Nummer 7.
Preis der Einzel-Uummer und im Wochen-Abonnement 10 Pf.
IJ. Jahrgang.
Man abonnirk
Erscheint wöchentlich. serlin. den 15. Februar 1892. Itepuementanreis pcd )pro Quartal.
HDie Einhriugung des Raubmörders Wetzel am Bahnhof „Zoologischer Garten“ zu Berlin.
Mach der Skizze eines Augenzeugen.)
Weea —! der Raubmörder Wetzel!! da — dort
XX kommt er — in Ketten — unter starker Eskorte
oon Kriminalschutzmännern! Endlich hat man ihn
erwischt — jetzt führen sie ihn die Treppe hinauf —
wie er nur aussieht, der schreckliche Mensch — ganz
anders als auf den Bildern — und seine Kleidung,
gar nicht wie ein Gentleman — er hat doch so bon
gelebt — — —!““
Das und Mehres konnte man am Abend des
J. November vorigen Jahres um die achte Stunde
on den sich fieberhaft neugierig herandrängenden
Nenschen zu hören bekommen, als der Mörder des
daufmanns Siegfried Hirschfeld von Spandau
ommend am Bahnhof „Zoologischer Garten ausstieg,
im in das Untersuchungsgefängniß zu Moabit einge—
iefert zu werden. Die Leute, welche ihn so unver—
nuthet zu sehen bekamen, hatten Recht — Wetzel
ah in Wirklichkeit ganz anders aus, als man sich's
llgemein vorgestellt hatte — sein Anzug zeigte eine
echt schäbige Eleganz, besonders aher fiel der gelbe
zaletot auf, welcher der völlig abgefallenen Ver—
recherfigur ein merkwürdiges Kolorit verlieh. Auch
—OD
vachsen lassen, verstärkte den Eindruck der mora—
ischen und körperlichen Heruntergekommenheit. Daß
sie Hände des Raubmörders durch eine Eisenstange
erbunden und mittels einer schweren Kette an den
inken Fuß gefesselt waren, wurde mit Genugthuung
emerkt.
eig
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