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I. Teil V.

Full text: Wie Hilde Simon mit Gott und dem Teufel kämpfte / Landsberger, Artur (Public Domain)

„Du! ... Wie liebe ich dich!‘ Er bog sie 
sanft nach hinten. Sie sank auf das Bett, 
krampfte ihre Hände fest um seinen Hals, und 
er besaß sie. 
„Du!!“ schrie sie befreit, als die höchste 
Spannung sich in einem Strom heißen Glückes 
löste. Er fuhr ihr mit den Händen leicht über 
die heiße Stirn, küßte sie wieder und wieder 
und richtete sie auf. 
„Du wirst glücklich sein“, sagte er zu ihr. 
Sie legte ihre Hände auf seine Schultern und 
sah ihm lange und ernst in die Augen: 
„Hoffentlich du“, gab sie zur Antwort. 
Er ließ sie allein und mischte sich wieder in 
die Gesellschaft. 
Adolf stürzte ihm entgegen. 
„Du bist wahnsinnig!“ sagte er. „Eine volle 
Viertelstunde wart ihr fort.“ 
Aber schon stand Frau Traute neben ihm. 
Auch sie suchte ihn längst. Ihn und ihre 
Tochter. Doch da sie beide vermißte, so war 
sie zufrieden und vermutete sie friedlich in 
einer Ecke. 
„Endlich finde ich Sie, Herr Helldorf; ich 
suche Sie die ganze Zeit. Wo haben Sie denn 
meine Tochter gelassen?“ 
Er tat erstaunt. „Ihr Fräulein Tochter?“ Und 
nach einer Pause: „Ich weiß nicht, ob ich 
ihre Anmut oder ihren Geist mehr bewundern 
soll. Die erste lohnende Unterhaltung dieses 
Winters, zu lohnend fast für ein Mahl, das an 
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