven und Sylvanie Godillon (24) medienanalytisch anhand lokaler Printmedien in den Städten Paris und Montreal im Zeitraum von 2014 bis 2016 die konflikthaften Kontroversen über den RideHailing-Anbieter Uber. Hierbei konstatierten sie eine Synchronität der Intensität lokaler Proteste auf der einen Seite und des Umfangs der Berichterstattung auf der anderen, die in Paris deutlich häufiger auftraten und gewalttätiger ausfielen. Peter Pelzer et al. (185) wiederum analysierten gescheiterte Strategien des Mobilitätsdienstleisters Uber, das niederländische Taxirecht zugunsten der eigenen unternehmerischen Interessen zu reformieren. Mittels der Kombination aus einer Medienanalyse in den Jahren 2014 und 2015 und Experteninterviews zeigten die Forscher*innen, dass ein inkohärentes strategisches Vorgehen des Unternehmens – im Kern: aggressive Anwendung der UberPop-Plattform und pragmatische Einforderung ihrer Legitimität – der widerständigen national etablierten Taxilobby sowie den Gemeinden Gelegenheit bot, den Status quo mit Unterstützung der nationalen Regierung zu verteidigen. (2) In den Studien, die Medien als politische Akteure bei der Gestaltung von Alltags- und Freizeitmobilitäten erfassten, werden diese nicht allein als ‚neutrale‘ gesellschaftliche Echokammer verhandelt; ihnen selbst wurde eine politisch orientierte, parteiische Funktion zugewiesen. Özgül Ardiç et al. (7, 8) beispielsweise analysierten die Rolle von niederländischen Nachrichtenmedien als politischer Akteur innerhalb eines Umsetzungsprozesses von konfliktiv verhandelten Mautmaßnahmen. Unter Berücksichtigung der konzeptionellen Annahme zur Objektivität in der Medienberichterstattung gemäß Jörgen Westerståhl (195) und mittels Inhaltsanalyse untersuchten die Forscher*innen die Rolle von fünf führenden nationalen Zeitungen in der Road Pricing-Debatte im Zeitraum von 1998 bis 2010. Auf dieser Grundlage konnten sie zeigen, dass Nachrichtenmedien keineswegs objektiv waren und sich ihrerseits als politischer Akteur in die niederländische Road Pricing-Debatte einbrachten. Ardiç et al. stellten darüber hinaus fest, dass alle Zeitungen in gleichem Maße gegen Westerståhls Objektivitätskriterien verstießen, zugleich unterschiedliche politische Positionen einnahmen und über den Untersuchungszeitraum hinweg tendenziell ihre Positionen beibehielten. Neben der Analyse medialer Positionen, antizipierten Forscher*innen auch die politische Ausrichtung unterschiedlicher Medien vorab und berücksichtigen vor diesem Hintergrund entsprechend unterschiedliche Medien mit unterschiedlichen politischen Positionen, um diskursive Richtungen verkehrspolitischer Thematiken erst erfassen zu können (11, 18–21). Beispielhaft lässt sich die Studie von Nazim Diehl und Can Diehl (11) anführen, die ihren Korpus an deutschsprachigen Zeitungsartikeln zur diskursanalytischen Auseinandersetzung mit dem autonomen Fahren so auswählten, dass sie mit Artikeln aus dem Spiegel, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Wirtschaftswoche sowohl linksliberale Positionen, konservative Positionen und auch wirtschaftsliberale Positionen zu diesem Themenfeld gleichermaßen einbezogen werden konnten. Ferner lässt sich diesbezüglich auch auf die von Lena WinslottHiselius et al. (180) publizierte Studie verweisen, in der die Forscher*innen neben der öffentlichen Haltung auch die mediale Haltung zur testweisen Einführung von Mautgebühren in Stockholm im Jahr 2006 analysierten. Damit nahmen die Forscher*innen eine politische Position der Medien – wenngleich in allgemeinerer Form – vorweg. Im Rahmen ihrer Medienanalyse im Pre-Post-Design konnten sie feststellen, dass sich im Zuge der Einführung der Maut eine Veränderung der medialen Positionen zu dieser ergeben habe, die wiederum mit ansteigend positiven Haltungen der Öffentlichkeit zur Maut korrespondierte. Die Forscher*innen leiteten daraus prominent ihren Appell für Testphasen und Experimente bei konflikthaften (verkehrs43 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht )politischen Entscheidungen ab, im Zuge dessen sich politische Positionen von Medien verändern können. (3) Schließlich problematisierten einige der recherchierten Studien Medien als per se politisch, wobei die verkehrspolitische Botschaft nicht immer unmittelbar erkennbar sei, d. h. im Subtext der medial transportierten Inhalte mitgeführt werde und herausgearbeitet werden könne, sobald ein Begriff vom Politischen vorhanden sei, der über das alltägliche, institutionalisierte Politikhandeln hinausgehe. Solche Studien beziehen sich u. a. auf die kritische Theorie der Frankfurter Schule (196), wonach Produkte der Kulturindustrie (Filme, Bücher, Musik) einen gesellschaftlichen Status Quo reproduzieren würden und etwa das Autofahren zum Naturzustand verklärt würde (55). Hiernach werde die i. d. R. ‚vorgelebte‘ normalisierte Autonutzung vom Publikum nicht als Problem wahrgenommen, weil sie am affirmativen Bewusstsein der Zuschauer*innen ansetzt das verantwortlich dafür ist, dass Alternativen unvorstellbar bleiben. Die Kulturindustrie verfestigt somit die hierarchischen Verkehrssysteme, indem sie das Auto als das „Normale“ oder gar „Erstrebenswerte“ reproduziert (siehe dazu auch die Ausführungen zur „Medien(bild)sprache“ in Kap. 4.1). 2.4.5 Neue Technologien & mögliche Zukünfte Das Cluster Neue Technologien & mögliche Zukünfte umfasst recherchierte Studien, in denen es um emergente technologische Entwicklungsprozesse geht, die mögliche Veränderungen in und an den bestehenden Verkehrssystemen anstoßen. Hier deutete sich eine Nähe zum Nachhaltigkeitscluster an, denn neue Antriebe könnten den Autoverkehr umweltverträglicher machen, autonome Fahrzeuge seine Effizienz und Sicherheit erhöhen und Sharing-Konzepte dem Prinzip des „Nutzen statt Besitzen“ zum Durchbruch verhelfen, d. h. zusammenfassend die Zahl der benötigten motorisierten Fahrzeuge deutlich reduzieren. Tanja Manders und Elke Klaasen (68) kamen jedoch nach einer Analyse von Zeitungsartikeln, Webauftritten und akademischen Artikeln zu dem Schluss, dass die Berichterstattung zu diesen oft als „Smart Mobility“ zusammengefassten Trends „seems to be about optimizations and maintaining the status quo rather than challenging it“ (S. 1), d. h. die Priorisierung von individueller und motorisierter Mobilität sowie des Ziels, Alltags- und Freizeitmobilitäten und zugrundeliegende Verkehrssysteme effizient und leistungsfähig zu gestalten, wurde hier oft nicht grundsätzlich in Frage gestellt. Berichterstattung, die diese Prinzipien grundsätzlich in Frage stellt, ist dagegen in der Minderheit. Das hier paradigmatisch dargestellte Muster, das Nebeneinander von bekannten Aspekten der Beschleunigung, der Effizienz und des wirtschaftlichen Wachstums einerseits und die Thematisierung von nachhaltigen und weniger autoorientierten Konzepten andererseits, findet sich auch in Medienanalysen zu zentralen Zukunftstechnologien, d. h. i. SharingAngeboten, ii. Elektrifizierung der Antriebe, iii. autonomen Fahrzeugkonzepten sowie iv. Digitalisierung des Status-Quo: (1) In Studien, die sich der medialen Darstellung von Sharing Mobilities widmen (41, 73–76, 78, 80, 94, 183, 197, 198), dominierten in unserem Korpus inhaltlich ausdifferenzierte Arbeiten zu einzelnen Sharingangeboten, z. B. Bikesharing (41, 75, 76, 94, 175, 176), E-Scooter-Angeboten (12, 82–84) sowie Carsharing- und Ridesharing-Angeboten (74, 77, 79, 132, 177, 199, 200). Auffällig war zudem die häufige Thematisierung von Social Media, etwa als MarketingInstrument (80, 197) oder zur Gewährleistung von Sicherheitsfragen im Zusammenhang verschiedener Sharing-Angebote (73, 74, 84, 132). Ferner konstatierten Forscher*innen, dass die meisten Sharing-Angebote im Hinblick auf ökologisch-nachhaltige Kriterien weitgehend positiv besprochen werden und dahingehend erstmal einen guten Ruf genießen (175, 176). Hinsichtlich der Frage, inwiefern sich in der medialen Verhandlung von Sharing Mobilities Anzeichen einer Transformation weg von privater Automobilität abzeichnen, existieren jedoch eine Reihe 44 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht kritischer Studien innerhalb des Korpus. Hervorzuheben sind zunächst die Studien von Gail Jennings (94) sowie von Justin Spinney und Wen-I Lin (76): Jennings stellte in ihrer Aufarbeitung der medialen Begleitung der Einführung eines Bikesharing-Systems in Kapstadt fest, dass entgegen offizieller Verlautbarungen der Stadtregierung weniger das Ziel verfolgt wurde, ein sozial inklusives Mobilitätsangebot für alle Bürgerinnen und Bürger zu entwickeln, sondern das neue Mobilitätsangebot eher als Asset im internationalen Städtewettbewerb zu inszenieren. Ähnlich argumentierten Spinney und Lin (76) am Beispiel des Markteintritts von Mobike in Shanghai auf Basis von Interviews und einer Medienanalyse, dass hier marktwirtschaftliche Interessen wie die Generierung und Vermarktung von Nutzungsdaten und die Minimierung von Betriebs- und Wartungskosten im Vordergrund standen und soziale oder ökologische Ziele trotz des auf das Teilen von Mobilitätsressourcen ausgerichteten Mobilitätskonzepts nicht im Mittelpunkt standen. Ferner bestätigten und vertieften Studien, die Social Media-Inhalte analysieren, ambivalente Userperspektiven: Eine von David Duran-Rodas et al. (41) durchgeführte Analyse von ca. 12.000 weltweit veröffentlichten Tweets zu Bikesharing-Systemen identifiziert zwar positive Zuschreibungen wie „bequem“, „hochwertig“ und „nachhaltig“, bestätigt aber auch negative Wahrnehmungen etwa zur räumlich und sozial ungleichen Verteilung dieser Angebote. In einer weiteren von Eun Jin Shin (176) publizierten Studie wurden Yelp-Reviews im Zeitraum von 2010 bis 2018 in Bezug auf Fahrradverleihsysteme in New York, Washington, D.C. und Chicago mit Blick auf Beschwerdefaktoren analysiert. Die Arbeit zeigte, dass – wenngleich sich die Kritikpunkte räumlich und zeitlich ausdifferenzieren – vor allem Leihfahrradqualitäten, -zustände und Servicestrukturen problematisch gesehen wurden, was einer Breitennutzung der Angebote auch mit Blick auf die Zukunft entgegenstehen dürfte. Schließlich kann noch die Studie von Angela Pratt et al. (199) aus psychologischer Perspektive angeführt werden, in der in Bezug auf die Ridehailingdienste UberPool und Lyft Shared / Lyft Line mehr als 2000 Online-Kommentare („Tweets“) auf der Mikrobloggingplattform Twitter im Hinblick auf die mit den Mitreisenden verbundenen Gefühle ausgewertet wurden. Die Forscher*innen kamen zu dem Ergebnis, dass negative Tweets zu den Mitfahrenden positive Tweets überwiegen; die meisten Tweets über andere Fahrgäste aber vor allem humorvolle Bemerkungen über deren Gespräche, deren Verhalten und Interaktionen mit dem User beinhalten. Pratt et al. sehen darin ein entscheidendes Subgenre des öffentlichen Diskurses über Ride-Hailing, das darauf hindeutet, dass Sharing-Praktiken zu einer Bereicherung des kulturellen Erfahrungstausches führen können. (2) Die Studien zur Elektromobilität in unserem Textkorpus (12, 20, 21, 81, 201) stellten den Umgang öffentlicher und privatwirtschaftlicher Akteure mit elektromobilen Angeboten in den Mittelpunkt ihrer Analysen. Niklas Kühl et al. (201) zeigten in einem analytischen Vergleich deutscher Twitter-Kommentare und wissenschaftlicher Besprechung von Elektromobilität, dass sich die aus der Literaturabfrage abgeleiteten Bedürfnisse signifikant von jenen der Tweets unterscheidet: Während in der wissenschaftlichen Literatur primär preisbezogene und fahrzeugbezogene Anforderungen zum Thema gemacht werden, problematisieren User hingegen viel stärker die mit der Elektromobilität verbundenen ladebezogenen Konfliktfelder. Die Forscher*innen konstatierten, dass sich daraus explizite Handlungsanweisungen für Stakeholder und politische Entscheidungsträger ableiten ließen, die die Akzeptanz von Elektromobilität erhöhen könnten. In von Katharina Seuser (20, 21) federführend publizierten Studien wurden mittels Medienanalyse zu E-Bikes in ähnlicher Weise Divergenzen ermittelt, wonach Elektrofahrräder von Anwenderinnen und Anwendern sowie von der Presse deutlich positiver bewertet werden als von Vertreterinnen und Vertretern der Interessensverbände sowie aus Wissenschaft und Forschung. Auch Stefan Gössling (12) stellt in seiner Untersuchung zu E-Scootern, in die er 173 Medienbeiträge einbezieht, fest, dass die meisten Stadtregierungen 45 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht diesem neuen Mobilitätsangebot mit einer „trial and error“-Strategie begegnen. Um E-Scooter zu einem Bestandteil der Verkehrswende zu machen, sei aber eine zielorientierte Regulierung notwendig. Schließlich kamen Oliver Schwedes et al. (81) zu dem Ergebnis, dass sich der Umgang der Automobilindustrie mit Elektromotoren als alternativer Antriebsmöglichkeit im Zeitverlauf verändert habe: Während es ihr in den 1990er Jahren noch gelang, diese Technologie als wenig zukunftsfähig abzuweisen, hat sie Elektromobilität seit den 2010er Jahren in ihre Diskurs- und Marktstrategien integriert. Dieser kurze Überblick zeigt, dass sich Auffassungen und diskursive Positionen zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Akteuren unterscheiden und sich im Zeitverlauf verändern können. (3) In unserem Korpus beschäftigten sich mehrere Studien mit der medialen Darstellung autonomen Fahrens (11, 50, 86, 87, 198, 198, 202–204). Diese Studien gingen der Frage nach, inwiefern die mediale Darstellung dieser Technologie ihrer Akzeptanz zu- oder abträglich ist. Nazim Diehl und Cem Diehl (11) kommen diesbezüglich zu dem Schluss, dass es bis zu einer „gesamtgesellschaftlichen Akzeptanz autonomer Fahrsysteme in Pkw“ noch „ein weiter Weg“ (S. 325) ist. Subasish Das et al. (50) und Huiying Du et al. (87) stellten übereinstimmend fest, dass Sicherheit und Vertrauen in die neue Technologie zentrale Kategorien des medialen Diskurses sind. Du et al. (86) fanden zudem heraus, dass die Art der medialen Berichterstattung das Selbstvertrauen bzgl. der Nutzung autonomer Fahrsysteme sowie die subjektive Norm bzgl. dieser Technologie beeinflussen kann. Chaiwoo Lee et al. (198) stellten darüber hinaus fest, dass die aktuelle Fahrzeugnutzung und die Art und Anzahl der genutzten Medien Einfluss auf die Akzeptanz und Offenheit gegenüber autonomen Fahrsystemen haben. (4) Eine weitere Gruppe von Artikeln in diesem Cluster zu neuen Technologien und möglichen Zukünften analysierte Social Media-Aktivitäten von Verkehrsteilnehmenden (23, 35, 45, 66, 151, 174, 205–207) und nahm dabei insofern eine Sonderstellung ein, als dass die Posts und Tweets nicht dahingehend untersucht wurden, wie sie Alltagsmobilität darstellen, sondern um das Verkehrsgeschehen, etwa auf Autobahnen (23, 35, 45, 151) oder in U-Bahn-Systemen (66), exakt und schnell erfassen, vorhersagen und ggf. steuern zu können (208, 209). Hierzu werden Machine Learning (23, 151) und Algorithmen zur Ermittlung und Klassifikation von Verkehrsströmen und verkehrsbezogenen Ereignissen wie Staus und Unfällen verwendet (151). Zur Validierung wurden die automatisiert erfassten Daten mit Verkehrsnachrichten in Tageszeitungen (23) und den Angaben zum Verkehrsaufkommen auf Google Maps (35) abgeglichen. Langfristig wird beabsichtigt, diese Art der Verkehrsdatenerfassung und verarbeitung so optimieren zu können, dass sie kostspielige Techniken wie sensorengestützte Verkehrszählungen ersetzen (23). Wieder werden also Verkehrsteilnehmende und Konsument*innen von Mobilitätsangeboten zu Produzent*innen und Vermittler*innen von verkehrsbezogenen Informationen. 2.5 Schlussfolgerungen, Forschungsbedarf und Handlungspotenziale Ziel des vorliegenden Teilkapitels war die Erschließung des aktuellen Forschungsstandes zur medialen Verhandlung von Alltags- und Freizeitmobilitäten mithilfe etablierter Verfahren einer systematischen Literaturanalyse. Für die Ausarbeitung des Teilkapitels waren die Forschungsfragen handlungsleitend, wie Formen von Alltags- und Freizeitmobilitäten nach jetzigem Stand der Forschung medial verhandelt werden und inwieweit die in den Studien gemachten Beobachtungen mögliche Entwicklungen hin zu einer umweltorientierten Verkehrsnachfrage widerspiegeln. Die 190 in den beiden Literaturdatenbanken um Transportation Research International Documentation (TRID) und Google Scholar recherchierten Studien sind überwiegend in international referierten Fachzeitschriften in englischer Sprache publiziert worden und beziehen sich meist auf Untersuchungskontexte im Globalen Norden. Aus 46 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht den gewonnenen Erkenntnissen lassen sich wichtige Hinweise für die Medienanalyse in Kap. 2 und Expert*inneninterviews in Kap. 3 ableiten. Unter Berücksichtigung der Forschungsfragen konnten die recherchierten Studien mittels eines heuristischen Segmentierungsansatzes nach inhaltlichen Themenschwerpunkten in fünf (nicht trennscharfe) Cluster eingeteilt werden und lassen sich nun nochmal wie folgt zusammenfassen: i. Die recherchierten Studien im Cluster Medien(bild)sprachen konzentrierten sich auf den medialen Transport von Normen und Symboliken, mit denen Verkehrsmittel innerhalb der unterschiedlichen Medienformate verknüpft und aufgeladen werden und die performativ wirksam Eingang in subjektive Bewertungsprozesse von Verkehrsmittelnutzungen des Publikums finden und daher das alltägliche Mobilitätshandeln der Menschen beeinflussen. In diesen Studien, die überwiegend aus den Sozial- und Kulturwissenschaften stammen, wurde deutlich, dass vor allem das private Auto als ‚normales‘ Verkehrsmittel stilisiert, mit positiven symbolischemotionalen Dimensionen der Alltagsmobilität verknüpft oder im Falle der Kritik oft deproblematisiert wird. ii. Die recherchierten Studien im Cluster Verkehrs(un)sicherheiten konzentrierten sich auf unterschiedliche Aspekte des medialen Umgangs mit Verkehrsrisiken, Verkehrssicherheiten, Unfällen o. Ä., wobei sie einerseits Medien (vor allem soziale Medien) als wichtige Verkehrserziehungsinstanz identifizierten, andererseits als negative Vorbildinstanzen für Verkehrsunsicherheiten problematisierten. In diesen normativ angelegten Arbeiten, die überwiegend aus der Gesundheitsforschung stammen, wurden überwiegend medienbezogene Maßnahmenoptionen abgeleitet, die darauf abzielen, den Straßenverkehr systemimmanent sicherer zu gestalten. iii. In dem Cluster zu Nachhaltigkeitstrends findet sich eine Reihe von Studien, die auf unterschiedliche Weise die mediale Verhandlung von nachhaltigen Formen der Alltagsund Freizeitmobilität untersuchten. Hierbei werden i. die medial verhandelten Formen nachhaltiger Mobilität in Anlehnung an eines der 3V`s (Vermeidung, Verlagerung und verträgliche Gestaltung) untersucht, ii. mediale Zuschreibungen, Empfindungen und Bewertungen bzgl. umweltfreundlicher Verkehrsmittel erfasst und iii. allgemeiner Akteure, Prozesse und zeitliche Verläufe der Verbreitung von Diskursen zu nachhaltiger Mobilität analysiert. iv. Die Studien im Cluster Mediale Verkehrspolitik stellen auf unterschiedliche Weise die entsprechend unterschiedlichen politischen Färbungen im Kontext der Verhandlung von Alltags- und Freizeitmobilität in Medien heraus, wonach Medien etwa als Echokammer eines verkehrspolitischen Widerstreits oder auch als politisch aktive Akteure verkehrspolitische Entscheidungen beeinflussen. In diesen Studien zeigte sich einerseits, dass je größer verkehrspolitische Projekte sind, desto stärker werden sie im Laufe der medialen Verhandlung von einer mächtigen Automobillobby vereinnahmt. Andererseits zeigte sich, dass auch die mediale Verhandlung von mikropolitischen Aktivitäten progressive verkehrspolitische und -planerische Entscheidungen beeinflussen können. Nicht zuletzt konstatierten einige wenige Studien den per se politischen Charakter der Kulturindustrie, der über jedes mediale Produkt (Film, Buch, Musik) eine politische Botschaft transportiere und hier i. d. R. den hegemonialen Status Quo reproduziere. v. Im Cluster Neue Technologien & mögliche Zukünfte finden sich jene Studien, in denen die mediale Verhandlung eines möglicherweise transzendenten Einflusses neuer Technologien auf die heutigen hierarchischen Verkehrsstrukturen mit dem privaten Auto als dominant genutztes Verkehrsmittel analysiert werden. Die Nutzung von 47 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Sharing-Angeboten und Elektromobilität wurde hierbei medial mit einer positiven Konnotation belegt. Der Nutzung von autonomen Fahrzeugen unterliegen diskursiv kritischen Strukturen. Es wurde deutlich, dass über alle fünf Cluster hinweg ein in den Medien vorhandenes Muster zu erkennen ist, dass einerseits die Persistenz privater Automobilität als vorherrschendes Verkehrssystem und Verkehrsmittel reproduziert, andererseits aber auch erste Risse in dieser Dominanten durch die mediale Vermittlung von umweltorientierten Alternativen (Multimodalität, Fahrrad, Sharing, Elektromobilität) naheliegend scheinen. Für die im Nachgang zur Aufarbeitung des Forschungsstandes durchzuführende Medienanalyse und die Expert*inneninterviews, lassen sich vier potenzielle Vertiefungen konstatieren: Traditionelles Fernsehen vs. Streaming? Junge Erwachsene spielen als Zielgruppe in der Forschung zu Alltags- und Freizeitmobilitäten in den Medien eine bedeutende Rolle, weil bei ihnen entsprechend beängstigende Verkehrssozialisationseffekte erwartet werden. Das betrifft vor allem den Einfluss von Film und Fernsehen in den Unterhaltungsmedien, in denen spezifisch Formen der Autoorientierung ‚vorgelebt‘ und damit ‚normalisiert‘ werden. Allerdings wird derzeit auch eine Verlagerung des jungen Publikums auf Streamingdienste (z. B. Amazon Prime oder Netflix) vermutet, in denen immer wieder neue Erzählformen über wechselnde Plots und Serien erprobt werden und die sich von traditionellen Ausstrahlungsformaten unterscheiden. Wissenschaftliche Analysen zur medialen Darstellung von Mobilität in Angeboten der Streaming-Dienste liegen bisher kaum vor. Soziale Medien als Vorbilder für eine progressive Medien(bild)sprache (Best Practices)? Viele der recherchierten Studien konstatierten eine kreative Vielfalt an neuen Medien(bild)sprachen in sozialen Medien, die durch Prosuming, also die aktive Teilnahme von jedermann und jederfrau am öffentlichen Diskurs, noch verstärkt wird. In der Forschung kaum berücksichtigt ist die Frage, inwieweit gegenüber den konventionellen Formen der Medienberichterstattung hier neue progressive Ausdrucksformen erarbeitet wurden, die das Potenzial haben, traditionelle Medien(bild)sprachen abzulösen. So wurde beispielsweise von der Forschung festgestellt, dass in den traditionellen Informationsmedien zur Unfallberichterstattung die Rolle des Automobils i. d. R. de-problematisiert werde, wofür es in (Micro-)Blogging-Formaten wie Twitter Alternativen gibt. Symbolisch-emotionale Bedeutungszuschreibungen von Pkw-Alternativen unbekannt! Die Medien(bild)sprache zum privaten Automobil wurde im Hinblick auf entsprechend symbolischemotionale Bedeutungszuschreibungen vor allem unter Berücksichtigung von Unterhaltungsmedien analysiert: So wird das private Auto in der Medien(bild)sprache nicht nur als ‚normales‘ Verkehrsmittel der Gesellschaft stilisiert (durch die i. d. R. selbstverständliche Autonutzung der Protagonisten), sondern auch mit positiven symbolisch-emotionalen Bedeutungszuschreibungen belegt (etwa durch das Heldentum in Film, Fernsehen, Blockbustern, Musikvideos usw.). Zwar zeigten erste Studien seit einigen Jahren auch eine Zunahme positiver Storylines von Pkw-Alternativen, allerdings wurde bislang so gut wie gar nicht untersucht, mit welchen symbolisch-emotionalen Dimensionen von Mobilität andere Verkehrsmittel wie zum Beispiel das Fahrrad oder der ÖPNV in vor allem Unterhaltungsmedien belegt werden und inwiefern diese als Ausnahmen konzeptualisiert sind. Hierzu besteht vertiefender Forschungsbedarf, insbesondere hinsichtlich der Strategien und Konzepte, mit denen entsprechend emotionalisierte Medienarbeit die Verkehrswende voranbringen kann. Aktivistisch gefärbte Forschungsbeiträge können bei der Suche einbezogen werden, wie Alternativen zum Automobil positiv inszeniert und emotional aufgeladen werden können (210, 211). 