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Siebentes Kapitel

Full text: Die Verkommenen (Public Domain)

pernalteste Tochter in Abwesenheit der Mutter das Amta 
der Kinderwarterin perrichten. Die elfeinhalbjahrige Minng 
gab sich aber damit nicht viel Mühe. Sie haite genügend, 
non ihrer Schwester gelernt, wie man mit solch einem kleinen 
Schrethalg u mzugehen habe. Sie nahm die Hutsche sesste 
ie in etnen Winkel des Torwegs, setzte das Kind darcuf, 
überließ es seinem Schicksal und gesellte sich zu den anderen 
Kindern auf dem Sandberg, oder ging mach der Stxaße 
hingus, um die vorübergehenden Menschen anzugasfen 
Es kam dann hor, daß das Kind von der Hutsche hiel und 
jämmerlich zu schreien begann, so daß alle Frauen sich git 
den Feustern hinausneiglen. Dasg war wieder Igtobs, 
Jungites? Vatürlich, daran war man schon gewöhnt 
Irgend eine Stimme erging sich dann in wenig schmeiche⸗ 
haften Schimpfereien uͤber das große Frauenzimmer, die 
Minna, die auf dem besten Wege sei, in die Fußtapfen 
ihrer Schwester zu treten. Jakobs neunjährige Martha, 
deren Seele noch von dem Zauber der Kindheit umwoben 
war, erbarmte sich dann des kleinen Geschwisterchens und 
nahm es auf die Arme, kußte es, drückte die kleinen Patschen 
und suchte es zu beruhigen. „Du kleiner Racker, hat dich die 
böse Minng wieder gllein gelassen ? Na warte nur, dafüf— 
jsoll sie heute Schläge von der Mutter bekommen. Ra 
gib mir einen Schmatz.“ Und sie küßte das Kleine und 
drehte sich mit zhm im Kreise. Und das Kindchen hörte auf 
zu weinen, faßle mit seinen Händchen nach ihrem Gesicht 
und machte durch sein sonniges Lacheln den Beschauer dem 
beschmutzten Latz und das durchloͤcherte Roclchen vergessen. 
An dem heutigen Tage schallten wieder von porn her 
gius den Fenstern von Frau Sirachs Wohnung die lang; 
gezogenen Toͤne der Geige Leonhaxds zum Hof heraus. 
Die Kinder sanden dieses Spielen eigenilich abscheulich 
— B—— 
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doch die geigetaennuset eing gang andere.. Wenn ed * 
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