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I. Teil V.

Full text: Wie Hilde Simon mit Gott und dem Teufel kämpfte / Landsberger, Artur (Public Domain)

Kreis um den Kamin und diskutierten lebhaft 
ihre Toiletten. Als aber eine Dame, die noch 
bei Frau Deutz stehen geblieben war, erregt und 
erhitzt heranstürzte und sagte, es sei durchaus 
nicht ausgeschlossen, daß die Prinzessin Leo- 
pold und Tochter den Bazar besuchen würden, 
da erhitzten sie sich immer mehr, und trotz der 
Kürze der Zeit entschloß sich nun mehr als eine 
im stillen zu einem neuen Kleid. 
Keine der Damen kannte den Zweck der Ver- 
anstaltung, für die sie so bereitwillig große 
Opfer brachten. Keine legte auch nur Wert 
darauf, ihn zu erfahren. Ja selbst Frau Traute 
gab auf Helldorfs wohlberechtigte Frage, wer 
denn die Glücklichen seien, die mit all den 
schönen Dingen überschüttet werden sollten, 
die ungenierte Antwort: „Irgendeine Krippen- 
geschichte, glaube ich“, worauf Hilde erwiderte : 
„Aber, Mama, der Bazar ist doch für den Er- 
weiterungsbau der Kaiser Friedrichkirche.‘“' 
Nicht im geringsten verlegen, erwiderte Frau 
Traute: „Auch möglich, ich wußte nur, daß 
es irgend so ’was ähnliches war.“ 
„Wir dürfen also auf Sie zählen, Herr Hell- 
dorf?“ fragte Frau Deutz; „ich werde Sie mit 
dem Prinzen Joachim bekannt machen.“ 
„Ich bin ohne gesellschaftlichen Ehrgeiz, 
gnädige Frau.“ 
„Trotzdem werden Sie nicht bereuen, dage- 
wesen zu sein.“ 
„Ich finde es widerwärtig, sich einer Gesell- 
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