48 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Progressive Verkehrsmittelnutzungen im Film? In den Studien, die dem Cluster ‚Politische Färbungen medial verhandelter Formen der Alltags- und Freizeitmobilitäten‘ zugeordnet wurden, wird mitunter konstatiert, dass die Kulturindustrie und damit auch die Unterhaltungsmedien i. d. R. den autoorientierten Status Quo reproduzieren, ohne dass Zuschauer*innen dies hinterfragen. Hierzu konnte mithilfe der Medienexpert*innen herausgearbeitet werden, wie Filme progressive Fortbewegungsformen vorleben können (vgl. Kap. 4). 49 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht 3 Medienanalyse 3.1 Ausgangslage und Forschungsfragen Ausgehend von den Ergebnissen der Literaturanalyse wurde anhand von Unterhaltungsformaten eine medienwissenschaftliche Analyse durchgeführt. Ziel war es, einen exemplarischen Überblick der aktuellen Darstellung von Mobilitätsverhalten in deutschsprachigen Produktionen zu erhalten. Der Fokus wurde auf Unterhaltungsformate gelegt, weil diese in bisherigen Medienanalysen unterrepräsentiert sind (vgl. Kap. 2). Die Darstellung von Verkehrsthemen in den Medien spiegelt nicht nur die Einstellungen und das Verhalten in der Gesellschaft wider, sie prägt diese auch. Daher ist anzunehmen, dass die (positive) Darstellung und Rezeption von nachhaltigen Mobilitätskonzepten eine zentrale Voraussetzung für das Modelllernen – also Lernvorgänge, die auf der Beobachtung des Verhaltens von menschlichen Vorbildern beruhen – und eine Veränderung von Mobilitätsverhalten sowie Verkehrsmittelnutzung ist (212). Im Fokus der Medienanalyse standen insbesondere folgende Fragestellungen: ► Welche Rolle spielen das Auto und andere Fortbewegungsmittel, die dem motorisierten Individualverkehr zuzurechnen sind? ► Werden nachhaltige(re) Fortbewegungsmittel wie beispielsweise das zu Fuß gehen, das Fahrrad, der ÖPNV, Sharing-Dienste oder Mikromobilität in den Formaten gezeigt? ► Mit welcher Konnotation – positiv wie negativ – wird das gezeigte Mobilitätsverhalten jeweils belegt? ► Besteht ein Zusammenhang des gezeigten Mobilitätsverhaltens mit Parametern wie der geografischen Verortung des Geschehens, dem Zweck der Fortbewegung oder dem Geschlecht der Akteur*innen? 3.2 Methodik Um die Darstellung von Mobilitätsverhalten in aktuellen deutschsprachigen Unterhaltungsformaten exemplarisch überblicken zu können, erfolgte im ersten Schritt die Auswahl von fünf prototypischen Formaten (Kap. 3.3). Dafür wurden ausschließlich Produktionen aus Deutschland berücksichtigt. Folgende Auswahlkriterien fanden Anwendung: ► In Relation zum Format eine hohe Reichweite bzw. Bekanntheit ► Über alle Formate betrachtet ein breites Spektrum an Zielgruppen (Alter und Geschlecht) ► Verschiedene Kanäle, d. h. lineares Fernsehen, Streamingdienste und Videoplattformen ► Verschiedene Programmierungen, d. h. die Fernsehformate decken das Nachmittags- und Abendprogramm ab, ebenso tägliche und wöchentliche Ausstrahlungen. Auf On-DemandKanälen fanden Formate Berücksichtigung, die ganzjährig neue Inhalte veröffentlichen, aber auch solche, die i. d. R. einmal im Jahr in Form von Staffeln fortgesetzt werden. ► Bei der Auswahl der Unterhaltungsformate wurde zudem der grundlegende Wandel in der Mediennutzung – weg vom linearen Rundfunk, hin zu nicht-linearen Online-Kanälen – in allen Zielgruppen sowie die zunehmende Medienkonvergenz beachtet (213). 50 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Im Anschluss an die Auswahl der Unterhaltungsformate wurde über einen Zeitraum von vier Wochen – von Januar bis Februar 2021 – eine medienwissenschaftlich basierte Dokumentenanalyse durchgeführt. Für die Analyse wurden alle Ausstrahlungen der linearen Fernsehformate im Untersuchungszeitraum betrachtet. Von den nicht-linearen Formaten wurden im Untersuchungszeitraum keine neuen Episoden veröffentlicht und daher jeweils vier ältere Episoden analysiert. Erkenntnisse aus der Analyse flossen in Expert*inneninterviews (Kap. 4) ein. Für die Medienanalyse wurde eine Codierungsvorlage genutzt, in der für jede betrachtete Szene verschiedene quantitative Parameter erfasst wurden: ► Fortbewegungsmittel Über die Erfassung einer großen Zahl an Fortbewegungsmitteln wurde eine objektive Kategorisierung des Mobilitätsverhaltens angestrebt. Codiert wurden insgesamt 25 mögliche Fortbewegungsmittel: Boot, E-Fahrrad, E-Lkw, E-Motorrad, E-Motorroller, E-Pkw, E-Scooter, Fahrrad, Fernbus, Fernzug, Flugzeug, Helikopter, Lkw, Motorrad, Motorroller, Pkw, S-Bahn, Schiff, Scooter, Stadtbus, Straßenbahn, Taxi, U-Bahn, das zu Fuß gehen und sonstige Fortbewegungsmittel. ► Gebietstyp Da die geografische Verortung – urban oder ländlich – einen entscheidenden Einfluss auf das Mobilitätsverhalten hat (214), erfolgte die Erfassung des jeweiligen Gebietstypen, in dem eine Szene stattfand. Konnte der Gebietstyp nicht eindeutig identifiziert werden oder wurde lediglich über Mobilitätsverhalten gesprochen, wurde mit „Unbekannt/Nicht anwendbar“ codiert. ► Fortbewegungszweck Die Erfassung des Fortbewegungszwecks sollte eine klare Einordnung des gezeigten Mobilitätsverhaltens in den menschlichen Alltag ermöglichen. Damit kann etwa ein Szenario sichtbar gemacht werden, in dem Akteur*innen beruflich einen Dienst-Pkw nutzen müssen, privat allerdings das Fahrrad bevorzugen. Codiert wurden fünf Zwecke: Berufliche Wege, Freizeitaktivitäten, Pendeln, private Wege – beispielsweise Einkäufe oder Behördengänge – und Urlaubsreisen. Konnte der Fortbewegungszweck nicht eindeutig identifiziert werden oder wurde lediglich über Mobilitätsverhalten gesprochen, wurde mit „Unbekannt/Nicht anwendbar“ codiert. ► Verkehrsart Insbesondere die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln und Sharing-Diensten kann den Ressourcenverbrauch reduzieren und den Umwelteinfluss von Mobilitätsverhalten maßgeblich verbessern. Vor diesem Hintergrund wurden die erfassten Fortbewegungen verschiedenen Verkehrsarten zugeordnet. Codiert wurden sechs Arten: motorisierter Individualverkehr, motorisierter Individualverkehr (Shared), nicht-motorisierter Individualverkehr, nicht-motorisierter Individualverkehr (Shared), öffentlicher Fernverkehr und öffentlicher Nahverkehr. Konnte die Verkehrsart nicht eindeutig identifiziert werden oder wurde lediglich über Mobilitätsverhalten gesprochen, wurde mit „Unbekannt/Nicht anwendbar“ codiert. ► Geschlecht der Akteur*innen Um mögliche Korrelationen zwischen dem Geschlecht der Akteur*innen und dem gezeigten bzw. besprochenen Mobilitätsverhalten ermitteln zu können, wurde codiert, ob die Akteur*innen männlich, weiblich, divers oder Teil einer gemischten Gruppe sind. 51 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht ► Sentiment In Bezug auf das gezeigte bzw. besprochene Mobilitätsverhalten wurde codiert, ob die Akteur*innen dem jeweiligen Fortbewegungsmittel positiv, negativ oder neutral gegenüberstehen. Konnte das Sentiment nicht eindeutig identifiziert werden, wurde mit „Unbekannt/Nicht anwendbar“ codiert. Über die quantitativen Parameter hinaus erfolgte je Szene eine kurze Inhaltsbeschreibung und Verschlagwortung. Die codierten Vorlagen für alle untersuchten Formate können in Anhang A eingesehen werden. 3.2.1 Nachhaltigkeitsscore Der Nachhaltigkeitsscore quantifiziert je Szene nachhaltiges bzw. nicht nachhaltiges Mobilitätsverhalten. Der Score wird aus dem jeweils genutzten Fortbewegungsmittel und – sofern anwendbar – dem Sentiment der Akteur*innen in diesem Zusammenhang gebildet. Der Nachhaltigkeitsscore kann dabei je Szene Werte zwischen -2 bis +2 annehmen. Der höchste Score wurde vergeben, wenn ein positives Sentiment in Verbindung mit einem umweltfreundlichen Fortbewegungsmittel codiert wurde. Der niedrigste Score wurde hingegen vergeben, wenn ein positives Sentiment in Verbindung mit einem nicht umweltfreundlichen Fortbewegungsmittel erfasst wurde. Im Folgenden wird der Score beispielhaft anhand zwei fiktiver Szenen des analysierten Formats Tatort erläutert. ► In einer Szene fahren zwei Kommissar*innen nach Dienstende mit ihrem Pkw eine Landstraße entlang. Das Geräusch des aufheulenden Motors und die verkehrsarme Straße stimmen die Beiden ausgelassen und fröhlich. Diese Freude wird auch verbal geäußert. ⚫ Ein nicht umweltfreundliches Fortbewegungsmittel in Verbindung mit einem positiven Sentiment liegt vor. Es wird ein Score von -2 vergeben. ► In einer anderen Szene ist ein Kommissar mit dem Fahrrad im Dienst unterwegs. Er kann so einen Verkehrsstau umfahren und ist schnell am Tatort. Seine Kollegin, die später mit dem Dienstwagen ankommt, weist er darauf fröhlich hin. ⚫ Ein umweltfreundliches Fortbewegungsmittel in Verbindung mit einem positiven Sentiment liegt vor. Es wird ein Score von +2 vergeben. Die Nachhaltigkeitsscores wurden nach der Codierung je Format addiert, durch die Zahl der analysierten Szenen mit Mobilitätsbezug geteilt und miteinander verrechnet. Die so ermittelte Kennzahl gibt Auskunft über das Verhältnis von nachhaltigem und nicht nachhaltigem Mobilitätsverhalten in den einzelnen Formaten. 3.2.2 Durchführung von Pretests Um die Reliabilität und Validität der Codiervorlage zu testen, wurde im Vorfeld der Inhaltsanalyse ein Pretest mit je zwei Codierenden durchgeführt. Hierfür wurden Episoden der untersuchten Formate ausgewählt, welche nicht Bestandteil des Untersuchungsmaterials waren. Im Ergebnis des Pretests zeigte sich eine zufriedenstellende Validität des Erhebungsinstruments. Einige Unsicherheiten ergaben sich in Bezug auf die IntercoderReliabilität. Daher wurden die Codieranweisungen konkretisiert sowie bei Unsicherheiten auf die Codieroption "Unbekannt/Nicht anwendbar" verwiesen, um eine nachvollziehbare und einheitliche Codierung zu gewährleisten. 52 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht 3.3 Ausgewählte Medienformate Die fünf Unterhaltungsformate Die Rosenheim-Cops, Ehrenpflaume, How to Sell Drugs Online (Fast), Köln 50667 und Tatort wurden nach Abstimmung mit dem Auftraggeber für die medienwissenschaftliche Analyse ausgewählt. Die anderen aufgelisteten Formate waren in der engeren Auswahl. Die Einschätzung zur Eignung des jeweiligen Formats für die Analyse kann der letzten Tabellenspalte entnommen werden. Tabelle 1: Übersicht zu den vorausgewählten Medienformaten Die RosenheimCops (ZDF) Medium Format Hauptzielgruppe Reichweite Programmierung Eignung für Medienanalyse Lineares Fernsehen Fiktive Serie (Comedy) Männer über 50 Jahre 4,4 Millionen Neue Folgen dienstags um 19:25 Uhr In Die Rosenheim-Cops werden Kriminalfälle rund um Rosenheim von zwei Partnern gelöst, deren unterschiedliche Charakter Spannungen erzeugen. Aufgrund ihrer großen Reichweite, unterschiedlicher Programmierung und verschiedenen Standorten innerhalb der Stadt eignet sich die Serie gut für die Medienanalyse. Wiederholungen wochentags um 16:10 Uhr Der Bergdoktor (ZDF) Lineares Fernsehen Fiktive Serie (Krankenhaus) Männer und Frauen über 50 Jahre 53 6,4 Millionen Donnerstags um 20:15 Uhr In Der Bergdoktor erlebt ein Arzt in der alpinen Region Ellmau zahlreiche dramatische Alltagssituationen und zwischenmenschliche Konflikte. Trotz hoher Reichweite bietet diese Serie anhand der Hauptkulissen Krankenhaus und Natur wenig Analysemöglichkeiten hinsichtlich Mobilität. TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Medium Format Hauptzielgruppe Reichweite Programmierung Eignung für Medienanalyse Köln 50667 (RTL 2) Lineares Fernsehen Lineares Fernsehen Männer und Frauen zwischen 14 und 29 Jahren und über 50 Jahre 0,5 Millionen Wochentags um 18:05 Uhr Diese Serie handelt von Alltagsproblemen in einer Bargemeinschaft. In jeder Folge steht ein anderer Charakter im Fokus. Köln 50667 bietet eine Vielfalt an Schauplätzen und Repräsentationen verschiedener sozialer Milieus. Der ReportageStil des Reality-SeifenoperFormats und die kommentierenden Interviews liefern darüber hinaus weitere Ansätze für die Medienanalyse. Unter uns (RTL) Lineares Fernsehen Lineares Fernsehen Männer und Frauen über 50 Jahre 1 Million Wochentags um 17:30 Uhr Unter uns thematisiert das Leben einer Familie, deren Bäckerei zentraler Handlungsort ist. Zwar bietet die Serie viele Berührungspunkte mit Mobilität, hat jedoch in den vergangenen Jahren deutlich an Zuschauern eingebüßt. Zudem wäre die ältere Zielgruppe mit Die Rosenheim-Cops bereits abgedeckt. Tatort (ARD) Lineares Fernsehen Lineares Fernsehen Männer und Frauen ab 30 Jahren 12,9 Millionen Sonntags um 20:15 Uhr Mit einer enormen Reichweite, breiten Zielgruppe und Vielfalt an Schauplätzen in verschiedenen Städten bietet die Primetime-Krimiserie Tatort eine optimale Grundlage für die Medienanalyse. 54 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Medium Format Hauptzielgruppe Reichweite Programmierung Eignung für Medienanalyse How to Sell Drugs Online (Fast) (Netflix) Streamingdienst Streamingdienst Männer zwischen 16 und 22 Jahren 3,8 Millionen On-Demand In einem der wenigen deutschsprachigen Streamingformate steht ein Schüler im Mittelpunkt, der von seinem Kinderzimmer aus ein Online-Drogenimperium errichtet. Eine junge Zielgruppe, hohe Reichweite und der Coming-of-Age-Hintergrund, bei dem junge Erwachsene ihre Lebenswelt erkunden, ist für die Analyse von Mobilitätsthemen vielversprechend. 4 Blocks (Sky/TNT und Amazon Prime) Streamingdienst Streamingdienst Männer zwischen 18 und 50 Jahren 1,5 Millionen On-Demand 4 Blocks gibt einen Einblick in das Leben eines arabischen Familienclans, der in Berlin organisiert kriminell agiert. Diese Klischee-lastige Serie mit relativ geringer Reichweite könnte in der Medienanalyse ein einseitiges Bild abgeben. Nichtsdestotrotz werden viele relevante Settings gezeigt und Mobilität ist ein bedeutender Teil des (Drogen-)Handels. Ehrenpflaume (YouTube) Videoportal Videoportal Männliche und weibliche Jugendliche 604.000 Abonnenten On-Demand Sehr erfolgreiches MetaInfluencer-Format mit Kai Pflaume, der andere erfolgreiche deutsche Influencer trifft und interviewt. Diese Kombination führt zu einer großen Themenvielfalt, einer höheren Reichweite – von im Schnitt 55 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Medium Format Hauptzielgruppe Reichweite Programmierung Eignung für Medienanalyse 500.000 Zuschauer*innen pro veröffentlichtem Video – und einem breiteren Publikum. Denn in Pflaumes Videos kommen auch Influencer mit weiblicher Zielgruppe vor. Zudem bringt er mit seinem Hintergrund im öffentlich-rechtlichen Rundfunk auch ältere Zuschauer auf YouTube. Kliemannsland (YouTube) Videoportal YouTube-Kanal (Unterhaltung/Comedy) Männliche Jugendliche 650.000 Abonnenten On-Demand Der Kanal dreht sich um den Musiker Fynn Kliemann, Freunde und Helfer, die einen Bauernhof in Niedersachsen umbauen. Das Setting bietet zahlreiche Möglichkeiten für die Medienanalyse, ist jedoch im Vergleich zu Ehrenpflaume vor allem auf männliche Zuschauer ausgerichtet und nicht so reichweitenstark. Im Schnitt werden pro veröffentlichtem Video 300.000 Zuschauer*innen erreicht. Gemischtes Hack (Spotify) Musikstreamingdienst Comedy-Podcast (Dialogform) Männer zwischen 16 und 30 Jahren 1,1 Millionen Hörer On-Demand Dieser Podcast zweier Comedians gehört zu den erfolgreichsten in Deutschland. Es werden relevante Themen eingeleitet durch Rap-Zitate diskutiert. Daher erreicht dieser Podcast eine jüngere Zielgruppe als viele andere. Das Thema Mobilität würde in der 56 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Medium Format Hauptzielgruppe Reichweite Programmierung Eignung für Medienanalyse Vergangenheit etwa im Zusammenhang mit dem Klimawandel besprochen, kommt jedoch insgesamt betrachtet zu selten für eine sinnvolle Analyse vor. Anmerkung: Die für die Medienanalyse ausgewählten Formate sind mit fetter Schrift hervorgehoben. 57 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Im Folgenden sind die Anzahl der analysierten Szenen sowie die untersuchte Laufzeit je Format dargestellt: Tabelle 1: Anzahl der untersuchten Szenen und Laufzeiten je Format Format Zahl der untersuchten Szenen Untersuchte Laufzeit Die Rosenheim-Cops 19 180 min Ehrenpflaume 19 215 min How to Sell Drugs Online (Fast) 10 118 min Köln 50667 84 900 min Tatort 47 360 min 3.4 Ergebnisse In Tabelle 3 sind die in allen untersuchten Formaten und Szenen erfassten Verkehrsmittel dargestellt. Zu 100 fehlende Prozente entfallen auf vereinzelt codierte Verkehrsmittel, die für die Gesamtbetrachtung unerheblich sind. Tabelle 2: Erfasste Verkehrsmittelnutzungen in den untersuchten Formaten im Überblick Verkehrsmittel Die RosenheimCops (n=19) (in %) Ehrenpflaume (n=19) (in %) How to Sell Drugs Online (Fast) (n=10) (in %) Köln 50667 (n=84) (in %) Tatort (n=47) (in %) Motorisierte Individualverkehrsmittel Pkw 63 42 40 32 74 Motorrad 0 0 0 22 5 Öffentliche Verkehrsmittel Stadtbus 0 0 0 0 2 Taxi 0 0 0 1 2 Aktive Verkehrsmittel Fahrrad 0 5,5 30 0 8 Zu Fuß 26 37 20 38 2 Fernverkehrsmittel Flugzeug 0 5 10 0 0 Fernbus 0 0 0 5 0 Fernzug 11 0 0 0 0 58 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Verkehrsmittel Die RosenheimCops (n=19) (in %) Schiff 0 Ehrenpflaume (n=19) (in %) How to Sell Drugs Online (Fast) (n=10) (in %) Köln 50667 (n=84) (in %) Tatort (n=47) (in %) 0 0 0 5 0 1 2 Sonstige Verkehrsmittel (z.B. Wohnwagen, Skateboards) Sonstige 0 10 Die folgenden Teilkapitel geben jeweils einen Überblick des erfassten Mobilitätsverhaltens in den einzelnen Formaten. 3.4.1 Die Rosenheim-Cops Die fiktive Serie wird täglich von Montag bis Freitag um 19:25 Uhr auf dem öffentlichrechtlichen Sender ZDF ausgestrahlt. Zusätzlich ist sie on-demand in der ZDF-Mediathek abrufbar. Mobilitätsverhalten spielte über alle analysierten Episoden hinweg lediglich eine untergeordnete Rolle. Ein Großteil der Handlung spielte in geschlossenen Räumen. Wenn Mobilität in Szenen vorkam, dann lediglich für einen sehr kurzen Zeitraum, beziehungsweise wurde die dargestellte Mobilitätsoption nur peripher gezeigt: Zum Beispiel lediglich das Einund Aussteigen in das bzw. aus dem Auto oder nur die letzten Meter zur Dienststelle wurden sichtbar zu Fuß gegangen. In den Szenen mit Mobilitätsbezug dominierte der konventionell angetriebene Pkw (Abbildung 7). Sowohl die privaten als auch die beruflichen Wege (Abbildung 8) wurden mit diesem bestritten. In einigen wenigen Szenen war zu erkennen, dass die Protagonist*innen zu Fuß unterwegs sind. In nur einer Episode wurde nachhaltige Mobilität in Form einer Fernzugreise thematisiert. Diese wurde jedoch nicht gezeigt, sondern war lediglich Teil eines Gesprächs zwischen den Kommissaren und einem Verdächtigen. In keiner der analysierten Episoden wurde direkt Stellung zu umweltorientiertem Verhalten bezogen. Generell wurde auf das Thema Mobilität nicht eingegangen. 