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I. Teil III.

Full text: Wie Hilde Simon mit Gott und dem Teufel kämpfte / Landsberger, Artur (Public Domain)

tails über unsere Damen hören. Dann erst hat 
der Sieger das Wort.“ 
„Also bringen Sie uns nicht um die Sen- 
sation, Helldorf‘“, rief Hecht. 
Die Stimmung nahm Höhen an, die hier 
selten waren. Nur Freudenheim war in Sorge. 
Wenn er verlöre! Hunderttausend Mark!! Er 
sprach leise zu Delfft, der sein Freund war, 
schob sich langsam in die Höhe, suchte ver- 
geblich den untersten Westenknopf zu schließen, 
trank stehend seinen 21er Meukow, warf ein 
Goldstück auf den Tisch, rief Fritz, den Kellner, 
und ging satt und schwer, ohne zu grüßen, 
zur Tür. — 
„Mit wem versuch ich’s?“ fragte Helldorf 
seinen Freund Adolf, als alle anderen fortge- 
gangen waren. 
„Mit seiner Braut, das wäre ein Witz“, er- 
widerte der. 
„Ist mir zu häßlich. Wenn mir die Sache 
keinen Spaß macht, bin ich schwerfällig. und 
komme keinen Schritt vorwärts. Es muß eine 
Frau sein, die mich reizt.“ 
„Also sehr jung?“ 
„Oder Fähigkeiten, die das Alter rechtfer- 
tigen.“ Sie lehnten eine nach der andern ab. 
Viele, die geeignet schienen, ließ man fallen, so- 
bald man in die Harmlosigkeit des Gatten Zweifel 
setzte. Und da dies Hindernis bei den jungen 
Mädchen von selbst fortfiel, so schieden die 
verheirateten Frauen schließlich ganz aus. 
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