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Full text: Wie Hilde Simon mit Gott und dem Teufel kämpfte / Landsberger, Artur (Public Domain)

wie der wissenschaftliche Bericht eines Ar- 
chäologen mutet uns ihre Beschreibung von 
dem Orte seiner Leiden an. Auch wenn man 
nicht wüßte, daß sie völlig ungebildet war, 
könnte man den Verstand hier nicht als Deu- 
tung gelten lassen.“ 
Hilde machte ein nachdenkliches Gesicht. 
Ihre Augen waren weit geöffnet. Sie verstand 
ihn zwar nicht ganz. Aber ähnliches hatte auch 
sie erlebt. Früher, Wenn sie, ohne zu denken, 
des Nachts in den Märchen und Träumen 
weiterlebte. Wie die Bilder sie dann fortrissen, 
wie sie den Halt verlor und keinen Willen mehr 
hatte. 
„Es muß schwer sein“, sagte sie und hing 
noch immer am Vergangenen, derartiges zu 
schildern.‘ 
„Außerst! Wie wenige können das. Der voll- 
kommenste ist wohl der Pole Przybyszewski. Der 
hat in De Profundis das Äußerste und Letzte 
aus den Tiefen einer Seele offenbart. Huys- 
mans noch,“ — er überlegte, — „Krains, Maeter- 
linck — das heißt in früheren Jahren — Ka- 
räsek, — vor allem aber Vigelland .... 
Rops ..., das, scheint mir, sind sie aber auch 
alle.‘ 
„Das alles ist mir eine neue Welt,“ sagte 
Hilde, „und wie alles, was man nicht kennt, 
es beängstigt mich.‘ 
Er sah sie an. Dann fuhr sie fort: 
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