59 Anzahl untersuchte Szenen: 19 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Abbildung 7: Art des Fortbewegungsmittels in den analysierten Szenen in „Die Rosenheim-Cops“ Abbildung 8: Fortbewegungszwecke in den analysierten Szenen in „Die Rosenheim-Cops“ Anzahl untersuchte Szenen: 19 60 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht 3.4.2 Ehrenpflaume Das Influencer-Videoformat Ehrenpflaume ist auf einem gleichnamigen YouTube-Kanal ondemand zu sehen. Der Kanal wird vom Moderator Kai Pflaume betrieben. Er besucht für jedes Video prominente Internet-Persönlichkeiten und unterhält sich mit ihnen. In dem Format wurde verschiedenes Mobilitätsverhalten gezeigt. Kai Pflaume war gemeinsam mit seinen Gästen im Pkw, zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs. Die Fortbewegungsmittel wurden aktiv in das Geschehen eingebunden. So wurde beispielsweise ein Interview bei einer Fahrrad-Tandemfahrt fortgeführt oder bei einer gemeinsamen Autofahrt. Das am häufigsten gezeigte Fortbewegungsmittel war der Pkw (Abbildung 9). An zweiter Stelle kamt das zu Fuß gehen. Das Thema Reisen spielte nur in einer Szene der analysierten Episoden eine Rolle, in der ein Interviewpartner kurz von einem Langstreckenflug in die Vereinigten Staaten berichtete (Abbildung 10). Diese Szene war weder positiv noch negativ konnotiert. Das häufige Fahrradfahren kann als umweltorientiertes Verhalten gewertet werden. Dem gegenüber stehen allerdings auch einige Szenen im Pkw, in denen zu Vergnügungszwecken ein Sportwagen mit sehr schnellem Tempo gefahren wurde. Stellung zum Mobilitätsverhalten wurde dabei von keinem der Protagonisten bezogen. Abbildung 9: Art des Fortbewegungsmittels in den analysierten Szenen in „Ehrenpflaume“ Anzahl untersuchte Szenen: 19 61 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Abbildung 10: Zweck der Fortbewegung in den analysierten Szenen in „Ehrenpflaume“ 3.4.3 How to Sell Drugs Online (Fast) Die fiktive Serie ist on-demand seit Mai 2019 auf dem Streamingdienst Netflix zu sehen. In der Serie kamen verschiedene Szenen mit Mobilitätsbezug vor. Neben dem Pkw wurde häufig das Fahrradfahren gezeigt (Abbildung 11). Es ist anzumerken, dass die Charaktere noch zur Schule gehen. Sie sind folglich nicht im Besitz eines Pkw-Führerscheins und zur lokalen Fortbewegung – mit Ausnahme eines Protagonisten, der auf einen Rollstuhl angewiesen ist – auf das zu Fuß gehen oder Fahrradfahren begrenzt. Für die Wege des täglichen Lebens nutzten die Protagonist*innen dementsprechend überproportional häufig das Fahrrad. Andere nachhaltige Mobilitätsoptionen waren nicht zu sehen. Bezüglich Reisen ist eine Szene zu Beginn der Serie erwähnenswert, die eine der Protagonistinnen auf einem Langstreckenflug von den Vereinigten Staaten nach Deutschland zeigte (Abbildung 12). Positive oder negative Einstellungen wurden in Bezug auf keine der dargestellten Mobilitätsoptionen deutlich. 62 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Abbildung 11: Art des Fortbewegungsmittels in den analysierten Szenen in „How to Sell Drugs Online (Fast)“ Abbildung 12: Zweck der Fortbewegung in den analysierten Szenen in „How to Sell Drugs Online (Fast)“ Anzahl untersuchte Szenen: 10 63 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht 3.4.4 Köln 50667 Die Scripted-Reality-Serie wird täglich von Montag bis Freitag um 18:05 Uhr auf dem privaten Sender RTL 2 ausgestrahlt und ist zusätzlich on-demand in der Mediathek RTL+ verfügbar. Zwar hatte die Serie eine Vielzahl an Schauplätzen, dabei handelt es sich jedoch in der Regel um geschlossene Räume, sodass Mobilität im Allgemeinen nur eine untergeordnete Rolle spielt. Die Szenen mit Mobilitätsbezug waren meist eher kurz, oftmals wurde nur das Ein- oder Aussteigen in ein bzw. aus einem Fahrzeug gezeigt. Die Verkehrsmittel selbst spielten in den Dialogen keine Rolle. Nachhaltige Mobilitätsangebote konnten in den analysierten Episoden nicht identifiziert werden. In den Szenen mit Mobilitätsbezug dominierten der motorisierte Individualverkehr und konventionell angetriebene Verkehrsmittel wie der Pkw oder das Motorrad (Abbildung 13). Teilweise waren die Darsteller auch zu Fuß unterwegs. Vereinzelt wurden Reisen thematisiert, wobei diese in den untersuchten Episoden mit einem Fernbus stattfanden (Abbildung 14). Es ist an dieser Stelle anzumerken, dass ein Großteil der Hauptfiguren noch die Schule besuchte. Dementsprechend sind sie nicht im Besitz eines Pkw-Führerscheins und der Fernbus ist für längere Reisen neben dem Zug die Hauptoption. In den analysierten Episoden konnte kein umweltorientiertes Verhalten festgestellt werden. Trotz des Schauplatzes einer Großstadt wurden Shared-Mobility-Angebote oder Elektromobilität nicht gezeigt. Im Allgemeinen ist die Serie stark auf zwischenmenschliche Beziehungen fokussiert und thematisiert kaum gesellschaftliche Themen oder bezieht Stellung dazu. Abbildung 13: Art des Fortbewegungsmittels in den analysierten Szenen in „Köln 50667“ Anzahl untersuchte Szenen: 84 64 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Abbildung 14: Zweck der Fortbewegung in den analysierten Szenen in „Köln 50667“ Anzahl untersuchte Szenen: 84 3.4.5 Tatort Die fiktive Krimi-Reihe wird wöchentlich am Sonntag um 20:15 Uhr auf dem öffentlichrechtlichen Sender ARD ausgestrahlt und ist zusätzlich on-demand in der ARD-Mediathek verfügbar. Das gezeigte Mobilitätsverhalten variierte stark je nach Episode und war dem dort dargestellten Milieu angepasst. So handelte eine Episode von Rettungssanitäter*innen, eine andere spielte unter anderem auf einer Insel, die nur mit einer Fähre erreicht werden konnte. Teilweise wurden Fahrzeuge genutzt, um dem Charakter der Kommissar*innen Ausdruck zu verleihen (z. B. Oldtimer oder das Fahrrad als bevorzugtes privates Fortbewegungsmittel). Im Allgemeinen gab es in allen untersuchten Episoden häufiger Szenen mit Mobilitätsbezug und diese füllten regelmäßig längere Zeiträume. Das Auto war das dominierende Fortbewegungsmittel über alle Episoden hinweg (Abbildung 15). Oftmals waren auch konkrete Automarken zu erkennen (z. B. BMW oder Audi). Hier spielten womöglich kommerzielle Produktplatzierungen eine Rolle. Die Kommissar*innen in den analysierten Episoden verfügten über einen konventionell angetriebenen Dienstwagen und nutzten diesen für nahezu alle beruflichen Wege (Abbildung 16). In lediglich einer kurzen Szene nutzten die Protagonisten den ÖPNV. Shared-Mobility-Angebote oder Elektromobilität wurden nicht dargestellt. Allerdings ist eine Episode hervorzuheben, in der der Großteil der dargestellten Mobilitätsszenen ein Fahrrad beinhaltete und auch der Täter von einem Kommissar mit diesem verfolgt wurde. Neben dem Fahrradfahren wurde zu Fuß gehen relativ häufig gezeigt. Verbal wurde dazu jedoch nicht Stellung bezogen. Auch darüber hinaus konnten 65 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht keine Szenen identifiziert werden, in denen aktiv über umweltorientiertes Verhalten gesprochen wurde. Abbildung 15: Art des Fortbewegungsmittels in den analysierten Szenen in „Tatort“ Anzahl untersuchte Szenen: 47 Abbildung 16: Zweck der Fortbewegung in den analysierten Szenen in „Tatort“ Anzahl untersuchte Szenen: 47 66 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht 3.5 Darstellung von Nachhaltigkeit in den analysierten Medienformaten Der Nachhaltigkeitsscore gibt an, wie umweltfreundlich das dargestellte Mobilitätsverhalten in den Formaten ist. Er kann je Szene Werte von -2 (gar nicht umweltfreundlich) bis +2 (besonders umweltfreundlich) annehmen. Bei Betrachtung der Kennzahl, die sich aus der Addition und Verrechnung der Nachhaltigkeitsscores je Format ergibt (Kap. 3.2.1), fallen deutliche Unterschiede zwischen den analysierten Medienformaten auf. Wie Abbildung 17 entnommen werden kann, liegen die Kennzahlen zwischen 0 und -0,68. Das heißt, im besten Fall – How to Sell Drugs Online (Fast) – ist das Verhältnis zwischen nachhaltigem und nicht nachhaltigem Mobilitätsverhalten in etwa gleich. Keines der Formate zeichnet sich demzufolge durch ein überwiegend nachhaltiges Mobilitätsverhalten aus. Es ist jedoch möglich, dass eine größere Stichprobe zu anderen Kennzahlen geführt hätte. Dies gilt insbesondere für die Formate Ehrenpflaume und Tatort, die sich je nach Folge durch sehr unterschiedliche Akteur*innen und Settings auszeichnen. Die Kennzahlen implizieren, dass das gezeigte Mobilitätsverhalten in Formaten, welche sich an ein besonders junges Zielpublikum richten – How to Sell Drugs Online (Fast) und Ehrenpflaume – tendenziell umweltfreundlicher ist, als in jenen für ein älteres Zielpublikum. Bei den Formaten Die Rosenheim-Cops und Tatort wirkt sich insbesondere das Setting im Polizeiumfeld und die folglich häufige Darstellung von motorisiertem Individualverkehr mit Dienst- und Streifenwägen negativ aus. Beim Tatort kommt hinzu, dass aufgrund des im Vergleich hohen Produktionsbudgets häufiger Außenszenen vorkommen, die meist Pkw involvieren. Bei Köln 50667 hat die Kennzahl aufgrund verhältnismäßig weniger Szenen außerhalb von Innenräumen und niedrigen Produktionsbudgets – welche die Ausgestaltung mit Fortbewegungsmitteln womöglich begrenzen – nur eine bedingte Aussagekraft. 67 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Abbildung 17: Nachhaltigkeitsscores der analysierten Formate im Überblick1 0,00 -0,21 -0,26 -0,30 -0,68 How to Sell Drugs Online (Fast) Ehrenpflaume Die Rosenheim­ Cops Köln 50667 Tatort Quelle: Eigene Darstellung 3.6 Abschließende Betrachtung Wird die Darstellung nachhaltiger Mobilität abschließend betrachtet, so lassen sich anhand der untersuchten Szenen deutliche Unterschiede zwischen den Formaten identifizieren. Im Format How to Sell Drugs Online (Fast) werden umweltfreundliche Fortbewegungsmittel in Relation zur analysierten Laufzeit am häufigsten (positiv) gezeigt. Das lässt sich auf die junge Zielgruppe, das breite Gäste- sowie Themenspektrum und u. a. häufiges Fahrradfahren sowie zu Fuß gehen zurückführen. Dabei ist allerdings die Minderjährigkeit der meisten Protagonist*innen und das Fehlen eines Führerscheins zu berücksichtigen, welche das Mobilitätsverhalten prinzipiell eingrenzen. Ehrenpflaume, Die Rosenheim-Cops und Köln 50667 folgen hinsichtlich der Darstellung nachhaltiger Fortbewegungsmittel. In allen drei Formaten sorgt vor allem häufiges zu Fuß gehen dafür, dass der motorisierte Individualverkehr nicht übermäßig stark in Erscheinung tritt. Bei Köln 50667 muss beachtet werden, dass das niedrige Produktionsbudget von täglich ausgestrahlten Scripted-Reality-Serien einen großen Einfluss darauf hat, welches Mobilitätsverhalten ungeachtet kreativer Präferenzen überhaupt gezeigt werden kann. Schlusslicht bei der Darstellung nachhaltiger Mobilität ist mit größerem Abstand der Tatort. In diesem Format wirkt sich das Polizei-Setting und die regelmäßige Nutzung von Dienst- und Streifenwagen negativ aus. Alle Formate eint, dass der Pkw in unterschiedlicher Ausprägung das am meisten gezeigte Fortbewegungsmittel ist. Andere motorisierte Optionen – etwa Motorräder, Roller, (Fern-)Busse oder das Flugzeug – spielen entweder keine oder nur eine untergeordnete Rolle. Mit Blick auf nachhaltige Fortbewegungsmittel ist das zu Fuß gehen, gefolgt vom Fahrrad, am häufigsten zu beobachten. Weitere Optionen wie der ÖPNV, Mikro- oder Elektromobilität kommen gar nicht vor. Diese einseitige Darstellung von Verkehrsmitteln bestätigt die Ergebnisse der Literaturanalyse zur medialen Darstellung von Alltags- und Freizeitmobilitäten (vgl. Kap. 2) Der Nachhaltigkeitsscore gibt an, wie umweltfreundlich das dargestellte Mobilitätsverhalten in den Formaten ist. Er kann je Szene Werte von -2 (gar nicht umweltfreundlich) bis +2 (besonders umweltfreundlich) annehmen. 1 68 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Bei der Betrachtung des Mobilitätsverhaltens hinsichtlich urbaner und ländlicher Räume, beruflicher, privater und freizeitbedingter Wege oder des Geschlechts der jeweiligen Akteur*innen lassen sich basierend auf den untersuchten Formaten und Szenen keine deutlichen Unterschiede ableiten. 69 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht 4 Expert*inneninterviews 4.1 Vorbemerkungen In Ergänzung zur medienwissenschaftlich basierten Dokumentenanalyse der fünf Unterhaltungsformate wurden leitfadengestützte Interviews mit Medien- und Mobilitätsexpert*innen geführt. Insgesamt haben zehn Expert*innen an der Befragung teilgenommen – darunter Drehbuchautor*innen, Redakteur*innen, Producer*innen, Script Supervisor, Aufnahmeleiter*innen sowie Vorstandsmitglieder, Unternehmensinhaber*innen und Geschäftsleiter*innen. Sechs der zehn befragten Personen sind freiberuflich tätig. Zwei Personen arbeiten für ein Produktionsunternehmen. Zwei weitere Personen sind bei einem Sender oder einem Streamingdienst beschäftigt. Ziel der Expert*innenbefragung war es, ein exemplarisches Meinungsbild unter Branchenvertreter*innen und -kenner*innen zum Thema nachhaltige Mobilität zu erhalten und mehr über die Erfordernisse und strukturellen Voraussetzungen für das Zeigen von nachhaltigem Mobilitätsverhalten in Medienformaten zu erfahren. Zudem sollte die Befragung dazu dienen, die Rolle von Unterhaltungsformaten in der Entwicklung von nachhaltigem Mobilitätsverhalten besser bewerten zu können – insbesondere aus der Perspektive von Medienexpert*innen und Medienschaffenden. 4.2 Methodik Als Grundlage für die Expert*inneninterviews wurde eine Vorauswahl potenzieller Gesprächspartner*innen erstellt. Diese deckte verschiedene professionale Hintergründe ab, darunter Drehbuchautor*innen, Produzent*innen und Programmverantwortliche. Aufgrund des Zeitaufwands für die Befragung sowie der vereinzelt auch als kontrovers angesehenen Fragestellung, war die Rekrutierung der angedachten Gesprächspartner*innen in vielen Fällen nicht möglich. In Gesprächen mit einigen der für die Interviews in Frage kommenden Persönlichkeiten wurde zudem der Wunsch geäußert, das Interview nicht telefonisch, sondern schriftlich zu führen. Genannte Gründe waren vor allem, dass die Auseinandersetzung mit den teils komplexen Themen und die Beantwortung der Fragen eine längere Bedenkzeit benötigen, als das in einem Telefoninterview möglich wäre. Vor diesem Hintergrund wurde ein Fragebogen entwickelt, der sich sowohl für eine schriftliche als auch eine telefonische Bearbeitung eignet (siehe Anhang B). Um die Bearbeitung und Auswertung zu erleichtern, erfolgte die Umsetzung in Form eines Online-Formulars. Damit wurde zudem die Möglichkeit geschaffen, den Fragebogen zur Beantwortung auch an zusätzliche relevante Akteur*innen weiterzuleiten. In die Entwicklung des Fragebogens sind die vorläufigen Ergebnisse der Medienanalyse eingeflossen. Unter anderem wurde nach den Ursachen dafür gefragt, dass nachhaltige Mobilität in Unterhaltungsformaten häufig keine oder nur eine untergeordnete Rolle spielt. Es wurde zudem auf mögliche Aspekte wie ein noch fehlendes Bewusstsein unter Medienschaffenden, Zielgruppenorientierung, geringe Produktionsbudgets oder kommerzielle Interessen von Werbe- oder Produktplatzierungspartnern, z. B. Fahrzeugherstellern oder Fluggesellschaften, eingegangen. 70 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Alle Gesprächspartner*innen hatten die Wahl zwischen einem per Telefon geführten Interview, das im Anschluss transkribiert wird, oder dem schriftlich zu beantwortenden Online-Formular. Der standardisierte Fragebogen mit insgesamt 17 Befragungsgegenständen war für beide Interviewoptionen derselbe. Die angestrebte Befragungsdauer von rund 30 Minuten konnte erzielt werden. Zur Validierung der Fragebogeninhalte und -struktur wurden Pretests mit drei Drehbuchautor*innen durchgeführt. Der Fragebogen beinhaltete zum einen Thesen zur Darstellung nachhaltiger Mobilität in deutschen Unterhaltungsformaten, die von den Expert*innen bewertet werden. Zum anderen wurden Fragen rund um das Thema nachhaltige Mobilität gestellt, die von den Expert*innen frei beantwortet wurden. Diese gaben den befragten Personen die Möglichkeit das Thema aus ihrer Sicht einzuschätzen und ihre Erfahrungen zu teilen. Von den zehn Expert*innen, die an der Befragung teilgenommen haben, entschieden sich alle für die schriftliche Beantwortung der Fragen im Online-Formular. An dieser Stelle ist anzumerken, dass aufgrund der schriftlichen Befragung keinerlei Rückfragen an die jeweiligen Interviewpartner gestellt werden konnten und – insbesondere bei den offenen Fragestellungen – daher keine weiteren Ausführungen oder Erläuterungen der Antworten möglich waren. Insofern können die Antworten hier nur unverändert so wiedergegeben werden, wie sie von der auswertenden Person verstanden worden sind. Darüber hinaus muss bei der Bewertung der Expert*inneninterviews von einem gewissen Selektionsbias ausgegangen werden. Es ist zu vermuten, dass die Expert*innen, die freiwillig an der Befragung teilgenommenen haben, häufig bereits eine positive Haltung zu nachhaltiger Mobilität haben. Dies ist womöglich bei jenen angefragten Expert*innen, die sich gegen eine Teilnahme an der Befragung entschieden haben, weniger ausgeprägt. 4.3 Ergebnisse 4.3.1 Erster Teil: Einordnung von Thesen zu Unterhaltungsformaten und nachhaltiger Mobilität Im ersten Teil der Befragung wurden sechs Thesen zur Darstellung nachhaltiger Mobilität in deutschen Unterhaltungsformaten aufgestellt, welche die Befragten auf einer vierstufigen Skala (stimme voll und ganz zu, stimme eher zu, stimme eher nicht zu, stimme gar nicht zu) einordnen sollten. Alternativ konnten die Thesen auch mit „keine Angabe/weiß nicht“ beantwortet werden. Tabelle 3: Thesen und Expert*innenbewertungen im Überblick These Stimme voll und ganz zu Stimme eher zu Stimme eher nicht zu Stimme gar nicht zu keine Angabe 1. Unterhaltungsformate haben generell einen großen Einfluss auf das Verhalten der Zuschauer*innen 1 9 0 0 0 2. Unterhaltungsformate können die Meinung und das Verhalten der Zuschauer*innen hinsichtlich nachhaltiger Mobilität positiv beeinflussen. 0 9 1 0 0 71 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht These Stimme voll und ganz zu Stimme eher zu Stimme eher nicht zu Stimme gar nicht zu keine Angabe 3. Nachhaltige Mobilität wird bisher unzureichend in Unterhaltungsformaten dargestellt. 4 4 0 1 1 4. Verkehrsmittel mit hohen CO2- und Schadstoffemissionen – wie konventionell angetriebene Autos oder Flugzeuge – werden in Unterhaltungsformaten weiterhin übermäßig häufig dargestellt. 3 4 1 2 0 5. Wenn Nachhaltigkeit dem Auftraggeber und/oder dem Produktionsunternehmen wichtig sind, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass nachhaltige Mobilität im jeweiligen Unterhaltungsformat dargestellt wird. 2 7 1 0 0 6. Medienschaffende sollten dafür sorgen, dass nachhaltige Mobilität in Film-, Fernseh- und Videoproduktionen häufig und positiv dargestellt wird und das Thema so abseits vom Nachrichten-, Nischen- und NonFiction-Formaten sichtbar machen. 2 6 1 1 0 Anzahl der Befragten: 10 Expert*innen, die These 1 und 2 mit „stimme voll und ganz zu“ oder „stimme eher zu“ bewerteten, schätzten zusätzlich die Beeinflussbarkeit verschiedener Altersgruppen ein. 72 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Abbildung 18: Beeinflussbarkeit des Verhaltens von Zuschauer*innen durch Unterhaltungsformate nach Altersgruppen Mehrfachauswahl von Antworten ist möglich. über 70 60 bis 69 Jahre 50 bis 59 Jahre 40 bis 49 Jahre 30 bis 39 Jahre 20 bis 29 Jahre 10 bis 19 Jahre 0 2 4 6 8 10 Frage: Auf welche Altersgruppen trifft die These aus Ihrer Sicht besonders zu? Eine Mehrfachauswahl von Antworten ist möglich. Anzahl der Befragten: 10 Quelle: Eigene Darstellung Quelle: Eigene Darstellung Abbildung 19: Positive Beeinflussbarkeit der Meinung und des Verhaltens von Zuschauer*innen hinsichtlich nachhaltiger Mobilität nach Altersgruppen Mehrfachauswahl von Antworten ist möglich. über 70 60 bis 69 Jahre 50 bis 59 Jahre 40 bis 49 Jahre 30 bis 39 Jahre 20 bis 29 Jahre 10 bis 19 Jahre 0 1 2 3 4 5 6 7 8 Frage: Auf welche Altersgruppen trifft diese These aus Ihrer Sicht besonders zu? Eine Mehrfachauswahl von Antworten ist möglich. Anzahl der Befragten: 9 Quelle: Eigene Darstellung 73 Quelle: Eigene Darstellung TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Zusammenfassung Die Antworten im ersten Teil der Befragung zeigen, dass der überwiegende Teil der befragten Expert*innen der Meinung ist, dass nachhaltige Mobilität in deutschen Unterhaltungsformaten bisher kaum oder eine sehr untergeordnete Rolle spielt. Die Befragten sind sich auch einig, dass Unterhaltungsformate einen starken Einfluss auf die Wahrnehmung, die Meinung und das Verhalten – insbesondere von Heranwachsenden und jungen Erwachsenen – haben. Ebenso stützen die meisten Expert*innen die These, dass nachhaltige Mobilität verstärkt in Medienformaten stattfinden und sichtbar gemacht werden soll. Medienschaffende sollten dafür sorgen, dass nachhaltige Mobilität in Film-, Fernseh- und Videoproduktionen häufiger und positiv dargestellt wird. 4.3.2 Zweiter Teil: Beurteilung von Ursachen für die Unterrepräsentation von nachhaltiger Mobilität in Unterhaltungsmedien und Beantwortung offener Fragen Im zweiten Teil der Befragung wurden den Expert*innen weitere Fragen zur Darstellung nachhaltiger Mobilität in Unterhaltungsformaten gestellt. Diese konnten zum Großteil in eigenen Worten beantwortet werden. Abbildung 20: Einfluss möglicher Ursachen auf die Darstellung nachhaltiger Mobilität in Unterhaltungsformaten Mobilität und Reisen sind - abgesehen von z.B. Roadmovies oder Verfolgungsszenen - für das Geschehen meist wenig relevant. Gerade Unterhaltungsformate mit niedrigen Budgets können wenige oder gar keine On-Location-Drehs durchführen. Dementsprechend schwierig ist die Darstellung von Mobilitätsverhalten - egal ob nachhaltig oder nicht nachhaltig. Die Produzierenden sind sich der Bedeutung und Bandbreite von nachhaltiger Mobilität häufig gar nicht bewusst. Den Produzierenden ist nachhaltige Mobilität nicht wichtig. Die Produzierenden stellen lediglich ein Mobilitätsverhalten dar, wie es momentan noch in der Realtität vorherrscht. Die Produzierenden glauben, die Zuschauer*innen können sich mit nachhaltiger Mobilität noch nicht ausreichend identifizieren. Die Produzierenden haben meist nicht genügend kreative Freiräume, um nachhaltiger Mobilität eine größere Rolle zukommen zu lassen. Kommerzielle Interessen von Werbe- oder Produktplatzierungspartnern, z.B. Fahrzeugherstellern oder Fluggesellschaften, stehen der Darstellung von nachhaltiger Mobilität häufig entgegen. 