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Introduktion

Full text: Kubinke / Hermann, Georg (Public Domain)

an irgendwelchen Schrauben und Kurbeln, die zitterten und 
zischten, ohne daß der Chauffeur doch die geheime Ursache 
des plötzlichen Versagens ergründen konnte. Immer mehr 
Menschen sammelten sich um den gelben Kasten und be— 
trachteten ihn nachdenklich, mit einem Gemisch von Interesse 
uud Neugier, Schadenfreude und Achtung. 
.Sie müssen ihm neues Ol geben, die Welle ist janz 
—— 
Ein Arbeiter mit der Blechkanne trat sehr bedächtig 
an das gelbe zischende Wesen heran und legte ihm sach— 
verständig und väterlich die Hand auf den Kopf. 
„Juten Tag,“ sagte er freundlich, „dir is wohl schlecht 
jeworden?“ 
Und dann trat der Mann in den Kreis zurück, als 
ob damit seine Sendung erfüllt wäre. 
Aber der Chauffeur drehte immer noch, ohne ein Wort, 
an einer Kurbel und das Auto ratterte und spuckte. 
Ein leerer Leichenwagen schob sich im Zuckeltrab an 
dem Menschenhaufen, der das gelbe Automobil umstand, 
vorüber. „Na, Kinder,“ rief der fröhliche Leichenkutscher, 
„soll ich vielleicht einen mitnehmen ?“ 
„Ach wat, Männeken,“ antwortete der freundliche Mann 
mit der Blechkanne, „legen Sie sich man rin und ick wer 
mer uf'n Bock setzen.“ 
„Na, denn ein ander Mal,“ rief der fröhliche Leichen— 
kutscher zurück, denn seine Pferde waren schon indessen ein 
Stückchen weiter getrabt. 
Ganz vorn — gleich neben dem Chauffeur, stand ein 
großes blondes Dienstmädchen mit einer weißen Schürze 
und lutschte an einer Apfelsine, die ihr der Kolonialwaren— 
händler zugegeben hatte. Die Apfelsine hatte eine dicke 
Schale, wenig Saft und viel Kerne. Und das Mädchen
	        
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