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I. Teil IV.

Full text: Wie Hilde Simon mit Gott und dem Teufel kämpfte / Landsberger, Artur (Public Domain)

Flechten und ersetzte ihn durch einen An- 
hänger,. Was sie brachte, waren Meisterstücke., 
Ein Anhänger aus Kupfer mit Grubenschmelz; 
eine Arbeit aus dem ı3. Jahrhundert aus Li- 
moges. Er war zu schwer. Sie versuchte es 
mit einem silbernen Anhänger deutscher Her- 
kunft aus dem 15. Jahrhundert, Ihn schmückten 
kleine Heiligenfiguren; aber er verschwand 
vollkommen in den weichen und schweren 
Flechten. 
„Renaissance muß es sein!“ erkannte sie und 
entschied sich für ein reiches Stück aus dem 
Anfang des 17. Jahrhunderts. Eine kleine Amo- 
rette tollte auf einem galoppierenden Roß, das 
selbst des stärksten Reiters Kunst nicht bän- 
digen möchte, und lenkte es spielend mit einer 
leichten, seidenfeinen Schnur. Den Körper des 
Pferdes bildete eine Barockperle, die außer- 
ordentlich feinen Verzierungen waren aus Gold- 
email. Man war schnell einig, das Richtige 
gefunden zu haben. Hilde erschien das alles 
zwar ein wenig schwer für das leichte weiße 
Hängekleid, das in der Taille durch eine schmale 
Kette gehalten wurde, die, ohne den Eindruck 
einer Teilung zu bewirken, doch leise einen 
freien Faltenwurf andeutete. 
Und sie hatte recht. Es war zu schwer. Er- 
innerte dieses Kleid an das französische Kinder- 
gewand des 16. Jahrhunderts, so war diese raf- 
finierte Tracht des Haares der Schmuck einer 
schönen edlen Dame aus dem Quattrocento. 
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