0% Großer Einfluss Ein gewisser Einfluss 10% 20% Eher weniger Einfluss 30% 40% 50% 60% Keinen Einfluss 70% 80% 90% 100% Weiß nicht Quelle: Eigene Darstellung 74 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Frage: Bei der Analyse von Unterhaltungsformaten haben wir festgestellt, dass nachhaltige Mobilität häufig keine oder nur eine untergeordnete Rolle spielt. Bitte bewerten Sie, welchen Einfluss die folgenden möglichen Ursachen auf diesen Umstand haben. Anzahl der Befragten: 10 Quelle: Eigene Darstellung Neben den zur Auswahl stehenden Gründen konnten die Befragten weitere Ursachen für die fehlende Darstellung nachhaltiger Mobilität nennen. Sechs der zehn Personen haben hier geantwortet. Folgende Aspekte wurden genannt: ► Das Mobilitätsverhalten einer dargestellten Figur muss zu dieser passen. ► Produktionstechnisch höherer Aufwand ► Das Hauptproblem liegt insbesondere hinter der Kamera: Nachhaltige Fahrzeuge werden von gängigen Mietwagenfirmen wie Europcar, Avis, Buchbinder und Co. nicht angeboten. ► Nachhaltige Mobilität ist ein sehr komplexes Thema. ► Nachhaltige Mobilität ist jenseits gut situierter Milieus wenig etabliert. E-Autos zählen noch immer als Luxus-Güter. ► Aufgrund vieler anderer Herausforderungen und Aufgaben in der Produktion fällt das Thema oft „unter den Tisch“. Gefragt, wie wichtig ihnen persönlich als Zuschauer*innen die Thematisierung und Darstellung nachhaltiger Mobilität ist, gab die Hälfte der Befragten an, dass ihnen das eher wichtig oder wichtig sei. Für die andere Hälfte sei es hingegen eher unwichtig oder unwichtig. Im Folgenden sind die offenen Fragen im zweiten Teil der Befragung und eine Zusammenfassung der jeweiligen Antworten aufgeführt: a) Wie nehmen Sie persönlich als Zuschauer*in das Thema nachhaltiger Mobilität in deutschen Unterhaltungsformaten wahr? Die Mehrheit der befragten Expert*innen nehmen das Thema nachhaltige Mobilität in Unterhaltungsformaten kaum wahr. Einigen fällt jedoch auf, dass das Fahrrad als Verkehrsmittel zunehmend häufig vorkommt. Einer der Befragten fasst diese Darstellung sogar teilweise als moralisierend und zu aufdringliche Aufforderung an die Zuschauenden auf. b) Kennen Sie Unterhaltungsformate, die das Thema besonders gut darstellen? Wenn ja, welche? Der Großteil der Befragten kann keine Unterhaltungsformate nennen, die das Thema nachhaltige Mobilität besonders gut darstellen. Eine befragte Person merkte an, dass ihr nachhaltige Mobilität bisher nur in den Münsteraner Tatorten und der Krimiserie Wilsberg begegne. Eine weitere Person nannte Die Sonntagsfahrer von radioeins als einziges und damit herausstechendes Mobilitätsmagazin im deutschen Radio. Darüber hinaus wurde noch Für immer Sommer 90 – ein Roadmovie, bei dem nachhaltige Mobilität durch E-Autos thematisiert wird – genannt. 75 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht c) Ist es ausreichend, wenn nachhaltige Mobilität weiterhin vorrangig in Nachrichten-, Nischen- und Non-Fiction-Formaten dargestellt wird? Die Mehrheit der Befragten ist sich einig, dass nachhaltige Mobilität neben Nachrichten- und Non-Fiction-Formaten auch verstärkt in fiktionalen Formaten dargestellt werden sollte. Dies sei notwendig, um bei der breiten Öffentlichkeit Aufmerksamkeit für das Thema zu generieren. Bislang seien Mobilitätsthemen oft nur ein Mittel für bestimmte Interessensgruppen, die eigenen Anliegen zu transportieren (Rendite, Mehrheiten, Ideologie). Es wird aber auch die Meinung geäußert, dass die Glaubwürdigkeit und Authentizität dabei nicht verloren gehen und die Darstellung nachhaltiger Mobilität nicht zu aufdringlich umgesetzt werden sollten. Eine befragte Person ist darüber hinaus der Meinung, dass die Darstellung nachhaltiger Mobilität in Unterhaltungsformaten mit der wachsenden Möglichkeit der Gesamtbevölkerung an der Mobilitätswende teilzuhaben, automatisch verstärkt wird. d) Welche Aspekte spielen bei der Entscheidung, das Thema in Unterhaltungsformaten darzustellen, aus Ihrer Sicht eine Rolle? Wie wichtig sind z. B. das Produktionsbudget, die Kernzielgruppe oder etwa Produktplatzierungen von Fahrzeugherstellern bei dieser Frage? Hier wurden insbesondere Produktionsbudget und -aufwand als wichtige Entscheidungsaspekte genannt. Auch die Produktplatzierungen von Fahrzeugherstellern spielt für die Befragten eine große Rolle. Hier wurde der Aspekt genannt, dass Produktplatzierungen bei öffentlichrechtlichen Formaten beispielsweise nicht gestattet sind und daher beispielsweise die Marken von Elektroautos nicht gezeigt werden können. Hersteller bzw. Anbieter von Elektroautos hätten dann keine Anreize, ihre Fahrzeuge den Produktionen unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. Außerdem sei es schwierig, Elektroautos als solche zu kennzeichnen bzw. erkennbar zu machen, da viele E-Fahrzeuge dem Äußeren von Verbrenner-Modellen ähnlich sind. Ebenfalls wichtig seien der redaktionelle Raum und erzählerische Relevanz – ob eine Figur ein nachhaltiges Verkehrsmittel nutzt, komme darauf an, ob das erzählerisch Sinn ergibt und zum Charakter der Figur passt. e) Wie könnte das Thema in Unterhaltungsformaten aus kreativer Perspektive stärker bzw. besser thematisiert und dargestellt werden? An dieser Stelle gingen die Meinungen und Vorschläge der Befragten deutlich auseinander. Einige der Expert*innen sind der Meinung, dass das Thema nachhaltige Mobilität mehr mit dem Handlungsstrang und den Charakteren verknüpft werden müsste, um es stärker thematisieren und darstellen zu können. Dafür könnten Drehbuchautor*innen die Rollen auch von Grund auf anders anlegen. In diesem Zusammenhang wird die Notwendigkeit genannt, dass Produzierende ein stärkeres Bewusstsein für nachhaltige Mobilität als gesellschaftlich relevantes Thema entwickeln. Auch die Auftraggebenden müssten mehr Sensibilität für das Thema entwickeln und sollten die entstehenden Mehrkosten für die Darstellung von nachhaltigem Mobilitätsverhalten auch übernehmen. 76 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Andere Befragte halten (nachhaltige) Verkehrsmittel für Alltags- und Ausstattungsgegenstände, die nicht gesondert thematisiert werden, sondern eine Selbstverständlichkeit in Bild und Handlung erfahren sollten. Thematisiert werden sollten sie nur dann, wenn es organisch zu den Figuren und der Geschichte passt. f) Müsste es in der Produktion von Film-, Fernseh- und Videoinhalten strukturelle Veränderungen geben, damit das Thema mehr Gewicht erhält? Wenn ja, welche? Und wenn nein, warum nicht? Auch hier gehen die Ansichten der befragten Personen in verschiedene Richtungen. Zum einen wird die Meinung geäußert, dass insbesondere Produktionen der öffentlichrechtlichen Rundfunkanstalten einen gesellschaftlichen Auftrag erfüllen und ein größeres Bewusstsein in den zuständigen Redaktionen geschaffen werden sollte. Um dies zu ermöglichen, brauche es zum einen Expert*innen für die Stoffentwicklung und zum anderen mehr Budget, das für ein nachhaltiges Produzieren vor und hinter der Kamera eingesetzt werden kann. Gleichzeitig wird die Position vertreten, dass hier keine starken strukturellen Veränderungen notwendig seien, da wir uns als Gesellschaft in einem Wandel hin zur nachhaltigen Mobilität befinden, der automatisch und organisch in Unterhaltungsformate einkehren wird. Als Gegenpol dazu wird prinzipiell eingewandt, dass ein Eingreifen in die Geschichten und Figuren, um die Zuschauenden zu einem nachhaltigeren Bewusstsein und Verhalten zu bewegen, der Kreativität schade. g) Möchten Sie uns über diese Fragen hinaus noch Input geben? Hier wird unter anderem der Aspekt genannt, dass insbesondere der öffentlich finanzierte Teil der Medienlandschaft sich dazu aufgerufen fühlen müsse, das Thema nachhaltige Mobilität wesentlich weiter voranzutreiben. Angemerkt wurde hier beispielsweise, dass zwar viel Berichterstattung zum Klimaschutz stattfindet, nachhaltiges Mobilitätsverhalten in diesem Kontext aber immer noch zu wenig thematisiert wird. Angemerkt wurde auch, dass die Umsetzung zur Darstellung nachhaltiger Mobilität oftmals schwierig sei. Ein Dreh in öffentlichen Verkehrsmitteln wie U-Bahn, Bus oder Straßenbahn gehe fast immer damit einher, dass der gesamte Nahverkehr aufgehalten oder beeinträchtigt wird. Genehmigungen zur Sperrung der Verkehrswege kosten wiederum viel Geld. Für Aufnahmen in öffentlichen Verkehrsmitteln brauche man zudem eine Vielzahl an Kompars*innen. Für Produktionen mit wenig Budget lohnt sich dieser Aufwand oftmals nicht. Eine befragte Person vertritt die Position, dass es neben der Darstellung nachhaltiger Mobilität vor der Kamera auch wichtig sei, Produktionen mit umweltfreundlicheren Flotten auszustatten. Auch weil Produktionsfahrzeuge häufig auch vor der Kamera eingesetzt werden. Eine Expert*in merkt zudem an, dass die Umfrage sie/ihn stärker für das Thema sensibilisiert hat und dazu ermutigt, künftig zu versuchen, nachhaltige Mobilität in den eigenen Produktionen vermehrt darzustellen. 77 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Zusammenfassung Im zweiten Teil der Befragung ist im Vergleich zu den Beurteilungen der Thesen im ersten Teil eine größere Meinungsbandbreite unter den befragten Expert*innen zu erkennen. Die befragten Personen sind sich zwar einig, dass nachhaltiges Mobilitätsverhalten in Unterhaltungsformaten bisher kaum stattfindet und insgesamt mehr Bewusstsein dafür geschaffen werden sollte – die daraus gezogenen Schlüsse für Medienschaffende unterscheiden sich jedoch stark. Während einige sich ein stärkeres Eingreifen von Produktions- und Redaktionsseite in Form von mehr Budget und der gezielten Einbettung von nachhaltiger Mobilität in das Handlungsgeschehen wünschen, sind andere der Meinung, dass eine erzwungene Darstellung von nachhaltiger Mobilität der kreativen Freiheit schade oder belehrend auf die Zuschauer*innen wirken könne. Andere wiederum halten den Wandel hin zu nachhaltiger Mobilität für einen organischen Prozess, der kein Eingreifen von außen benötigt. Insgesamt herrschen eine starke Sensibilität und ein großes Bewusstsein für nachhaltige Mobilität. Ein*e Expert*in merkte sogar an, dass er/sie bei künftigen Produktionen versuchen wird, nachhaltiges Mobilitätsverhalten in die Formate zu integrieren. 4.4 Handlungspotenziale Auf Grundlage der Ergebnisse der Medienanalyse und der Expert*inneninterviews ergeben sich mehrere Handlungspotenziale. 4.4.1 Für Medienschaffende ► Wird Mobilitätsverhalten dargestellt, sollten nachhaltige Optionen bevorzugt gezeigt werden. Dies ist häufig möglich, ohne den Inhalt oder die Dramaturgie einer Szene übermäßig zu beeinflussen. So kann beispielsweise statt der Betankung eines Verbrennerfahrzeugs auch das Aufladen eines Elektrofahrzeugs gezeigt werden. ► (Nachhaltiges) Mobilitätsverhalten sollte, wenn in den Kontext der Handlung passend, auch verbal thematisiert werden. Durch die aktive Ansprache kann die Aufmerksamkeit der Zuschauenden für die Thematik erhöht werden. ► Die periphere Darstellung von Mobilität kann durch nachhaltige Optionen ergänzt werden (z. B. vom Rad statt aus dem Auto steigen zu Beginn einer Szene). ► Wiederkehrende Schnittbilder, wie beispielsweise im Format Köln 50667, bieten ständig die Möglichkeit für eine Darstellung von nachhaltiger Mobilität (z. B. Fahrräder statt Autos, ERoller statt Motorräder etc.). 4.4.2 Für Politik, Verwaltung und Interessensvereinigungen ► Förderprogramme bzw. steuerliche Anreize für Produktionen, vor und hinter der Kamera nachhaltig zu arbeiten. Ggf. auch in Verbindung mit einer staatlich geförderten Zertifizierung für grüne Produktionsunternehmen. 78 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht ► Schaffung einer öffentlichen Schnittbild-Datenbank unter Creative-Commons-Lizenz, die ein breites Spektrum an nachhaltiger Mobilität zeigt und von Medienschaffenden für verschiedene Formate und Produktionen genutzt werden kann. ► Runder Tisch mit einem breiten Spektrum an Branchen-Stakeholdern und anschließende, zielgruppenspezifische Awareness-Kampagne inkl. Erstellung und Distribution von Leitfäden o. ä. ► Ausbildung von Mobility Consultants für die Produktion, ähnlich wie etwa bei medizinischen Fernseh- oder Filmproduktionen. Diese können – insbesondere im öffentlich-rechtlichen Rundfunk – für die Thematik sensibilisieren, Potenziale für die Darstellung von nachhaltiger Mobilität in Film und Fernsehen flächendeckend ausloten und bei der Umsetzung unterstützen. ► Wiederkehrende Schnittbilder, wie beispielsweise im Format Köln 50667, bieten ständig die Möglichkeit für eine Darstellung von nachhaltiger Mobilität (z. B. Fahrräder statt Autos, ERoller statt Motorräder etc.). 4.4.3 Für Politik, Verwaltung und Interessensvereinigungen ► Förderprogramme bzw. steuerliche Anreize für Produktionen, vor und hinter der Kamera nachhaltig zu arbeiten. Ggf. auch in Verbindung mit einer staatlich geförderten Zertifizierung für grüne Produktionsunternehmen. ► Schaffung einer öffentlichen Schnittbild-Datenbank unter Creative-Commons-Lizenz, die ein breites Spektrum an nachhaltiger Mobilität zeigt und von Medienschaffenden für verschiedene Formate und Produktionen genutzt werden kann. ► Runder Tisch mit einem breiten Spektrum an Branchen-Stakeholdern und anschließende, zielgruppenspezifische Awareness-Kampagne inkl. Erstellung und Distribution von Leitfäden o. ä. ► Ausbildung von Mobility Consultants für die Produktion, ähnlich wie etwa bei medizinischen Fernseh- oder Filmproduktionen. Diese können – insbesondere im öffentlich-rechtlichen Rundfunk – für die Thematik sensibilisieren, Potenziale für die Darstellung von nachhaltiger Mobilität in Film und Fernsehen flächendeckend ausloten und bei der Umsetzung unterstützen. 79 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht 5 Fazit und Schlussfolgerungen Die in diesem Bericht dokumentierten Ergebnisse der systematischen Literaturanalyse, einer Medienanalyse zu Unterhaltungsformaten sowie von Interviews mit Medienschaffenden haben verdeutlicht, dass die mediale Darstellung von Alltags- und Freizeitmobilität weiterhin von Automobilität dominiert wird. Das Auto wird dabei nach wie vor oft als selbstverständliches und normales Verkehrsmittel dargestellt. Gleichzeitig zeichnen sich in einzelnen Studien und Medienformaten Differenzierungen und Relativierungen des automobilen Leitbildes ab. Die Literaturanalyse (Kap. 2) hat verdeutlicht, dass in einer zunehmenden Anzahl von Studien Darstellungen und Sprachgewohnheiten, die das Auto als normal erscheinen lassen, kritisch reflektiert werden. Das betrifft etwa Wortwahl und Zuschreibungen in der Unfallberichterstattung oder die medial unterstützte Mobilitätssozialisation von Kindern und Heranwachsenden. Auch in Bezug auf die analysierten Medienformate (Kap. 3) ergibt sich ein differenziertes Bild. So finden sich insbesondere in Formaten, die sich an ein jüngeres Publikum richten und die in einem urbanen Kontext aufgenommen werden, überdurchschnittlich viele Darstellungen umweltfreundlicher und nachhaltiger Mobilitätsformen. Hierzu gehören etwa Angebote von Streaming-Diensten und Videoplattformen wie das Netflix-Format How to Sell Drugs Online (Fast). Die Gespräche mit Medienschaffenden (Kap. 4) bestätigen die häufig selbstverständliche Darstellung des Autos als alltägliches Verkehrsmittel in den Medien. Gleichzeitig wird eine zunehmende Sensibilität für nachhaltige und umweltfreundliche Mobilitätsformen deutlich. Hinsichtlich der Frage, ob deren mediale Darstellung forciert werden sollte, gehen die Meinungen der Befragten auseinander. Während manche Gesprächspartner*innen hier eine gesellschaftliche Verantwortung der Medienbranche sehen, betonen andere, dass sie in erster Linie gute Unterhaltungsformate produzieren wollen und keinen (verkehrs-)politischen Auftrag haben. Aus den empirischen Analysen geht hervor, dass sich die gesellschaftliche Umbruchphase hin zu einer stärkeren Beachtung nachhaltiger Verkehrsmittel und Mobilitätsformen auch innerhalb der Medienlandschaft abzeichnet, wobei gleichzeitig das Fortwirken von automobilen Normen deutlich zu erkennen ist. Die empirischen Bausteine offenbaren zudem Ansätze, mit denen Wissenschaft und Medienschaffende dazu beitragen können, dass sich das Bewusstsein für nachhaltige Mobilitätsformen weiter verfestigt. In diesem Zusammenhang möchten wir drei Aspekte hervorheben: 1. Reflexion und Perspektivwechsel in Wissenschaft und Medien fördern: Die Literaturanalyse hat verdeutlicht, dass der wissenschaftliche Blick auf die mediale Darstellung von Alltagsmobilität disziplinär geprägt ist. Dabei werden verkehrs- und gesellschaftspolitische Ziele wie Technologieförderung, Verkehrssicherheit sowie die umwelt- und sozialverträgliche Gestaltung der Verkehrssysteme je nach wissenschaftlicher Disziplin unterschiedlich stark gewichtet. Dies hat auch Auswirkungen auf die Analyse der medialen Darstellung von Alltagsmobilität. Während einige Studien eher zu einer Stabilisierung des aktuellen autoorientierten Mobilitätsregimes beitragen, betonen andere eine beginnende Neuausrichtung des gesellschaftlichen Diskurses. Diese Vielfalt ist im Sinne eines pluralisierten Wissenschaftssystems auch sinnvoll und zu begrüßen. Trotzdem glauben wir, dass in einigen stark von disziplinärem Denken geprägten Studien die Reflexion der eigenen Forschungsperspektive im Spannungsverhältnis von systemstabilisierenden und 80 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht transformationsorientierten Sichtweisen eher schwach ausgeprägt ist. Es ist daher empfehlenswert, zukünftig interdisziplinäre Forschungsprojekte stärker zu fördern und so zu einer stärkeren Reflexion von Forschungspositionen und -zielen beizutragen. Wir glauben, dass ein derart umfassendes Forschungsverständnis, etwa durch Stellungnahmen von Expert*innen in Nachrichtenformaten, mittel- bis langfristig auch wieder in die Medienlandschaft zurückwirkt, beispielsweise indem sich die Vielzahl gesellschafts- und verkehrspolitischer Ziele entsprechend ausgewogen in der sprachlichen und inhaltlichen Aufbereitung medialer Beiträge widerspiegelt. 2. Sprachgewohnheiten stören, alternative Medien(bild)sprachen ausprobieren: Neben der ausgewogenen Darstellung unterschiedlicher Sichtweisen, wie sie etwa für Nachrichtenformate handlungsleitend sein sollte, gibt es auch wissenschaftliche und mediale Formate, die sich eignen, um eindeutig für eine Verkehrswende Position zu beziehen. Für eine solche bewusst normative Ausrichtung von Medienformaten ist es entscheidend, welche Geschichten man erzählen will und auf welche Sprachmuster man dafür zurückgreift. Aus der im Rahmen der Literaturanalyse ermittelten Studienlage geht hervor, dass Medien(bild)sprache im Sinne von Repräsentationen performativ in subjektive Lebensrealitäten hineinwirkt. Die in Kap. 4 befragten Expert*innen aus der Medienbranche gehen sogar davon aus, dass Unterhaltungsformate einen direkten Einfluss auf das Mobilitätsverhalten der Zuschauer*innen haben können. Demnach stellt sich die Frage, wie Medien(bild)sprache verändert werden kann, um das nichtnachhaltige Auto als hegemoniales Verkehrsmittel zu destabilisieren und gleichzeitig umweltfreundliche Alternativen zu normalisieren: Muss das Fahrrad vom ‚schrulligen‘ Tatortkommissar genutzt werden oder können im Drehbuch Narrative entwickelt werden, in denen das Fahrrad oder der Bus von zeitgemäßen Rollenvorbildern genutzt wird? Muss die Unfallberichterstattung versachlicht werden oder sollte die Perspektive der Opfer bei der Darstellung der Unfälle stärker berücksichtigt werden? Muss der Torschützenkönig der Fußball-Bundesliga das neue Automodell von Mercedes promoten oder kann er auch die 2021er Gazelle Classic präsentieren? Eine Möglichkeit zur Einübung derart neuer Sprachmuster und Darstellungsformen kann die Zusammenarbeit von Medienschaffenden und verkehrspolitisch engagierten Initiativen sein. 3. Verkehrspolitisches Engagement und autoreduzierte Lebensstile – ein neues Selbstverständnis von Medienschaffenden? Im Rahmen der Literaturanalyse wird insbesondere in den Studien zum Themencluster „Mediale Verkehrspolitik“ deutlich, dass Berichterstattung zu verkehrspolitischem Aktivismus für nachhaltige Alternativen zum Auto Einfluss auf Meinungsbildung und stadtpolitische Entscheidungsprozesse haben kann. Dass Medien nicht nur über die Verkehrswende berichten, sondern auch eigene Debattenbeiträge entwickeln können, wird etwa an Beispielen wie der Zusammenarbeit zwischen der zivilgesellschaftlichen Initiative „FixMyBerlin“ und der Tageszeitung „Tagesspiegel“ im Projekt „Straßencheck“ (215) deutlich. In diesem Fall haben sich Initiative und Medienpartner*innen für die Erhöhung der Verkehrssicherheit für Radfahrende und Fußgänger*innen eingesetzt. Medienarbeit und politisches Engagement für die Verkehrswende müssen sich also nicht ausschließen, wenn das Vorgehen entsprechend transparent und nachvollziehbar ist. Auch ein Teil der in Kap. 4 befragten Medienschaffenden geben an, ihre verkehrspolitische Haltung für die Verkehrswende in ihre Arbeit einfließen zu lassen. Über diese bewusst politische Positionierung hinaus kann auch die alltägliche Lebensrealität von Medienschaffenden Eingang in ihre Arbeit finden. Wenn etwa die in 81 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Berlin lebende Hauptfiguren eines Romans wie selbstverständlich kein eigenes Auto besitzen und nur gelegentlich auf einen Mietwagen zurückgreifen (216), dann lässt dies darauf schließen, dass es auch für Autoren normal ist, sich ohne Auto fortzubewegen. Ähnliches ist auch für die Medienvertreter*innen zu vermuten, die Filme, Serien oder Dokumentationen produzieren. In beiden Fällen – der bewussten politischen Positionierung und der Wiedergabe veränderter Alltagsrealitäten – ist eine Sensibilisierung für Themen wie nachhaltige Mobilität und lebenswerte Städte die Voraussetzung. Workshops mit Medienschaffenden wie sie im Rahmen des Forschungsprojekts „NaMoW – Nachhaltige Mobilitätswende“ durchgeführt werden, können hierzu einen Beitrag leisten. 82 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Literatur 1. Gather, M., A. Kagermeier, and M. Lanzendorf. Geographische Mobilitäts- und Verkehrsforschung. Borntraeger, Berlin, 2008. 2. Schwedes, O., S. Daubitz, A. Rammert, B. Sternkopf, and M. Hoor. Kleiner Begriffskanon der Mobilitätsforschung, 2018. 3. Saxer, U. Mediengesellschaft. Verständnisse und Mißverständnisse. In Politikvermittlung und Demokratie in der Mediengesellschaft, U. Sarcinelli, ed. