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Full text: Wie Hilde Simon mit Gott und dem Teufel kämpfte / Landsberger, Artur (Public Domain)

sende Wendungen über. peinliche Situationen, 
die immer. wiederkehrten, so oft der Herr Ge- 
mahl den Mund auftat, hinwegzuhelfen. Ihn 
amüsierte die Unbeholfenheit dieses Parvenus, 
der seiner Frau zu Gefallen so gern eine ge- 
sellschaftliche Rolle spielte. Es reizte ihn förm- 
lich, ihm durch Komplimente plattester Form 
— andere verstand er nicht — ein Gefühl der 
Sicherheit zu geben und ihn schließlich so weit 
aus der ihm anbefohlenen Reserve zu locken, 
daß er bald ganz ungeniert, ja fast energisch, 
seine Ansichten über gesellschaftlichen Takt 
zum besten gab,.die natürlich derart komisch 
waren, daß sie mehr Heiterkeit als Widerspruch 
weckten.. 
Und jeden Erfolg durfte er mit einem freund- 
lichen, fast dankenden Blick Hildes quittieren. 
Denn tatsächlich erwarb er. sich .mit diesem 
harmlosen Manöver, durch die Behr der Lächer- 
lichkeit verfiel und Krohn einen seiner Festtage 
erster Ordnung erlebte, die Sympathie Hildes. 
Sie verachtete diesen Mann nicht, weil er an 
die Stelle getreten war, an der einst ihr Vater 
gestanden hatte ... dieser Mann war so wenig 
ihr Vater, daß ihr niemals dieser Gedanke ge- 
kommen wäre. Sie hätte ihn von sich gestoßen, 
hätte er’s gewagt, Vaterstelle bei ihr zu ver- 
treten oder gar den Regungen ihres jungen 
Herzens und der Ursache ihrer häufigen Trau- 
rigkeit nachzuspüren. Von alldem nichts! 
Sie verachtete ihn, weil er wie ein Hund vor 
nm 
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