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I. Teil XXI.

Full text: Wie Hilde Simon mit Gott und dem Teufel kämpfte / Landsberger, Artur (Public Domain)

aber einige Männer streckten die Köpfe nach 
vorn und flüsterten: „Ah!“ — 
„Der euren Priester zu diesem Schritt, — aber 
was sage ich, zu diesem Verbrechen ange- 
stiftet. hat!“ — Die Bewegung nahm zu; man 
hörte leises Murmeln und Brummen; eine Frau 
rief: „Jesus, Maria und Joseph!“ und schlug 
ein Kreuz. — 
„Und eurem Priester, bei dem euer aller 
Seligkeit ruht, fehlte das Herz, um sich gegen 
diesen verbrecherischen Bischof aufzulehnen! 
Aber hört ihn selbst:‘ — sie entfaltete das 
Blatt und las mit gehobener Stimme:. „Ich bin 
unter der Last dieser sündigen Liebe ‚zu- 
sammengebrochen und folge mit: reuigem 
Herzen dem Verdikt des Bischofs, das mich 
ins Kloster weist. — Dir gegenüber ‚aber, ge- 
liebte Mutter, darf der Priester Mensch sein, 
und so komm denn und nimm dein gequältes 
Kind in deine Arme und laß es an. deinem 
Herzen die Tränen um ein Glück weinen, das 
es dem mit soviel Seelenpein erworbenen 
Glauben opfern muß. Frage mich nicht, warum 
dies Opfer, denn ich weiß dir keine Antwort 
‚«.« SO sündig ist mein Herz.“ a 
„Wißt: ihr, warum?“ schrie sie laut... „He! 
Warum schweigt ihr? Sind eure Herzen etwa 
auch sündig? Wie?“ 
„Alle Menschen sind Sünder. — Weil er. ein 
Priester ist! — Wir alle sind sündig.“ 
‚, „Weil er ein Priester ist, so habt 
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