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden, 1998, pp. 52–73. 4. Kaplan, A. M., and M. Haenlein. Users of the world, unite! 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Kunstmann, München, 2014. 96 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht A Anhang A.1 Vorlagen der Medienanalyse: Ehrenpflaume Im Folgenden sind die Medienanalysevorlagen des Formats Ehrenpflaume zu sehen. A.1.1 Ehrenpflaume: Folge 1 Format: Ehrenpflaume Titel: Ehrenpflaume goes crazy Medium: Videoportal (YouTube) Drehbuchautor*in: Dreh- und Schnitt: Julian Bogner und Justin Neumann Erscheinungsdatum und -uhrzeit: 31.12.2020 Dauer [hh:mm:ss]: 00:21:58 Thema: Jahresrückblick Inhaltszusammenfassung: Kai Pflaume fasst die besten Momente der Videos auf seinem Kanal aus dem Jahr 2020 zusammen. Kommentar: Das Video besteht aus einem Zusammenschnitt aller YouTube Videos des Kanals von 2020, daher sind viele Szenen nur sehr kurz und können inhaltlich schwer eingeordnet werden. Szenen mit Mobilitätsbezug Timecode [hh:mm:sshh:mm:ss] Fortbewegungsmittel (Auswahlliste) Gebietstyp (Auswahlliste) Zweck (Auswahlliste) Verkehrsart (Auswahlliste) Gender der Akteur:innen (Auswahlliste) Sentiment (Auswahlliste) Inhaltsbeschreibung Schlagwörter Nachhaltigkeitsscore [0 bis +2 Punkte: Umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = +1, wenn dabei positives Sentiment = +2] NichtNachhaltigkeitsscore [0 bis -2 Punkte: Nicht umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = 1, wenn dabei positives Sentiment = -2] 00:01:25 00:01:28 Zu Fuß Ländlicher Raum Freizeitaktivitäten Nicht-motorisierter Individualverkehr Männlich Neutral Zwei Personen wandern. Wandern, Natur 1 0 00:05:40 00:05:47 Pkw Unbekannt/Nicht anwendbar Freizeitaktivitäten Motorisierter Individualverkehr Männlich Positiv Kai und Gast fahren rasant mit dem Auto und freuen sich. Pkw, hohes Tempo 0 -2 00:06:40 00:06:52 Pkw Urbaner Raum Freizeitaktivitäten Motorisierter Individualverkehr Männlich Positiv Kai und Gäste fahren Auto und lachen. Pkw, hohes Tempo 0 -2 00:06:57 00:07:30 Fahrrad Urbaner Raum Freizeitaktivitäten Nicht-motorisierter Individualverkehr Männlich Positiv Kai und Gast fahren auf einem Tandem. TandemFahrrad 2 0 00:13:29 00:14:00 Pkw Unbekannt/Nicht anwendbar Freizeitaktivitäten Motorisierter Individualverkehr Männlich Neutral Kai und Gast fahren im Pkw und unterhalten sich. Pkw 0 -1 97 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Szenen mit Mobilitätsbezug 00:15:06 00:15:25 Pkw Ländlicher Raum Freizeitaktivitäten Motorisierter Individualverkehr Männlich Neutral Kai und Gast fahren im Pkw und unterhalten sich. Pkw 0 -1 00:21:26 00:21:30 Pkw Unbekannt/Nicht anwendbar Freizeitaktivitäten Motorisierter Individualverkehr Männlich Neutral Kai fährt in Sportwagen. Sportwagen 0 -1 Gesamt: 3 -7 Schlagwörter Nachhaltigkeitsscore [0 bis +2 Punkte: Umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = +1, wenn dabei positives Sentiment = +2] NichtNachhaltigkeitsscore [0 bis -2 Punkte: Nicht umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = 1, wenn dabei positives Sentiment = -2] A.1.2 Ehrenpflaume: Folge 2 Format: Ehrenpflaume Titel: Held der Steine X EHRENPFLAUME - Fragen über Fragen Medium: Videoportal (YouTube) Drehbuchautor*in: - Erscheinungsdatum und -uhrzeit: 30.01.2021 Dauer [hh:mm:ss]: 01:01:17 Thema: Kai Pflaume lernt den "Lego-Mann" und seinen Alltag kennen. Inhaltszusammenfassung: Kai Pflaume besucht Thomas Panke, den Held der Steine, und besucht dessen Werkstatt, sein "Studio" und seinen Laden. Szenen mit Mobilitätsbezug Timecode [hh:mm:sshh:mm:ss] Fortbewegungsmittel (Auswahlliste) Gebietstyp (Auswahlliste) Zweck (Auswahlliste) Verkehrsart (Auswahlliste) Gender der Akteur*innen (Auswahlliste) Sentiment (Auswahlliste) Inhaltsbeschreibung 00:00:0300:00:20 Zu Fuß Urbaner Raum Unbekannt Nicht-motorisierter Individualverkehr Männlich Unbekannt Kai moderiert gehend die Folge mit Thomas Panke an. Zu Fuß 1 0 00:28:3900:33:56 Zu Fuß Urbaner Raum Unbekannt Nicht-motorisierter Individualverkehr Gemischte Gruppe Unbekannt Kai spaziert mit Thomas und seiner Freundin in den LEGO-Laden von Thomas. Nebenbei unterhalten sie sich über Frankfurt und den Laden. Zu Fuß 1 0 00:44:5200:45:05 Zu Fuß Urbaner Raum Unbekannt Nicht-motorisierter Individualverkehr Gemischte Gruppe Unbekannt Thomas zeigt Kai seine LEGO-Werkstatt. Spazieren 1 0 00:51:4600:51:56 Zu Fuß Urbaner Raum Unbekannt Nicht-motorisierter Individualverkehr Männlich Unbekannt Kai holt ein Geschenk für Thomas und seine Freundin. Zu Fuß 1 0 98 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Szenen mit Mobilitätsbezug Gesamt: A.1.3 4 0 Ehrenpflaume: Folge 3 Format: Ehrenpflaume Titel: Sascha Huber X EHRENPFLAUME - Die nackte Wahrheit Medium: Videoportal (YouTube) Drehbuchautor*in: - Erscheinungsdatum und -uhrzeit: 24.12.2020 Dauer [hh:mm:ss]: 01:07:49 Thema: Der Alltag von Sport-YouTubern Inhaltszusammenfassung: Kai Pflaume mit zwei Creatorn (Sascha Huber und Paulina Wallner) unter einem Dach; erfährt spannende und exklusive Einblicke. Szenen mit Mobilitätsbezug Timecode [hh:mm:sshh:mm:ss] Fortbewegungsmittel (Auswahlliste) Gebietstyp (Auswahlliste) Zweck (Auswahlliste) Verkehrsart (Auswahlliste) Gender der Akteur*innen (Auswahlliste) Sentiment (Auswahlliste) 00:00:0100:00:16 Zu Fuß Ländlicher Raum Unbekannt Unbekannt Männlich Neutral 00:00:3900:00:54 Zu Fuß Ländlicher Raum Unbekannt Unbekannt Gemischte Gruppe 00:13:2600:13:48 Pkw Unbekannt Unbekannt Unbekannt Gemischte Gruppe Schlagwörter Nachhaltigkeitsscore [0 bis +2 Punkte: Umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = +1, wenn dabei positives Sentiment = +2] Nicht-Nachhaltigkeitsscore [0 bis -2 Punkte: Nicht umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = -1, wenn dabei positives Sentiment = -2] Kai moderiert über einen Feldweg gehend die Folge an. Zu Fuß 1 0 Neutral Kai ist zu Fuß unterwegs Zu Fuß 1 0 Neutral Protagonist*innen sprechen über ihr Auto, sie besitzen zusammen nur einen Pkw. Pkw 0 -1 Gesamt: 2 -1 99 Inhaltsbeschreibung Kommentar Gespräch über Auto: Die beiden Youtuber "teilen" sich ein Auto, weil das ausreichend und auch "besser" sei. TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht A.1.4 Ehrenpflaume: Folge 4 Format: Ehrenpflaume Titel: Varion x Ehrenpflaume Medium: Videoportal (YouTube) Drehbuchautor*in: Dreh- und Schnitt: Julian Bogner und Justin Neumann Erscheinungsdatum und -uhrzeit: 31.10.2020 Dauer [hh:mm:ss]: 00:59:51 Thema: Leben und Arbeiten als YouTuber Inhaltszusammenfassung: Kai Pflaume begleitet YouTuber Varion und erfährt mehr über sein Leben und seinen Werdegang Szenen mit Mobilitätsbezug Timecode [hh:mm:sshh:mm:ss] Fortbewegungsmittel (Auswahlliste) Gebietstyp (Auswahlliste) Zweck (Auswahlliste) Verkehrsart (Auswahlliste) Gender der Akteur*innen (Auswahlliste) Sentiment (Auswahlliste) Inhaltsbeschreibung Schlagwörter Nachhaltigkeitsscore [0 bis +2 Punkte: Umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = +1, wenn dabei positives Sentiment = +2] Nicht-Nachhaltigkeitsscore [0 bis -2 Punkte: Nicht umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = -1, wenn dabei positives Sentiment = -2] 00:06:35 00:06:38 Flugzeug Unbekannt/Nicht anwendbar Reise Öffentlicher Fernverkehr Männlich Unbekannt/Nicht anwendbar Varion erzählt von langem Flug für eine Reise nach Amerika. Langstreckenflug, Urlaub 0 -1 00:24:10 00:24:50 Sonstiges Ländlicher Raum Berufliche Wege Motorisierter Individualverkehr Männlich Unbekannt/Nicht anwendbar Kai fährt Gabelstapler. Gabelstapler, Arbeitsplatz 0 -1 00:29:05 00:30:30 Sonstiges Ländlicher Raum Berufliche Wege Motorisierter Individualverkehr Männlich Unbekannt/Nicht anwendbar Kai fährt Gabelstapler. Gabelstapler, Arbeitsplatz 0 -1 00:49:14 00:51:35 Pkw Ländlicher Raum Freizeitaktivitäten Motorisierter Individualverkehr Männlich Unbekannt/Nicht anwendbar Kai und Varion fahren in Bowlinghalle. Pkw, Freizeitaktivität 0 -1 00:58:18 00:58:21 Pkw Ländlicher Raum Freizeitaktivitäten Motorisierter Individualverkehr Männlich Unbekannt/Nicht anwendbar Kai und Varion fahren Eis essen. Pkw, Freizeitaktivität 0 -1 Gesamt: 0 -5 100 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht A.2 Vorlagen der Medienanalyse: How to Sell Drugs Online (Fast) Im Folgenden sind die Medienanalysevorlagen des Formats How to Sell Drugs Online (Fast) zu sehen. A.2.1 How to Sell Drugs Online (Fast): Folge 1 Format: How to Sell Drugs Online (Fast) Titel: Nerd today, Boss tomorrow Medium: Streamingdienst (Netflix) Drehbuchautor*in: Phillip Käßbohrer, Matthias Murmann, Stefan Titze, Sebastian Colley Erscheinungsdatum und -uhrzeit: Staffel 1 erschien am 31.05.2019 Dauer [hh:mm:ss]: 00:32:38 Thema: Coming-of-Age Inhaltszusammenfassung: Moritz will seine Freundin, die nach einem Austauschjahr in den USA mit ihm Schluss gemacht hat, zurückgewinnen. Kommentar: Bei den Darstellern handelt es sich zu großen Teilen um Minderjährige, die möglicherweise über keinen Führerschein verfügen. Szenen mit Mobilitätsbezug Timecode [hh:mm:sshh:mm:ss] Fortbewegungsmittel (Auswahlliste) Gebietstyp (Auswahlliste) Zweck (Auswahlliste) Verkehrsart (Auswahlliste) Gender der Akteur*innen (Auswahlliste) Sentiment (Auswahlliste) Inhaltsbeschreibung Schlagwörter Nachhaltigkeitsscore [0 bis +2 Punkte: Umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = +1, wenn dabei positives Sentiment = +2] Nicht-Nachhaltigkeitsscore [0 bis -2 Punkte: Nicht umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = -1, wenn dabei positives Sentiment = -2] 00:01:27 00:02:06 Flugzeug Unbekannt/Nicht anwendbar Reise Öffentlicher Fernverkehr Weiblich Neutral Frau sitzt im Flugzeug. Auslandsjahr, Langstreckenflug 0 -1 00:16:49 00:17:59 Pkw Ländlicher Raum Freizeitaktivitäten Motorisierter Individualverkehr Männlich Neutral Zwei Jungs sitzen im Auto (VW) und beobachten eine Person. VW, Observation 0 -1 00:22:55 00:23:15 Pkw Ländlicher Raum Private Wege Motorisierter Individualverkehr Männlich Neutral Zwei Jungen fahren im Pkw durch den Regen. Pkw, VW 0 -1 00:29:08 00:29:51 Pkw Urbaner Raum Private Wege Motorisierter Individualverkehr Männlich Neutral Zwei Jungen fahren im Auto und streiten sich. Pkw, VW 0 -1 Gesamt: 0 -4 A.2.2 How to Sell Drugs Online (Fast): Folge 2 Format: How to Sell Drugs Online (Fast) Titel: Life's not fair, get used to it 101 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Format: How to Sell Drugs Online (Fast) Medium: Streamingdienst (Netflix) Drehbuchautor*in: Phillip Käßbohrer, Matthias Murmann, Stefan Titze, Sebastian Colley Erscheinungsdatum und -uhrzeit: Staffel 1 erschien am 31.05.2019 Dauer [hh:mm:ss]: 00:30:12 Thema: Coming-of-Age Inhaltszusammenfassung: Lisa hat Schwierigkeiten mit ihren Eltern. Moritz baut einen Online-Drogenhandel auf. Kommentar: Bei den Darstellern handelt es sich zu großen Teilen um Minderjährige, die möglicherweise über keinen Führerschein verfügen. Szenen mit Mobilitätsbezug Timecode [hh:mm:sshh:mm:ss] Fortbewegungsmittel (Auswahlliste) Gebietstyp (Auswahlliste) Zweck (Auswahlliste) Verkehrsart (Auswahlliste) Gender der Akteur*innen (Auswahlliste) Sentiment (Auswahlliste) Inhaltsbeschreibung Schlagwörter Nachhaltigkeitsscore [0 bis +2 Punkte: Umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = +1, wenn dabei positives Sentiment = +2] Nicht-Nachhaltigkeitsscore [0 bis -2 Punkte: Nicht umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = -1, wenn dabei positives Sentiment = -2] 00:08:24 00:08:26 Fahrrad Unbekannt/Nicht anwendbar Private Wege Nicht-motorisierter Individualverkehr Männlich Neutral Darsteller fährt mit Fahrrad zu dem Haus seiner Freundin. Fahrrad 1 0 00:20:01 00:20:10 Fahrrad Ländlicher Raum Private Wege Nicht-motorisierter Individualverkehr Männlich Neutral Darsteller fährt mit Fahrrad zu dem Haus eines Freundes. Fahrrad 1 0 00:27:56 00:28:06 Zu Fuß Ländlicher Raum Private Wege Nicht-motorisierter Individualverkehr Männlich Neutral Zwei Jungs laufen zur Schule. Schulweg 1 0 Gesamt: 3 0 A.2.3 How to Sell Drugs Online (Fast): Folge 3 Format: How to Sell Drugs Online (Fast) Titel: Failure is Not an Option Medium: Streamingdienst (Netflix) Drehbuchautor*in: Phillip Käßbohrer, Matthias Murmann, Stefan Titze, Sebastian Colley Erscheinungsdatum und -uhrzeit: Staffel 1 erschien am 31.05.2019 Dauer [hh:mm:ss]: 00:28:12 Thema: Coming-of-Age Inhaltszusammenfassung: Das Geschäft boomt und Buba will mitmischen. Doch die Ware erhält schlechte Bewertungen. Lisa fühlt sich von Dan ignoriert. Kommentar: Bei den Darstellern handelt es sich zu großen Teilen um Minderjährige, die möglicherweise über keinen Führerschein verfügen. 102 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Szenen mit Mobilitätsbezug Timecode [hh:mm:sshh:mm:ss] Fortbewegungsmittel (Auswahlliste) Gebietstyp (Auswahlliste) Zweck (Auswahlliste) Verkehrsart (Auswahlliste) Gender der Akteur*innen (Auswahlliste) Sentiment (Auswahlliste) Inhaltsbeschreibung Schlagwörter Nachhaltigkeitsscore [0 bis +2 Punkte: Umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = +1, wenn dabei positives Sentiment = +2] Nicht-Nachhaltigkeitsscore [0 bis -2 Punkte: Nicht umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = -1, wenn dabei positives Sentiment = -2] 00:16:10 00:16:12 Fahrrad Urbaner Raum Private Wege Nicht-motorisierter Individualverkehr Männlich Neutral Moritz fährt mit dem Fahrrad zu seinem Freund nach Hause. Fahrrad, Jugendliche, Freunde 1 0 00:24:24 00:25:10 Pkw Ländlicher Raum Private Wege Motorisierter Individualverkehr Männlich Neutral Moritz und Lenny fahren mit dem Auto über Feldwege zu einem Drogendealer. Landstraßen, Feldweg, Pkw 0 -1 Gesamt: 1 -1 A.2.4 How to Sell Drugs Online (Fast): Folge 4 Format: How to Sell Drugs Online (Fast) Titel: If This is Reality, I'm Not Interested Medium: Streamingdienst (Netflix) Drehbuchautor*in: Phillip Käßbohrer, Matthias Murmann, Stefan Titze, Sebastian Colley Erscheinungsdatum und -uhrzeit: Staffel 1 erschien am 31.05.2019 Dauer [hh:mm:ss]: 00:29:00 Thema: Coming-of-Age Inhaltszusammenfassung: Moritz’ Ruf erleidet einen Rückschlag. Lenny entdeckt eine beunruhigende E-Mail und vertraut sich einer neuen Freundin an. Jens bittet Moritz, ein Passwort zu knacken. Kommentar: Bei den Darstellern handelt es sich zu großen Teilen um Minderjährige, die möglicherweise über keinen Führerschein verfügen. Szenen mit Mobilitätsbezug Timecode [hh:mm:sshh:mm:ss] 00:03:25 00:03:27 Fortbewegungsmittel (Auswahlliste) Zu Fuß Gebietstyp (Auswahlliste) Urbaner Raum Zweck (Auswahlliste) Private Wege Verkehrsart (Auswahlliste) Nicht-motorisierter Individualverkehr Gender der Akteur*innen (Auswahlliste) Männlich Sentiment (Auswahlliste) Neutral 103 Inhaltsbeschreibung Moritz läuft nach der Schule nach Hause. Schlagwörter Nachhaltigkeitsscore [0 bis +2 Punkte: Umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = +1, wenn dabei positives Sentiment = +2] Nicht-Nachhaltigkeitsscore [0 bis -2 Punkte: Nicht umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = -1, wenn dabei positives Sentiment = -2] Schulweg, zu Fuß 1 0 Gesamt: 1 0 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht A.3 Vorlagen der Medienanalyse: Die Rosenheim-Cops Im Folgenden sind die Medienanalysevorlagen des Formats Die Rosenheim-Cops zu sehen. A.3.1 Die Rosenheim-Cops: Folge 1 Format: Die Rosenheim-Cops Titel: Bei drei ist einer zu viel (Staffel 20, Folge 15) Medium: Lineares Fernsehen (ZDF) Drehbuchautor*in: Heike Eva Schmidt Erscheinungsdatum und -uhrzeit: 19.02.2021;19:25 Uhr Dauer [hh:mm:ss]: 00:43:00 Thema: Tod eines Bauunternehmers Inhaltszusammenfassung: Der Bauunternehmer und Lebemann Heiko Berg wurde in seinem Pool ertränkt. Den Kommissaren Stadler und Hansen gelingt es schnell, erste Verdächtige zu ermitteln. Szenen mit Mobilitätsbezug Timecode [hh:mm:sshh:mm:ss] Fortbewegungsmittel (Auswahlliste) Gebietstyp (Auswahlliste) Zweck (Auswahlliste) Verkehrsart (Auswahlliste) Gender der Akteur*innen (Auswahlliste) Sentiment (Auswahlliste) Inhaltsbeschreibung Schlagwörter Nachhaltigkeitsscore [0 bis +2 Punkte: Umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = +1, wenn dabei positives Sentiment = +2] Nicht-Nachhaltigkeitsscore [0 bis -2 Punkte: Nicht umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = -1, wenn dabei positives Sentiment = -2] 00:18:53 00:18:55 Pkw Unbekannt/Nicht anwendbar Unbekannt/Nicht anwendbar Unbekannt/Nicht anwendbar Weiblich Unbekannt/Nicht anwendbar Frau erzählt, dass das große, teure Auto der Grund ist, weshalb ihr Ex-Mann gut bei Frauen ankomme. Hochpreisiger Pkw 0 -1 00:29:56 00:29:58 Pkw Ländlicher Raum Berufliche Wege Motorisierter Individualverkehr Weiblich Neutral Frau fährt mit altem VW-Käfer nach der Arbeit nach Hause. Oldtimer, Arbeitsweg 0 -1 00:40:29 00:40:35 Fernzug Unbekannt/Nicht anwendbar Private Wege Öffentlicher Fernverkehr Männlich Neutral Kommissare unterhalten sich über Verdächtigen, der mit dem Schnellzug gereist ist. Schnellzug 1 0 00:41:25 00:41:37 Fernzug Unbekannt/Nicht anwendbar Private Wege Öffentlicher Fernverkehr Männlich Neutral Verdächtiger berichtet, er sei mit dem Schnellzug gereist, tatsächlich hatte dieser eine Triebwagensstörung und fuhr nicht. Das überführte ihn als Mörder. Schellzug, Triebwagenstörung 1 0 104 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Szenen mit Mobilitätsbezug 2 Gesamt: A.3.2 -2 Die Rosenheim-Cops: Folge 2 Format: Die Rosenheim-Cops Titel: Ein haariger Fall (Staffel 20; Folge 40) Medium: Lineares Fernsehen (ZDF) Drehbuchautor*in: Heike Eva Schmidt Erscheinungsdatum und -uhrzeit: 12.02.2021;19:25 Uhr Dauer [hh:mm:ss]: 00:43:00 Thema: Mord eines Gamsbartbinders Inhaltszusammenfassung: Robert "Rocky" Döbl wurde erstochen. Sein Chef, Gamsbartbinder Hubertus Zirngibl, fand den Angestellten am Morgen tot in seiner Werkstatt. Die Kommissare Hansen und Stadler ermitteln. Szenen mit Mobilitätsbezug Timecode [hh:mm:sshh:mm:ss] Fortbewegungsmittel (Auswahlliste) Gebietstyp (Auswahlliste) Zweck (Auswahlliste) Verkehrsart (Auswahlliste) Gender der Akteur*innen (Auswahlliste) Sentiment (Auswahlliste) Inhaltsbeschreibung Schlagwörter Nachhaltigkeitsscore [0 bis +2 Punkte: Umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = +1, wenn dabei positives Sentiment = +2] Nicht-Nachhaltigkeitsscore [0 bis -2 Punkte: Nicht umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = -1, wenn dabei positives Sentiment = -2] 00:05:17 00:05:18 Pkw Ländlicher Raum Berufliche Wege Motorisierter Individualverkehr Männlich Neutral Kommissar fährt im Dienstauto (Audi) zum Tatort. Pkw, Audi 0 -1 00:32:17 00:32:20 Pkw Urbaner Raum Berufliche Wege Motorisierter Individualverkehr Männlich Neutral Kommissar fährt mit Privatauto (alter Passat) zur Arbeit. Pkw, Passat 0 -1 Gesamt: 0 -2 A.3.3 Die Rosenheim-Cops: Folge 3 Format: Die Rosenheim-Cops Titel: Nur der Wald war Zeuge Medium: Lineares Fernsehen (ZDF) Drehbuchautor*in: Gerhard Ammelburger Erscheinungsdatum und -uhrzeit: 26.01.2021 Dauer [hh:mm:ss]: 43:15:00 105 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Format: Die Rosenheim-Cops Thema: Heimatkrimi Inhaltszusammenfassung: Ein Freund von Frau Stockl wird im Wald erschlagen. Verdächtigt wird die Ehefrau des Opfers sowie eine alte Schulfreundin Frau Stockls. Szenen mit Mobilitätsbezug Timecode [hh:mm:sshh:mm:ss] Fortbewegungsmittel (Auswahlliste) Gebietstyp (Auswahlliste) Zweck (Auswahlliste) Verkehrsart (Auswahlliste) Gender der Akteur*innen (Auswahlliste) Sentiment (Auswahlliste) Inhaltsbeschreibung Schlagwörter Nachhaltigkeitsscore [0 bis +2 Punkte: Umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = +1, wenn dabei positives Sentiment = +2] NichtNachhaltigkeitsscore [0 bis -2 Punkte: Nicht umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = 1, wenn dabei positives Sentiment = -2] 00:00:3700:00:46 Zu Fuß Urbaner Raum Unbekannt/Nicht anwendbar Unbekannt/Nicht anwendbar Weiblich Unbekannt/Nicht anwendbar Frau Hofer läuft zur Polizeiwacht. Zu Fuß 1 0 00:01:5000:02:06 Pkw Ländlicher Raum Freizeitaktivitäten Motorisierter Individualverkehr Weiblich Neutral Frau Stockl fährt mit ihrem Auto vor und kommt beim Treffpunkt zum Waldbaden im Wald an. Pkw 0 -1 00:05:1500:05:29 Zu Fuß Ländlicher Raum Unbekannt/Nicht anwendbar Unbekannt/Nicht anwendbar Weiblich Neutral Frau des Opfers trifft auch bei den Waldfreunden ein, um auch an dem Kurs teilzunehmen. Zu Fuß 1 0 00:06:3900:06:08 Zu Fuß Ländlicher Raum Unbekannt/Nicht anwendbar Unbekannt/Nicht anwendbar Gemischte Gruppe Neutral Eine der Waldfreundinnen kommt angerannt, hat das Opfer gefunden, die anderen rennen zu der Unfallstelle. Rennen 1 0 00:06:4900:07:02 Pkw Ländlicher Raum Berufliche Wege Motorisierter Individualverkehr Männlich Neutral Polizisten kommen mit zwei Pkws, einer Streife und einmal in Zivil, an dem Tatort an. Pkw, Polizei, Zivil 0 -1 00:16:2900:16:39 Zu Fuß Urbaner Raum Berufliche Wege Unbekannt/Nicht anwendbar Weiblich Neutral Frau Stockl läuft auf Arbeit. Zu Fuß 1 0 00:18:3300:18:43 Pkw Ländlicher Raum Unbekannt/Nicht anwendbar Unbekannt/Nicht anwendbar Männlich Neutral Polizist findet Auto des Opfers. Leer stehender Pkw 0 -1 00:21:2900:21:42 Pkw Ländlicher Raum Freizeitaktivitäten Motorisierter Individualverkehr Männlich Neutral Person fährt mit Auto vor. Pkw 0 -1 00:35:0000:35:12 Zu Fuß Ländlicher Raum Freizeitaktivitäten Unbekannt/Nicht anwendbar Männlich Neutral Kommissar ist zu Fuß unterwegs. Zu Fuß 1 0 Gesamt: 5 -4 106 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht A.3.4 Die Rosenheim-Cops: Folge 4 Format: Die Rosenheim-Cops Titel: Die Party ist aus Medium: Lineares Fernsehen (ZDF) Drehbuchautor*in: Julie Fellmann Erscheinungsdatum und -uhrzeit: 02.02.2021 Dauer [hh:mm:ss]: 43:28:00 Thema: Heimatkrimi Inhaltszusammenfassung: Eventmanager J. König wurde auf dem Gelände einer Firma, die Lagerräume vermietet, erschlagen. Er hatte auf diesem Gelände Luxusgüter aus seiner Wohnung in Sicherheit gebracht. Szenen mit Mobilitätsbezug Timecode [hh:mm:sshh:mm:ss] Fortbewegungsmittel (Auswahlliste) Gebietstyp (Auswahlliste) Zweck (Auswahlliste) Verkehrsart (Auswahlliste) Gender der Akteur*innen (Auswahlliste) Sentiment (Auswahlliste) Inhaltsbeschreibung Schlagwörter Nachhaltigkeitsscore [0 bis +2 Punkte: Umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = +1, wenn dabei positives Sentiment = +2] Nicht-Nachhaltigkeitsscore [0 bis -2 Punkte: Nicht umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = -1, wenn dabei positives Sentiment = -2] 00:08:5900:09:07 Pkw Urbaner Raum Berufliche Wege Motorisierter Individualverkehr Männlich Neutral Kommissar fährt mit seinem alten Auto vor und steigt aus. Pkw 0 -1 00:12:2100:13:04 Pkw Urbaner Raum Berufliche Wege Motorisierter Individualverkehr Männlich Neutral Zeuge und Polizisten stehen vor dessen Luxuswagen, in den der Zeuge einsteigen möchte. Luxuswagen, Sportwagen 0 -1 00:31:4500:31:58 Pkw Ländlicher Raum Unbekannt/Nicht anwendbar Motorisierter Individualverkehr Männlich Neutral Person fährt in Cabrio vor und steigt aus. Cabrio 0 -1 00:40:3800:40:46 Pkw Urbaner Raum Unbekannt/Nicht anwendbar Motorisierter Individualverkehr Gemischte Gruppe Neutral Exfrau des Opfers steigt aus ihrem Wagen, zwei Polizisten stehen auf dem Parkplatz und fangen sie ab. Pkw 0 -1 Gesamt: 0 -4 A.4 Vorlagen der Medienanalyse: Köln 50667 Im Folgenden sind die Medienanalysevorlagen des Formats Köln 50667 zu sehen. 