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I. Teil XIX.

Full text: Wie Hilde Simon mit Gott und dem Teufel kämpfte / Landsberger, Artur (Public Domain)

„Wa—a—as?“ fragte er ganz entsetzt. „Sie 
nennen mich einen Halunken, weil ich die 
Wahrheit sage und nicht heuchle wie die 
andern ?“ 
„Gnädige Frau,“ wandte er sich an Frau 
Traute, „wollen Sie mich nicht gegen solche 
Insulten schützen, ich kann sonst unmög- 
lich ...% 
Und da Frau Traute selbst über die Unge- 
niertheit dieses Mantelhändlers, nicht etwa über 
seine Ansichten — die sie teilte — empört war 
und nicht reagierte, so trat er an den Tisch 
heran und begann seine Vorlagen zusammen- 
zupacken. 
„Dann muß ich freilich auf die Ehre ver- 
zichten, — — — beschimpfen lasse ich mich 
nicht .., und ich muß sagen, ...“ er wandte 
sich wieder zu Hilde, „... Ihr Herr Bräutigam 
ist Offizier; nun, mein Bruder ist es auch, — 
und Offiziersehre ist eben Offiziersehre, ...“ 
er erwartete immer, daß sie einlenken würde, 
„-.. und wenn ich für meine Person“ — er 
dachte an das glänzende Geschäft, das ihm ent- 
gehen sollte, — „auch nicht so empfindlich 
wäre, so muß ich doch auf meinen Bruder 
Rücksicht nehmen.“ Er machte wieder eine 
Pause, sah fast bittend erst zu Hilde, dann 
zu Frau Traute hinüber. „Das schönste Blatt, 
gnädige Frau, liegt noch vor Ihnen; Sie werden 
in Berlin und Paris kein ähnliches Modell 
finden.“ 
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