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I. Teil XII.

Full text: Wie Hilde Simon mit Gott und dem Teufel kämpfte / Landsberger, Artur (Public Domain)

„Wir sind beide kompromittiert. Ich: sorge 
mich und finde. einen Ausweg für beide —“ 
„Worin?“ fragte Hilde. 
„In dieser Ehe. Du:weigerst dich, obschon 
dies seltene Angebot uns beide völlig rehabili- 
tiert, dich sogar in eine hohe gesellschaftliche 
Sphäre hebt, und obgleich der:Mann, für den 
ich hier stehe ...“ 
Hilde wehrte ungeduldig: ab. : : 
„Du mußt. schon gestatten,“ erklärte Hell- 
dorf, „wenn. du Wert darauf legst, daß ich dir 
deine Frage beantworte, — also, obgleich dieser 
Edelmann dich liebt. Du verlangst, daß ich mich 
weiter nicht. um dich kümmere, ebenso wie du 
es ablehnst, mir bei meiner Rehabilitation be- 
hilflich zu sein. — Und ich:muß dir allerdings 
sagen, daß mir ungeheuer viel daran liegt, mit 
Anstand aus diesem Skandal herauszukommen, 
an. dem übrigens du genau soviel schuld trägst 
wie ich. Und einen Skandal gibt es, dafür haben 
wir beide zuviel Neider. . Nimm nun-.:an; der 
Grund wäre derart, daß, wenn ich ihn dir nenne; 
das Spiel damit für mich verloren, — für. dich 
aber gewonnen ist.“ 
„Ich.muß es wissen!“ sagte Hilde ‚in: hoher 
Erregung. 
Also hatte. es einen Grund, sagte sie zu sich, 
war keine‘ Leidenschaft; sie war. bei ihrem 
ersten Schritte, den sie ins Leben trat, be- 
trogen. Sie riß sich mit aller Gewalt zusammen, 
und doch fühlte sie, wie alles vor ihr einstürzte. 
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