107 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht A.4.1 Köln 50667: Folge 1 Format: Köln 50667 Titel: Staffel 9, Folge 2027 Medium: Lineares Fernsehen (RTL 2) und Streamingportal RTL+ Drehbuchautor*in: - Erscheinungsdatum und -uhrzeit: 11.01.2021; 18:00 Uhr Dauer [hh:mm:ss]: 00:45:00 Thema: Geschichten aus dem Leben junger Menschen in Köln Inhaltszusammenfassung: Mit seinen Freunden und Live-Musik der möglichen Hochzeits-Band könnte der Tag für Paco nicht besser starten. Doch Olli wird plötzlich klar, dass er eventuell in den Knast muss, wenn ihre Fake-Ehe auffliegen sollte. Szenen mit Mobilitätsbezug Timecode [hh:mm:sshh:mm:ss] Fortbewegungsmittel (Auswahlliste) Gebietstyp (Auswahlliste) Zweck (Auswahlliste) Verkehrsart (Auswahlliste) Gender der Akteur*innen (Auswahlliste) Sentiment (Auswahlliste) Inhaltsbeschreibung Schlagwörter Nachhaltigkeitsscore [0 bis +2 Punkte: Umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = +1, wenn dabei positives Sentiment = +2] Nicht-Nachhaltigkeitsscore [0 bis -2 Punkte: Nicht umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = -1, wenn dabei positives Sentiment = -2] 00:40:46 00:40:48 Zu Fuß Urbaner Raum Private Wege Nicht-motorisierter Individualverkehr Männlich Neutral Darsteller berichtet, dass er spazieren geht, um einen klaren Kopf zu bekommen. Spaziergang 1 0 00:41:42 00:42:45 Zu Fuß Urbaner Raum Private Wege Nicht-motorisierter Individualverkehr Gemischte Gruppe Neutral Darsteller trifft beim Spaziergang auf Bekannte, die ebenfalls zu Fuß auf dem Weg zu ihm war. Spaziergang 1 0 Gesamt: 2 0 A.4.2 Köln 50667: Folge 2 Format: Köln 50667 Titel: Staffel 9, Folge 2028 Medium: Lineares Fernsehen (RTL 2) und Streamingportal RTL+ Drehbuchautor*in: - Erscheinungsdatum und -uhrzeit: 12.01.2021; 18:00 Uhr Dauer [hh:mm:ss]: 00:45:00 Thema: Geschichten aus dem Leben junger Menschen in Köln 108 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Format: Köln 50667 Inhaltszusammenfassung: Oskar erwischt Luca und Samantha beim Kiffen. Oskar macht Luca klar, dass dieser so nicht weitermachen kann und sich endlich von Samantha und den Drogen Szenen mit Mobilitätsbezug Timecode [hh:mm:sshh:mm:ss] Fortbewegungsmittel (Auswahlliste) Gebietstyp (Auswahlliste) Zweck (Auswahlliste) Verkehrsart (Auswahlliste) Gender der Akteur*innen (Auswahlliste) Sentiment (Auswahlliste) Inhaltsbeschreibung Schlagwörter Nachhaltigkeitsscore [0 bis +2 Punkte: Umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = +1, wenn dabei positives Sentiment = +2] NichtNachhaltigkeitsscore [0 bis -2 Punkte: Nicht umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = 1, wenn dabei positives Sentiment = -2] 00:20:55 00:22:27 Zu Fuß Urbaner Raum Private Wege Nicht-motorisierter Individualverkehr Männlich Neutral Zwei Darsteller laufen gemeinsam auf einem Fußweg nach Hause und streiten sich. Fußweg 1 0 00:36:12 00:36:26 Zu Fuß Unbekannt/Nicht anwendbar Private Wege Nicht-motorisierter Individualverkehr Männlich Neutral Vater geht mit Kinderwagen spazieren. Kinderwagen, Spaziergang 1 0 Gesamt: 2 0 A.4.3 Köln 50667: Folge 3 Format: Köln 50667 Titel: Staffel 9, Folge 2029 Medium: Lineares Fernsehen (RTL 2) und Streamingportal RTL+ Drehbuchautor*in: - Erscheinungsdatum und -uhrzeit: 13.01.2021; 18:00 Uhr Dauer [hh:mm:ss]: 00:42:37 Thema: Geschichten aus dem Leben junger Menschen in Köln Inhaltszusammenfassung: Diesmal hat Olli den Bogen wohl tatsächlich überspannt: Er hatte Sex mit Frau Wilger von der Ausländerbehörde. Jetzt ist er untröstlich, dass er gerade dieser Frau gegenüber dermaßen die Kontrolle über sich verloren hat… Szenen mit Mobilitätsbezug Timecode [hh:mm:sshh:mm:ss] Fortbewegungsmittel (Auswahlliste) Gebietstyp (Auswahlliste) Zweck (Auswahlliste) Verkehrsart (Auswahlliste) Gender der Akteur*innen (Auswahlliste) 109 Sentiment (Auswahlliste) Inhaltsbeschreibung Schlagwörter Nachhaltigkeitsscore [0 bis +2 Punkte: Umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = +1, wenn dabei positives Sentiment = +2] Nicht-Nachhaltigkeitsscore [0 bis -2 Punkte: Nicht umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = -1, wenn dabei positives Sentiment = -2] TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Szenen mit Mobilitätsbezug 00:09:40 00:09:55 A.4.4 Zu Fuß Urbaner Raum Freizeitaktivitäten Nicht-motorisierter Individualverkehr Weiblich Positiv Darstellerin erzählt, dass sie spazieren möchte, weil das Wetter schön ist und spazieren ihr viel Freude bereitet. Spaziergang, Freizeitaktivität 2 0 Gesamt: 2 0 Köln 50667: Folge 4 Format: Köln 50667 Titel: Staffel 9, Folge 2030 Medium: Lineares Fernsehen (RTL 2) und Streamingportal RTL+ Drehbuchautor*in: - Erscheinungsdatum und -uhrzeit: 14.01.2021; 18:05 Uhr Dauer [hh:mm:ss]: 00:42:19 Thema: Geschichten aus dem Leben junger Menschen in Köln Inhaltszusammenfass ung: Heute ist für Kevin ein Freudentag: Endlich kann er seine Zoe aus dem Krankenhaus abholen! Natürlich ist ihm durch ihren Anfall einmal mehr klar geworden, wie begrenzt ihre gemeinsame Zeit ist, aber er stürzt sich immer mehr in die Aufgabe, das Beste daraus zu machen. Dabei bekommt er gar nicht mit, dass Zoe ihm dringend etwas sagen muss... Szenen mit Mobilitätsbezug Timecode [hh:mm:sshh:mm:ss] Fortbewegungsmittel (Auswahlliste) Gebietstyp (Auswahlliste) Zweck (Auswahlliste) Verkehrsart (Auswahlliste) Gender der Akteur*innen (Auswahlliste) Sentiment (Auswahlliste) Inhaltsbeschreibung Schlagwörter Nachhaltigkeitsscore [0 bis +2 Punkte: Umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = +1, wenn dabei positives Sentiment = +2] NichtNachhaltigkeitsscore [0 bis -2 Punkte: Nicht umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = 1, wenn dabei positives Sentiment = -2] 00:10:24 00:10:25 Motorrad Urbaner Raum Freizeitaktivitäten Motorisierter Individualverkehr Männlich Positiv Darsteller kauft Motorrad für Freizeitausflüge und fährt damit los. Motorradausflug, Freizeitaktivität 0 -2 00:20:59 00:22:20 Motorrad Urbaner Raum Freizeitaktivitäten Motorisierter Individualverkehr Gemischte Gruppe Positiv Darsteller zeigt seiner Freundin das gekaufte Motorrad und die er berichten, wie toll Motorrad-Ausflüge sind. Sie stimmt zu. Motorradausflug, Überraschung, Freizeitaktivität 0 -2 110 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Szenen mit Mobilitätsbezug 00:25:57 00:26:45 Motorrad Unbekannt/Nicht anwendbar Freizeitaktivitäten Motorisierter Individualverkehr Gemischte Gruppe Negativ Darsteller fährt sehr schnell mit dem Motorrad. Seine Freundin bittet ihn, langsamer zu fahren. Daher streiten sie sich. Motorradausflug, Freizeitaktivität, Tempofahrt 0 -1 00:39:38 00:39:50 Motorrad Ländlicher Raum Freizeitaktivitäten Motorisierter Individualverkehr Gemischte Gruppe Negativ Darsteller und Freundin beenden ihre Motorrad-Tour. Mann hatte sehr viel Spaß, seine Freundin ist sauer, weil er zu schnell gefahren ist. Sie will nicht mit ihm zurückfahren. Motorradausflug, Streit, Tempofahrt 0 -1 00:41:35 00:41:42 Pkw Ländlicher Raum Private Wege Motorisierter Individualverkehr Gemischte Gruppe Neutral Frau ruft Kumpel an und bittet ihn, sie mit dem Auto abzuholen. Pkw 0 -1 00:41:55 Motorrad Ländlicher Raum Freizeitaktivitäten Motorisierter Individualverkehr Männlich Negativ Mann ist sauer auf Freundin und fährt sehr schnell nach Hause. Motorradausflug, Streit, Tempofahrt 0 -1 Gesamt: 0 -8 A.4.5 Köln 50667: Folge 5 Format: Köln 50667 Titel: Staffel 9, Folge 2031 Medium: Lineares Fernsehen (RTL 2) und Streamingportal RTL+ Drehbuchautor*in: - Erscheinungsdatum und uhrzeit: 15.01.2021; 18:05 Uhr Dauer [hh:mm:ss]: 00:43:57 Thema: Geschichten aus dem Leben junger Menschen in Köln Inhaltszusammenfassung: Vince verspricht Meike, einen Gang runterzuschalten und sich und andere nicht mehr in Gefahr zu bringen. Doch schon bald ist die Sucht nach dem Adrenalin-Kick stärker: Vince begibt sich erneut auf eine höchst riskante Motorradfahrt… 111 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Szenen mit Mobilitätsbezug Timecode [hh:mm:sshh:mm:ss] Fortbewegungsmittel (Auswahlliste) Gebietstyp (Auswahlliste) Zweck (Auswahlliste) Verkehrsart (Auswahlliste) Gender der Akteur*innen (Auswahlliste) Sentiment (Auswahlliste) Inhaltsbeschreibung Schlagwörter Nachhaltigkeitsscore [0 bis +2 Punkte: Umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = +1, wenn dabei positives Sentiment = +2] Nicht-Nachhaltigkeitsscore [0 bis -2 Punkte: Nicht umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = -1, wenn dabei positives Sentiment = -2] 00:06:41 00:06:43 Motorrad Urbaner Raum Private Wege Motorisierter Individualverkehr Männlich Unbekannt/Nicht anwendbar Mann steigt von Motorrad ab. Motorrad 0 -1 00:18:45 00:20:47 Fernbus Urbaner Raum Reise Motorisierter Individualverkehr (Shared) Weiblich Unbekannt/Nicht anwendbar Darstellerin wartet an Bushaltestelle und weint stark. Bushaltestelle, Fernbus 1 0 00:27:03 00:27:26 Fernbus Urbaner Raum Reise Motorisierter Individualverkehr (Shared) Weiblich Unbekannt/Nicht anwendbar Fernbus kommt an Haltestelle an, Mädchen steigt nicht ein. Bushaltestelle, Fernbus 1 0 00:41:53 00:42:20 Motorrad Unbekannt/Nicht anwendbar Private Wege Motorisierter Individualverkehr Männlich Unbekannt/Nicht anwendbar Mann bekommt Jobabsage und steigt wutentbrannt auf Motorrad, um sich abzureagieren. Motorrad, schnelles Fahren 0 -1 Gesamt: 2 -2 A.4.6 Köln 50667: Folge 6 Format: Köln 50667 Titel: Staffel 9, Folge 2032 Medium: Lineares Fernsehen (RTL 2) und Streamingportal RTL+ Drehbuchautor*in: - Erscheinungsdatum und uhrzeit: 18.01.2021; 18:05 Uhr Dauer [hh:mm:ss]: 00:42:09 Thema: Geschichten aus dem Leben junger Menschen in Köln Inhaltszusammenfassung: Jule und Marc geht es auf ihrer Flucht immer dreckiger. Marcs Verletzung hat sich offenbar entzündet, Jule befürchtet eine Sepsis. Doch sie bekommt Marc partout nicht dazu, ins Krankenhaus zu gehen. Er weicht nicht von ihrer Seite… 112 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Szenen mit Mobilitätsbezug Timecode [hh:mm:sshh:mm:ss] Fortbewegungsmittel (Auswahlliste) Gebietstyp (Auswahlliste) Zweck (Auswahlliste) Verkehrsart (Auswahlliste) Gender der Akteur*innen (Auswahlliste) Sentiment (Auswahlliste) Inhaltsbeschreibung Schlagwörter Nachhaltigkeitsscore [0 bis +2 Punkte: Umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = +1, wenn dabei positives Sentiment = +2] NichtNachhaltigkeitsscore [0 bis -2 Punkte: Nicht umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = 1, wenn dabei positives Sentiment = -2] 00:12:20 00:12:23 Pkw Unbekannt/Nicht anwendbar Private Wege Motorisierter Individualverkehr Gemischte Gruppe Neutral Mann und Frau fahren im Pkw zum Arzt um die gefährliche Wunde des Mannes versorgen zu lassen. Pkw, Notfall 0 -1 00:22:30 00:22:35 Zu Fuß Urbaner Raum Private Wege Nicht-motorisierter Individualverkehr Gemischte Gruppe Neutral Darsteller spazieren/ laufen nach Hause und streiten dabei. Heimweg, Streit 1 0 00:41:30 00:41:45 Pkw Ländlicher Raum Private Wege Motorisierter Individualverkehr Gemischte Gruppe Neutral Darsteller fliehen im Auto vor Polizei. Flucht, Pkw, Polizei 0 -1 Gesamt: 1 -2 A.4.7 Köln 50667: Folge 7 Format: Köln 50667 Titel: Staffel 9, Folge 2033 Medium: Lineares Fernsehen (RTL 2) und Streamingportal RTL+ Drehbuchautor*in: - Erscheinungsdatum und uhrzeit: 19.01.2021; 18:05 Uhr Dauer [hh:mm:ss]: 00:42:58 Thema: Geschichten aus dem Leben junger Menschen in Köln Inhaltszusammenfassung: Diego sucht mit Kevins Hilfe verzweifelt nach einer riesengroßen Vogelspinne, die irgendwo in der WG sein muss. Vor Patrick, der eine ausgeprägte Spinnenphobie hat, will er das tunlichst verheimlichen, was aber nur bis zu einem gewissen Zeitpunkt gutgeht... Szenen mit Mobilitätsbezug Timecode [hh:mm:sshh:mm:ss] Fortbewegungsmittel (Auswahlliste) Gebietstyp (Auswahlliste) Zweck (Auswahlliste) Verkehrsart (Auswahlliste) Gender der Akteur*innen (Auswahlliste) 113 Sentiment (Auswahlliste) Inhaltsbeschreibung Schlagwörter Nachhaltigkeitsscore [0 bis +2 Punkte: Umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = +1, wenn dabei positives Sentiment = +2] Nicht-Nachhaltigkeitsscore [0 bis -2 Punkte: Nicht umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = -1, wenn dabei positives Sentiment = -2] TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Szenen mit Mobilitätsbezug 00:00:53 00:00:59 Pkw Ländlicher Raum Private Wege Motorisierter Individualverkehr Gemischte Gruppe Neutral Darsteller sind im Auto auf der Flucht vor der Polizei. Pkw, Flucht 0 -1 00:23:20 00:23:55 Zu Fuß Urbaner Raum Freizeitaktivitäten Unbekannt/Nicht anwendbar Weiblich Neutral Frau geht mit Kinderwagen spazieren. Spaziergang, Kinderwagen 1 0 00:28:35 00:30:40 Zu Fuß Urbaner Raum Private Wege Unbekannt/Nicht anwendbar Weiblich Neutral Frau flieht zu Fuß vor der Polizei und läuft durch die Stadt. Flucht 1 0 Gesamt: 2 -1 A.4.8 Köln 50667: Folge 8 Format: Köln 50667 Titel: Staffel 9, Folge 2034 Medium: Lineares Fernsehen (RTL 2) und Streamingportal RTL+ Drehbuchautor*in: - Erscheinungsdatum und -uhrzeit: 20.01.2021; 18:05 Uhr Dauer [hh:mm:ss]: 00:44:10 Thema: Geschichten aus dem Leben junger Menschen in Köln Inhaltszusammenfassung: Als Zoe beim Frühstück bemerkt, dass ihre Sehkraft auf dem linken Auge nachlässt, bekommt sie Panik. Doch sie verrät Kevin zunächst nichts und verbringt mit ihm einen tollen Tag auf einem Bauplatz… Szenen mit Mobilitätsbezug Timecode [hh:mm:sshh:mm:ss] Fortbewegungsmittel (Auswahlliste) Gebietstyp (Auswahlliste) Zweck (Auswahlliste) Verkehrsart (Auswahlliste) Gender der Akteur*innen (Auswahlliste) Sentiment (Auswahlliste) Inhaltsbeschreibung Schlagwörter Nachhaltigkeitsscore [0 bis +2 Punkte: Umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = +1, wenn dabei positives Sentiment = +2] Nicht-Nachhaltigkeitsscore [0 bis -2 Punkte: Nicht umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = -1, wenn dabei positives Sentiment = -2] 00:01:20 00:01:30 Lkw Unbekannt/Nicht anwendbar Private Wege Motorisierter Individualverkehr Gemischte Gruppe Negativ Zwielichtiger LKWFahrer bietet Darstellerin an, sie mit seinem LKW mitzunehmen. LKW, per Anhalter fahren 0 -1 00:12:10 00:12:30 Sonstiges Urbaner Raum Freizeitaktivitäten Motorisierter Individualverkehr Gemischte Gruppe Positiv Darstellerin erfüllt Freundin einen Wunsch und lässt sie auf einer Baustelle mit einem Bagger fahren. Bagger, Baustelle 0 -2 114 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Szenen mit Mobilitätsbezug 00:18:50 00:19:10 Pkw Ländlicher Raum Private Wege Motorisierter Individualverkehr Weiblich Neutral Darstellerin lernt Frau im Wohnmobil kennen, die ihr anbietet sie mitzunehmen. Wohnmobil 0 -1 00:29:00 00:29:20 Pkw Ländlicher Raum Private Wege Motorisierter Individualverkehr Weiblich Neutral Die beiden werden im Wohnmobil von der Polizei angehalten. Wohnmobil 0 -1 Gesamt: 0 -5 A.4.9 Köln 50667: Folge 9 Format: Köln 50667 Titel: Staffel 9, Folge 2035 Medium: Lineares Fernsehen (RTL 2) und Streamingportal RTL+ Drehbuchautor*in: - Erscheinungsdatum und uhrzeit: 21.01.2021; 18:05 Uhr Dauer [hh:mm:ss]: 00:44:45 Thema: Geschichten aus dem Leben junger Menschen in Köln Inhaltszusammenfassung: Um Jule vielleicht in irgendeiner Form helfen zu können, hat sich Marc selbst aus dem Krankenhaus entlassen. Zu Hause folgt allerdings postwendend der Dämpfer. In der WG wird er ständig an sein nicht eingehaltenes Versprechen erinnert… Szenen mit Mobilitätsbezug Timecode [hh:mm:sshh:mm:ss] 00:15:40 00:16:20 Fortbewegungsmittel (Auswahlliste) Taxi Gebietstyp (Auswahlliste) Urbaner Raum Zweck (Auswahlliste) Verkehrsart (Auswahlliste) Freizeitaktivitäten Motorisierter Individualverkehr Gender der Akteur*innen (Auswahlliste) Gemischte Gruppe Sentiment (Auswahlliste) Positiv 115 Inhaltsbeschreibung Darsteller überrascht Freundin mit dem Taxi einer Freundin, dass sie nach ihrer bestandenen Fahrprüfung fahren darf. Schlagwörter Nachhaltigkeitsscore [0 bis +2 Punkte: Umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = +1, wenn dabei positives Sentiment = +2] Nicht-Nachhaltigkeitsscore [0 bis -2 Punkte: Nicht umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = -1, wenn dabei positives Sentiment = -2] Fahrprüfung, Taxi 0 -2 Gesamt: 0 -2 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht A.4.10 Köln 50667: Folge 10 Format: Köln 50667 Titel: Staffel 9, Folge 2036 Medium: Lineares Fernsehen (RTL 2) und Streamingportal RTL+ Drehbuchautor*in: - Erscheinungsdatum und uhrzeit: 22.01.2021; 18:05 Uhr Dauer [hh:mm:ss]: 00:42:56 Thema: Geschichten aus dem Leben junger Menschen in Köln Inhaltszusammenfassung: Sam ist in vielerlei Hinsicht sauer auf Patrick. Allem Anschein nach torpediert er die Suche nach einer gemeinsamen Wohnung. Nachdem er eine Besichtigung offenbar verschwitzt hatte, ist die fast schon sichere Zusage für eine Wohnung auch noch an seiner Nörgelei gescheitert. Szenen mit Mobilitätsbezug Timecode [hh:mm:sshh:mm:ss] 00:42:00 00:42:20 A.4.11 Fortbewegungsmittel (Auswahlliste) Zu Fuß Gebietstyp (Auswahlliste) Ländlicher Raum Zweck (Auswahlliste) Private Wege Verkehrsart (Auswahlliste) Nicht-motorisierter Individualverkehr Gender der Akteur*innen (Auswahlliste) Weiblich Sentiment (Auswahlliste) Neutral Inhaltsbeschreibung Frau befindet sich auf der Flucht und läuft im Wald. Schlagwörter Nachhaltigkeitsscore [0 bis +2 Punkte: Umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = +1, wenn dabei positives Sentiment = +2] Nicht-Nachhaltigkeitsscore [0 bis -2 Punkte: Nicht umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = -1, wenn dabei positives Sentiment = -2] Flucht 1 0 Gesamt: 1 0 Köln 50667: Folge 11 Format: Köln 50667 Titel: Staffel 9, Folge 2037 Medium: Lineares Fernsehen (RTL 2) und Streamingportal RTL+ Drehbuchautor*in: - Erscheinungsdatum und uhrzeit: 25.01.2021; 18:05 Uhr Dauer [hh:mm:ss]: 0:42:20 Thema: Freundschaft, Liebe und Streitigkeiten im WG-Leben Inhaltszusammenfassung: Kevin will mit Zoe einen Roadtrip unternehmen und vergisst für die Übernachtung die Schlafsäcke. Die beiden stehlen im Kaufhaus einen Schlafsack, werden leider erwischt. In der Zwischenzeit scheint die Lage zwischen zwei WG-Mitgliedern zu eskalieren. 116 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Szenen mit Mobilitätsbezug Timecode [hh:mm:sshh:mm:ss] Fortbewegungsmittel (Auswahlliste) Gebietstyp (Auswahlliste) Zweck (Auswahlliste) Verkehrsart (Auswahlliste) Gender der Akteur*innen (Auswahlliste) Sentiment (Auswahlliste) Inhaltsbeschreibung Schlagwörter Nachhaltigkeitsscore [0 bis +2 Punkte: Umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = +1, wenn dabei positives Sentiment = +2] Nicht-Nachhaltigkeitsscore [0 bis -2 Punkte: Nicht umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = -1, wenn dabei positives Sentiment = -2] 00:00:0500:00:27 Pkw Urbaner Raum Freizeitaktivitäten Motorisierter Individualverkehr (Shared) Gemischte Gruppe Positiv Rückblick: männlicher Akteur hat einen Van für einen Roadtrip besorgt und überrascht damit eine Freundin. Van, Roadtrip 0 -1 00:01:4600:01:54 Pkw Urbaner Raum Freizeitaktivitäten Motorisierter Individualverkehr (Shared) Gemischte Gruppe Positiv männlicher Akteur verrät Freundin, dass sie in dem Van auch übernachten - Sie freut sich sehr darüber. Van, Roadtrip 0 -1 00:08:2000:19:50 Pkw Unbekannt/Nicht anwendbar Freizeitaktivitäten Motorisierter Individualverkehr (Shared) Gemischte Gruppe Neutral Die beiden Freunde sind mittlerweile mit dem Van auf der Autobahn in Richtung Freizeitparkt. Van, Autobahn 0 -1 00:16:3400:26:44 Zu Fuß Urbaner Raum Freizeitaktivitäten Unbekannt/Nicht anwendbar Männlich Neutral Akteur ist zu Fuß auf den Weg zu einer Party. Zu Fuß 1 0 00:28:4000:30:51 Pkw Unbekannt/Nicht anwendbar Freizeitaktivitäten Motorisierter Individualverkehr (Shared) Gemischte Gruppe Neutral Freunde sitzen im Van und quatschen. Van als Aufenthaltsort 0 -1 Gesamt: 1 -4 A.4.12 Köln 50667: Folge 12 Format: Köln 50667 Titel: Staffel 9, Folge 2038 Medium: Lineares Fernsehen (RTL 2) und Streamingportal RTL+ Drehbuchautor*in: - Erscheinungsdatum und uhrzeit: 26.01.2021, 18:05 Dauer [hh:mm:ss]: 0:44:14 Thema: Freundschaft, Liebe und Streitigkeiten im WG-Leben Inhaltszusammenfassung: Der Streit in der WG zwischen zwei Mitbewohnerinnen führt zu einer Trennung und einem Auszug. Ein Missverständnis zwischen einem Paar kann aufgelöst werden und die beiden Freunde im Freizeitpark versuchen trotz der geschlossenen Türen, einen schönen Tag zu verbringen. 