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I. Teil XIII.

Full text: Wie Hilde Simon mit Gott und dem Teufel kämpfte / Landsberger, Artur (Public Domain)

Sie war starr. Nein, nein! Er sagte das im 
Ernst. Und er war auch geistig. (soweit er 
geistig überhaupt in Frage kam) durchaus nor- 
mal. 
„Und wenn ich meine Beziehungen zu Hell- 
dorf auch nach unserer Verheiratung fortführen 
würde, was würden Sie dann sagen?“ fragte sie 
sehr bestimmt. 
Der Graf lächelte und fand sich witzig und 
geistreich, als er erwiderte: 
„Wahrscheinlich gar nichts, da Sie es mir 
nicht sagen würden.“ 
„Und wenn Sie es von einem Dritten er- 
führen 2?“ 
„Ich würde ihn über den Haufen schießen!“ 
„Warum ?“ 
„Weil das meine Angelegenheiten sind“, er- 
widerte der Graf, im Zorn schon bei dem bloßen 
Gedanken, daß das möglich wäre, — „um die 
sich kein Aas zu. kümmern hat!“ ; 
„Sollte ich als Ihre Frau und Trägerin Ihres 
Namens nicht auch eine von Ihren Angelegen- 
heiten sein, um die sich zu allerletzt ein anderer 
zu kümmern hätte?“ 
„Eben, eben!“ sagte er erfreut. Sie wehrte ab 
und fuhr fort: 
„Und würden Sie nicht der Meinung’ sein, 
daß dieser Helldorf, indem er mit mir verkehrte, 
sich intensiver um eine. Ihrer eigensten. An- 
gelegenheiten bekümmert als derjenige, der Sie 
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