117 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Szenen mit Mobilitätsbezug Timecode [hh:mm:sshh:mm:ss] Fortbewegungsmittel (Auswahlliste) Gebietstyp (Auswahlliste) Zweck (Auswahlliste) Verkehrsart (Auswahlliste) Gender der Akteur*innen (Auswahlliste) Sentiment (Auswahlliste) Inhaltsbeschreibung Schlagwörter Nachhaltigkeitsscore [0 bis +2 Punkte: Umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = +1, wenn dabei positives Sentiment = +2] Nicht-Nachhaltigkeitsscore [0 bis -2 Punkte: Nicht umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = -1, wenn dabei positives Sentiment = -2] 00:08:1000:09:59 Zu Fuß Ländlicher Raum Freizeitaktivitäten Unbekannt/Nicht anwendbar Gemischte Gruppe Neutral Zwei Freunde spazieren durch den, für den Winter geschlossenen Freizeitpark. Spazieren 1 0 00:13:0200:14:11 Zu Fuß Urbaner Raum Private Wege Unbekannt/Nicht anwendbar Weiblich Neutral Zwei Freundinnen machen einen Spaziergang, um über die Beziehungsprobleme der einen zu sprechen. Spazieren 1 0 00:19:2800:22:00 Pkw Unbekannt/Nicht anwendbar Freizeitaktivitäten Unbekannt/Nicht anwendbar Gemischte Gruppe Neutral Zwei Freunde sitzen im stillstehenden Auto, erholen sich und quatschen miteinander. Van als Aufenthaltsort 0 -1 00:32:2600:32:40 Zu Fuß Ländlicher Raum Freizeitaktivitäten Unbekannt/Nicht anwendbar Gemischte Gruppe Neutral Zwei Freunde spazieren erneut durch den Freizeitpark. Spazieren 1 0 Gesamt: 3 -1 A.4.13 Köln 50667: Folge 13 Format: Köln 50667 Titel: Staffel 9, Folge 2039 Medium: Lineares Fernsehen (RTL 2) und Streamingportal RTL+ Drehbuchautor*in: - Erscheinungsdatum und uhrzeit: 27.01.2021 Dauer [hh:mm:ss]: 0:45:17 Thema: Freundschaft, Liebe und Streitigkeiten im WG-Leben Inhaltszusammenfassung: Kevin und Zoe verstecken sich im Freizeitpark, werden aber morgens von einem Wachmann entdeckt. 118 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Szenen mit Mobilitätsbezug Timecode [hh:mm:sshh:mm:ss] Fortbewegungsmittel (Auswahlliste) Gebietstyp (Auswahlliste) Zweck (Auswahlliste) Verkehrsart (Auswahlliste) Gender der Akteur*innen (Auswahlliste) Sentiment (Auswahlliste) Inhaltsbeschreibung Schlagwörter Nachhaltigkeitsscore [0 bis +2 Punkte: Umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = +1, wenn dabei positives Sentiment = +2] Nicht-Nachhaltigkeitsscore [0 bis -2 Punkte: Nicht umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = -1, wenn dabei positives Sentiment = -2] 00:00:4800:01:02 Zu Fuß Unbekannt/Nicht anwendbar Private Wege Unbekannt/Nicht anwendbar Gemischte Gruppe Neutral Die beiden Freunde im Freizeitparkt sind auf der Flucht vor dem Security-Wächter, der in dem geschlossenen Freizeitpark seine Nachtrunde dreht. Wegrennen 0 -1 00:08:5100:09:54 Pkw Urbaner Raum Private Wege Motorisierter Individualverkehr Männlich Negativ Akteur möchte seine vermisste Freundin suchen und versucht mit Auto seines WGMB loszufahren. Auto springt nicht an, Person flucht. Startschwierigkeiten, Pkw 0 -1 Gesamt: 4 -2 A.4.14 Köln 50667: Folge 14 Format: Köln 50667 Titel: Staffel 9, Folge 2040 Medium: Lineares Fernsehen (RTL 2) und Streamingportal RTL+ Drehbuchautor*in: - Erscheinungsdatum und -uhrzeit: 28.01.2021 Dauer [hh:mm:ss]: 00:45:22 Thema: Freundschaft, Liebe und Streitigkeiten im WG-Leben Inhaltszusammenfassung: Die Gefühle zwischen zwei Freunden führen zu einer Trennung und einem Auszug aus der WG. Szenen mit Mobilitätsbezug Timecode [hh:mm:sshh:mm:ss] Fortbewegungsmittel (Auswahlliste) Gebietstyp (Auswahlliste) Zweck (Auswahlliste) Verkehrsart (Auswahlliste) Gender der Akteur*innen (Auswahlliste) 119 Sentiment (Auswahlliste) Inhaltsbeschreibung Schlagwörter Nachhaltigkeitsscore [0 bis +2 Punkte: Umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = +1, wenn dabei positives Sentiment = +2] Nicht-Nachhaltigkeitsscore [0 bis -2 Punkte: Nicht umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = -1, wenn dabei positives Sentiment = -2] TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Szenen mit Mobilitätsbezug 00:06:3200:06:53 Zu Fuß Urbaner Raum Private Wege Unbekannt/Nicht anwendbar Weiblich Unbekannt/Nicht anwendbar Bo ist auf dem Weg zur WG um noch ein paar ihrer Sachen zu holen. Vor dem Haus trifft sie auf die frisch von Toni getrennte Fee. Zu Fuß 1 0 00:14:1900:15:17 Pkw Urbaner Raum Unbekannt/Nicht anwendbar Motorisierter Individualverkehr Gemischte Gruppe Neutral Kevin sitzt nach seiner Rückkehr von dem Freizeitpark abgeschlagen im Auto. Eine Freundin findet ihn. Van als Aufenthaltsort 0 -1 00:34:2600:35:58 Zu Fuß Ländlicher Raum Private Wege Unbekannt/Nicht anwendbar Männlich Unbekannt/Nicht anwendbar Olli und Toni sind zu Fuß unterwegs zu einer Hütte im Wald, wo Bo auf die beiden wartet. Zu Fuß 1 0 Gesamt: 2 -1 A.4.15 Köln 50667: Folge 15 Format: Köln 50667 Titel: Staffel 9, Folge 2041 Medium: Lineares Fernsehen (RTL 2) und Streamingportal RTL+ Drehbuchautor*in: - Erscheinungsdatum und -uhrzeit: 29.01.2021 Dauer [hh:mm:ss]: 00:44:42 Thema: Freundschaft, Liebe und Streitigkeiten im WG-Leben Inhaltszusammenfassung: Marc sucht immer noch nach seiner Frau Jule, die auf der Flucht ist. Inzwischen muss er nach einem Aussetzer in Polizei-Gewahrsam. Szenen mit Mobilitätsbezug Timecode [hh:mm:sshh:mm:ss] 00:40:3200:42:07 Fortbewegungsmittel (Auswahlliste) Fernbus Gebietstyp (Auswahlliste) Unbekannt/Nicht anwendbar Zweck (Auswahlliste) Reise Verkehrsart (Auswahlliste) Öffentlicher Fernverkehr Gender der Akteur*innen (Auswahlliste) Weiblich Sentiment (Auswahlliste) Neutral 120 Inhaltsbeschreibung Jule möchte ein Busticket von Polen in die Slowakei kaufen, hat aber nicht genug Geld. Ticket ist zu teuer. Schlagwörter Bus, Auslandsreise Nachhaltigkeitsscore [0 bis +2 Punkte: Umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = +1, wenn dabei positives Sentiment = +2] 1 Nicht-Nachhaltigkeitsscore [0 bis -2 Punkte: Nicht umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = -1, wenn dabei positives Sentiment = -2] 0 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Szenen mit Mobilitätsbezug Gesamt: A.4.16 1 0 Köln 50667: Folge 16 Format: Köln 50667 Titel: Staffel 9, Folge 2041 Medium: Lineares Fernsehen (RTL 2) und Streamingportal RTL+ Drehbuchautor*in: - Erscheinungsdatum und -uhrzeit: 01.02.2021, 18:05 Dauer [hh:mm:ss]: 00:43:13 Thema: Freundschaft, Liebe und Streitigkeiten im WG-Leben Inhaltszusammenfassung: Liebesdrama zwischen Oskar, Luca und Cleo. Szenen mit Mobilitätsbezug Timecode [hh:mm:sshh:mm:ss] Fortbewegungsmittel (Auswahlliste) Gebietstyp (Auswahlliste) Zweck (Auswahlliste) Verkehrsart (Auswahlliste) Gender der Akteur*innen (Auswahlliste) Sentiment (Auswahlliste) Inhaltsbeschreibung Schlagwörter Nachhaltigkeitsscore [0 bis +2 Punkte: Umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = +1, wenn dabei positives Sentiment = +2] Nicht-Nachhaltigkeitsscore [0 bis -2 Punkte: Nicht umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = -1, wenn dabei positives Sentiment = -2] 00:02:4400:02:45 Pkw Ländlicher Raum Private Wege Motorisierter Individualverkehr (Shared) Männlich Neutral Marc und Freund steigen ins Auto um nach Jule zu suchen. Pkw 0 -1 00:05:2800:05:35 Motorrad Urbaner Raum Private Wege Motorisierter Individualverkehr Männlich Positiv Freundin erzählt, dass ihr Freund mit dem Motorrad schnell Brötchen holt. Motorrad, Schnell 0 -2 00:06:0300:06:24 Motorrad Ländlicher Raum Private Wege Motorisierter Individualverkehr Männlich Positiv Vince gibt mit seinem Motorrad Vollgas und denkt "laut", wie sehr er Motorradfahren liebt, wegen Adrenalinkick und Geschwindigkeit Motorrad, Adrenalinkick, Schnell 0 -2 00:07:0400:07:32 Motorrad Urbaner Raum Private Wege Motorisierter Individualverkehr Männlich Neutral Vince hat fast einen Unfall mit einem Pkw, der ihm die Vorfahrt nimmt. Er wird kurz laut, genießt aber den extra Adrenalinkick. Motorrad, Adrenalinkick, (fast) Unfall 0 -1 121 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Szenen mit Mobilitätsbezug 00:12:1600:15:00 Motorrad Urbaner Raum Private Wege Motorisierter Individualverkehr Männlich Negativ Vince wird vor seinem Haus von der Polizei abgefangen, als er mit seinem Motorrad ankommt. Er wird wegen vermehrter Geschwindigkeitsverstöße angesprochen. Motorrad, Radarfalle, 0 -1 00:15:1700:16:05 Pkw Ländlicher Raum Private Wege Motorisierter Individualverkehr (Shared) Männlich Neutral Marc und Freund sitzen frustriert im Auto und unterhalten sich. Pkw als Aufenthaltsort 0 -1 00:17:0700:17:30 Pkw Ländlicher Raum Private Wege Motorisierter Individualverkehr (Shared) Männlich Neutral Marc und Freund sitzen frustriert im Auto, als sie einen Anruf bekommen. Pkw als Aufenthaltsort 0 -1 00:17:5300:18:32 Pkw Ländlicher Raum Private Wege Motorisierter Individualverkehr (Shared) Männlich Neutral Marc und Freund sitzen im Auto und fahren zu einer neuen Destination. Pkw als Aufenthaltsort 0 -1 00:18:4600:20:55 Fernbus Ländlicher Raum Reise Öffentlicher Fernverkehr Weiblich Negativ Jules Bus steht nicht zur angegeben Uhrzeit da. Als sie fragt, stellt sich heraus, dass der Bus kaputt ist und erst morgen nach Bratislava fährt. Bus, Ausfall, 1 0 00:25:5600:26:10 Motorrad Urbaner Raum Berufliche Wege Motorisierter Individualverkehr Männlich Neutral Vince fährt mit dem Motorrad auf Arbeit. Motorrad 0 -1 00:30:4900:32:52 Zu Fuß Ländlicher Raum Private Wege Unbekannt/Nicht anwendbar Männlich Neutral Marc und Freund laufen an einem Busbahnhof vorbei und sprechen dort eine Passantin nach Jule an. Zu Fuß, Busbahnhof 1 0 00:36:3600:37:50 Zu Fuß Urbaner Raum Private Wege Unbekannt/Nicht anwendbar Gemischte Gruppe Neutral Vince trifft auf der Straße seine Freundin. Zu Fuß, Busbahnhof 1 0 00:37:5000:38:17 Motorrad Urbaner Raum Private Wege Motorisierter Individualverkehr Gemischte Gruppe Neutral Vince hat nur einen Helm und möchte mit seiner Freundin auf dem Motorrad nach Hause fahren. Er bietet ihr seinen Helm an, sie lehnt ab. Er schiebt das Motorrad. Motorrad, Sicherheit 0 -1 00:38:3700:40:08 Zu Fuß Urbaner Raum Private Wege Unbekannt/Nicht anwendbar Männlich Neutral Oskar verlässt die Schule, hat auf dem Vorplatz eine diskursive Auseinandersetzung und geht. Zu Fuß 1 0 00:40:3100:41:20 Zu Fuß Ländlicher Raum Private Wege Unbekannt/Nicht anwendbar Männlich Neutral Marc und Freund sind immer noch auf der Suche nach Jule. Zu Fuß 1 0 Gesamt: 5 -12 122 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht A.4.17 Köln 50667: Folge 17 Format: Köln 50667 Titel: Staffel 9, Folge 2042 Medium: Lineares Fernsehen (RTL 2) und Streamingportal RTL+ Drehbuchautor*in: - Erscheinungsdatum und -uhrzeit: 02.02.2021, 18:05 Dauer [hh:mm:ss]: 00:43:02 Thema: Freundschaft, Liebe und Streitigkeiten im WG-Leben Inhaltszusammenfassung: Marc und Jan sind in Polen auf der Suche nach Jule, als ihr Auto den Geist aufgibt. Kurzerhand klauen die beiden ein Auto, um Jule im Bus hinterher zu fahren. Szenen mit Mobilitätsbezug Timecode [hh:mm:sshh:mm:ss] Fortbewegungsmittel (Auswahlliste) Gebietstyp (Auswahlliste) Zweck (Auswahlliste) Verkehrsart (Auswahlliste) Gender der Akteur*innen (Auswahlliste) Sentiment (Auswahlliste) Inhaltsbeschreibung Schlagwörter Nachhaltigkeitsscore [0 bis +2 Punkte: Umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = +1, wenn dabei positives Sentiment = +2] NichtNachhaltigkeitsscore [0 bis -2 Punkte: Nicht umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = -1, wenn dabei positives Sentiment = -2] 00:02:2200:02:28 Zu Fuß Unbekannt/Nicht anwendbar Private Wege Nichtmotorisierter Individualverkehr (Shared) Männlich Neutral Marc und Jan machen sich auf den Weg zum Busbahnhof. "Das sind nur 200m, die können wir zu Fuß gehen". Zu Fuß, Busbahnhof, kurze Stecke 2 0 00:03:0200:03:14 Zu Fuß Unbekannt/Nicht anwendbar Private Wege Nichtmotorisierter Individualverkehr Weiblich Negativ Jule flüchtet vor einem Übergriffen Polen, der sie am Busbahnhof aus dem Schlaf reißt. In Gedanken ärgert sie sich über "den scheiß Bus". Busbahnhof, kaputtes Fahrzeug, Bus, zu Fuß, 1 0 00:08:0100:09:00 Zu Fuß Urbaner Raum Berufliche Wege Nichtmotorisierter Individualverkehr (Shared) Gemischte Gruppe Neutral Jil möchte mit einem Freund reden, der ist aber auf dem Sprung. Sie begleitet ihn bis zur Haltestelle. Zu Fuß, Haltestelle, Arbeitsweg 1 0 00:10:2700:11:27 Zu Fuß Unbekannt/Nicht anwendbar Private Wege Nichtmotorisierter Individualverkehr (Shared) Männlich Neutral Jan und Marc gelangen am Busbahnhof an, fragen nach Jule und beschließen Richtung Bratislava zu fahren mit ihrem Auto-. Zu Fuß, Busbahnhof, 1 0 123 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Szenen mit Mobilitätsbezug 00:15:1000:15:19 Motorrad Urbaner Raum Unbekannt/Nicht anwendbar Motorisierter Individualverkehr Männlich Neutral Vince möchte einen Kurzfilm zu einem Motorrad-Stunt drehen und besteht darauf, nicht über Fässer, sondern über ein geparktes Auto zu springen. Motorrad, Stunt, riskant, Motorsport 0 -1 00:15:5400:16:30 Pkw Urbaner Raum Private Wege Motorisierter Individualverkehr (Shared) Männlich Negativ Jan und Marc möchten mit ihrem Auto nach Bratislava fahren, doch dieses springt nicht an. Auto, kaputtes Fahrzeug, 0 -2 00:22:1700:23:40 Pkw Urbaner Raum Private Wege Motorisierter Individualverkehr (Shared) Männlich Negativ Jan und Marc stehen immer noch auf dem Parkplatz mit ihrem kaputten Auto. Ein Mechaniker arbeitet an dem Auto und findet heraus, dass die Zündkerzen ausgetauscht werden müssen. Auto, kaputte Zündkerzen, 0 -1 00:23:5000:26:50 Fernbus Unbekannt/Nicht anwendbar Reise Unbekannt/Nicht anwendbar Gemischte Gruppe Neutral Freundin von Jan bekommt einen Anruf, dass sie das polnische Busunternehmen ausfindig machen und den Bus, in dem Jule sitzt, aufhalten soll, bevor diese in Bratislava ankommt. Busunternehmen, Busreise, Fernreise, Langstrecke 1 0 00:30:3500:30:59 Pkw Urbaner Raum Private Wege Nichtmotorisierter Individualverkehr (Shared) Männlich Neutral Marc und Jan stehlen ein Auto um Jule in dem Fernbus hinterher zu fahren. Autodiebstahl, Pkw, Fernbus 0 -1 00:37:1300:37:59 Motorrad Urbaner Raum Private Wege Motorisierter Individualverkehr Gemischte Gruppe Negativ Maike findet Vince und muss feststellen, dass er mit seinem StuntFilm riskante MotorradTricks macht. Sie verlässt die Szene, um sich das nicht mit ansehen zu müssen. Motorrad, Stunt, Gefährlich, riskant, 0 -1 00:42:2200:43:01 Motorrad Urbaner Raum Private Wege Motorisierter Individualverkehr Gemischte Gruppe Negativ Maike stellt Vince zur Rede, weshalb er mit dem Motorrad zu schnell fährt und deswegen die Polizei nach ihm sucht, bzw. warum er sein Leben Motorrad, Stunt, Geschwindigkeitsübertretung 0 -1 124 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Szenen mit Mobilitätsbezug immer wieder aufs Spiel setzt. 6 Gesamt: A.4.18 -7 Köln 50667: Folge 18 Format: Köln 50667 Titel: Staffel 9, Folge 2043 Medium: Lineares Fernsehen (RTL 2) und Streamingportal RTL+ Drehbuchautor*in: - Erscheinungsdatum und -uhrzeit: 03.02.2021; 18:05 Dauer [hh:mm:ss]: 00:42:00 Thema: Freundschaft, Liebe und Streitigkeiten im WG-Leben Inhaltszusammenfassung: Vince verunglückt bei einem Motorrad-Stunt, obwohl er Maike versprochen hatte, sein Leben nicht aufs Spiel zu setzen. Szenen mit Mobilitätsbezug Timecode [hh:mm:sshh:mm:ss] Fortbewegungsmittel (Auswahlliste) Gebietstyp (Auswahlliste) Zweck (Auswahlliste) Verkehrsart (Auswahlliste) Gender der Akteur*innen (Auswahlliste) Sentiment (Auswahlliste) Inhaltsbeschreibung Schlagwörter Nachhaltigkeitsscore [0 bis +2 Punkte: Umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = +1, wenn dabei positives Sentiment = +2] NichtNachhaltigkeitsscore [0 bis -2 Punkte: Nicht umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = 1, wenn dabei positives Sentiment = -2] 00:01:0900:01:40 Motorrad Urbaner Raum Private Wege Motorisierter Individualverkehr Männlich Negativ Vince hat einen Unfall mit dem Motorrad, während er einen Stunt fährt. Seine Freunde und Freundin rufen einen "Krankenwagen". Motorrad, Stunt, riskant, Unfall, verletzt 0 -1 00:01:4400:03:25 Pkw Unbekannt/Nicht anwendbar Private Wege Motorisierter Individualverkehr (Shared) Männlich Neutral Marc und Jan sind in dem geklauten Auto unterwegs, um Jule hinterherzufahren. Die beiden verfahren sich. geklautes Auto, Pkw, von Polen nach Bratislava. 0 -1 00:03:3300:04:18 Pkw Unbekannt/Nicht anwendbar Unbekannt/Nicht anwendbar Motorisierter Individualverkehr (Shared) Gemischte Gruppe Neutral Maike begleitet Vince im Krankenwagen ins Spital. Krankenwagen, 0 -1 125 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Szenen mit Mobilitätsbezug 00:06:3900:07:53 Pkw Ländlicher Raum Private Wege Motorisierter Individualverkehr (Shared) Männlich Negativ Marc und Jan sitzen immer noch im gestohlenen Wagen und sind Jule dicht auf den Fersen. Es kommt zur Sprache, dass alle nur denkbaren Verkehrsregeln gebrochen wurden und die Fahrt mit einem gestohlenen Wagen sehr riskant ist. Pkw, Autobus, gestohlenes Fahrzeug 0 -1 00:14:4700:14:40 Pkw Ländlicher Raum Private Wege Motorisierter Individualverkehr (Shared) Männlich Neutral Marc und Jan fahren immer noch dem Bus hinterher, haben Angst, dass die Polizei sie irgendwann aufhält. Sie halten den Autobus kurzerhand auf offener Straße mit einer Vollbremsung an Pkw, Autobus, gestohlenes Fahrzeug 0 -1 00:20:0400:20:14 Zu Fuß Urbaner Raum Private Wege Nicht-motorisierter Individualverkehr Männlich Neutral Patrick ist zu Fuß auf dem Weg ins Cafe. 1 0 00:27:3300:28:57 Zu Fuß Urbaner Raum Private Wege Nicht-motorisierter Individualverkehr Weiblich Neutral Maike ist zu Fuß unterwegs zum Schrottplatz um das Motorrad von Vince zu holen. 0 -1 00:31.0300:33:50 Zu Fuß Ländlicher Raum Private Wege Nicht-motorisierter Individualverkehr (Shared) Gemischte Gruppe Neutral Jule, Marc und Jan sind zu Fuß auf dem Rückweg zu Jans Auto, das noch in der Werkstatt steht. 0 -1 1 -7 Motorrad, Gesamt: A.4.19 Köln 50667: Folge 19 Format: Köln 50667 Titel: Staffel 9, Folge 2044 Medium: Lineares Fernsehen (RTL 2) und Streamingportal RTL+ Drehbuchautor*in: - Erscheinungsdatum und -uhrzeit: 04.02.2021; 18:05 Dauer [hh:mm:ss]: 00:42:00 Thema: Freundschaft, Liebe und Streitigkeiten im WG-Leben 126 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Format: Köln 50667 Inhaltszusammenfassung: Toni droht die Obdachlosigkeit, nachdem er von seiner Ex aus der WG geworfen wird. Szenen mit Mobilitätsbezug Timecode [hh:mm:sshh:mm:ss] Fortbewegungsmittel (Auswahlliste) Gebietstyp (Auswahlliste) Zweck (Auswahlliste) Verkehrsart (Auswahlliste) Gender der Akteur*innen (Auswahlliste) Sentiment (Auswahlliste) Inhaltsbeschreibung Schlagwörter Nachhaltigkeitsscore [0 bis +2 Punkte: Umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = +1, wenn dabei positives Sentiment = +2] NichtNachhaltigkeitsscore [0 bis -2 Punkte: Nicht umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = -1, wenn dabei positives Sentiment = 2] 00:00:5300:01:44 Pkw Ländlicher Raum Private Wege Motorisierter Individualverkehr (Shared) Gemischte Gruppe neutral Marc, Jan und Jule hauen mit ihrem Auto ab, als sie bei der Werkstatt den Mann wiedersehen, dem sie zuvor sein Auto geklaut hatten. Sie fahren nachhause (Köln). reparierter Pkw 0 -1 00:09:2000:10:41 Pkw Ländlicher Raum Private Wege Motorisierter Individualverkehr (Shared) Gemischte Gruppe neutral Marc, Jan und Jule sitzen im Auto auf dem Weg nach Köln. Pkw, Grenzüberquerung 0 -1 00:36:4200:37:02 Zu Fuß Urbaner Raum Private Wege Nicht-motorisierter Individualverkehr (Shared) Männlich neutral Patrick und Freund sind zu Fuß unterwegs zu einer Verabredung mit seiner Freundin und seiner Ex-Freundin. Zu Fuß 1 0 Gesamt: 1 -2 A.4.20 Köln 50667: Folge 20 Format: Köln 50667 Titel: Staffel 9, Folge 2045 Medium: Lineares Fernsehen (RTL 2) und Streamingportal RTL+ Drehbuchautor*in: - Erscheinungsdatum und -uhrzeit: 05.02.2021; 18:05 Dauer [hh:mm:ss]: 00:43:00 Thema: Freundschaft, Liebe und Streitigkeiten im WG-Leben Inhaltszusammenfassung: Sophia und Jan verbringen den Tag mit der Mutter ihres Kindes. 127 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Szenen mit Mobilitätsbezug Timecode [hh:mm:sshh:mm:ss] Fortbewegungsmittel (Auswahlliste) Gebietstyp (Auswahlliste) Zweck (Auswahlliste) Verkehrsart (Auswahlliste) Gender der Akteur*innen (Auswahlliste) Sentiment (Auswahlliste) Inhaltsbeschreibung Schlagwörter Nachhaltigkeitsscore [0 bis +2 Punkte: Umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = +1, wenn dabei positives Sentiment = +2] Nicht-Nachhaltigkeitsscore [0 bis -2 Punkte: Nicht umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = -1, wenn dabei positives Sentiment = -2] 00:02:2200:02:58 Pkw Urbaner Raum Private Wege Motorisierter Individualverkehr (Shared) Weiblich Neutral Sophia packt gerade alles für den Tagesausflug in den Park in das Auto. Pkw, Ausflug, 0 -1 00:05:1900:06:35 Pkw Urbaner Raum Private Wege Motorisierter Individualverkehr (Shared) Gemischte Gruppe Neutral Jan, Sophia und Jennifer stehen vor dem Auto, beschließen dann aber gemeinsam in den Park zu fahren und steigen in das Auto. Jan erinnert Jennifer daran, das Baby gut anzuschnallen. Pkw, Ausflug, Sicherheitsgurt 0 -1 00:10:5300:11:57 Zu Fuß Unbekannt/Nicht anwendbar Private Wege Nichtmotorisierter Individualverkehr (Shared) Gemischte Gruppe Neutral Jan, Sophia und Jennifer gehen gemeinsam durch den Tierpark. 1 0 1 -2 Gesamt: 128 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht A.5 Vorlagen der Medienanalyse: Tatort Im Folgenden sind die Medienanalysevorlagen des Formats Tatort zu sehen. A.5.1 Tatort: Folge 1 Format: Tatort Titel: Das ist unser Haus Medium: Lineares Fernsehen und Mediathek (ARD) Drehbuchautor*in: Wolfgang Stauch Erscheinungsdatum und -uhrzeit: 17.01.2021 - 20:15 Uhr Dauer [hh:mm:ss]: 01:28:54 Thema: Mord in einer Hausgemeinschaft Inhaltszusammenfassung: Vor vier Wochen sind die Mitglieder der Baugemeinschaft Oase Ostfildern in ihr Gebäude eingezogen und schon muss wegen eines Abdichtungsproblems das Fundament wieder aufgebaggert werden. Zum Vorschein kommt ein noch größeres Problem: eine nicht identifizierbare weibliche Leiche. Szenen mit Mobilitätsbezug Timecode [hh:mm:sshh:mm:ss] Fortbewegungsmittel (Auswahlliste) Gebietstyp (Auswahlliste) Zweck (Auswahlliste) Verkehrsart (Auswahlliste) Gender der Akteur*innen (Auswahlliste) Sentiment (Auswahlliste) Inhaltsbeschreibung Schlagwörter Nachhaltigkeitsscore [0 bis +2 Punkte: Umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = +1, wenn dabei positives Sentiment = +2] Nicht-Nachhaltigkeitsscore [0 bis -2 Punkte: Nicht umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = -1, wenn dabei positives Sentiment = -2] 00:06:01 00:06:05 Pkw Urbaner Raum Berufliche Wege Motorisierter Individualverkehr Männlich Neutral Kommissare fahren im Dienstwagen (Mercedes) zum Tatort. Dienstwagen, Mercedes 0 -1 00:12:15 00:12:45 Pkw Urbaner Raum Berufliche Wege Motorisierter Individualverkehr Männlich Neutral Kommissare fahren in ihrem Dienstwagen im Dunkeln. Dienstwagen, Mercedes 0 -1 00:22:00 00:22:45 Pkw Urbaner Raum Private Wege Motorisierter Individualverkehr Weiblich Neutral Eine Frau in rotem Auto wird beim Ausparken angehalten und kurz befragt. roter Kleinwagen 0 -1 00:29:15 00:29:20 Fahrrad Urbaner Raum Private Wege Nichtmotorisierter Individualverkehr Weiblich Neutral Protagonistin fährt mit dem Fahrrad nach Hause. Fahrrad, Heimweg 1 0 00:50:10 00:50:12 Fahrrad Urbaner Raum Private Wege Nichtmotorisierter Individualverkehr Männlich Neutral Protagonist fährt mit dem Fahrrad ohne Helm davon. Fahrrad 1 0 00:52:06 00:53:17 Fahrrad Urbaner Raum Berufliche Wege Nichtmotorisierter Individualverkehr Männlich Neutral Kommissar fährt Protagonist auf dem Fahrrad hinterher und Fahrrad, Befragung 1 0 129 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Szenen mit Mobilitätsbezug befragt ihn beim Fahren. 00:57:00 00:57:04 Pkw Urbaner Raum Private Wege Motorisierter Individualverkehr Weiblich Neutral Protagonistin holt Kind ab und steigt mit ihm in Auto. Pkw, Kindersitz 0 -1 1:00:01 1:00:09 Pkw Urbaner Raum Berufliche Wege Motorisierter Individualverkehr Männlich Neutral Kommissare fahren im Dienstwagen zu Verdächtigem. Dienstwagen, Mercedes 0 -1 01:02:10 1:05:20 Pkw Ländlicher Raum Berufliche Wege Motorisierter Individualverkehr Männlich Neutral Kommissare sind unterwegs und telefonieren dabei mit Verdächtiger, danach arbeiten sie weiter während der Fahrt. Dienstwagen, Mercedes 0 -1 01:04:32 01:05:52 Pkw Urbaner Raum Berufliche Wege Motorisierter Individualverkehr Männlich Neutral Kommissare sind im Privatwagen unterwegs. Oldtimer 0 -1 01:23:00 1:25:10 Fahrrad Urbaner Raum Private Wege Nichtmotorisierter Individualverkehr Männlich Neutral Verdächtiger flieht mit dem Fahrrad; Kommissare verfolgen ihn zunächst im Pkw und steigen dann auch auf ein Fahrrad. Verfolgungsjagd, Fahrrad 0 -1 Gesamt: 3 -8 A.5.2 Tatort: Folge 2 Format: Tatort Titel: Der Tod der Anderen Medium: Lineares Fernsehen und Mediathek (ARD) Drehbuchautor*in: Wolfgang Stauch Erscheinungsdatum und -uhrzeit: 10.01.2021 - 20:15 Uhr Dauer [hh:mm:ss]: 01:28:27 Thema: Mord mit Bezug zur Stasi-Vergangenheit Inhaltszusammenfassung: Im exklusiven Hotel Rheinpalais wird eine Frau erhängt in ihrem Zimmer aufgefunden. Oberflächlich deutet alles auf Selbstmord. Die Hauptkommissare Ballauf und Schenk haben Zweifel: Für sie sieht es nach einer brutalen Hinrichtung aus. 130 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Szenen mit Mobilitätsbezug Timecode [hh:mm:sshh:mm:ss] Fortbewegungsmittel (Auswahlliste) Gebietstyp (Auswahlliste) Zweck (Auswahlliste) Verkehrsart (Auswahlliste) Gender der Akteur*innen (Auswahlliste) Sentiment (Auswahlliste) Inhaltsbeschreibung Schlagwörter Nachhaltigkeitsscore [0 bis +2 Punkte: Umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = +1, wenn dabei positives Sentiment = +2] Nicht-Nachhaltigkeitsscore [0 bis -2 Punkte: Nicht umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = -1, wenn dabei positives Sentiment = -2] 00:16:50 00:17:00 Pkw Urbaner Raum Berufliche Wege Motorisierter Individualverkehr Gemischte Gruppe Neutral Polizist und Verdächtige fahren im Pkw zum Tatort. Pkw, Dienstwagen 0 -1 00:19:13 00:19:15 Pkw Urbaner Raum Berufliche Wege Motorisierter Individualverkehr Männlich Neutral Kommissare fahren im Dienstwagen (VW) zum Tatort. VW, Dienstwagen 0 -1 00:19:34 00:19:38 Pkw Urbaner Raum Private Wege Motorisierter Individualverkehr Weiblich Neutral Verdächtige fährt in Audi in Tiefgarage. Audi 0 -1 00:22:16 00:22:30 Pkw Urbaner Raum Private Wege Motorisierter Individualverkehr Gemischte Gruppe Neutral Verdächtige entführt Kommissar mit Auto (Opel). Opel, Entführung 0 -1 00:22:56 00:23:45 Pkw Urbaner Raum Private Wege Motorisierter Individualverkehr Gemischte Gruppe Neutral Verdächtige und entführter Kommissar fahren im Auto. Opel, Entführung 0 -1 00:23:34 00:23:36 Pkw Ländlicher Raum Private Wege Motorisierter Individualverkehr Gemischte Gruppe Neutral Verdächtige und Kommissar fahren über Land zu einer Pension. Opel, Entführung 0 -1 00:29:0 00:29 Taxi Urbaner Raum Berufliche Wege Motorisierter Individualverkehr (Shared) Männlich Neutral Taxifahrer telefoniert mit Verdächtiger. Taxi 0 -1 00:35:00 00:36:30 Pkw Ländlicher Raum Private Wege Motorisierter Individualverkehr Gemischte Gruppe Positiv Verdächtige und Kommissar fahren über Landstraßen ins Sauerland. Landstraße 0 -2 00:42:00 00:42:40 Pkw Ländlicher Raum Private Wege Motorisierter Individualverkehr Männlich Neutral Kommissar sucht entführten Kollegen. Landstraße 0 -1 00:46:31 00:47:51 Pkw Ländlicher Raum Berufliche Wege Motorisierter Individualverkehr Männlich Unbekannt/Nicht anwendbar Kommissar verfolgt entführten Kollegen über Feldwege und Landstraßen mit dem Auto. Landstraße, Feldweg, Verfolgungsjagd 0 -1 00:58:10 00:58:15 Pkw Urbaner Raum Berufliche Wege Motorisierter Individualverkehr Männlich Unbekannt/Nicht anwendbar Unternehmer steigt in BMW um los zu fahren. BMW 0 -1 00:59:35 00:60:43 Pkw Ländlicher Raum Berufliche Wege Motorisierter Individualverkehr Gemischte Gruppe Unbekannt/Nicht anwendbar Verdächtige und entführter Kommissar sind auf Landstraßen unterwegs. Landstraße 0 -1 131 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Szenen mit Mobilitätsbezug 00:64:12 00: Stadtbus Ländlicher Raum Berufliche Wege Motorisierter Individualverkehr (Shared) Gemischte Gruppe Unbekannt/Nicht anwendbar Kommissar und Verdächtige fahren mit einem Bus zum Kommissariat, damit das Auto nicht nachverfolgt werden kann. Bus 1 0 00:77:24 00:77:30 Pkw Urbaner Raum Private Wege Motorisierter Individualverkehr Weiblich Neutral Verdächtige schlägt Ausflug in ihrem Cabrio vor. Cabrio, Ausflug 0 -1 01:19:55 01:22:50 Pkw Urbaner Raum Berufliche Wege Motorisierter Individualverkehr Gemischte Gruppe Negativ Verdächtige und entführter Kommissar werden von anderem Kommissar verfolgt. Verfolgung, Entführung 0 -1 Gesamt: 1 -15 A.5.3 Tatort: Folge 3 Format: Tatort Titel: Rettung so nah Medium: Lineares Fernsehen und Mediathek (ARD) Drehbuchautor*in: Isabel Braak Erscheinungsdatum und uhrzeit: 07.02.2021 - 20:15 Uhr Dauer [hh:mm:ss]: 01:27:27 Thema: Mord an einem Rettungssanitäter Inhaltszusammenfassung: Während eines Einsatzes am Dresdner Elbufer wird der Rettungssanitäter Tarik Wasir im Fahrzeug mit einer Plastiktüte erstickt. Seine junge Kollegin Greta Blaschke kann ihm nicht mehr helfen. Die Ermittlerinnen Karin Gorniak und Leonie Winkler sowie Kommissariatsleiter Schnabel ermitteln in alle Richtungen. 132 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Szenen mit Mobilitätsbezug Timecode [hh:mm:sshh:mm:ss] Fortbewegungsmittel (Auswahlliste) Gebietstyp (Auswahlliste) Zweck (Auswahlliste) Verkehrsart (Auswahlliste) Gender der Akteur*innen (Auswahlliste) Sentiment (Auswahlliste) Inhaltsbeschreibung Schlagwörter Nachhaltigkeitsscore [0 bis +2 Punkte: Umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = +1, wenn dabei positives Sentiment = +2] Nicht-Nachhaltigkeitsscore [0 bis -2 Punkte: Nicht umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = -1, wenn dabei positives Sentiment = -2] 00:00:20 00:00:25 Pkw Urbaner Raum Berufliche Wege Motorisierter Individualverkehr Männlich Neutral Kommissar fährt in seinem Dienstwagen zum Tatort. Dienstwagen, Tatort 0 -1 00:02:30 00:00:03:06 Sonstiges Urbaner Raum Berufliche Wege Motorisierter Individualverkehr Gemischte Gruppe Neutral 2 Rettungssanitäter fahren im Krankenwagen zu einem Einsatz. Krankenwagen, Rettungssanitäter 0 -1 00:07:40 00:08:32 Pkw Urbaner Raum Berufliche Wege Motorisierter Individualverkehr Weiblich Neutral Die beiden Kommissarinnen nehmen eine junge Dame mit zum zu ihrem Arbeitsplatz, damit sie dort ihre Sachen holen kann. Dienstwagen 0 -1 00:09:40 00:09:45 Motorrad Urbaner Raum Berufliche Wege Motorisierter Individualverkehr Männlich Neutral Ein weiterer Krankenpfleger fährt mit dem Motorrad zu seiner Dienststelle. Arbeitsweg, Motorrad 0 -1 00:13:38 00:15:10 Zu Fuß Urbaner Raum Private Wege Nichtmotorisierter Individualverkehr Weiblich Neutral Rettungsassistentin läuft nach ihrer Schicht sehr aufgelöst nach Hause. Sie beginnt zu rennen und übergibt sich schließlich. Danach läuft sie zu einem Spielplatz, um ihre Tochter abzuholen. Arbeitsweg, Fußweg 1 0 00:25:50 00:26:07 Motorrad Urbaner Raum Private Wege Motorisierter Individualverkehr Männlich Neutral Rettungsassistent fährt während seiner Schicht kurz mit dem Motorrad nach Hause, um sein Ladekabel zu holen. Motorrad, Erledigung 0 -1 00:26:30 00:30:00 Pkw Urbaner Raum Berufliche Wege Motorisierter Individualverkehr Gemischte Gruppe Neutral Zwei Rettungsassistenten fahren nachts mit dem Krankenwagen. Dabei bauen sie einen Unfall, der absichtlich verursacht wurde. Unfall, Krankenwagen, 0 -1 133 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Szenen mit Mobilitätsbezug 00:33:48 00:34:01 Pkw Urbaner Raum Berufliche Wege Motorisierter Individualverkehr Gemischte Gruppe Neutral Mehrere Polizeiwagen fahren mit Blaulicht und Sirene zur Rettungswache, da dort Gefahr herrscht. Rettungswache, Polizeieinsatz 0 -1 00:35:50 00:36:42 Pkw Urbaner Raum Berufliche Wege Motorisierter Individualverkehr Gemischte Gruppe Neutral Rettungssanitäter fahren mit RTW zu einem Einsatz. Eine Kommissarin fährt mit, um sie zu schützen. Rettungswagen, Einsatz 0 -1 00:53:35 00:53:50 Pkw Urbaner Raum Berufliche Wege Motorisierter Individualverkehr Gemischte Gruppe Neutral Kommissarinnen und ein weiterer Streifenwagen fahren durch eine Wohngegend mit Blaulicht zum Haus eines Verdächtigen. Dienstfahrt, Blaulicht, Siedlung 0 -1 00:58:17 00:58:33 Pkw Urbaner Raum Berufliche Wege Motorisierter Individualverkehr Weiblich Neutral Kommissarinnen fahren mit ihrem Dienstauto zum Haus des Verdächtigen, um sich mit dessen Frau zu unterhalten. Dienstfahrt, Pkw 0 -1 1:05:45 01:06:10 Pkw Urbaner Raum Berufliche Wege Motorisierter Individualverkehr Weiblich Neutral Rettungsassistentin und Kommissarin fahren im Rettungswagen zu einem Einsatz mit Sirene. Rettungswagen, Einsatz 0 -1 01:04:10 01:04:20 Motorrad Urbaner Raum Private Wege Motorisierter Individualverkehr Männlich Neutral Verdächtiger rennt zu seinem Motorrad, um zu fliehen. Er wird jedoch gerade als er losfahren will von den Kommissarinnen aufgehalten. Motorrad, Fluchtversuch 0 -1 Gesamt: 1 -12 A.5.1 Tatort: Folge 4 Format: Tatort Titel: Tödliche Flut Medium: Lineares Fernsehen und Mediathek (ARD) Drehbuchautor*in: Lars Henning Erscheinungsdatum und uhrzeit: 17.01.2021 - 20:15 Uhr 134 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Format: Tatort Dauer [hh:mm:ss]: 01:28:29 Thema: Illegaler Immobilienhandel auf Norderney Inhaltszusammenfassung: Als die investigative Journalistin Imke Leopold Thorsten Falke um Hilfe bei der Aufklärung eines vermeintlich illegalen Immobiliendeals auf Norderney bittet, reagiert er zunächst skeptisch. Doch dann wird Imke Opfer eines Anschlags … Szenen mit Mobilitätsbezug Timecode [hh:mm:sshh:mm:ss] Fortbewegungsmittel (Auswahlliste) Gebietstyp (Auswahlliste) Zweck (Auswahlliste) Verkehrsart (Auswahlliste) Gender der Akteur*innen (Auswahlliste) Sentiment (Auswahlliste) Inhaltsbeschreibung Schlagwörter Nachhaltigkeitsscore [0 bis +2 Punkte: Umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = +1, wenn dabei positives Sentiment = +2] NichtNachhaltigkeitsscore [0 bis -2 Punkte: Nicht umweltfreundliches Fortbewegungsmittel = 1, wenn dabei positives Sentiment = -2] 00:02:18 00:02:40 Pkw Urbaner Raum Private Wege Motorisierter Individualverkehr Gemischte Gruppe Neutral Kommissar sitzt im Auto und will gerade nach Hause fahren, da steigt eine Bekannte ein und die beiden unterhalten sich. Heimweg, Pkw 0 -1 00:09:10 Schiff Unbekannt/Nicht anwendbar Berufliche Wege Öffentlicher Fernverkehr Gemischte Gruppe Neutral Kommissare fahren mit der Fähre auf die Insel Norderney und dann dort mit dem Pkw von der Fähre. Fähre, Dienstweg, Insel 1 0 00:14:20 00:14:22 Pkw Ländlicher Raum Berufliche Wege Motorisierter Individualverkehr Gemischte Gruppe Neutral Kommissare und Informantin fahren gemeinsam zum Haus eines Verdächtigen. Pkw, Dienstfahrt 0 -1 00:18:37 00:18:48 Pkw Ländlicher Raum Berufliche Wege Motorisierter Individualverkehr Gemischte Gruppe Neutral Kommissare fahren mit dem Pkw über die Insel zu einem möglichen Tatort. Pkw, Insel, Dienstweg 0 -1 00:45:15 00:45:20 Pkw Ländlicher Raum Berufliche Wege Motorisierter Individualverkehr Gemischte Gruppe Neutral Kommissare fahren über die Insel zum Kommissariat. Pkw. Insel, Dienstweg 0 -1 01:02:06 01:06:10 Schiff Unbekannt/Nicht anwendbar Berufliche Wege Öffentlicher Fernverkehr Weiblich Neutral Kommissarin fährt mit der Fähre zurück zum Festland. Ihr Kollege bleibt auf der Insel. Fähre, Insel, Dienstweg 1 0 01:14:48 01:14:50 Pkw Ländlicher Raum Berufliche Wege Motorisierter Individualverkehr Weiblich Neutral Kommissarin fährt mit dem Auto über eine Landstraße. Landstraße, Berufliche Wege 0 -1 135 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Szenen mit Mobilitätsbezug 01:20:00 01:20:20 Schiff Unbekannt/Nicht anwendbar Berufliche Wege Öffentlicher Fernverkehr Weiblich Negativ 136 Kommissarin versucht Fähre zu erreichen, um ihrem Kollegen zu Hilfe zu eilen, verpasst sie jedoch und ärgert sich. Fähre, Dienstweg, Notfall 1 0 Gesamt: 3 -5 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht B Anhang B.1 Fragebogen für die Experteninterviews Einleitung Die Darstellung von Verkehrsthemen in den Medien spiegelt nicht nur Einstellungen in der Gesellschaft wider, sie prägt zugleich auch Meinungen und Verhalten. Im Auftrag des Umweltbundesamts möchten wir Medienexpert*innen und Medienschaffende zu diesem Thema befragen. Fokus der Befragung sind Unterhaltungsformate und ihre Rolle für die Entwicklung hin zu nachhaltigerer Mobilität. Standardisierte Fragen Im folgenden Abschnitt werden verschiedenen Thesen aufgeführt. Bitte geben Sie an, inwiefern Sie den einzelnen Thesen zustimmen. Beim Begriff Unterhaltungsformate sind z. B. die Netflix-Serie „How to Sell Drugs Online (Fast)“, die RTL-Soap „Köln 50667“, die ZDF-Serie „Die Rosenheim-Cops“, die ARD-Filmreihe „Tatort“ oder Videos auf YouTube-Kanälen wie „Ehrenpflaume“ gemeint. Beim Begriff nachhaltige Mobilität ist z. B. die Fortbewegung zu Fuß, mit dem Fahrrad, im öffentlichen Personennahverkehr oder Fernzug gemeint, aber auch mit lokal emissionsfreien Elektrofahrzeugen wie E-Autos, -Rollern, -Scootern etc. 1. These: Unterhaltungsformate haben generell einen großen Einfluss auf das Verhalten der Zuschauer*innen. * ❏ Stimme voll und ganz zu ❏ Stimme eher zu ❏ Stimme eher nicht zu ❏ Stimme gar nicht zu ❏ Keine Angabe/Weiß nicht Wenn Stimme voll und ganz zu oder Stimme eher zu: Auf welche Altersgruppen trifft das aus Ihrer Sicht besonders zu? Eine Mehrfachauswahl von Antworten ist möglich. * ❏ 10 bis 19 Jahre ❏ 20 bis 29 Jahre 137 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht ❏ 30 bis 39 Jahre ❏ 40 bis 49 Jahre ❏ 50 bis 59 Jahre ❏ 60 bis 69 Jahre ❏ Über 70 Jahre 2. These: Unterhaltungsformate können die Meinung und das Verhalten der Zuschauer*innen hinsichtlich nachhaltiger Mobilität positiv beeinflussen. * ❏ Stimme voll und ganz zu ❏ Stimme eher zu ❏ Stimme eher nicht zu ❏ Stimme gar nicht zu ❏ Keine Angabe/Weiß nicht Wenn Stimme voll und ganz zu oder Stimme eher zu: Auf welche Altersgruppen trifft das aus Ihrer Sicht besonders zu? Eine Mehrfachauswahl von Antworten ist möglich. * ❏ 10 bis 19 Jahre ❏ 20 bis 29 Jahre ❏ 30 bis 39 Jahre ❏ 40 bis 49 Jahre ❏ 50 bis 59 Jahre ❏ 60 bis 69 Jahre ❏ Über 70 Jahre 3. These: Nachhaltige Mobilität wird bisher unzureichend in Unterhaltungsformaten dargestellt. * ❏ Stimme voll und ganz zu ❏ Stimme eher zu 138 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht ❏ Stimme eher nicht zu ❏ Stimme gar nicht zu ❏ Keine Angabe/Weiß nicht 4. These: Verkehrsmittel mit hohen CO2- und Schadstoffemissionen – wie konventionell angetriebene Autos oder Flugzeuge – werden in Unterhaltungsformaten weiterhin übermäßig häufig dargestellt. * ❏ Stimme voll und ganz zu ❏ Stimme eher zu ❏ Stimme eher nicht zu ❏ Stimme gar nicht zu ❏ Keine Angabe/Weiß nicht 5. These: Wenn Nachhaltigkeit dem Auftraggeber und/oder dem Produktionsunternehmen wichtig ist, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass nachhaltige Mobilität im jeweiligen Unterhaltungsformat dargestellt wird. * ❏ Stimme voll und ganz zu ❏ Stimme eher zu ❏ Stimme eher nicht zu ❏ Stimme gar nicht zu ❏ Keine Angabe/Weiß nicht 6. These: Medienschaffende sollten dafür sorgen, dass nachhaltige Mobilität in Film-, Fernseh- und Videoproduktionen häufig und positiv dargestellt wird und das Thema so abseits vom Nachrichten-, Nischen- und Non-Fiction-Formaten sichtbar machen. * ❏ Stimme voll und ganz zu ❏ Stimme eher zu ❏ Stimme eher nicht zu ❏ Stimme gar nicht zu 139 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht ❏ Keine Angabe/Weiß nicht 7. Bei der Analyse von Unterhaltungsformaten haben wir festgestellt, dass nachhaltige Mobilität häufig keine oder nur eine untergeordnete Rolle spielt. Bitte bewerten Sie, welchen Einfluss die folgenden, möglichen Ursachen auf diesen Umstand haben. * ▪ Mobilität und Reisen sind – abgesehen von z. B. Roadmovies oder Verfolgungsszenen – für das Geschehen meist wenig relevant. ❏ Großen Einfluss ❏ Einen gewissen Einfluss ❏ Eher weniger Einfluss ❏ Keinen Einfluss ❏ Keine Angabe/Weiß nicht ▪ Die Produzierenden sind sich der Bedeutung und Bandbreite von nachhaltiger Mobilität häufig gar nicht bewusst. ❏ Großen Einfluss ❏ Einen gewissen Einfluss ❏ Eher weniger Einfluss ❏ Keinen Einfluss ❏ Keine Angabe/Weiß nicht ▪ Den Produzierenden ist nachhaltige Mobilität nicht wichtig. ❏ Großen Einfluss ❏ Einen gewissen Einfluss ❏ Eher weniger Einfluss ❏ Keinen Einfluss ❏ Keine Angabe/Weiß nicht ▪ Die Produzierenden stellen lediglich ein Mobilitätsverhalten dar, wie es momentan noch in der Realität vorherrscht. ❏ Großen Einfluss ❏ Einen gewissen Einfluss ❏ Eher weniger Einfluss ❏ Keinen Einfluss ❏ Keine Angabe/Weiß nicht ▪ Die Produzierenden glauben, die Zuschauer*innen können sich mit nachhaltiger Mobilität noch nicht ausreichend identifizieren. ❏ Großen Einfluss ❏ Einen gewissen Einfluss ❏ Eher weniger Einfluss ❏ Keinen Einfluss ❏ Keine Angabe/Weiß nicht ▪ Gerade Unterhaltungsformate mit niedrigen Budgets können wenige oder gar keine OnLocation-Drehs durchführen. Dementsprechend schwierig ist die Darstellung von Mobilitätsverhalten – egal ob nachhaltig oder nicht nachhaltig. ❏ Großen Einfluss ❏ Einen gewissen Einfluss ❏ Eher weniger Einfluss ❏ Keinen Einfluss ❏ Keine Angabe/Weiß nicht ▪ Kommerzielle Interessen von Werbe- oder Produktplatzierungspartnern, z. B. Fahrzeughersteller oder Fluggesellschaften. ❏ Großen Einfluss ❏ Einen gewissen Einfluss ❏ Eher weniger Einfluss ❏ Keinen Einfluss ❏ Keine Angabe/Weiß nicht Gibt es aus Ihrer Sicht noch weitere Ursachen? [Freitextfeld]: 140 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht 8. Wie wichtig ist Ihnen persönlich als Zuschauer:in die Thematisierung und Darstellung von nachhaltiger Mobilität in Unterhaltungsformaten? * ❏ Wichtig ❏ Eher wichtig ❏ Eher unwichtig ❏ Unwichtig ❏ Keine Angabe Offene Fragen 9. Wie nehmen Sie persönlich als Zuschauer:in das Thema nachhaltiger Mobilität in deutschen Unterhaltungsformaten wahr? [Freitextfeld] * 10. Kennen Sie Unterhaltungsformate, die das Thema besonders gut darstellen? Wenn ja, welche? [Freitextfeld] * 11. Ist es ausreichend, wenn nachhaltige Mobilität weiterhin vorrangig in Nachrichten-, Nischen- und Non-Fiction-Formaten dargestellt wird? [Freitextfeld] * 12. Welche Aspekte spielen bei der Entscheidung, das Thema in Unterhaltungsformaten darzustellen, aus Ihrer Sicht eine Rolle? Wie wichtig sind z. B. das Produktionsbudget, die Kernzielgruppe oder etwa Produktplatzierungen von Fahrzeugherstellern bei dieser Frage? [Freitextfeld] * 13. Wie könnte das Thema in Unterhaltungsformaten aus kreativer Perspektive stärker bzw. besser thematisiert und dargestellt werden? [Freitextfeld] * 14. Müsste es in der Produktion von Film-, Fernseh- und Videoinhalten strukturelle Veränderungen geben, damit das Thema mehr Gewicht erhält? Wenn ja, welche? Und wenn nein, warum nicht? [Freitextfeld] * 15. Möchten Sie uns über diese Fragen hinaus noch Input geben? [Freitextfeld]: Stammdaten Im folgenden Abschnitt fragen wir noch einige Daten zu Ihrer Person ab. Diese dienen grundsätzlich nur dazu, ggf. Rückfragen zu stellen und die Befragung inhaltlich besser auswerten zu können. Abschließend können Sie auswählen, ob die Befragungsergebnisse – nach Vorlage durch uns und Freigabe durch Sie – auch unter Nennung Ihrer Person veröffentlicht werden dürfen oder ob dies nur in anonymisierter Form erfolgen darf. Vorname*: Name*: 141 TEXTE Nachhaltige Mobilitätswende: Mobilität in den Medien – Teilbericht Organisationstyp* (Auswahlmenü): Freiberuflich/Forschungseinrichtung/Hochschule/Produktionsunternehmen/Verlag Organisationsname*: Position*: E-Mail*: Telefon: Verwendung der Befragungsergebnisse*: ❏ Ich bin einverstanden, dass die Befragungsergebnisse in aufbereiteter Form und nach ausdrücklicher Freigabe durch mich unter Nennung meiner Person veröffentlich werden dürfen. ❏ Ich bin einverstanden, dass die Befragungsergebnisse in aufbereiteter Form anonymisiert veröffentlich werden dürfen. 142
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